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NFL: Power Ranking nach Week 8

Rückkehr der Favoriten und neue Nummer 1

Mittwoch, 01.11.2017 | 11:00 Uhr
SPOX ordnet die Liga zur Regular-Season-Halbzeit im zweiten Power Ranking der Saison ein
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16. Carolina Panthers (5-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 3

Carolinas Defense ist gut. Wirklich gut. Und die Rückkehr von Luke Kuechly hat ihre Wirkung wahrlich nicht verfehlt. Auch in der Secondary sieht das etwa dank Bradberry merklich verbessert aus, so dass Carolinas Defense Spiele gewinnen kann - das aktuell aber auch muss. Denn Cam Newton ist noch immer inkonstant, das Run Game funktioniert weitestgehend überhaupt nicht und die Ursache für beides ist in der Offensive Line zu finden. Auch fehlt der Offense - selbst wenn man die Probleme im Run Game ausklammert - eine Identität, das Kurzpassspiel jedenfalls klappt bisher meist nicht, auch wenn die Panthers es immer wieder aufziehen wollen. Carolina kann noch immer ein gutes Team sein, das hat man im ersten Saisonviertel teilweise gesehen. Das funktioniert aber nur, wenn die Offense endlich mehr Konstanz an den Tag legt, und das beginnt für Carolina noch immer im Run Game. Der Trade von Kelvin Benjamin zeigt wie das Tape der letzten Wochen klar, dass das Kurzpassspiel dominieren soll. Weiter sind Zweifel angebracht, ob Cam Newton das liefern kann.

15. Detroit Lions (3-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 10

Gegen Carolina und dann so richtig gegen die Saints wurde in extremer Schwere deutlich, was ich schon vor drei Wochen kritisiert hatte: Mit dieser Offensive Line werden die Lions nichts reißen können. Matt Stafford war zuletzt gegen Pittsburgh definitiv verbessert, in der Red Zone aber hatte die Offense enorme Schwierigkeiten. Hier würde es fraglos helfen, wenn die Lions mehr als 3,5 Yards pro Run produzieren und Stafford so entlasten könnten. Defensiv derweil gibt es gute Bausteine, trotzdem lässt die Secondary viel zu viel zu, auch weil der Pass-Rush zu harmlos ist. Zumindest die Run-Defense ist stabil.

14. Los Angeles Chargers (3-5)

Platzierung im vergangenen Ranking: 23

Viel zu viele Drops, mentale Fehler wie der von Benjamin gegen die Patriots und regelmäßige Aussetzer in der Offensive Line: L.A. ist einmal mehr ein Musterbeispiel für ein Team, das sich zu häufig selbst im Weg steht. Dabei sind die Argumente für die Chargers definitiv vorhanden! Der glänzend aufgelegte Hunter Henry, das aktuell mutmaßlich beste Pass-Rush-Duo der Liga und in Casey Hayward ein Top-Cornerback. Auch Melvin Gordon spielt eine sehr gute Saison, wenngleich er angesichts des mitunter desolaten Run-Blockings keinen leichten Stand hat. Wenn die Chargers die Fehler weiter runter schrauben können, ist im zweiten Saisonverlauf eine mögliche Überraschung drin. Andernfalls bleiben sie in der "knapp vorbei"-Kategorie.

13. Atlanta Falcons (4-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 5

Auch in Atlanta ist die Offense das große Thema, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Nachdem die Falcons in der Vorsaison eine historisch gute Offense hatten, ist davon aktuell nicht mehr viel zu sehen. Deutlich weniger Pre-Snap-Motion und Play Action, weniger Downfield-Konzepte, weniger Aggressivität beim Play-Calling, weniger Fokus auf die Running Backs im Passspiel: Den Falcons fehlt zusammengefasst die Dynamik und der Mut der vergangenen Spielzeit und die aktuelle Offense ist für Matt Ryan deutlich schwieriger, als die Offense von Kyle Shanahan im Vorjahr. Zumindest das Run Game funktioniert zunehmend besser und auch Ryan selbst steigert sich aktuell relativ konstant. Das sieht man daran, dass die Falcons in der Top-5 in Yards pro Pass und Yards pro Run sowie auf dem neunten Platz in Punkte pro Drive rangiert. Eine Rückkehr in die Spitzengruppe ist definitiv möglich, die Falcons sind besser, als man aktuell den Eindruck haben könnte.

12. Buffalo Bills (5-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 13

Die Bills als Team kann man getrost als größte Positiv-Überraschung der Saison bezeichnen. Statt Tanking, einer Defense im Umbruch und Quarterback-Debatte sehen wir zur Saison-Mitte eine disziplinierte Defense, die mit der Front Druck erzeugt und in der Secondary tolle individuelle Bausteine aufbietet. Wir sehen eine Offenes, die mit Tyrod Taylor und LeSean McCoy zwei enorme X-Faktor-Spieler hat, die eine Partie jederzeit mit einem Big Play umdrehen können. Diese Formel funktioniert bisher beachtlich gut, doch als Team-Offense werden sich die Bills steigern müssen. Das betrifft vor allem die Offensive Line, aber auch das Receiving-Corps - Rookie Zay Jones etwa enttäuscht bislang - muss deutlich mehr liefern. Umso verständlicher der Trade für Kelvin Benjamin: Taylor brauchte dringend eine Downfield-Waffe, Benjamin kann genau das sein. Allerdings muss Taylor dafür williger sein, in enge Fenster zu werfen. Klappt das alles, dann ist tatsächlich auch das Ende der Playoff-Durststrecke möglich. Und wer hätte im August das gedacht!

11. Jacksonville Jaguars (4-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 17

Das Experiment "Erfolg ohne Quarterback" läuft in Jacksonville aktuell ganz gut. Die herausragend aufspielende Jags-Front ist auf Kurs, den uralten Sack-Rekord der Chicago Bears zu brechen, Jalen Ramsey spielt eine großartige Saison und bildet mit Bouye ein tolles Duo. Mit Telvin Smith wurde das Herzstück der Front Seven gerade mit einem neuen Vertrag belohnt und der jüngste Trade für Marcell Dareus gewährleistet, dass die Defensive Line auf hohem Level eine Rotation spielen kann. Offensiv derweil hat Leonard Fournette bereits 25 Forced Missed Tackles gesammelt, seine Explosivität und Power sind die Identität dieser Offense. Sogar Blake Bortles hatte zuletzt einige bessere Auftritte. Bortles bleibt dennoch der Klotz am Bein, in einer ligaweit wahnsinnig ausgeglichenen Saison aber sollten die starken Teile dieses Teams noch einige Siege einfahren.

10. Dallas Cowboys (4-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 15

Die jetzt doch wieder reaktivierte Suspendierung von Ezekiel Elliott kostet die Cowboys mehrere Plätze, denn über die vergangenen Wochen sah die Offense schon wieder sehr stark aus. Die Line wird zunehmend dominanter, Dak Prescott überzeugt auch weiterhin. Ohne Elliott aber wird Dallas hier Probleme bekommen, denn keiner der anderen Running Backs bietet auch nur ansatzweise das Komplettpaket an, das Elliott mitbringt. Trotzdem gehören die Cowboys in die Top-10, im Vergleich zum Vorjahr nämlich hat Dallas mit Lawrence und Irving plötzlich einen richtig starken Pass-Rush. So ist es kein Zufall, dass Dallas prozentual die viertmeisten Pressures kreiert (31,1 Prozent der gegnerischen Passing Plays). Das entlastet die Secondary merklich und sorgt dafür, dass das defensive Scheme insgesamt auf einem höheren Level funktioniert, Sean Lee ist und bleibt dennoch unersetzlich. Wo die Reise ohne Elliott hingeht wird sich allerdings zeigen müssen.

9. Houston Texans (3-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 18

Unglaublich beeindruckend, wie sich Deshaun Watson von Woche zu Woche weiter entwickelt - dass die Texans jetzt Left Tackle Duane Brown an die Seahawks abgeben, ist trotzdem überaus erstaunlich. Offensiv wird das mit jeder Menge Misdirection, Play Action und anderen Fake-Elementen versehene Passspiel gegnerische Defenses trotzdem weiter vor Probleme stellen, während das Run Game insgesamt auch dank Watson inzwischen vergleichsweise stabil ist. Schwieriger ist die Situation in der Defense, die Seahawks konnten am Sonntag Jadeveon Clowney mehrfach schlicht nicht blocken. Nicht auszudenken, wie das ausgesehen hätte, wenn J.J. Watt und Whitney Mercilus neben Clowney auf dem Platz gestanden hätten. Die Realität ist, dass die Defense gerade gegen den Pass anfällig bleibt und sich hier in der zweiten Saisonhälfte definitiv noch klar steigern muss.

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Seite 2: Von New York bis Washington

Seite 3: Von Carolina bis Houston

Seite 4: Die Spitzengruppe - mit New Orleans, Minnesota, den Rams und neuer Nummer 1

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