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NFL: Power Ranking nach Week 8

Rückkehr der Favoriten und neue Nummer 1

Mittwoch, 01.11.2017 | 11:00 Uhr
SPOX ordnet die Liga zur Regular-Season-Halbzeit im zweiten Power Ranking der Saison ein
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24. New York Giants (1-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 31

Kurzes Strohfeuer beim Sieg in Denver, als die Giants endlich einmal ein Run Game hatten. Dass das ausgerechnet gegen die Broncos passierte ist schwer erklärbar, gegen Seattle sah New Yorks Offense dann schon wieder so aus, wie erwartet. Ohne Beckham und Marshall ist Evan Engram die einzige gefährliche Pass-Option, die Offense ist viel zu eindimensional (21,3 Runs bei 37,2 Pässen pro Spiel), während die ohnehin wacklige Offensive Line darunter leidet, dass sich gegnerische Verteidiger auf den Pass einstellen können. Immerhin defensiv sind positive Trends erkennbar, vom Vorjahres-Niveau sind die Giants aber noch immer ein ordentliches Stück weit weg. Und angesichts der Tatsache, dass die Einsatzzeiten aufgrund der schwachen Offense eher noch nach oben gehen, ist eine signifikante Verbesserung kaum zu erwarten.

23. Baltimore Ravens (4-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 22

Die Rückkehr von Brandon Williams kann man nicht wichtig genug einschätzen. Während Baltimore ohne den Defensive Tackle teilweise buchstäblich über den Haufen gelaufen wurde, sah das zuletzt wieder ganz anders aus. Die Secondary gehört weiterhin mindestens in die Top-10, in Bestbesetzung kann Baltimore mit der Defense Spiele gewinnen. Das aber muss sie auch, wenn die Ravens beim nächsten Ranking in vier Wochen mit den Playoffs noch etwas zu tun haben wollen, denn die Offense wird Baltimore wenige Siege einfahren. Das Run Game ist inkonstant, zeigte gegen Miami aber deutliche Fortschritte und Alex Collins' Explosivität tut den Ravens gut. Joe Flacco, die Receiver und das Passspiel sind eine ganz andere Geschichte...

22. Green Bay Packers (4-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 2

Vom zweiten Platz ins graue Mittelfeld und Niemandsland - anders gesagt: Der Aaron-Rodgers-Faktor! Natürlich gibt es für Green Bay Mittel und Wege, um die eigene Offense auch mit Brett Hundley halbwegs konkurrenzfähig zu machen, etwa mit mehr geplanten Rollouts, mehr einfachen Reads, mehr aufeinander aufbauenden Route-Konzepten, um schnelle Reads zu ermöglichen und natürlich auch mit mehr Fokus auf das Run Game. Das Problem dabei: Eine konkurrenzfähige Offense reicht für die Packers nicht, um bis zum Schluss um die Playoffs mitzuspielen. Green Bay braucht mehr von der eigenen Offensivabteilung. Wie kreativ also wird Mike McCarthy jetzt nach der Bye-Week in puncto Play-Design und Play-Calling? In den vergangenen Jahren war das gelinde gesagt nicht unbedingt seine Stärke. Aaron Jones immerhin gibt Green Bay eine starke Präsenz im Run Game neben dem vielseitigen Ty Montgomery, Jones' Explosivität erinnert an Thomas Rawls in dessen ersten NFL-Spielen. Die Packers werden ohne Rodgers aber arg kämpfen müssen, um in Playoff-Schlagdistanz zu bleiben.

21. Oakland Raiders (3-5)

Platzierung im vergangenen Ranking: 21

Der Sieg gegen die Chiefs war wichtig, man könnte mit Blick auf die Playoff-Chancen sagen: Überlebenswichtig. Leider folgte darauf wieder ein schwacher Auftritt in Buffalo, und so muss man zur Saisonmitte erneut konstatieren: Dieses Raiders-Team ist einfach nicht mehr als Durchschnitt. Sicher, Derek Carr hat zumindest gegen KC mehr lange Pässe geworfen, insgesamt aber bleibt es eine eher konservative, vorhersehbare Offense. Die Line ist längst nicht so stark wie in der vergangenen Saison, sondern eben eher gehobener Durchschnitt. Und das Run Game ist bei weitem nicht die erhoffte Entlastung für Carr, ob mit oder ohne Marshawn Lynch. Und defensiv? Die Raiders haben aktuell trotz Khalil Mack einen absolut harmlosen Pass-Rush, was die Secondary nicht einmal ansatzweise ausgleichen kann. Könnte Oakland das Ruder noch herumreißen? Vielleicht, wenn wir mehr Aggressivität offensiv wie defensiv, mehr Konstanz von den Receivern und ein kontinuierliches Run Game sehen. Eine Garantie für eine erfolgreichere zweite Saisonhälfte wäre das selbstverständlich aber auch nicht.

20. Tennessee Titans (4-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 24

Tennessee gehört für mich zu den Teams, die man noch nicht wirklich greifen kann. Furchtbare Auftritte in Houston und zuletzt in Cleveland, überzeugend gegen Seattle sowie in der zweiten Hälfte gegen die Colts. Klar ist: Tennessee braucht ein gutes Run Game um Spiele zu gewinnen, und die Titans haben gezeigt, dass sie sowohl in puncto Blocking als auch individuell mit dem Running-Back-Duo diese Partien liefern können. Allerdings fehlt noch die konstante Dominanz der Vorsaison. Auch von Marcus Mariota muss dringend mehr kommen. Auf der anderen Seite des Balls hat sich die Pass-Defense verbessert, die Run-Defense war noch nie das Problem. Tennessee ist definitiv ein Kandidat, um im nächsten Ranking einen deutlichen Sprung nach oben zu machen.

19. Cincinnati Bengals (3-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 19

Die Offensive Line ist immer noch schlecht, Joe Mixon wird noch immer zu sporadisch eingebunden und das Run-Blocking bleibt ein großes Problem. Trotzdem funktioniert die Offense seit dem Coordinator-Tausch insgesamt besser, auch weil Andy Dalton gegen Pressure immerhin vereinzelt besser aussieht. Nach wie vor sprechen wir aber von einer äußerst inkonstanten Offense, das Spiel gegen die Colts war der jüngste Beweis dafür. Immerhin aber können sich die Bengals wieder auf eine gute Front verlassen und bieten definitiv eine der besseren Pass-Defenses ligaweit auf. Das Team ist nicht so schlecht, wie es über die ersten Wochen der Saison teilweise wirkte - viel mehr als eine ausgeglichene Bilanz zum Saisonende wird trotzdem nicht drin sein.

18. Denver Broncos (3-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 6

Von Oakland bis Washington ist es eine sehr austauschbare Gruppe, die Broncos überzeugen, weil sie die beste Einzel-Gruppe haben. Denvers Defense gehört noch immer zur absoluten Liga-Spitze, abgesehen von dem merkwürdigen Auftritt der Run-Defense gegen die Giants sieht man eine starke Partie nach der anderen. So auch wieder gegen die Chiefs am Montagabend, als Alex Smith nicht einmal die Hälfte seiner Pässe anbrachte und Kareem Hunt für 2,1 Yards pro Run lief. So lange die Offense so spielt, ist aber nicht mehr als das hier dargestellte Mittelmaß drin, und selbst das könnte zu hoch gegriffen sein. Das betrifft die löchrige Offensive Line, hinter der das Run Game nicht mehr funktioniert - aber inzwischen insbesondere auch Trevor Siemian, der einfach viel zu viele Fehler macht. Ein Quarterback-Tausch in Mile High ist inzwischen alles andere als ausgeschlossen. Ob der was bringt bleibt abzuwarten.

17. Washington Redskins (3-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 7

Hiobsbotschaft für Washington zum Wochenbeginn: Left Tackle Trent Williams fällt mit seiner Knieverletzung für mehrere Wochen aus, was die große Stärke dieses Teams - die Offensive Line - empfindlich schwächt. Die Tatsache, dass Kirk Cousins insgesamt eine sehr gute Saison spielt, fällt teilweise etwas unter den Tisch, auch weil Washington keinerlei Run Game hat und die Outside-Receiver weiter ein riesiges Problem bleiben. Insbesondere Terrelle Pryor ist bislang eine Enttäuschung. Die Defense kann sehr gut sein, der Pass-Rush und die D-Line generell gefallen. Die Secondary hat noch immer Verletzungsprobleme, ist in Bestbesetzung aber ebenfalls definitiv überdurchschnittlich. Washington kann solide bis gut sein, mehr sehe ich für dieses Team in der laufenden Saison nicht.

Seite 1: Von San Francisco bis Tampa Bay

Seite 2: Von New York bis Washington

Seite 3: Von Carolina bis Houston

Seite 4: Die Spitzengruppe - mit New Orleans, Minnesota, den Rams und neuer Nummer 1

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