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A-Rod gegen die etwas andere Offense

Donnerstag, 28.09.2017 | 12:43 Uhr
Aaron Rodgers und die Green Bay Packers empfangen zum Auftakt von Week 4 die Chicago Bears
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Die NFL hat Week 4 bereits erreicht! Los geht's in Green Bay, wo die Packers Division-Rivale Chicago empfangen. Bei den Packers lastet über die ersten drei Wochen auch verletzungsbedingt erneut viel auf den Schultern von Aaron Rodgers - jetzt wartet ein durchaus komplizierter Test. Chicagos Offense auf der anderen Seite kommt mit einem etwas anderen Ansatz daher, zu sehen gibt es das Spiel in der Nacht zum Freitag live auf DAZN!

Einige Veränderungen, das Drehen an einigen Schrauben und dann zurück in die Playoffs - so in etwa lautete der Arbeitstitel über der Packers-Offseason. Die Defense sollte in der Secondary signifikant verbessert werden, offensiv musste dringend mehr Balance her. Oder anders gesagt: Die Packers wollten den Bonus, einen Quarterback wie Aaron Rodgers zu haben, endlich nutzen, indem sie A-Rod ein wenig mehr Entlastung geben.

Gerade offensiv gestaltete sich das bislang als schwierig. Weil die Offensive Line angeschlagen bleibt und weil in Kombination damit Ty Montgomery (3 Yards pro Run) im Run Game noch wenig effizient agiert. Aber auch, weil Tight End Martellus Bennett bislang noch nicht der große Faktor ist, den man von außen betrachtet schematisch und individuell erwartet hatte.

"Er ist ein toller Mitspieler, ich denke er fühlt sich hier wirklich wohl", ist sich Rodgers dennoch sicher. "Ich denke, es war vor allem - überraschend ist nicht das richtige Wort, ich würde sagen inspirierend, zu sehen, wie er sich verhält und was für ein Mitspieler er ist."

Grund für Optimismus: Neben Bulaga trainierte auch Bakhtiari unter der Woche zumindest eingeschränkt wieder und könnte zurückkehren. Auch Randall Cobb, der zuletzt aufgrund einer Brustverletzung zuschauen musste, ist laut eigener Aussage "optimistisch", dass er zum Evergreen gegen Chicago antreten kann. Bereits am Dienstag trainierte Cobb wieder voll mit.

Rodgers warnt vor "höllisch guter Front"

Auch defensiv waren die Packers immer wieder von Ausfällen geplagt, was vor allem zu Löchern in der Run-Defense geführt hat. Cornerback Davon House muss voraussichtlich erneut passen, die Frage wird aber vor allem sein, wie die Personnel-Pakete der Packers, die vor allem auf Geschwindigkeit ausgelegt sind, mit Chicagos Run Game zurecht kommen.

Rodgers, der die Fans im Vorfeld aufforderte, sich dem Protest während der Hymne anzuschließen, weiß in jedem Fall, dass mit diesem Bears-Team ein komplizierter Test wartet. "Die haben eine höllisch gute Front Seven", betonte er unter der Woche. Akiem Hicks, Eddie Goldman, Leonard Floyd, Danny Trevathan und Co. haben über die ersten drei Wochen schon Atlanta und Pittsburgh das Leben schwer gemacht, die Ursache für die Blowout-Pleite in Tampa war eher die Unterlegenheit der eigenen Offense gegen die Bucs-Defense.

Die etwas andere Bears-Offense

Auf der anderen Seite des Balls wagt Chicago derweil in der Zeit von vielseitigen Wide Receivern, von Spread-Formations, 4-Receiver-Sets und der generellen Dominanz des Passing Games eine etwas andere Offense. Von Glennons 72 Completions in dieser Saison landeten nur 27 bei einem Wide Receiver, bislang hat kein Bears-Wide-Receiver einen Catch von über 20 Yards verzeichnet. Man könnte argumentieren, dass ihre Rolle als Run-Blocker aktuell wichtiger ist, als die für das Passspiel.

Selbstredend war das in dieser Extremität nicht geplant, die Verletzungen von Kevin White und Cameron Meredith aber zwangen Chicago dazu, erfinderisch zu werden - ein ohnehin dünn und mit vielen Fragezeichen besetztes Wide-Receiver-Corps verlor seine beiden besten Spieler. Nicht, dass die Bears andernfalls eine aggressive Passing-Offense gewesen wären. Zumindest die Balance aber hätte mutmaßlich ein wenig anders ausgesehen.

So aber profitiert auch Glennon selbst, der weiterhin den Vorzug vor Mitch Trubisky erhält und Coach John Fox stellte nach dem Sieg über Pittsburgh klar: "Ich glaube nicht an hässliche Siege - man tut, was nötig ist, um zu gewinnen. Die Siege kann dir niemand wegnehmen."

Und aktuell machen die Bears dieses "tun, was nötig ist, um zu gewinnen", nicht schlecht. Man darf nicht vergessen, dass Chicago mutmaßlich bei 2-1 mit Siegen über Atlanta und Pittsburgh stehen würde, hätte Jordan Howard im Duell mit den Falcons den finalen Pass nicht fallen gelassen. Kritische Fragezeichen stehen allerdings noch hinter den Einsätzen von Right Guard Josh Sitton und Center Hroniss Grasu, auf beide kann Chicago in diesem Spiel eigentlich nicht verzichten. Umso weniger, falls Green Bays Mike Daniels zurückkkehrt.

Packers vs. Bears - Preview im Kurzformat:

Green Bay Packers (2-1) - Chicago Bears (1-2) (Fr., 2.25 Uhr live auf DAZN)

  • Die Bears verzeichneten gegen Pittsburgh 220 Rushing-Yards bei einem Schnitt von 5,8 Yards pro Run. Vor allem nutzte Chicago dabei Cohen und Howard effizient, Howard erzwang zehn Missed Tackles sowie 65 Yards nach erstem Gegnerkontakt.
  • Stichwort Howard: Nach einem durchwachsenen Auftakt in die Saison erhielt er in Week 3 einen Run bei 56 Prozent seiner insgesamt gespielten Snaps. Zum Vergleich: Diese Quote erreichte er in der Vorsaison nur zwei Mal, über die ersten beiden Wochen (34 Prozent, 29 Prozent) war er klar drunter.
  • Man darf davon ausgehen, dass sich diese Formel fortsetzt - und die Bears zudem Glennon noch stärker verstecken. Mit 24,3 Runs pro Spiel rangiert Chicago aktuell nur auf Platz 19.
  • Einigkeit herrscht in der Pass-Defense: Beide Teams lassen aktuell 7,6 Yards pro gegnerischem Pass zu, haben drei Passing-Touchdowns kassiert und warten noch auf die erste eigene Interception.
  • Dabei haben sich die Packers-Rookies in der Secondary aber gut eingefügt: Kevin King hatte gegen die Bengals einige Probleme, von allen Rookie-Quarterbacks lässt er trotzdem das fünftbeste Passer-Rating zu. Josh Jones spielte derweil gegen Cincinnati jeden Snap - und wie: 11 Tackles, 2 Sacks und acht Defensive Stops gelangen ihm laut Pro Football Focus.
  • Über drei Spiele verzeichnet nur Baltimore (5,2 Yards) weniger Yards pro Pass als Chicago. Wenig überraschend, wenn man sieht, dass Mike Glennon gegen Pittsburgh gerade so die 100-Yard-Marke knacken konnte. Noch weniger überraschend, wenn man etwas genauer hinschaut: Beim Overtime-Sieg über die Steelers hatten die Bears exakt einen Catch von einem Wide Receiver, ein 9-Yarder von Deonte Thompson. Zwölf von Glennons 15 Completions gingen an die drei Running Backs. "Das ist eines der besten Running-Back-Duos in der Liga, und dahinter dürfen wir auch Benny Cunningham nicht vergessen", weiß Glennon selbst.
  • Im Run Game wird es für Green Bay nicht leicht, Chicago lässt nur 3,4 Yards pro Run zu und hat noch keinen Run über mehr als 14 Yards kassiert. Kann Montgomery ausgerechnet gegen diese Front das Ruder herumreißen?
  • Zum ersten Mal seit den frühen 1930er Jahren gelang es Green Bay im vergangenen Jahr, die All-Time-Serie gegen Chicago auszugleichen (93 Siege jeder, bei 6 Unentschieden). Auch die insgesamt erzielten Punkte (3.300:3.284 für Chicago) sind nahezu identisch - in beiden Bereichen könnten die Packers den Erzrivalen am Donnerstagabend letztlich doch noch überholen.

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 4:

Florian RegelmannAdrian FrankeMarcus Blumberg

Pascal

De Marco

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Redskins @ChiefsChiefsChiefsChiefsChiefs
Week 310-67-99-79-7
Insgesamt
32-15

27-20

30-1730-17
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