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NFL Preview: AFC East - Patriots, Dolphins, Bills, Jets

Erfolg neu definiert

Dienstag, 05.09.2017 | 07:30 Uhr
Josh McCown soll die Lücke schließen, die Ryan Fitzpatrick hinterlassen hat
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In der AFC East kann es nur ein Team geben, das am Ende dieser Saison vorne steht. Doch wie gut sind die New England Patriots 2017 aufgestellt? Ist der Ausfall von Edelman zu verkraften und schlägt der unbesiegbare Gegner zu? Bei den New York Jets wiederum gilt es, den Terminus "Erfolg" neu zu definieren, da die Zielsetzung eine ungewöhnliche ist. Zudem: Wo landen die Miami Dolphins mit Jay Cutler? Die SPOX-Preview zur AFC East.

New York Jets

BILANZ 2016: 5-11
WICHTIGSTE ZUGÄNGE: QB Josh McCown, S Jamal Adams, WR Jermaine Kearse, LT Kelvin Beachum
WICHTIGSTE ABGÄNGE: CB Darrelle Revis, C Nick Mangold, LB David Harris, WR Brandon Marshall, DT Sheldon Richardson

Darum wird die Saison ein Erfolg: Gemeinhin wird den Jets der schlechteste Kader der NFL attestiert. Dies ist für die Verantwortlichen der Gang Green allerdings kein Grund sich zu grämen. Vielmehr ist es ein klares Indiz dafür, was die Zielsetzung für 2017 ist: Tanking!

Die Jets waren an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiterging, die Ergebnisse wurden nicht besser und so bleibt nur noch der Ausweg des kompletten Rebuilds. Also wurde der Kader so gut es ging abgerüstet und nur notdürftig ergänzt. Allen voran Quarterback Josh McCown und seine Backups Bryce Petty und Christian Hackenberg zeigen ganz deutlich, dass der Plan 2017 das systematische Verlieren ist.

Somit muss Erfolg in diesem Fall neu definiert werden. Das Ziel ist es nicht, trotz alledem möglichst viele Spiele zu gewinnen, sondern möglichst die wenigsten Partien für sich zu entscheiden. Das Ziel ist ganz klar der erste Pick im Draft 2018! Ein neuer Franchise-Quarterback muss her und dies ist der Weg zu ihm. Ob der nun Sam Darnold oder einen anderen Namen trägt, werden die kommenden Monate zeigen, aber um diese Saison als Jets-Sicht als erfolgreich zu bezeichnen, muss ein hoher, wenn nicht gar der höchstmögliche Draft-Pick unter dem Strich stehen.

Dafür sieht der Kader so aus, wie er eben aussieht. Er ist zu schwach zum mitzuhalten und hat daher das Potenzial, so wenig Siege wie möglich einzufahren.

Darum wird die Saison ein Misserfolg: In dieser verkehrten grünen Welt wäre aufgrund der negativen Zielsetzung der Jets jeglicher Erfolg also ein Misserfolg. Und der ist durchaus drin! Der Kader mag insgesamt äußerst schwach daherkommen, New York hat allerdings dennoch ein paar Spieler, die an guten Tagen den Unterschied machen können. Kurz vor der Kader-Cut-Deadline wurde mit Jermaine Kearse etwa ein Receiver geholt, der in Seattle durchaus für Furore sorgte.

Im Backfield spielt immer noch Matt Forte, der in Topform sicher noch ein paar gute Leistungen im Tank hat. Und mit Tight End Austin Seferian-Jenkins - seine charakterlichen Probleme hin oder her - verfügt McCown über einen weiteren fähigen Passempfänger. In Sachen Pass-Rush sind auch ohne Sheldon Richardson, der für Kearse und einen hohen Pick nach Seattle ging, mit Leonard Williams und Muhammad Wilkerson immer noch imposante Kräfte in der Front Seven anzutreffen.

Darüber hinaus geht Head Coach Todd Bowles in sein letztes Vertragsjahr. Will er irgendeine Chance auf einen weiteren derartigen Job in der NFL haben, muss er unter Beweis stellen, dass er auch mit wenig Ressourcen gute Arbeit abliefern kann. Die Jets wiederum scheinen in ihm nur einen Platzhalter für die anstehende Saison zu sehen, der im Januar Platz macht für den Neuen.

All das legt die Vermutung nahe, dass die Mannschaft und der Trainerstab eben nicht einfach die Flinte ins Korn werfen und stattdessen alles geben werden auf dem Platz. Das wird freilich nicht zu sehr vielen Siegen führen, doch es könnte für ein paar Erfolgserlebnisse reichen - vielleicht zu viele für den ersten Pick.

Prognose: Platz 4 in der Division. Letzter in der AFC East sollten die Jets in jedem Fall werden. Der schlechteste Kader führt in der Regel zum schlechtesten Resultat. Doch gerade in den direkten Duellen mit den Buffalo Bills, die scheinbar ähnliches vorhaben wie New York, könnten Siege möglich sein. Zudem geht es etwa gegen die Jaguars und die Browns. Der erste Pick im Draft ist möglich, aber nicht in Stein gemeißelt.

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