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Madden 18: Producer Seann Graddy im Interview

"Spieler beschweren sich direkt bei uns"

Donnerstag, 24.08.2017 | 08:58 Uhr
Auch NFL-Stars legen Wert auf ihre Madden-Ratings
© getty
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SPOX: Häufiger hört oder liest man in diesem Zusammenhang die Beschwerden mancher Spieler via Social Media, wenn sie mit ihren Madden-Ratings nicht zufrieden sind. Wie häufig erreichen Sie solche Einwände tatsächlich?

Graddy: Das passiert häufiger, als man denken würde! (lacht) All die jungen Spieler, die über die letzten Jahre in die Liga gekommen sind, kennen eine Welt ohne Madden gar nicht und viele spielen auch selbst - insofern sind ihnen die eigenen Ratings natürlich auch wichtig. Grundsätzlich beschweren sich viele Spieler über ihre Bewertungen, womit aber fast alle unzufrieden sind ist ihr Speed-Rating. Jeder denkt, dass er ein 99er-Speed-Rating verdient - selbst 320 Pfund schwere Offensive Linemen sagen, dass sie doch zumindest eine 95 haben könnten. (lacht) Also ja: Es kam schon einige Male vor, dass sich Profis direkt bei uns beschwert haben.

SPOX: Und wie gehen Sie dann damit um? Ignorieren Sie das einfach, oder schaut man sich die Bewertungen deshalb tatsächlich nochmal an?

Graddy: (lacht) Ich kann ganz ehrlich sagen: Wir haben noch nie ein Rating verändert, weil ein Spieler bei uns angefragt hat. Wir verlassen uns da auf unsere Daten und stehen dann auch dazu.

SPOX: Wer hat denn das finale Wort? Gibt es da ein Komitee oder etwas Vergleichbares, oder wie wird über die Ratings und die Updates final entschieden?

Graddy: Es gibt in der Tat eine Einzelperson innerhalb unseres Teams, die dafür verantwortlich ist, insbesondere für die wöchentlichen Updates. Aber mehrere unserer Mitarbeiter schauen sich die Ratings an, wir haben natürlich auch Leute, die für einzelne Teams Experten sind. Ich selbst beispielsweise bin ein riesiger Bucs-Fan und verfolge das Team sehr genau, wenn mir da also im Spiel etwas auffällt, dann kann ich eine Empfehlung abgeben. Aber ultimativ betreut eine Einzelperson die wöchentlichen Veränderungen. Er ist derjenige, der sich Woche für Woche richtig tief in die Materie rein gräbt und die Daten studiert.

SPOX: Gibt es einzelne Aspekte bei den Spielerbewertungen, auf die Madden-Neulinge besonderes Augenmerk richten sollten?

Graddy: Vielleicht nicht ein Rating ganz speziell, ich glaube, es ist wichtiger, dass sich Neueinsteiger bewusst machen, welche Ratings auf welcher Position wichtig sind, auch wenn das schon etwas fortgeschrittener ist. Also zum Beispiel: Ein Spieler will seine Offense um ein starkes Run Game aufbauen. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Running-Back-Typen: Der agile Back, oder aber der große, 225-Pfund-Bulldozer. Wenn man jetzt eher auf den ersten Typ bauen will, sollte man auf Beweglichkeit, Explosivität, Spin Move und dergleichen achten. Beim zweiten Typ schaut man eher auf den Stiff-Arm, die Power und das Truck-Rating. Beim Quarterback wiederum achte ich auf Wurfkraft, aber dann gibt es eben auch Unterschiede bei der Passgenauigkeit - also ob ein Quarterback vergleichsweise eher bei kurzen Pässen oder eher bei langen Pässen glänzt. So gibt es eben verschiedene Aspekte bei jedem Spieler. Eine Zahl, auf die man eigentlich generell immer achten sollte, ist aber tatsächlich das Speed-Rating.

SPOX: Das Passspiel wird derweil bei Madden 18 potentiell komplexer: Es gibt das sogenannte "Target Passing System". Was hat es damit genau auf sich?

Graddy: Bislang war es ja so, dass man einen Receiver anvisieren konnte und dem dann entweder hoch oder tief zugepasst hat. Das neue System erlaubt es dem Spieler, den Ball stattdessen an einen bestimmten Spot auf dem Feld zu werfen. Das funktioniert so: Wenn der Snap erfolgt ist, kann man das Targeting-System, welches standardmäßig dem Nummer-1-Receiver bei diesem Play folgt, mit dem linken Stick bewegen. Man kann auch auf den Stick drücken, damit das Targeting-System einem anderen Receiver folgt. So kann man dann auswählen, wo der Ball hinfliegt und ist komplett frei - man kann eben auf jeden Fleck auf dem Platz werfen.

SPOX: Klingt erst einmal komplex.

Graddy: Dazu muss ich sagen, dass es definitiv etwas ist, mit dem man herumprobieren muss, um es kennen zu lernen. Niemand wird das neue Target Passing System einfach anwerfen und direkt damit perfekt umgehen können. Man muss lernen, für welche Routes und Receiver sowie wo auf dem Feld es funktioniert - immerhin bewegt man den Quarterback auch nicht, während man das Target System steuert. Aber ich denke, dass wenn Spieler sich daran gewöhnen, es einen deutlichen Vorteil bedeutet.

SPOX: Also kann man grundsätzlich auswählen, ob man damit spielt oder nicht?

Graddy: Ganz genau. Man kann es auch komplett ignorieren und es gar nicht benutzen.

SPOX: Eine andere Neuerung ist der Story-Modus, den hier sicher viele in ähnlicher Form schon von FIFA kennen. Mein erster Gedanke dazu war: Wie viele Spiele spielt man im Rahmen der Geschichte selbst? Können Sie da eine grobe Zahl nennen?

Graddy: Ich will es mal so sagen: Wir haben einen etwas anderen Ansatz genommen, als bei der FIFA-Variante oder bei anderen Sport-Spielen. Es gibt im Rahmen der Story mehrere Partien, man spielt die Reise des Charakters in die NFL, also bis zum NFL Draft. Sprich es gibt Spiele in der High School, wo man der Superstar ist, ehe es dann im College weitergeht. Besonders ist aber, dass man verschiedene Spiel-Stile erlebt: Wir haben einige Pass-Mechanic-Games, Spiele, in denen man das Play-Calling lernt, und so weiter. Dazu natürlich auch Dialoge, man navigiert sich durch die ganze Story. Und es gibt mehrere bekannte Charaktere: Dan Marino beispielsweise ist dabei, er fungiert innerhalb der Geschichte als der Quarterback-Mentor des Charakters. Chad Ochocinco hat auch einen Auftritt und mehrere weitere NFL-Spieler kommen ebenfalls vor.

SPOX: Zum Abschluss: Welches ist Ihr Madden-Lieblingsteam und Madden-Lieblingsquarterback?

Graddy: Naja, ich bin hier in Orlando, etwa 45 Minuten nördlich von Tampa Bay und wie gesagt ein riesiger Bucs-Fan. (lacht) Ich mag Jameis Winston sehr, ich war selbst hier auch an der Florida State University, wo er ebenfalls gespielt hat. Er kam also von meinem College und spielt jetzt für mein Lieblingsteam - insofern war die Sache da klar. Ich hoffe, dass es dieses Jahr für die Playoffs reicht.

SPOX: Die Offense sollte ja jedenfalls deutlich verbessert sein...

Graddy: ...oh ja, die Bucs werden auch ein gutes Madden-Team sein!

Seite 1: Graddy über Einsteiger-Tipps, die Entstehung der Ratings und das neue Run Game

Seite 2: Graddy über Star-Beschwerden, das neue Pass-System und sein Lieblings-Team

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