Diskutieren
1 /
© getty
Nach der Free Agency ist vor dem Draft! Ab dem 27. April geht es in Philadelphia zur Sache - SPOX blickt auf Kuriositäten und Fakten rund um den Draft: Das A-Z
© getty
A - All the Picks: Die Indianapolis Colts schrieben 1992 Geschichte: Als erstes Team seit 1958 hatten sie die ersten beiden Picks im Draft - doch sowohl DE Steve Emtman, als auch LB Quentin Coryatt entpuppten sich als große Enttäuschungen
© NFL
B - Böhringer: Im Vorjahr sorgte Moritz Böhringer für ein deutsches Märchen: Als erster Skill-Position-Spieler aus Deutschland und als erster Nicht-College-Spieler überhaupt wurde er gedraftet! Noch wartet er auf einen Einsatz in der Regular Season
© getty
C - Chancengleichheit: Der dem Draft zugrunde liegende Ansatz. In den ersten 15 Jahren durften sich College-Spieler ihr NFL-Team noch aussuchen, wie etwa heute in der Free Agency. Das führte zu extremer Dominanz einiger weniger Teams - bis der Draft kam
© getty
D - Defense: Verteidiger haben ganz oben im Draft einen schweren Stand: Seit dem Zusammenschluss zur NFL 1970 gab es 33 Mal einen Offensivspieler mit dem ersten Pick - nur 14 Mal (und nur 3 Mal in den letzten 22 Jahren) gelang das einem Verteidiger
© getty
E - Erfahrung: Heute sind Draft-Picks eine der begehrtesten "Währungen" in der NFL - in den 60er und 70er Jahren war das noch anders. So hatte Washington zwischen 1969 und 1979 elf Jahre in Folge keinen Erstrunden-Pick - Coach Allen tradete sie stets weg
© getty
F - Fans: Die Fans machen es den Spielern nicht immer leicht: Während etwa J.J. Watt auf der Draft-Party der Texans beim Draft ausgebuht wurde, ereilte das gleiche Schicksal Donovan McNabb lautstark auf der Bühne. Die Fans wollten lieber Ricky Williams
© imago
G - Gummi: Jay Berwanger war der erste Heisman-Trophy-Gewinner und der erste NFL-Draft-Pick im ersten Draft 1936. Doch entschied er sich gegen Football - sein Job im Gummi-Verkauf bezahle schlicht mehr, und "ich kassiere keine Hits dabei"
© getty
H - Hall of Fame: Den All-Around besten Draft aller Zeiten hatten wohl die Pittsburgh Steelers 1974 - die Steelers wählten mit Lynn Swann, Jack Lambert, John Stallworth und Mike Webster vier spätere Hall-of-Famer
© getty
I - Irrelevant: Der letzte Pick im Draft wird als "Mr. Irrelevant" bezeichnet - was nicht zwangsläufig ein Omen sein muss. Einige Beispiele: Marty Moore spielte mit den Pats im Super Bowl, Mike Green wurde in Chicago, Jim Finn bei den Giants zum Starter
© getty
J - John Wayne: Wir schreiben das Jahr 1972. Die Falcons wollen physischer werden, und so wählte Coach van Brocklin in der 17. Runde John Wayne - den John Wayne. Der hatte zwar im College gespielt, war inzwischen aber 64. Die Liga untersagte den Pick
© getty
K - Kicker: 53 Kicker wurden in den letzten 26 Jahren gedraftet - darunter zwei ganz besonders kontroverse Picks: Sebastian Janikowski ging 2000 in der ersten Runde nach Oakland, Roberto Aguayo in der zweiten Runde 2016 nach Tampa
© getty
L - Lotterieticket: Der Draft hat angesichts der großen Zufalls-Komponente durchaus etwas von einer Lotterie - das gilt auch und besonders für die Quarterbacks. Im Vorjahr wurden insgesamt 15 Quarterbacks gezogen, ein neuer Rekord
© getty
M - Masse: Passend zu der Lotterie-Philosophie: Die Browns hatten 2016 14 Draft-Picks - so viele hatte seit den Dolphins 1997 kein Team mehr. Weitere elf gibt es in diesem Jahr: Cleveland will und muss seinen Kader neu aufbauen
© getty
N - Nummer 1: Nur vier Teams hatten in der NFL noch nie den allerersten Draft-Pick: Die Denver Broncos, die Seattle Seahawks, die Baltimore Ravens und - man höre und staune - die Jacksonville Jaguars
© getty
O - Opa: Mit 29 Jahren ist für viele Spieler die NFL-Karriere heutzutage vorbei - für Ove Johansson begann sie da erst! Der schwedische Kicker wurde 1977 im Alter von 29 von den Houston Oilers gedraftet, absolvierte aber nur zwei Spiele (2/6 Kicks)
© getty
P - Punter: Punter ist eine gerne vergessene Positionsgruppe - das gilt für den Draft umso mehr. Die wenigsten Teams wählen tatsächlich einen Punter im Draft. Umso überraschender: In den letzten 26 Jahren wurden 51 (!) Punter gedraftet! 3 davon im Vorjahr
© getty
Q - Quarterbacks: Am Ende dreht es sich immer um die Chefs auf dem Platz: Bereits 34 Quarterbacks wurden mit dem allerersten Pick gewählt, darunter 14 in den vergangenen 19 Jahren. Die anderen 5? Drei Defensive Ends, zwei Offensive Tackles
© getty
R - Running Back: Einst konnten es die Running Backs noch mit den QBs aufnehmen, immerhin 19 RBs wurden an Nummer 1 geholt. Seit 1995 aber ist dieses Kunststück keinem mehr gelungen - in diesem Jahr sollten zumindest mehrere in der ersten Runde gehen
© getty
S - Sieben: Heute ist das Draft-Format mit sieben Runden bestens bekannt - doch dem war längst nicht immer so: Erst seit 1994 gibt es fixe sieben Durchgänge. Davor gab es 17, dann schließlich 12 Runden
© getty
T - Timing: Manchmal ist Timing alles: Laremy Tunsil galt 2016 als möglicher Top-5-Pick, Minuten vor dem Draft tauchte ein Video auf, das ihn beim Rauchen einer Bong durch eine Gasmaske zeigte - sein Account wurde gehackt. Tunsil ging an 13 nach Miami
© getty
U - Umbruch: Insgesamt acht Teams haben es in der Saison, nachdem sie den Nummer-1-Pick hatten, direkt in die Playoffs geschafft: Die Vikings ('68), Oilers ('78), Patriots ('82), Cowboys ('91), Chargers ('04), Dolphins ('08), Colts ('12) und Chiefs ('13)
© imago
V - Verweigert: Die Cowboys spielten 1960 ihre erste NFL-Saison - ihren ersten Pick hatten sie erst 1961: Die anderen Eigentümer gaben zu spät grünes Licht, so dass sie im 60er Draft nicht mitmachen konnten. Mit Bob Lilly gelang 1961 dafür ein Volltreffer
© getty
W - Wide Receiver: Der letzte Wide Receiver, der mit dem Nummer-1-Pick gewählt wurde, war Keyshawn Johnson (Jets/1996). Generell gelang dieses Kunststück seit 1966 nur zwei Receivern, Irving Fryar (Patriots/1984) war der andere
© getty
X - X-Mal: Trades in der ersten Runde gibt es in jedem Jahr, 1995 aber müssen sich die Zuschauer schon gefragt haben, wie weit das noch gehen soll: In diesem Jahr stellten die Teams mit 15 Erstrunden-Trades einen neuen Rekord auf
© getty
Y - Youngster: Der jüngste gedraftete Spieler aller Zeiten trat 2007 auf die Bühne: Amobi Okoye war lediglich 19 Jahre alt, als er von den Houston Texans ausgewählt wurde. Er brachte es zwischen 2007 und 2012 immerhin auf 177 NFL-Tackles und 16 Sacks
© getty
Z - Zweiter: Über die letzten Jahre waren die als zweiter QB im Draft ausgewählten Spieler nicht gerade die beste Wahl. Vor Wentz waren das: Manziel, Geno Smith, RG III, Locker und Tebow - nur Mariota "stört" den Trend. Durchbricht auch Wentz die Reihe?
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com