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Steals, Quarterbacks, große Fragezeichen

Dienstag, 02.05.2017 | 11:00 Uhr
SPOX hat sich die 32 Draft-Klassen angeschaut und gibt jedem Team eine Note für den Draft
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Broncos @ Colts
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Bears @ Lions
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Chargers @ Chiefs
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Texans @ Jaguars
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RedZone -
Week 15
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Cowboys @ Raiders
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Falcons @ Buccaneers
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Colts @ Ravens
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Vikings @ Packers
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RedZone -
Week 16
NFL
Steelers @ Texans
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Raiders @ Eagles

Oakland Raiders

Erster Pick: Gareon Conley, CB, Ohio State
Zweiter Pick: Obi Melifonwu, S, Connecticut

Conley ist ein sehr guter Outside-Cornerback und früher Starter - vorausgesetzt die Vergewaltigungs-Vorwürfe einer Frau unmittelbar vor dem Draft entpuppen sich tatsächlich als falsch. Ein riskanter Erstrunden-Pick. Melifonwu ist hochinteressant, ein riesiger Safety, der auch Cornerback spielen könnte. Sensationeller Athlet, absolut verlässlicher Tackler und gut gegen den Run. Muss sich in Zone Coverage allerdings noch steigern. Sonst? D-Liner Eddie Vanderdoes (3. Runde) ist ein guter Interior-Rusher und sollte früh Snaps sehen, das könnte zwangsläufig aufgrund des weiter vorhandenen Needs auch für Linebacker Marquel Lee (5. Runde) gelten. Womöglich zu früh.

SPOX-Note: 3+

Philadelphia Eagles

Erster Pick: Derek Barnett, Edge, Tennessee
Zweiter Pick: Sidney Jones, CB, Washington

Toller Draft für die Eagles! Barnett ist ein extrem guter Edge-Defender, ob gegen den Run, oder gegen den Pass. Er ist zwar nicht in der Nähe von etwa Myles Garretts Athletik, aber sein Tape zeigt, wozu er in der Lage ist: Kommt sehr eng um den Tackle herum, zusammen gerechnet 37 Sacks und QB-Hits 2016 sind der Top-Wert. Harter Tackler, extrem gute Hände. Sidney Jones wäre ohne Frage ein Top-3-Cornerback gewesen, hätte er sich nicht beim Pro Day die Achillessehne gerissen - soll aber im Laufe der Saison womöglich spielen können. Dazu kommt Rasul Douglas (3. Runde), ein grundsolider Corner, der physisch alles mitbringt und letzte Saison acht Picks hatte, sowie Receiver Mack Hollins: Deep-Threat mit 20,6 Yards pro Catch und unfassbaren 20 TDs bei nur 71 Catches. Ebenfalls in der vierten Runde kam mit Donnel Pumphrey ein Darren-Sproles-Klon, der mir sehr gut gefällt und dessen explosives, elektrisierendes Tape jedem Eagels-Fan ans Herz gelegt sei. Selbst D-Liner Elijah Qualls (6. Runde) ist ein Value-Pick.

SPOX-Note: 1

Pittsburgh Steelers

Erster Pick: T.J. Watt, Edge, Wisconsin
Zweiter Pick: JuJu Smith-Schuster, WR, USC

Ich tue mich noch etwas schwer mit dem Steelers-Draft. Watt ist ein vielseitiger Edge-Spieler, ob gegen den Run, oder den Pass - wird aber erst zeigen müssen, wie er mit NFL-Tackles klar kommt und dass die letzte Saison, seine einzige mit wirklich hoher Produktion, nicht nur eine Ausnahme war. Smith-Schuster zeigt einerseits Highlight-Catches, andererseits leichtfertige Drops und verliert trotz seiner Physis häufiger beim Catch. Gleichzeitig aber auch tolles Tape bei Pässen über die Mitte, wo seine Explosivität durchkommt. James Conner in der dritten Runde ist nicht nur eine tolle Story, sondern auch ein sehr interessanter Backup zu Le'Veon Bell sowie möglicherweise in ein bis zwei Jahren ein Steal. Cornerback Cameron Sutton (3. Runde) ist inkonstant, Quarterback Joshua Dobbs sehe ich noch auf Jahre nicht als NFL-Passer.

SPOX-Note: 2-

San Francisco 49ers

Erster Pick: Solomon Thomas, Edge, Stanford
Zweiter Pick: Reuben Foster, LB, Alabama

Bonuspunkte gibt es für den spektakulären Erstrunden-Trade mit den Bears, von dem die Niners auch 2018 noch profitieren werden. Weitere Bonuspunkte dafür, Reuben Foster am Ende der ersten Runde abgestaubt zu haben - rein sportlich der beste All-Around-Linebacker dieser Klasse, sollte er die Bedenken abseits des Platzes sowie die Schulterprobleme im Griff haben. Solomon Thomas' Tape war eines der besten, das ich gesehen habe: Explosiv, liest Plays richtig und zerstört sie immer wieder im Backfield. Die große Frage allerdings, wie die Niners ihn, Armstead und Buckner zusammen unterbringen - womöglich muss Thomas als Edge-Rusher ran. Ansonsten: Akhello Witherspoon (3. Runde) ist ein (für Receiver) sehr unangenehmer Corner, Joe Williams (4. Runde) ein gefährlicher Speed-Running-Back. Abzug gibt's für Quarterback C.J. Beathard in der dritten Runde, der außer Armstärke nicht viel mitbringt. Insgesamt aber ein super Draft von GM-Rookie John Lynch.

SPOX-Note: 1-

Seattle Seahawks

Erster Pick: Malik McDowell, DL, Michigan State
Zweiter Pick: Ethan Pocic, C, LSU

Seattles Late-Rounder haben mich teilweise etwas überrascht, genau wie die Entscheidungen gegen manche verfügbaren Spieler in der zweiten und dritten Runde. Unter dem Strich hätte die Note auch noch mehr Richtung 3 gehen können, McDowell aber ist für mich definitiv ein Pluspunkt: Im College teilweise ein Monster gegen den Run und den Pass - Betonung allerdings leider auf "teilweise". Bekommen es die Seahawks hin, diese Leistungen konstant aus ihm raus zu kitzeln, könnte sich McDowell als Steal entpuppen. Nazair Jones (3. Runde) wird gegen den Run früh helfen, Cornerback Shaquill Griffin (3. Runde) ein Upside-Pick. Potentiell ein toller, physischer Press-Corner mit einem unbestreitbaren Gespür für den Ball, muss aber ebenfalls deutlich konstanter werden (ließ sechs Touchdowns in Coverage zu).

SPOX-Note: 2-

Tampa Bay Buccaneers

Erster Pick: O.J. Howard, TE, Alabama
Zweiter Pick: Justin Evans, S, Texas A&M

Einer der wohl größten Steals in der ersten Runde gehörte den Bucs: Nicht wenige hatten O.J. Howard als Top-10-Pick eingestuft, aufgrund des Quarterback- und Receiver-Runs fiel Howard aber immer weiter. In Tampa könnte er früh einen Unterschied ausmachen: Enorme Physis, riesiger Catch-Radius, beachtliche Geschwindigkeit und Beweglichkeit - Howard ist ein All-Around-TE, der schon solide blocken und in der NFL ein Mismatch-Spieler werden kann. Mit Chris Godwin kam in der dritten Runde eine weitere Waffe: Ein Deep-Threat mit 14 Catches, 504 Yards und sieben Touchdowns bei Pässen von wenigstens 20 Yards. Tampa könnte 2017 eine spektakuläre Passing-Offense aufs Parkett bringen. Ansonsten: Evans ist ein Safety mit Reichweite und tollen Cover-Fähigkeiten, der vielseitige Running Back Jeremy McNichols in der fünften Runde ein weiterer Steal.

SPOX-Note: 1

Tennessee Titans

Erster Pick: Corey Davis, WR, Western Michigan
Zweiter Pick: Adoree' Jackson, CB, USC

Davis mit dem fünften Pick war sehr hoch, auch wenn der vielleicht beste Route-Runner dieser Klasse in Tennessee den größten Need erfüllt. Jackson hat von 2015 auf 2016 einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Kein sonderlich physischer Corner, könnte aber früh im Slot aushelfen. Sollte er outside eingeplant sein, wird er noch Zeit brauchen. Bei Receiver Taywan Taylor (3. Runde) wiederholt sich das Davis-Muster, ein guter Route-Runner, der mit dem Ball in der Hand brandgefährlich ist. Ansonsten positiv: Linebacker Jayon Brown (5. Runde), der in Coverage und als Pass-Rusher glänzt - wichtige Eigenschaften für Linebacker in der heutigen NFL.

SPOX-Note: 2-

Washington Redskins

Erster Pick: Jonathan Allen, DL, Alabama
Zweiter Pick: Ryan Anderson, LB, Alabama

Zum Abschluss noch eine wirklich gute Draft-Klasse: Allen fiel aufgrund seiner Schulter-Probleme, sollten diese, wie Washingtons Ärzte prognostizieren, standhalten, ist es der Steal der ersten Runde. Anderson kam dann etwas früher, als erwartet, der Linebacker ist trotzdem ein sehr guter Spieler. Und sonst so? Running Back Samaje Perine (4. Runde) gibt Washington einen physischen Power-Back, Cornerback Fabian Moreau (3. Runde) passt gut in Washingtons Scheme und Tight End Jeremy Sprinkle (5. Runde) ist eine nette Receiving-Option hinter Jordan Reed und Vernon Davis. Potentieller Steal: Center/Guard Chase Roullier (6. Runde).

SPOX-Note: 1-

Alle sieben Draft-Runden im Überblick

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Seite 2: Von Dallas bis Kansas City

Seite 3: Von Los Angeles bis New York

Seite 4: Von Oakland bis Washington

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