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NFL

Letzte Chance gegen chronische Spielverderber

Russell Wilson und die Seattle Seahawks wollen Platz zwei der NFC festigen

Wenn die Green Bay Packers (6-6) am Sonntag die Seattle Seahawks (8-3-1) empfangen, steht wie üblich einiges auf dem Spiel. Anders als im NFC Championship Game Anfang 2015 zwar nicht der Einzug in den Super Bowl, für die Hausherren aber vielmehr das blanke Überleben im Kampf um die Playoffs. Und auch die Seahawks haben etwas zu verlieren. Das Spiel seht ihr am So., ab 19 Uhr live in der RedZone-Konferenz auf DAZN.

Packers gegen Seahawks? Ein Duell, das in den letzten Jahren immer wieder für Furore sorgen konnte. Und gerade in der Zeit seit Pete Carroll in Seattle übernommen hat, meist mit besserem Ende für die Seahawks endete. Man denke nur an den berüchtigten Fail Mary, als die Aushilfs-Zebras zu Zeiten des Schiedsrichter-Lockouts aus einer Interception der Packers kurz vor Ende auf mirakulöse Weise einen Walk-Off-Touchdown der Seahawks machten.

Oder das Championship Game der Saison 2014 - die Packers hatten vor heimischer Kulisse alles im Griff, nachdem Russell Wilson und Co. Turnover um Turnover fabrizierten. Doch dann warf es Green Bay mit ultrakonservativem Play-Calling wieder Weg. Der Höhepunkt war schließlich ein Onside-Kick, den Ex-Packer Brandon Bostick schon sicher hatte, ihn dann aber doch fallen ließ. Der Rest ist Geschichte.

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Eines ist aber sicher: In der Carroll-Ära knallt es immer so richtig zwischen beiden Teams. Da war es fast schon langweilig, dass die Packers den Vergleich im Vorjahr durch ein Comeback im vierten Viertel klar für sich entschieden.

Packers im Aufwind

Nach durchwachsener erster Saisonhälfte und vier Pleiten in Serie ging es zuletzt bergauf für die Truppe von Mike McCarthy. Die Packers gewannen ihre letzten zwei Spiele in Philly und gegen Houston und ließen in beiden jeweils nur 13 Zähler zu. Eine klare Steigerung also für eine arg gebeutelte Defense.

Doch die zeitweilige Rückkehr von Linebacker Clay Matthews ins Zentrum war nicht der einzige Grund. Offensiv stabilisierte sich nämlich zudem vor allem das Receiving Corps, nachdem Quarterback Aaron Rodgers seinerseits eigentlich schon seit rund einem Monat wieder auf dem Dampfer scheint. Dank den ansteigenden Formkurven von Jordy Nelson und Davante Adams läuft es nun wieder merklich besser.

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Der größte Schwachpunkt bleibt indes das Laufspiel, denn weder James Starks noch Ex-Seahawk Christine Michael wissen bislang auch nur im Ansatz zu überzeugen. Klar steht auf dem Papier, dass die Packers im Schnitt für 4,3 Yards pro Carry laufen. Aber wo kommen diese her? In erster Linie von Aaron Rodgers, der mit seinen Scramblings auf einen Schnitt von 6,1 Yards (301 insgesamt) kommt. Und auch Eddie Lacy, der längst auf IR steht, wusste den Schnitt zu schönen (5,1 Y/C). Die nun etablierten Backs Starks (2,3) und Michael (2,3) sind bislang auf dem Boden hingegen keine große Hilfe gewesen.

Ein Fakt, der die Aufgabe gegen die Seahawks nicht eben leichter machen dürfte. Diese lassen im Schnitt nur 3,6 Yards pro Lauf zu und sollten auch ohne den am Bein verletzten Safety Earl Thomas das Spiel auf dem Boden im Griff haben. Spannend wird aber zu sehen sein, wie die Legion of Boom ohne einen ihrer wichtigsten Parts gegen Rodgers aussehen wird.

Slants gegen den Pass Rush

Die Packers setzen traditionell auf Slant-Routes und diese gehen eben über die Mitte - und erfordern somit schnelle Pässe vom QB, der dadurch auch seine Offensive Line entlasten kann. Dies wiederum wird wichtig, wenn man bedenkt, dass Defensive End Michael Bennett wohl zurückkehren wird. Er und Cliff Avril dürften jedem QB das Leben schwer machen, zumal Frank Clark in Abwesenheit Bennetts ebenfalls zu überzeugen wusste.

Die zuletzt verbesserte Offense der Packers steht folglich zweifelsohne auf dem Prüfstand. Aber das heißt nicht, dass der Druck exklusiv auf selbige fällt. Die Seahawks haben sich zwar nach der überraschenden Pleite in Tampa wiedergefunden und eindrucksvoll mit dem 40:7-Erfolg über die Carolina Panthers zurückgemeldet, doch da ging es auch gegen ein personell angeschlagenes Team, das anscheinend ohnehin ausgecheckt hat.

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Gegen Tampa aber lief wenig zusammen und kleinere Vergleiche zu den Packers darf man durchaus ziehen, denn auch die Buccaneers verfügen über den einen oder anderen Top-Receiver und einen guten Quarterback. Mike Evans hatten die Seahawks, ebenfalls ohne Thomas, zudem keineswegs im Griff, zu ähnlichen Leistungen wären Adams oder Nelson sicherlich auch in der Lage.

Aber abgesehen von der sportlichen Hürde, die die Packers in der Frozen Tundra sicherlich darstellen, liegt auch großer Druck auf Seattle, denn ein Ausrutscher könnte den Weg nach Houston deutlich steiniger gestalten. Aktuell liegt man nur ein halbes Spiel vor den Detroit Lions (8-4) und eineinhalb vor der Spitze der NFC South (beide 7-5) im Rennen um die Bye-Week in Runde eins der Playoffs.

Damit geht es also nicht nur um ein Spiel weniger, sondern potenziell auch das Heimrecht am Divisional-Wochenende - sollte es denn so weit gehen. Sicherlich können die Seahawks überall gewinnen, aber der 12. Mann ist ein Vorteil, auf den man sicher in den Playoffs nicht gern verzichten würde.

Green Bay in der Pflicht

Und so steht auch Seattle unter Druck und darf sich keine Patzer mehr leisten. Jedoch ist Green Bay noch mehr in der Pflicht, denn im Gegensatz zum Kontrahenten aus Washington geht es für die Packers nicht um die Playoff-Setzliste, sondern darum, überhaupt auf selbiger zu stehen. Eigentlich muss man dafür alle vier ausstehenden Spiele gewinnen.

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Die vermeintlich höchste Hürde steht dabei ganz am Anfang, denn anschließend geht es nur noch gegen die eigene Division. Die Bears und Vikings erscheinen durchaus machbare Gegner zu sein. Sollte das alles erfolgreich zu Ende gehen, käme es dann zum Division-Finale in Detroit, was einen besonderen Reiz hätte.

Doch bis dahin wird noch viel Football zu spielen sein. Zunächst gegen die Seahawks, die gegen Green Bay mal wieder zum ultimativen Spielverderber avancieren könnten - aber auch selbst einiges zu verlieren haben.

Week 14 im kompletten Überblick

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 14:

Florian RegelmannStefan PetriAdrian FrankeMarcus Blumberg

Raiders @Chiefs

ChiefsChiefsChiefsChiefs

Steelers @Bills

SteelersSteelersSteelersSteelers

Broncos @Titans

BroncosBroncosTitansBroncos
Redskins @EaglesRedskinsRedskinsRedskinsRedskins

Cardinals @Dolphins

CardinalsDolphinsCardinalsDolphins

Vikings @Jaguars

VikingsVikingsVikingsVikings

Texans @Colts

ColtsColtsColtsColts

Chargers @Panthers

PanthersPanthersPanthersChargers

Bengals @Browns

BengalsBengalsBengalsBengals

Bears @Lions

LionsLionsLionsLions

Jets @49ers

49ers49ers49ers49ers
Saints @BuccaneersBuccaneersBuccaneersBuccaneersBuccaneers
Falcons @RamsFalconsFalconsFalconsFalcons

Seahawks @Packers

PackersSeahawksSeahawksSeahawks
Cowboys @GiantsCowboysCowboysCowboysCowboys
Ravens @PatriotsPatriotsPatriotsPatriotsPatriots
Week 1311-49-611-49-6
Insgesamt
114-78111-81

121-71

114-78
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