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NFL: Preview: Jets - Dolphins

Der Delfin schwimmt noch

Freitag, 16.12.2016 | 16:00 Uhr
Die Miami Dolphins gewannen in Week 14 in letzter Sekunde gegen Arizona
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Ausnahme in Week 15: Am Samstag wird NFL-Football gespielt! Die Miami Dolphins (8-5) reisen zu den New York Jets (4-9) und brauchen einen Sieg im Division-Duell, um weiter von den Playoffs zu träumen. Gelingen muss das ohne Quarterback Ryan Tannehill, und auch darüber hinaus drohen gefährliche Baustellen. Aber: Es gibt auch Hoffnung. Zu sehen ist das Spiel in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab 2.25 Uhr live auf DAZN!

Es war einer dieser Momente, der niemanden kalt lässt: Wie ein Häufchen Elend saß Ryan Tannehill an der Seitenlinie. Den Kopf zunächst noch unter einem Handtuch, doch immer wieder waren einige Tränen darunter zu sehen.

Gerade hatte ein äußerst unglücklicher Hit von Cardinals-Defensive-End Calais Campbell Tannehill am Knie erwischt, der Quarterback der Dolphins musste sofort raus und kam nicht mehr in das Spiel zurück. Die Gerüchteküche brodelte schnell, alles ging von einem Kreuzbandriss aus und auch Head Coach Adam Gase bestätigte nach dem Spiel am vergangenen Sonntag, dass es "nicht gut aussieht".

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Schon am Montag war zumindest klar: Die Tortur der OP mit anschließend monatelanger Reha-Zeit bleibt Tannehill erspart. Zwar hat er sich eine Bänderverletzung im Knie zugezogen, gerissen ist das Kreuzband aber nicht.

Besonders optimistische Dolphins-Reporter vermeldeten anschließend gar, dass ein Comeback noch in dieser Saison denkbar sei - mit Blick auf das dramatische warnende Beispiel Robert Griffin III dürfte und sollte Miami allerdings nichts überstürzen. Das richtet den Fokus unweigerlich wieder auf die ausstehenden Spiele - und die Frage: Wie weit kann dieses Team, mit acht Siegen auf dem Konto zumindest rechnerisch voll auf Playoff-Kurs, mit Ersatzmann Matt Moore kommen?

Positive Erinnerungen an Gang Green

Jener Matt Moore, dessen letzter Start am 1. Januar 2012 erfolgt ist. "Dass so viel Zeit zwischen zwei Start-Einsätzen liegt, sieht man selten. Diese Organisation hatte großes Glück dabei, wie lange der gleiche Mann durchgehend Quarterback gespielt hat", gab auch Gase zu.

Immerhin könnte der Gegner wohl nicht viel passender sein - und das nicht nur, weil die Jets-Secondary individuell und als Ganzes extrem anfällig ist, noch immer 7,4 Yards pro Pass zulässt und die so prominent besetzte Defensive Line schlicht keinen Druck auf den Quarterback zustande bekommt. Darüber hinaus feierte Moore seinen letzte NFL-Touchdown, und seinen letzten Sieg als Starter, gegen niemand anderen als die Jets.

Gleichzeitig gilt es, die Statistiken mit Vorsicht zu genießen. Die Jets, so anfällig sie auch sein mögen, hatten im ersten direkten Duell dieser Saison vor sechs Wochen jedenfalls relativ wenige Schwierigkeiten mit Miamis Receivern. Der gefährlichste Dolphins-Receiver bei jenem 27:23-Erfolg für Miami, ermöglicht durch einen späten Kick-Return, war Tight End Dominique Jones mit drei Catches für 42 Yards. Tannehill kam damals vor heimischem Publikum auf ganze 149 Passing-Yards.

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Und dennoch lautete die Devise in South Beach in den vergangenen Tagen: Ruhe bewahren. "Ich habe mit Coach Gase etwas mehr gesprochen und mit meinem Quarterback-Coach etwas mehr gesprochen", gewährte Moore einige Einblicke. "Aber wir haben nichts auf den Kopf gestellt. Es ist letztlich eine Gelegenheit, einen weiteren Sieg einzufahren und unseren Kurs zu halten."

Übernimmt Ajayi wieder das Kommando?

Ganz Miami, und mutmaßlich auch ganz New York, weiß jedoch, dass Moore dabei wohl nur die untergeordnete Rolle zukommt. Hier kommt Running Back Jay Ajayi ins Spiel: Wenn die Dolphins es in die Playoffs schaffen wollen, muss das Running Game wieder dominieren. Das wird ohne Center Mike Pouncey, der den Rest der Saison verpassen wird, nicht leicht, zumal das Run Game längst nicht mehr so heiß ist wie noch vor einigen Wochen.

Ajayi, der ligaweit die meisten Yards nach erstem Gegnerkontakt verzeichnet, hat in keinem der letzten fünf Spiele die 100-Yard-Marke geknackt, nur ein Touchdown steht über diesen Zeitraum zu Buche. Die Gegner haben sich auf ihn eingestellt, in zwei der letzten drei Spiele kam er auf einen Schnitt von je unter 2,6 Yards pro Run. "Es ist schwer, sich davon nicht frusten zu lassen", gab Ajayi unter der Woche offen zu. "Es ist nicht leicht, wenn die Stats am Ende nicht das widerspiegeln, was du während des Spiels empfunden hast. Aber so ist es eben."

Miamis O-Line muss sich hier wieder konstanter werden, und trifft dafür womöglich auf genau den richtigen Gegner: Die Jets erlaubten San Franciscos Carlos Hyde am Sonntag 193 Rushing Yards - bei ganzen 17 Versuchen! Niners-Coach Chip Kelly gab das Run Game zunehmend auf, und hätte er das nicht getan, ist es schwer vorstellbar, dass New York diese Partie dennoch spät gewonnen hätte.

Schließlich waren die Jets, wie schon in der Woche davor bei der Heim-Blamage gegen die Colts, früh deutlich in Rückstand geraten. Nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen: Die allgemeine Einstellung des Teams zu Spielbeginn hat auch Zweifel daran aufgeworfen, ob Todd Bowles die Spieler noch erreicht - und ob die für ihren Head Coach, dessen Job auf dem Spiel stehen könnte, tatsächlich alles geben.

Fitz? Petty? Der Unterschied ist überschaubar

Der späte Quarterback-Tausch ist derweil etwas, das beide Teams eint - wenngleich New York den Wechsel aus freien Stücken initiierte: Bei den Jets übernahm, nach etlichem Hin und Her, schließlich Bryce Petty für Ryan Fitzpatrick und bekommt die letzten vier Saisonspiele als Testlauf.

Die Unterschiede sind allerdings überschaubar. Beide kommen nicht über 59 Prozent Passgenauigkeit hinaus (Fitz: 57, Petty: 58,5), beide bleiben unter sieben Yards pro Pass (Fitz: 6,8, Petty: 6,1) und beide haben ein negatives Touchdown-zu-Interception-Verhältnis (Fitz: 10-14, Petty: 2-4). All das bestätigt auch das Tape: Genau wie Fitzpatrick sucht auch Petty nur zu gerne den langen Pass - egal, ob der gerade empfehlenswert ist oder nicht.

Die Devise des Youngsters, der sich im komplett offenen Jets-Quarterback-Raum - Fitzpatrick und Geno Smith sind nach der Saison wohl beide weg, neben Petty gibt es aktuell nur Rookie Christian Hackenberg - jetzt empfehlen darf, ist dennoch simpel: "Wir müssen einfach auf den Game Plan und unsere Vorbereitung vertrauen. Der erste Schlag, metaphorisch, nicht wörtlich, muss uns gehören. Es ist wichtig dass wir schnell starten, damit die Defense attackieren kann."

Kurioserweise gehen die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Teams noch weiter: Auch New York, das ebenfalls auf seinen Starting-Center Nick Mangold verzichten muss, sollte versuchen, seinen Quarterback bestmöglich zu "verstecken". Running Back Bilal Powell war in Abwesenheit des verletzten Matt Forte, der erneut ausfallen dürfte, die treibende Kraft hinter dem Comeback in San Francisco. 145 Rushing Yards und zwei Touchdowns standen am Ende im Boxscore, und mit Miami wartet jetzt eine der anfälligsten Run-Defenses der Liga. Nur die 49ers (4,9) lassen noch mehr Yards pro Run zu als die Dolphins (4,8), die bisher auch die zweitmeisten Runs von mindestens 20 Yards kassiert haben (17).

Der Delfin schwimmt noch

So bleibt unter dem Strich eine große Frage: Werden die Jets vollen Einsatz zeigen, oder gibt es zur Primetime einen weiteren Absturz wie vor knapp zwei Wochen? Für die Dolphins auf der anderen Seite ist der Weg klar: Über den Run das Spiel so gut wie irgend möglich dominieren und für Moore möglichst sichere Plays ansagen.

Dann können die Dolphins darauf hoffen, dass der Routinier seine Erfahrung auch auf dem Platz nutzt - und vielleicht sogar, wie auf dem Weg zum Game-Winning-Field-Goal gegen Arizona, auch einige lange Pässe riskiert: Laut Pro Football Focus versuchte Moore 2011 einen langen Pass (mindestens 20 Yards) bei 17 Prozent seiner Dropbacks. Tannehill steht hier bei lediglich 9,8 Prozent, der geteilte fünftletzte Platz in der NFL.

In jedem Fall gibt es aus dem Lazarett gute Nachrichten, die Linebacker Kiko Alonso und Jelani Jenkins sowie Defensive End Mario Williams konnten unter der Woche zumindest eingeschränkt trainieren. Das sollte der Front gegen Powell helfen, der 3,2 Yards nach erstem Gegnerkontakt verzeichnet.

So oder so gilt auch ohne den bislang starken Tannehill: So lange offen ist, was Moore zu bieten hat, schwimmt der Delfin aus Miami noch!

Die komplette Week 15 im Überblick

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 15:

Florian RegelmannStefan PetriAdrian FrankeMarcus Blumberg
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Seahawks

Seahawks

Dolphins @Jets

DolphinsDolphinsJetsDolphins

Titans @Chiefs

ChiefsChiefsChiefsChiefs
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Buccaneers @CowboysCowboysCowboysCowboysCowboys
Panthers @RedskinsRedskins

Redskins

RedskinsRedskins
Week 1411-511-511-510-6
Insgesamt
125-83122-86

132-76

124-84
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