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NFL: Preview: Detroit Lions - Green Bay Packers

Prophet Rodgers - oder ein letztes Comeback?

Freitag, 30.12.2016 | 12:30 Uhr
Aaron Rodgers und die Green Bay Packers sind seit einigen Wochen in bestechender Form
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Das Sunday Night Game in Week 17 hat es in sich: Die Detroit Lions (9-6) empfangen die Green Bay Packers (9-6), es geht im direkten Duell um die Krone der NFC North und den damit verbundenen Einzug in die Playoffs. Während die Packers, angeführt vom wieder überragenden Aaron Rodgers, eine Prophezeiung des Quarterbacks wahr machen könnten, dürfte es für die Lions schwer werden. Aber das wäre ja in diesem Jahr nicht zum ersten Mal der Fall. Das Spiel gibt es in der Nacht zum Montag live ab 2.30 Uhr auf DAZN.

Die eine oder andere Frage wäre noch zu klären, bevor die Regular Season 2016 am kommenden Sonntag beendet wird. Wer holt sich den Top Seed in der AFC? Wer schnappt sich die zweite Bye-Week in der NFC? Und wer darf im kommenden Draft als erstes Team auswählen?

Aber all diese Fragen verblassen neben dem Sunday Night Game zwischen den Lions und den Packers. Ein klassisches "Win and you're in"-Szenario erwartet beide Teams: Wer das Division-Duell der NFC North für sich entscheidet, steht in eben jener Division ganz oben und darf in der Wildcard-Runde am Wochenende darauf ein Heimspiel austragen.

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Für den Verlierer dagegen könnten die Postseason-Träume geplatzt sein - schließlich lauern die Washington Redskins (8-6-1) nur knapp dahinter und würden mit einem Sieg gegen die Giants noch vorbeiziehen (Die Buccaneers sind ebenfalls noch im Rennen, aber deren Chancen sind eher theoretischer Natur).

Selbstverständlich also, dass die NFL das Spiel auf den prominenten Sendeplatz geflext hat. Was hätten's denn gern in den Playoffs? Aaron Rodgers und die Green Bay Packers, die seit fünf Spielen ungeschlagen sind? Oder die Comeback-Könige aus Motor City, angeführt von Quarterback Matthew Stafford?

Rodgers, der Prophet

Angesichts der zuletzt stark ansteigenden Formkurve dürften die Packers für die meisten Beobachter der Favorit sein. Und besonders gut ablesen kann man diese Leistungssteigerung am zweimaligen MVP Rodgers.

Keine zwei Monate ist es her, da wurde gerätselt, was beim vielleicht komplettesten QB aller Zeiten nicht stimmt. Die Packers standen nach einer Klatsche in Washington, der dritten Niederlage in Serie, bei 4-6, und A-Rod schien seine gewohnten Topleistungen nur selten abrufen zu können? Das Alter? Die vielen Verletzten im Team? Strukturelle Probleme im Passing Game der Packers? Oder einfach nur eine gute alte "Slump"?

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Nur eines hatte Rodgers auch damals noch in Hülle und Fülle: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die seines Teams. "Ich glaube, dass wir die restlichen (sechs) Spiele gewinnen können. Wirklich, das tue ich", betonte er nach dem 24:42 gegen die Redskins. Sowohl die Lions, als auch die Vikings waren mit Bilanzen von 6-4 enteilt, den Packers drohte der Playoff-Spot zu entgleiten. Aber die Einstellung im eisigen Norden Wisconsins kannte man doch irgendwoher. R-E-L-A-X und so.

"Fühle mich wieder sehr viel besser"

Nun, fünf Spiele später muss man konstatieren, dass die Nummer 12 mal wieder recht gehabt hat. Und die schwankenden Leistungen der ersten zehn Saisonspiele mittlerweile in weiter Ferne zu liegen scheinen. 14 Touchdowns bei keiner einzigen Interception hat Rodgers in der Zwischenzeit aufgelegt, sein letzter Pick ist bereits über 200 Passversuche her.

Und mit seinen 36 Touchdown-Pässen führt er die Liga auch mittlerweile wieder an. Das alles, obwohl er sich in den letzten Wochen mit Waden- und Oberschenkelproblemen herumschlug und nicht seine gewohnten Ausflüge unternehmen konnte, wenn kein Receiver offen war.

"Ich fühle mich wieder sehr viel besser", gab der 33-Jährige unter der Woche zu Protokoll. "Ich mache immer noch Reha, aber es heilt gerade zum richtigen Zeitpunkt wieder aus." Ein womöglich böses Omen für den Pass-Rush der Lions um Defensive Tackle Kerry Hyder (8 Sacks), der schon fast traditionell seine liebe Müh und Not mit Rodgers hat. "Er ist ein richtig guter Athlet", bestätigte auch Stafford, "er rennt durch die Gegend und liefert gute Spielzüge ab." Und in Sachen Sacks liegen die Lions mit 25 ohnehin nur auf Rang 29.

Stafford mit Handicap

Diese guten Spielzüge waren über weite Strecken der Saison das Markenzeichen von Stafford selbst, vor allem in den Schlussvierteln: Unglaubliche acht Siege fuhren die Lions nach Rückstand im vierten Spielabschnitt ein - neuer NFL-Rekord. Dabei spotteten einige Last-Second-Rallys fast schon jeglicher Beschreibung. Plötzlich spielten die Lions um die Postseason mit, und Stafford war seinerseits ein veritabler MVP-Kandidat.

Dann aber kam die Verletzung aus dem Bears-Spiel dazu: Bei einem Zusammenstoß mit Leonard Floyd lädierte sich Stafford den Mittelfinger seiner Wurfhand. Mehrere Sehnen wurden in Mitleidenschaft gezogen, er muss deshalb mit einem Handschuh spielen. Und seine Leistungen haben seitdem doch sichtlich nachgelassen.

"Ich glaube nicht (dass der Finger ein Problem ist)", wehrte er zuletzt zwar ab, aber in den letzten drei Partien blieb seine Passquote gleich dreimal unter seinem Saisondurchschnitt, und die eine oder andere Interception war doch eher untypisch für ihn.

Auch daran könnte es also liegen, dass Detroit die letzten beiden Spiele gegen die Giants und Cowboys letztlich klar verlor. Auch wenn es sich natürlich beileibe nicht um Laufkundschaft handelt. Und so kommt es nun zum "Do or die"-Zusammentreffen in Week 17. "Diese Möglichkeit bekommt man nicht oft", sagte Head Coach Jim Caldwell. Dazu käme der Heimvorteil, der es "immer ein bisschen angenehmer" mache. Das Hinspiel in Green Bay im September hatte man mit 27:34 verloren.

Zenner vs. Montgomery?

Worauf wird noch zu achten sein in der Nacht auf Montag? Dank Neuzugang Christine Michael und "Ex-Receiver" Ty Montgomery im Backfield gehören die Packers mit 4,5 Yards pro Rush plötzlich wieder zu den Top Ten der Liga in dieser Kategorie.

Gerade Montgomery kann ein Spiel dominieren (162 Rushing-Yards gegen die Bears), auch wenn die Yards nicht konstant kommen (nur 23 vor einer Woche gegen die Vikings). Die Lions stehen in dieser Hinsicht mit 4,3 Yards pro gegnerischem Rush leicht unterdurchschnittlich da, gegen die dominanten Cowboys sah man in Week 16 überhaupt kein Land.

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Dafür hatte Ersatzmann Zach Zenner mit zwei Touchdowns und mehreren richtig guten Runs zur Primetime plötzlich auf sich aufmerksam gemacht. Theo Riddick laboriert weiter an einem verletzten Handgelenk, die Touches gegen die Front Seven der Packers (4,1 Yards/gegnerischer Rush) werden wohl weiterhin an Zenner und Dwayne Washington gehen.

Ersterer kam in der zweiten Hälfte in Dallas kaum noch zum Zug - können die Lions das Spiel lange genug offen halten, um das eigene Running Game nicht einmotten zu müssen?

Kehrt Darius Slay zurück?

In der Secondary hofft man aufseiten Detroits weiter auf die Rückkehr von Cornerback Darius Slay, der gegen Dallas an allen Ecken und Enden fehlte und im Scheme gegen Jordy Nelson (fünf Touchdowns in den letzten fünf Spielen) enorm wichtig wäre. Slay hat Probleme mit dem Oberschenkel und konnte wie Safety Miles Killebrew (Auge) nur eingeschränkt trainieren. Für Wide Receiver Andre Roberts (Schulter) wird es eng, dafür könnte Center Travis Swanson zurückkehren und die O-Line stärken.

Auf dem Weg zum achten Playoff-Einzug in Folge wird Packers-Receiver Randall Cobb derweil geschont. Gegen die Vikings machte der Knöchel einen Einsatz unmöglich, nun versucht man es vor allem mit Ruhepausen. Am Donnerstag bekamen außerdem James Starks und Altmeister Julius Peppers eine Pause. Im Pass-Rush sind Clay Matthews und Nick Perry zwar weiter angeschlagen, trainierten aber voll mit.

Shootout? Comeback? Hail Mary?

Und wie sieht der Game Plan aus? Mit den eigenen Fans im Rücken (sechs Heimsiege in Folge) dürften die Lions versuchen, einen Shootout gegen Rodgers in dieser überragenden Form zu vermeiden. Mit Swanson und der vollen Dosis Zach Zenner könnte man ein vielversprechendes Running Game aufziehen, dazu die Underneath-Routes mit Golden Tate und Eric Ebron besetzen.

Das vorrangige Ziel müsste sein, Turnover zu vermeiden, denn gerade in dieser Hinsicht waren die Packers zuletzt nahezu fehlerlos. Die müssen am Game Plan eigentlich nicht viel ändern: Vor allem mit einem angeschlagenen Slay sind Nelson, Davante Adams und Cobb kaum zu halten.

Aber auswärts waren die Packers in dieser Saison lange nicht so stark wie in der Festung Lambeau - und so könnten sich Stafford und Co. am Ende durchaus wieder die Chance auf Comeback-Sieg Nummer neun bieten. Oder Rodgers macht es wie vor einem Jahr: Da siegten die Packers nämlich nach einem 61-Yard-Hail-Mary-Pass auf Richard Rodgers.

Oh, und ein weiteres Szenario gäbe es auch noch: Sollten sich beide Teams nach 75 gespielten Minuten tatsächlich unentschieden trennen - es wäre das insgesamt dritte Tie dieser Saison - kämen sie beide in die Playoffs und Washington würde in die Röhre schauen. Leben könnten damit wohl beide Head Coaches. Nur: In dieser Atmosphäre, vor den Augen der Football-Welt, bei diesem Druck - da muss man erstmal auf Remis spielen. Und die NFL hätte sicherlich nicht unbedingt Lust, am Montag Fragen nach Parallelen zu einem gewissen Skandalspiel in Gijon zu beantworten...

Der gesamte NFL-Spielplan im Überblick

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 17:

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