Samstag, 26.11.2016

NFL: Preview: Denver Broncos - Kansas City Chiefs

Der Champ am Scheideweg

In Week 12 lockt der Sunday-Night-Kracher mit einem Division-Highlight: Die Denver Broncos empfangen die Kansas City Chiefs, ein Spiel, das im engen Division- sowie Wild-Card-Rennen noch größere Auswirkungen haben könnten. Dabei wollen die Broncos in mehreren Bereichen zurück in die Spur finden, ein emotionaler Sieg gibt Hoffnung. Kurioserweise plagen allerdings beide Teams ähnliche Probleme. Zu sehen gibt es das Spiel in der Nacht zum Montag ab 2.30 Uhr live auf DAZN!

Die Erleichterung war den Broncos unisono ins Gesicht geschrieben. Gerade hatte Denver ein atemberaubendes Finish gegen die New Orleans Saints für sich entschieden - weil das Special Team den Extra-Punkt geblockt und zur 2-Point-Conversion in die Endzone der Saints zurückgetragen hatte. Viel dramatischer, viel enger geht es nicht, der Inbegriff eines Spiels, das in beide Richtungen hätte gehen können.

Und doch: Die Stimmung im Lager des amtierenden Champions war eine andere. "Wir haben einen guten Start erwischt, das war zuletzt ein Problem", lobte etwa Head Coach Gary Kubiak und Quarterback Trevor Siemian fügte hinzu: "Wir haben einige wichtige Third Downs geschafft, das war ein Fokus für uns: Auf dem Feld bleiben, damit wir die Chance haben, ein Run Game aufzuziehen. Wir hatten mehr Plays insgesamt, das hilft."

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Also erfolgreiche Fehler-Behebung, statt glücklicher Last-Minute-Sieg? Receiver Emmanuel Sanders fand gar deutlichere Worte: "Die ganze Woche über haben wir auf die Fresse bekommen. Noch vor dem Spiel hatte ich den Fernseher an und es wurde darüber gesprochen, wie unsere Offense stagniert und bei Third Down kein neues First Down erreichen kann."

Zwar war es kein offensives Feuerwerk in New Orleans, doch standen am Ende 258 Passing-Yards sowie insgesamt 103 Rushing-Yards auf Denvers Konto, 11 von 19 Third Downs fielen zugunsten der Broncos-Offense aus. Dennoch bleibt gleichzeitig festzuhalten: Unbegründet war die Kritik der vergangenen Wochen nicht.

Tackle-Leistungen zum Abgewöhnen

Der Blick geht dabei immer wieder insbesondere auf die Offensive Line: Die Broncos haben in der Offseason Geld in die Hand genommen, um ihre O-Line zu reparieren. Sportlich sieht man davon über weite Strecken bisher allerdings viel zu wenig.

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Nur vier Teams (Cincinnati, Arizona, Indianapolis und Cleveland) haben in dieser Saison mehr Sacks zugelassen als die Broncos (26), was wie ein Klotz am Bein der Offense hängt. Siemian ist zu stark unter Druck, als dass er konstant liefern könnte - namentlich die Tackles Donald Stephenson und Ty Sambrailo (Right Tackle) sowie Russell Okung (Left Tackle) müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Laut Pro Football Focus haben Stephenson und Sambrailo kombiniert sechs Sacks und 46 (!) Quarterback-Pressures zugelassen, Okung auf der anderen Seite derer 38. PFF führt die Line auf Rang 25, Football Outsiders in Pass-Protection auf dem 28. Rang.

Die Stadien-Projekte in der NFL
In der NFL wird fleißig gebaut und geplant: Irre Stadien-Konzepte zu verrückten Preisen sollen die Liga schon bald mit neuen Superlativen versorgen
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Die Raiders wollen in die Wüste nach Las Vegas umziehen - MANICA Architecture hat, nachdem Nevada die Finanzierung erlaubt hat, einen ersten Entwurf veröffentlicht: Ein offenes Stadion in malerischer Landschaft. Kostenpunkt: 1,9 Milliarden Dollar
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Weiter geht's in San Diego: Die Chargers kämpfen derzeit um ihren Verbleib in der Stadt, ein neues Stadion ist dafür notwendig. MANICA Architecture hat seine beeindruckenden Entwürfe vorgestellt...
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Die Arena besticht mit einem öffentlichen Park an der einen Seite und würde in die Downtown-Skyline eingebaut
© MANICA Architecture/San Diego Chargers
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Innen wurde Wert darauf gelegt, alle Sitze so nah wie möglich am Spielfeld zu platzieren. Gleichzeitig haben Fans nach wie vor einen Blick auf die Skyline ihrer Heimatstadt
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Wir bleiben in Kalifornien und gehen in die alternative neue Heimat der Chargers: Los Angeles! Dort sind seit diesem Jahr bereits die Rams wieder zuhause - und planen eine beeindruckende Arena
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Folgerichtig reden wir nicht nur von einer Sport-Arena: Unter anderem Büros, Hotels und Parks gehören zu dem riesigen Komplex
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In Atlanta hat der altehrwürdige Georgia Dome bald ausgedient. Ab 2017 werden die Falcons im Mercedes-Benz Stadium spielen, der Fans schon jetzt zahlreiche Highlights verspricht
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Geschätzte 1,4 Milliarden Dollar wird die Arena kosten, 71.000 Fans sollen bei Football-Spielen darin Platz finden. Das Dach kann geöffnet werden
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Von vorne glänzt die Arena mit einer beeindruckenden Glas-Front
© Mercedesbenzstadium.com
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Das erste absolute Highlight ist die riesige Anzeigetafel, die unter dem Dach einen kompletten Kreis schließt. Damit wird es die größte Video-Tafel in der NFL
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Insgesamt 190 Suites wird es geben, aus denen es eine glänzende Sicht aufs Feld gibt. Beste Innenausstattung selbstverständlich inklusive
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In Washington gibt es ebenfalls große Pläne: Mitte März stellten die Redskins gemeinsam mit dem Architekturbüro BIG ihre Ideen von einer neuen Arena vor
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Das Markenzeichen der ohne Dach geplanten 60.000-Zuschauer-Arena dürfte die spektakuläre Außenfassade sein - und das nicht nur, weil sie schön glänzt...
© BIG/redskins.com
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...vor dem Stadion soll eine Art Vergnügungspark inklusive Surf-Pool und zahlreichen Freizeit-Aktivitäten gebaut werden! Das Stadion wird damit zum Erlebnis-Event-Park
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Das gilt auch für den Winter, wenn der Pool zugefroren ist
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In Minnesota sind wir über die wilde Planungsphase längst hinaus. Die Vikings zogen zum Saisonbeginn in ihr spektakuläres US Bank Stadium ein!
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Das Vikinger-Thema kommt in der für etwas über eine Millarde Dollar gebauten Arena überall sehr gut zum Vorschein
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65.000 Fans passen hier rein, riesige Glas-Wände geben den Eindruck von einer Outside-Atmosphäre - und die Lautstärke ist enorm!
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Schon jetzt steht fest: Die Vikings dürfen in ihrer neuen Heimat den Super Bowl 2018 ausrichten!
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Das krumme Rückgrat der Offense

Allerdings ist das nicht die entscheidende Komponente: Kubiaks Offense funktioniert primär über ein starkes Run Game, um darauf aufbauend dann Defenses mit Rollouts und langen Play-Action-Pässen auf dem falschen Fuß zu erwischen. Das Laufspiel ist das Rückgrat, und die Zahlen bestätigen das: Über die letzten beiden Spielzeiten haben die Broncos alle 19 Spiele gewonnen, wenn sie - QB-Runs ausgeschlossen - mindestens 20 Runs hatten. Bei unter 20 Runs steht die Statistik bei drei Siegen und sieben Niederlagen.

Im Umkehrschluss ist also die logische Konsequenz: Funktioniert das Run Game nicht, kann auch die Offense nicht funktionieren, zumindest nicht konstant. Denver verzeichnet in dieser Saison ganze 3,7 Yards pro Run, nur fünf Teams sind schlechter und die Verletzung von C.J. Anderson hat sich dabei, trotz einiger guter Momente von Rookie Devontae Booker, als großes Problem entpuppt.

Daher half es wenig, dass der Versuch, Ex-Broncos-Running-Back Ronnie Hillman - jüngst in Minnesota entlassen - über das Waiver Wire zurück zu holen, scheiterte. Die San Diego Chargers hatten die höhere Waiver-Priorität und schlugen vor dem Division-Rivalen zu. "John [Elway] und ich haben darüber gesprochen. Wir haben jetzt häufiger auf 2-Back-Formationen gesetzt, mit Juwan Thompson als dritte Option. Ronnie kennt unser komplettes Playbook, deshalb haben wir es versucht", gab Kubiak zu.

"Habe große Erwartungen an ihn"

Eine schnelle Rundum-Heilung ist im Run Game also nicht zu erwarten, stattdessen bleibt Siemian im Fokus. "Ich will, dass Trevor groß aufspielt", fügte Kubiak daher zu Beginn der Bye-Week via ESPN hinzu. "Ich will nicht, dass er nur okay oder gut spielt. Er soll großartig spielen. Wenn er das schafft, den Ball an die richtigen Spots bringt und Turnover vermeidet, dann können wir einiges erreichen. Ich habe große Erwartungen an ihn, und er weiß das."

Die statistische Wahrheit sieht jedoch bislang eher schwierig aus. Bei 28 Prozent ihrer Possessions hatten die Broncos laut Football Outsiders ein Three-and-Out, also kein einziges First Down bei einem Drive, gleichbedeutend mit dem ligaweit 30. Rang. Demzufolge überrascht es wenig, dass Denver den Ball im Schnitt pro Drive nur 2:24 Minuten hält, ebenfalls der drittschwächste Wert.

Geschäftsführer Elway gab sich daher auch keine Mühe, etwas schönzureden: "Ich denke, wir können offensiv besser spielen. Wir haben da noch jede Menge Luft nach oben. Aber wir haben Wege gefunden, Spiele zu gewinnen. Darüber freuen wir uns."

Die Front bröckelt

Sollten die offensiven Probleme Bestand haben, wird es spannend sein zu sehen, ob Elway im Frühjahr den nächsten dicken Quarterback-Fisch an Land ziehen kann - Gerüchte, wonach der in Dallas endgültig zum Backup degradierte Tony Romo angeblich gerne nach Denver würde, machen bereits die Runde.

Bis dahin ist es allerdings so oder so noch ein weiter Weg, und das rückt das eigentliche Prunkstück dieses Teams wieder einmal in den Fokus: die Defense. Während Denver in der Pass-Defense, zusätzlich befeuert durch eine nochmalige Leistungssteigerung von Aqib Talib, nach wie vor zur absoluten Elite gehört, hat die Run-Defense einige Risse abbekommen.

Das wurde während der Pleite gegen Oakland ganz besonders deutlich, als die Raiders Denver mit 218 Rushing-Yards förmlich in Grund und Boden liefen. 4,4 Yards lässt Denvers Defense pro Run zu, nur acht Teams sind schwächer. Zum Vergleich: Baltimore steht bei einem vollen Yard weniger pro Run.

Alles Wissenswerte zum Thanksgiving-Football
Thanksgiving und Football - eine untrennbare Kombination! SPOX zeigt die besten Bilder und liefert die Fakten rund um das Ei und den Truthahn.
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Das erste Thanksgiving-Spiel von Randy Moss ist ebenfalls bis heute in bester Erinnerung: Damals zerlegte er die Dallas Cowboys, die ihn zuvor im Draft nicht wollten, in seiner Rookie-Saison an Thanksgiving mit drei Touchdown-Catches
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...und danach gönnte sich der stets exzentrische Receiver erst einmal ein großes Stück vom obligatorischen Thanksgiving-Truthahn!
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Das ist längst eine gute Tradition: Das Sieger-Team darf sich nicht nur über ein entspanntes Wochenende, sondern auch über Truthahn am Spielfeldrand freuen. Wohl bekomms, Mr. Brady!
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Da schließen sich die Fans vor den Stadien nur zu gerne an - Tailgating gibt es auch an Thanksgiving und damit leistet der NFL-Anhang seinen Beitrag zu den 46 Millionen Truthähnen, die pro Thanksgiving gegessen werden
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Mit Truthahn feiern konnte auch Baltimores Jacoby Jones nach dem Thanksgiving-Duell gegen Pittsburgh 2013. Zuvor hatte ihm Steelers-Coach Mike Tomlin beim Return noch ein Bein gestellt und musste später 100.000 Dollar Strafe zahlen
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Ebenfalls eine große Tradition: Thanksgiving-Football in Detroit! Die Lions richten seit Jahren immer eines der Thanksgiving-Spiele aus, die Fans sind dementsprechend ausgestattet...
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...und um genau zu sein: Seit 1934 genießt Detroit dieses Vorrecht
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Den besten Spieler, den Lions-Fans dabei je beobachten durften, war Barry Sanders. Das persönliche Highlight lieferte "Mr. Thanksgiving" 1997 ab, als er 167 Yards und drei Touchdowns gegen Chicago erlief
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Allerdings durften Lions-Fans auch durchaus große Running Backs auf der anderen Seite des Feldes bewundern: An Thanksgiving 1976 stellte Buffalos O.J. Simpson den Single-Game-Rushing-Rekord mit 273 Rushing-Yards auf - inzwischen ist er damit nur noch 6.
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Stichwort Bestmarken: Erinnert sich noch jemand an Robert Griffin III? RG3 zerlegte Dallas in seiner Rookie-Saison 2012 mit vier Touchdowns - und vermieste Cowboys-Fans das Familien-Dinner
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Ebenfalls bis heute berühmt: Das Thanksgiving-Duell zwischen Pittsburgh und Detroit 1998. Beim Münzwurf zur Overtime sagte Steelers-RB Jerome Bettis (M.) erst Kopf, dann Zahl. Der Ref gab den Lions den Ball - und die gewannen sofort per Field Goal
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Übrigens: Die einzige aktive Franchise, die noch nie an einem Thanksgiving-Spiel teilgenommen hat, kommt aus Jacksonville. Aber hey, dafür dominieren die Jaguars nach wie vor London!
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Good to know, Teil 2: Das Auto sollte man in Amerika lieber in der Garage lassen, wenn man sich zum traditionellen Familienessen aufmacht. Die Prognose fürs Vorjahr etwa: 47 Millionen Autofahrer wurden an den vier Tagen um Thanksgiving erwartet!
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Auch eine gute Show darf natürlich nicht fehlen, wie im Super Bowl treten Stars in der Halbzeit auf. Hier: Mariah Carey in Detroit...
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...und 2014 gaben sich Ne-Yo und Pitbull in Dallas die Ehre - flankiert selbstverständlich von den Cowboys-Cheerleadern
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Und da aller guten Dinge drei sind: Auch Selena Gomez trat 2013 bereits zum Thanksgiving-Football auf, und zwar in diesem...nunja, gewagten Outfit
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Jede Menge Show und jede Menge Football gibt es auch diesen Donnerstag wieder zu genießen! Und in diesem Sinne: Happy Thanksgiving everybody!
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"Wir haben die Physis", stellte Linebacker Todd Davis nach dem Spiel in Oakland dennoch klar. "Wir spielen hart und geben nichts auf. Jeder muss seine Aufgabe gemäß der Einteilung erfüllen, das ist wichtiger als alles anderes. Wir müssen zunächst das Run Game stoppen. Das ist unser oberstes Ziel. Denn wenn dir das nicht gelingt, stoppst du auch das Play-Action-Spiel nicht."

Pass-Rusher en Masse

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin ist die Rückkehr von Defensive End Derek Wolfe, der zuletzt in New Orleans verletzt gefehlt hatte. Wolfe trainiert seit Montag wieder mit und wird wohl spielen können. Darüber hinaus hat der ohnehin gefürchtete und tief besetzte Pass-Rush mit Shaquil Barrett eine weitere zunehmend gefährliche Waffe, bei 91 Pass-Rush-Snaps hat Barrett in dieser Saison zwei Sacks, einen Hit und elf Hurries.

Der starke Pass-Rush ist etwas, das Denver mit Division-Rivale Kansas City verbindet. Bei den Chiefs hat Dee Ford in dieser Saison eindrucksvoll den nächsten Schritt gemacht, gemeinsam mit Cliff Avril und Lorenzo Alexander führt Ford die Liga mit zehn Sacks an. Das Problem: Ford fällt, genau wie Jeremy Maclin, gegen Denver aus.

Da kommt es gerade recht, dass Justin Houston nach seiner Knie-OP seit der Vorwoche wieder an Bord ist, die Chiefs erhalten ihren besten Spieler pünktlich zum Saison-Endspurt zurück. Tamba Hali kann nach wie vor problemlos als Starter oder Rotationsspieler auflaufen und dürfte Ford ersetzen.

Der Hangover zu Week 11: Wenns scheiße läuft...

Houston ist somit auch ein weiterer wichtiger Baustein für eine unglaublich opportunistische Defense. Kein Team forciert so viele Turnover, Kansas City hat mit Houston und Ford, Marcus Peters, Derrick Johnson sowie Eric Berry auf jedem Level brandgefährliche Stützen. Das wird auch Denver am Sonntagabend zu spüren bekommen.

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen beiden Defenses ist allerdings: So gefährlich der Pass-Rush, so anfällig die Run-Defense. Die Chiefs sind mit 4,5 Yards pro gegnerischem Run sogar noch etwas schwächer als Denver.

"Müssen da wieder raus kommen"

Und die Parallelen gehen weiter - denn genau wie Denver, hat auch KC aktuell so seine liebe Mühe mit der eigenen Offense. Alex Smith spielt seit einigen Wochen nicht mehr so konstant wie gewohnt, das gilt auch für das Running Game. Bei der überraschenden Heimniederlage gegen Tampa Bay zuletzt etwa hatten die Chiefs nur 82 Rushing-Yards (3,9 Yards pro Run). Dazu kommen ungewohnte Turnover, für die konservative Herangehensweise, mit der KC offensiv spielt, ganz besonders schwerwiegend.

"Ich denke, mit Alex ist alles okay. Wir müssen einfach weiter machen", betonte Coach Andy Reid. "Er ist ein toller Leader, wir werden das schon hinbekommen. Über die letzten beiden Wochen war es nicht so toll, da müssen wir wieder raus kommen."

Das Spiel in Mile High ist dafür die perfekte Gelegenheit und bietet die Chance, beim Division-Rivalen und amtierenden Champion wieder in die Spur zu finden. Doch auch die Broncos wissen, was die Stunde geschlagen hat. "Wir haben jetzt sechs Playoff-Spiele vor uns", betonte Kubiak kurz nach dem emotionalen Sieg in New Orleans. "Wir werden auf der Zielgerade der Saison in großen Spielen spielen. Ich glaube, dass wir besser werden müssen und können."

Elway hatte derweil die gewohnt pragmatische Analyse parat: "Ich denke, wir hätten einen 7-3-Start mit all dem, was passiert ist, unterschrieben. Wir haben noch nicht unsere Topleistung geboten, das macht mir Mut. Aber wir haben Woche für Woche hart gespielt. Ich bin gespannt darauf, unser ganzes Potential zu sehen."

Week 12 im Überblick

Adrian Franke

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Adrian Franke(Redaktion)

Adrian Franke, Jahrgang 1989, ist seit 2013 bei SPOX.com tätig. Nach dem Abitur 2007 in Mannheim sammelte er erste Praxiserfahrungen im Printjournalismus. Anschließend war er 2010 bereits für einige Monate als Praktikant bei SPOX und kehrte 2013 parallel zu seinem Geschichts- und Anglistikstudium in Heidelberg zurück. Seit Herbst 2015 ist sein Kernressort die NFL.

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