NFL: Washington Redskins - Green Bay Packers 42:24

Cousins! Kelley! Packers wieder vermöbelt

Montag, 21.11.2016 | 05:55 Uhr
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Die Washington Redskins (6-3-1) haben das Sunday Night Game gegen die Green Bay Packers (4-6) zuhause mit 42:24 (7:0, 6:10, 9:0, 20:14) gewonnen. Die Redskins bleiben damit im Playoff-Rennen, während in Green Bay, nachdem die Packers zum zweiten Mal in Folge über 40 Punkte kassiert haben, die mediale Kritik weiter zunehmen dürfte.

Dabei sahen die Fans in der Hauptstadt trotz starken Windes ein tolles Quarterback-Duell. Aaron Rodgers (26/41, 351 YDS, 3 TD) trug die Packers-Offense einmal mehr, doch sein Gegenüber Kirk Cousins (21/30, 375 YDS, 3 TD) übertrumpfte den mehrfachen MVP, vor allem in der zweiten Hälfte folgte teilweise fast Touchdown auf Touchdown. Daran hatte auch Rob Kelley (24 ATT, 137 YDS, 3 TD) mit einer starken zweiten Hälfte seinen Anteil. Green Bays ersatzgeschwächte Defense war hier zunehmend komplett überfordert.

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Green Bay reist in Week 12 nach Philadelphia, ehe die Heimspiele gegen Houston und Seattle auf dem Programm stehen - doch in der NFC North fallen die Packers zunehmend zurück. Washington auf der anderen Seite fährt mit Siegen über Minnesota und Green Bay im Gepäck zum Thanksgiving-Kracher nach Dallas.

Die Stimmen:

Mike McCarthy (Head Coach Packers): "Das ist eine schwierige Niederlage. Wir wussten, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen. Wir haben jetzt sechs Spiele verloren, das ist die Realität. Wir verstehen, dass die Zeit knapp wird. Aber wir werden zusammenhalten, das ist ein tolles Team. Da habe ich keinen Zweifel."

Jay Gruden (Head Coach Redskins, über die RB-Position): "Es wird schwer sein, Rob jetzt da raus zu bekommen."

Der Spielfilm:

Vor dem Kick-Off: In Green Bay brodelt es gewaltig: Die Kritik an der Offense wurde nach der Klatsche in Tennessee unter der Woche lauter, Coach Mike McCarthy erklärte daraufhin in einem ungewöhnlich aggressiven Statement, dass er sich keine Sorgen um die eigene Offense mache. Tatsache ist aber, dass die Packers kaum ein Run Game haben und im Passing Game stur an den Isolation-Konzepten und langen Pässen festhalten, obwohl beides nur sehr bedingt funktioniert.

Hier geht's zum kompletten Boxscore

Verzichten muss Green Bay in der Hauptstadt unter anderem auf T.J. Lang und Damarious Randall, der unter der Woche verpflichtete Christine Michael ist noch nicht dabei. Clay Matthews und Jared Cook kehren dagegen zurück. Die Redskins auf der anderen Seite haben ein ganz anderes Selbstbewusstsein, über die letzten sieben Spiele gab es nur eine Pleite und Siege unter anderem in Baltimore sowie zuhause gegen Philly und zuletzt gegen Minnesota. Running Back Matt Jones kann gegen Green Bay allerdings erneut nicht mitwirken.

1. Viertel: Jede Menge Defense zum Start: Rodgers muss den Ball wieder einmal viel zu lange halten, weil sich seine Receiver nicht frei laufen. Das Running Game klappt noch nicht, in der Folge beginnt Green Bay mit drei 3&Outs. Washington auf der anderen Seite braucht ebenfalls einige Minuten, findet aber schneller rein: Rob Kelley gelingen einige gute Runs, vor allem aber kommen Cousins' Pässe im Wind und im Regen von Washington mit Power. Insbesondere die Zuspiele über die Mitte sind zunehmend präziser und über die Mitte kommt dann auch der erste Touchdown der Partie - ein 17-Yard-Pass zu DeSean Jackson nach einem 8-Play-Drive über 55 Yards. 7:0 Redskins.

2. Viertel: Green Bay wird in der Folge aggressiver: Rodgers macht jetzt Plays und hält den Drive mehrfach am Leben, die Packers spielen zwei Fourth Downs erfolgreich aus - einmal begünstigt durch eine Strafe gegen Washington. In der Red Zone liefert A-Rod dann das nächste spektakuläre Play und findet Jordy Nelson unter Druck zum Touchdown in der Endzone. Nelson lässt sich das Ei zwar kurz nach dem Catch von Josh Norman aus der Hand schlagen, doch der Touchdown hat auch nach Review Bestand! Und jetzt hält Green Bays Defense, der Druck auf Cousins wird größer. Rodgers marschiert dann schnell wieder in die Red Zone, auch weil sich Norman eine unnötige Strafe leistet. Dort aber beendet schließlich doch ein Redskins-Sack den Drive, es reicht nur zum Field Goal. Und das ist nicht genug für die Halbzeitführung, denn Jordan Reed wacht jetzt auf! Zwei lange Catches später klopft Washington an die Endzone und Kelley hämmert den Ball über die Goal Line! Die 2-Point-Conversion klappt aber nicht. 13:10 Redskins zur Halbzeit.

Das Week-11-Roundup: Die nächste Demonstration der Cowboys!

3. Viertel: Green Bays Defense hat zunehmend keine Antworten mehr. Washingtons Running Game funktioniert unverändert, während Reed die Löcher in der personell angeschlagenen Secondary gnadenlos aufdeckt und bestraft. Der Lohn für die Hausherren ist ein Field Goal - und die Packers machen es sich weiter schwer! Beim folgenden Kick-Off führt ein Fumble zum Drive-Start an der eigenen 2-Yard-Line. Das erste Lebenszeichen von Cook allerdings bringt Green Bay auf einen Schlag in die gegnerische Hälfte, Rodgers geht mit seinen Pässen jetzt mehr Risiko. Doch am Ende stehen keine Punkte, im heftigen Wind geht das Field Goal daneben. Washington antwortet schnell - und wie: Mit 7 Plays und 74 Yards marschieren die Redskins das Feld runter, Cousins glänzt in der Pocket und bedient Crowder zum 44-Yard-Touchdown! Die 2-Point-Conversion allerdings klappt wieder nicht, 22:10 Redskins.

4. Viertel: Aber es bleibt spannend - weil Washingtons Defense der erste schwere Fehler unterläuft: Bei einem kurzen Pass ist Starks komplett ungedeckt und marschiert die Seitenlinie ungehindert 31 Yards zum Touchdown runter! Aber die Redskins sind so gar nicht beeindruckt, vielmehr feuert Cousins im Gegenzug einen 71-Yard-TD-Pass auf Garcon, und das in den Wind! Und der Schlagabtausch geht weiter, hier ist jetzt offenes Visier angesagt: Rodgers lässt sich nicht stoppen, der zunehmend starke Cook fängt den nächsten perfekten Touchdown-Pass! Washington will im Gegenzug den Deckel drauf machen, die Redskins spielen gut fünf Minuten vor dem Ende ein 4th Down in der eigenen Hälfte (!) aus - Cousins holt das neue First per Sneak. Kurz darauf wirft er den nächsten herausragenden Pass, ein perfekter Wurf zu Crowder für 53 Yards! Kelley erledigt aus einem Yard den Rest. Der PAT geht daneben, doch es ist jetzt eine 11-Punkte-Führung. Wenig später ist dann auch schon alles vorbei: Norman schlägt Cook den Ball aus der Hand, die Redskins schnappen sich den Fumble und Kelley macht mit einem 66-Yard-Run sowie direkt danach dem 1-Yard-TD den Deckel drauf. Rodgers' Ersatzmann Brett Hundley zieht per Interception den Schlussstrich.

Der Star des Spiels: Kirk Cousins. Es waren keine leichten äußeren Voraussetzungen für ein starkes Passing Game, doch Cousins sammelte auch in dieser Woche Argumente für seinen langfristigen Vertrag in Washington: Cousins bewegte sich stark in der Pocket, war verlässlich bei Third Down, machte so gut wie keine Fehler und lieferte einige perfekte Downfield-Pässe. In Kelley scheint Washington in Abwesenheit des verletzten Matt Jones zudem dessen bessere Version gefunden zu haben. Auf Packers-Seite ist Rodgers zu nennen, aber auch Jared Cook war - abgesehen von seinem Fumble - eine Bereicherung für Green Bays Offense.

Der Flop des Spiels: Green Bays Front Seven. Dass die Secondary angesichts der Ausfälle und des starken Receiving-Corps der Redskins in arge Bedrängnis kommen würde, war nicht wirklich überraschen. Doch die Front brach im Laufe des Spiels förmlich zusammen: Die einst starke Run-Defense wurde von Kelley spät mehrfach erwischt, der Pass-Rush war fast kein Faktor - und das obwohl mit Trent Williams Washingtons bester Offensive Lineman nach wie vor gesperrt ist. Ebenfalls schwach: James Starks, zumindest im Run Game.

Das fiel auf:

  • Aus Packers-Sicht war es offensiv das schon altbekannte Bild: Die Pass-Protection hält lange, Rodgers hat Zeit - und dennoch laufen sich viel zu selten mal Receiver frei. Über die ersten drei Possessions stand Rodgers bei exakt 0 Passing-Yards, erstmals überhaupt hatte Green Bay mit A-Rod drei 3&Outs bei den ersten drei Ballbesitz-Phasen eines Spiels. Das erste First Down holte die Packers-Offense erst 2:22 vor Ende des ersten Viertels. Dazu gab es erneut überhaupt kein Running Game, mit 33 Rushing-Yards war Rodgers der Top-Rusher der Gäste.

  • Green Bay versuchte es mehrfach mit 5-Wide-Formationen, was es in Kombination mit Rodgers' Scrambles für Washington enorm schwer machte, einen konstanten Pass-Rush zu entwickeln. Dabei half es auch nur bedingt, dass Su'a Cravens vereinzelt als Spy gegen Rodgers eingesetzt wurde. Darüber hinaus setzten die Packers auf diverse Screens, wieder einmal aber plagten Rodgers die Drops seiner Receiver.
  • Gleichzeitig aber war es auch von Rodgers selbst wieder eine Achterbahnfahrt von einem Spiel. Einigen herausragenden Pässen, etwa der Touchdown zu Nelson, standen mehrere fragwürdige Würfe gegenüber, bei denen er offene Receiver schlicht verfehlte.
  • Die Redskins auf der anderen Seite glänzten mit ihrem gewohnten Passspiel über die Mitte, wo Green Bay vor allem auf Jordan Reed und auf die Post-Route keine Antworten parat hatte.
  • Das wurde allerdings auch dadurch möglich gemacht, dass Washingtons Offensive Line in Pass-Protection herausragend spielte. Auch ohne den gesperrten Trent Williams war Clay Matthews kaum ein Faktor, Julius Peppers trat ebenfalls nur vereinzelt in Aktion. Im Run-Blocking gab es dagegen mehr Hochs und Tiefs.
  • Aber: Green Bays Defense ist schlicht zu löchrig, diese Defense hat entschieden mehr Ausfälle zu beklagen, als sie kompensieren kann. Das trifft auf alle Ebenen zu, insbesondere aber auf die Linebacker und die Secondary. Ganz egal, was Rodgers offensiv über die weiteren Spiele auch noch raus holt - mit dieser Defense ist Green Bay in der Playoff-Jagd nicht ernsthaft konkurrenzfähig.
  • Stattdessen stach defensiv aufseiten der Packers Mike Daniels wieder einmal positiv heraus. Bei den Hausherren dürfte sich die Kritik an den unnötigen Fouls von Josh Norman häufen.

Week 11 im kompletten Überblick

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