Montag, 31.10.2016

NFL: RedZone-Roundup - Week 8

Rache! Brady zerlegt Bills in Einzelteile

Die New England Patriots haben sich für die bittere Shutout-Niederlage revanchiert und die Buffalo Bills klar in die Schranken verwiesen. Pats-Quarterback Tom Brady erwischte einen überragenden Tag, Rob Gronkowski konnte Geschichte schreiben. Die Kansas City Chiefs fügten Andrew Luck und den Indianapolis Colts die nächste Pleite zu, während die Seattle Seahawks überraschend bei den New Orleans Saints und Drew Brees den Kürzeren zogen. Auch die Green Bay Packers kassierten bei den Atlanta Falcons eine knappe Niederlage.

Tennessee Titans (4-4) - Jacksonville Jaguars (2-5) 36:22 (3:0, 24:0, 6:8, 3:14) BOXSCORE

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Cincinnati Bengals (3-4-1) - Washington Redskins (4-3-1) 27:27 (7:7, 3:0, 7:13, 10:7, 0:0)

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Indianapolis Colts (3-5) - Kansas City Chiefs (5-2) 14:30 (0:3, 7:14, 7:7, 0:6) BOXSCORE

Mit der bitteren Niederlage im AFC Wild Card Game der Saison 2013 im Hinterkopf ging es für Kansas Citys Head Coach Andy Reid nach Indianapolis. Die Vorzeichen nach den jüngsten Erfolgen der Chiefs auf eine Revanche standen zwar gut, der erste Schock ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Gäste-Quarterback Alex Smith musste nach einem harten Helmet-to-Helmet-Hit von Edwin Jackson beim Stand von 3:0 für Kansas City mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung früh in die Katakomben.

Ein Problem für die Gäste? Mitnichten! Backup Nick Foles übernahm das Kommando - und fand direkt in die Partie. Foles vollendete einen Drive über 80 Yards mit dem ersten Touchdown-Pass des Abends auf Travis Kelce (7 REC, 101 YDS, TD), es sollte nicht sein einziger bleiben. Zwar kehrte Smith zwischenzeitlich nochmals auf das Feld zurück, für Foles ging es wieder auf die Bank, und fand sogar Jeremy Maclin zum zwischenzeitlichen 17:7, die Freude währte jedoch nicht sonderlich lange.

Nachdem der Kopf des 32-Jährigen unliebsame Bekanntschaft mit dem Boden gemacht hatte, war die Partie für Smith mit einer Gehirnerschütterung (oder doch zweien) vorzeitig beendet. Gleiches galt für Chiefs-RB Spencer Ware, der mit der gleichen Diagnose nicht zu Ende spielen konnte. Erneut übernahm Foles (16/22, 223 YDS, 2 TD) und führte sein Team ohne Probleme in die Endzone.

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Wer nun damit gerechnet hätte, dass die Colts zumindest etwas profitieren könnten, der sah sich getäuscht. Während Luck in den vergangenen Spielen die Franchise aus Indianapolis am Leben gehalten hatte, erwischte er gegen Kansas City einen schwachen Abend. Abgesehen von einem sehenswerten Pass im dritten Abschnitt auf Donte Moncrief (4 REC, 41 YDS, TD), für den es der 7 TD in den letzten 10 Spielen zusammen mit Luck war, blieb der Hoffnungsträger der Fans hinter den Erwartungen zurück.

Luck (19/35, 210 YDS, 2 TD, INT), der sich ein Fumble leistete, durfte sich allerdings auch bei seiner Defensive Line bedanken, die den Chiefs unter anderem 6 Sacks ermöglichte. Bereits vor der Partie gegen Kansas City war er der meistgesackte Quarterback der Liga. T.Y. Hilton erlebte ebenfalls einen gebrauchten Tag und konnte nur einen Pass für 20 Yards fangen.

Carolina Panthers (2-5) - Arizona Cardinals (3-4-1) 30:20 (14:0, 10:7, 6:7, 0:6) BOXSCORE

Eigentlich wollten sich die Cards für die Pleite im NFC Championship Game der letzten Saison revanchieren. In Carolina ging der Plan allerdings komplett nach hinten los. Bereits vor dem Spiel stand fest, dass selbiges vor allem für die Hausherren ein absolutes Must-Win-Game darstellen würde, entsprechend aggressiv ging die Truppe rund um Quarterback Cam Newton (14/27, 212 YDS) gegen Arizona vom ersten Kickoff an zu Werke.

Auf der Gegenseite ging es bei den Cardinals nach dem verrückten Spiel gegen die Seahawks in der vergangenen Woche verrückt weiter - allerdings im negativen Sinn. Direkt im ersten Drive kassierte Quarterback Carson Palmer, der unter Dauerdruck war, einen harten Hit, der daraus resultierende Fumble landete in den Händen von Carolinas Thomas Davis, er im Anschluss einen Lauf über 46 Yards bis in die Endzone der Gäste hinlegte. Es sollte eine Szene sein, die sinnbildlich für den Rest der Partie stand, da die Panthers nach der Bye Week wieder deutlich stärker wirkten als dies zuletzt der Fall gewesen war.

Kurz vor der Halbzeit lagen die Gastgeber gar mit 24:0 in Führung. Dass es zur Halbzeit keinen Shutout gab, lag an einer Nachlässigkeit der Panthers-Defense. Beim Touchdown der Cards, die es in Durchgang eins nur auf 6 Rushing Yards brachten, hatten die Hausherren J.J. Nelson (8 REC, 79 YDS, 2 TD), der den Ball in der Endzone völlig frei herunterpflücken konnte, schlichtweg nicht auf dem Zettel.

Vor allem Palmer bekam ordentlich auf die Socken. Insgesamt 8 (!) Sacks musste der 36-Jährige, der bei all der Eindimensionalität der Gäste dennoch einen starken Tag erwischt hatte und am Ende der Partie 35 von 46 Pässen für 363 Yards und 3 Touchdowns an den Mann bringen konnte, über sich ergehen lassen. Allein dreimal war es Star Lotulelei, der Palmer erwischte. Das letzte Mal musste er gegen die Seahawks im Jahr 2013 sieben Mal auf den Boden. Tyrann Mathieu erwischte es noch härter, der Cards-Safety musste im zweiten Viertel das Feld verlassen und sollte nicht zurückkommen.

Während Newton allerdings auch weiterhin Luft nach oben hat und dies auch zeigte, überzeugte vor allem Jonathan Stewart, der 95 Yards und 2 Touchdowns auf seinem Konto gut schreiben konnte. Cardinals-Running-Back David Johnson brachte es nur auf 24 Yards. Der 30:20-Sieg über Arizona stellte zudem das Ende einer vier Spiele andauernden Niederlagen-Serie der Hausherren dar.

Tampa Bay Buccaneers (3-4) - Oakland Raiders (6-2) 24:30 OT (3:0, 7:3, 0:14, 14:7, 0:6) BOXSCORE

Was für ein Drama in Tampa! Dass Raiders-Quarterback Derek Carr auch gegen die Buccaneers im Fokus stehen würde, war bereits vor der Partie allen Beteiligten klar. Was sich dann allerdings im Raymond James Stadium abspielte, dürfte noch eine Weile im Gedächtnis aller NFL-Fans bleiben.

Carr brach mit 513 Yards (40/59) nicht nur den Franchise-Rekord, sondern blieb zudem ohne eine Interception bei vier Touchdown-Pässen. Während der 25-Jährige in der regulären Spielzeit Donald Penn (1 REC, 1 YD, TD), Amari Cooper (12 REC, 173 YDS, TD) und Mychal Rivera (3 REC, 36 YDS, TD) fand, sollte sein Meisterwerk in der Overtime folgen. Mit 1:45 Minuten auf der Uhr zimmerte Carr das Leder zu Seth Roberts (3 REC, 69 YDS, TD), der mit seinem Touchdown für die Entscheidung sorgen konnte.

Die Leistung Carrs war allerdings nicht der einzige Rekord, den die Franchise aus Oakland auflegte. Die zweite Bestmarke dürfte bei den Verantwortlichen allerdings deutlich weniger Freude hervorrufen: Mit insgesamt 23 Strafen für 200 Yards stellten die Raiders, die auswärts weiter ungeschlagen sind (5-0), einen neuen NFL-Rekord auf. Auch die Tatsache, dass Cornerback Sean Smith mit einer Schulterverletzung die Partie vorzeitig beenden musste, dürfte für schlechte Laune sorgen.

Jameis Winston (16/32, 180 YDs, 2 TD) hatte von den Strafen gegen die Gäste gleich mehrfach profitiert, die Buccaneers lagen zwischenzeitlich sogar mit 24:17 in Führung. Mike Evans (4 REC, 50 YDS) war kein entscheidender Faktor. Die Raiders hatten durch Sebastian Janikowski noch in der regulären Spielzeit die Chance auf den Sieg. Der Kicker verpasste jedoch kurz vor Ende ein Field Goal aus 50 Yards. Auch beim ersten Ballbesitz seiner Franchise in der Verlängerung stand Janikowski im Fokus. Der 38-Jährige verpasste jedoch auch aus 52 Yards.

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