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NFL: Denver Broncos - Houston Texans 27:9

Osweilers Rückkehr gerät zum Desaster

Dienstag, 25.10.2016 | 05:40 Uhr
Emmanuel Sanders (l.) und Demaryius Thomas feiern einen Touchdown
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Die Denver Broncos (5-2) haben das Duell gegen die Houston Texans (4-3) vor eigenem Publikum mit 27:9 (0:6, 14:0, 7:3, 6:0) BOXSCORE gewonnen und Texans-Quarterback Brock Osweiler damit die Rückkehr an alte Wirkungsstätte verhagelt. Während Osweiler nahezu wirkungslos blieb, dominierte bei den Broncos das Running Game.

Nach schwachem Start verwandelten die Broncos einen 0:6-Rückstand aus dem ersten Viertel im zweiten Spielabschnitt in eine 14:6-Führung, die spätestens nach einem Fumble von Texans-Running Back Alfred Blue (11 CAR, 63 YDS) im dritten Viertel nicht mehr gefährdet wurde. Osweiler (22/41, 131 YDS, FUM) sah gegen seine alten Kollegen überhaupt kein Land.

Auf der Gegenseite machte es Trevor Siemian (14/25, 157 YDS, TD) besser, konnte sich aber auch auf ein starkes Running Game (190 YDS, Saisonbestleistung) und eine exzellente Secondary verlassen. Durch den Sieg schließen die Broncos zu den Oakland Raiders in der AFC West auf, die Texans stehen weiter an der Spitze der AFC South.

Die Stimmen:

Gary Kubiak (Head Coach Denver Broncos) über Brock Osweiler: "Er ist ein großartiger Junge. Ich habe nach dem Spiel mit ihm gesprochen. Obwohl wir mit zwei Scores in Führung lagen, habe ich mir am Ende Sorgen gemacht, wegen seinem Auftritt in der letzten Woche."

Aqib Talib (Cornerback Denver Broncos) über Kubiak: "Wir haben den Quarterback-Flüsterer als unseren Anführer. Egal, wer für uns spielt, Koob wird es schon richten."

Chris Harris Jr. (Cornerback Denver Broncos): "Wir wussten: Wenn wir Brock seine erste Anspielstation nehmen, dann wird er etwas zappelig."

Der Spielfilm:

Vor dem Kick-Off: Es ist die Rückkehr von Brock Osweiler! Nachdem der Quartebrack in der letzten Saison einige Spiele als Vertretung von Peyton Manning gespielt, aber für die Playoffs wieder auf die Bank verbannt worden war, hatten sich die Broncos gegen einen teuren Vertrag für den Quarterback entschieden. Der unterschrieb daraufhin für vier Jahre und 72 Millionen Dollar bei den Texans. Vor der Partie hatten einige Broncos-Spieler verbal gegen Osweiler ausgeteilt und seine Qualität in Frage gestellt - es könnte also ein heißer Tanz werden.

Der Titelverteidiger muss nach zwei Niederlagen in Folge gewinnen, um in der AFC West an den Oakland Raiders dran zu bleiben. Die Texans stehen nach ihrem Last-Second-Sieg gegen die Colts an der Spitze der AFC South und würden den ersten Platz auch im Falle einer Niederlage behalten.

1. Viertel: Wer im Sunday Night Game noch nicht genug Punts gesehen hat, der darf sich im ersten Viertel auf Verstärkung freuen: Die ersten vier Drives sind allesamt Three-and-outs. Die Texans gewinnen durch einen 62-Yard-Punt von Shane Lechler das Field-Position-Game, ein 25-Yard-Run von Lamar Miller ist genug für ein Field Goal von Nick Novak, aber Tackle Derek Newton verletzt sich beim Play davor. Nächstes Three-and-out der Hausherren, wieder ist ein Run von Miller der Katalysator für ein 43-Yard-Field Goal. Immerhin holt C.J. Anderson Sekunden vor dem Ende des Viertels ein First Down für Denver. 6:0 Texans

2. Viertel: Plötzlich funktioniert das kurze Passing Game der Broncos, Emmanuel Sanders und Demaryius Thomas sind immer wieder frei. C.J. Anderson macht aus kurzer Distanz den Touchdown, Führung Denver. Die Broncos-Secondary erstickt den nächsten Texans-Drive. Jetzt zündet das Running Game mit Devontae Booker: Drei Runs in Folge für 30 Yards. Dann Play-Action auf Sanders für 29 Yards. Den kurzen Touchdown darf Thomas fangen. Die Texans kommen wieder nicht in die Gänge, Osweilers Pässe bringen nicht die benötigten Yards. Glück für Houston: Gary Kubiak spielt den letzten Drive vor der Pause nicht zu Ende und begnügt sich trotz Zeit auf der Uhr und einem Timeout mit der Führung. 14:6 Broncos.

3. Viertel: Das Mojo der Broncos-Offense ist erstmal weg, zwei Three-and-outs sind die Folge. Das erste kontert Houston, indem man eine 36-Yard-Pass-Interference gegen T.J. Ward zieht, aber wenig später lässt Osweiler den Snap fallen, es wird nur ein kurzes Field Goal. Der zweite Drive ist ebenfalls vielversprechend, aber dann gerät Running Back Alfred Blue ins Sandwich von Ward und Darian Stewart - Fumble, der Ball landet bei Todd Davis. Wieder gelingen mehrere gute Runs, wieder danach der lange Pass auf Sanders, und Booker macht den Touchdown-Drive perfekt. 21:9 Broncos.

4. Viertel: Der Schlussabschnitt beginnt kurios: Bei einem Pass-Versuch rutscht Osweiler das Ei unbedrängt aus der Hand, was als Fumble gewertet wird. Die Broncos bedanken sich und legen noch ein Field Goal nach. Es folgen Punts auf beiden Seiten, dann haben die Texans bei Fourth Down eine letzte Chance auf eine Aufholjagd, doch Osweilers Pass wird von Derek Wolfe geblockt. Es wird noch ein Field Goal, dann geht auch der letzte Drive der Texans in Rauch auf. Endstand: 27:9 Broncos.

Der Star des Spiels: C.J. Anderson und Devontae Booker. Die beiden Running Backs der Broncos waren von den Texans nicht zu stoppen und holten immer wieder konstant Yards. Anderson brachte es auf 107 Yards bei 16 Carries, Booker auf 83 Yards bei 17 Carries - so spielte es keine Rolle, wer gerade im Backfield stand (manchmal auch beide gleichzeitig). Ebenfalls ganz stark: Aqib Talib und Chris Harris Jr.

Der Flop des Spiels: Brock Osweiler. Lasset die 72-Millionen-Dollar-Memes beginnen! Osweiler machte überhaupt keinen Stich gegen die starke Secondary der Broncos, brachte in der ersten Halbzeit (9/17, 46 YDS) keinen Pass über mehr als neun Yards Raumgewinn an den Mann. Er versuchte zwar ein paar Deep Balls, die waren aber zu ungenau, insgesamt scheint ihm auch der Touch zu fehlen - er wirft einfach nur Fastballs. Dazu ließ er einen Snap fallen, der Fumble war, naja, mehr als unglücklich. 3,2 Yards pro Pass bei über 40 Pässen? Das hatte es in der Super-Bowl-Ära erst zweimal gegeben. Überraschend: Osweiler war zwar mehrfach auf der Flucht, wurde aber nur ein einziges Mal gesackt.

Das fiel auf:

  • Die Offensive Line der Broncos hatte zuletzt große Sorgen bereitet, und auch diesmal schien es zu Beginn recht düster: In den ersten zehn Minuten kassierte man drei Holding Calls, wodurch zwei First Downs zurückgepfiffen wurden. Anschließend steigerte sich die Line aber, öffnete Räume für die beiden RBs und beschützte Siemian (null Sacks).
  • Auffällig, wie sich ein Muster wiederholte: Rissen die Broncos mehrfach in Folge Lücken für ihr Running Game, stellten die Gäste die Box zu und Siemian auf die Probe. Der hatte dann mehrere Male Erfolg mit Play-Action und wurde im Laufe der Partie auch mutiger: In der ersten Halbzeit fand kein Pass über mehr als zehn Yards sein Ziel, in Halbzeit zwei gelang dann auch der eine oder andere Deep Ball.
  • Gegen diese Texans konnte es sich Broncos-Coach Gary Kubiak erlauben, aber trotzdem sorgte seine extrem konservative Taktik vor der Pause für große Augen: Mit 39 Sekunden auf der Uhr und einem Timeout ließ er an der eigenen 40-Yard-Linie die Uhr herunterlaufen - zumindest ein Field Goal schien eigentlich in Reichweite. C.J. Anderson sah im Huddle auch etwas ungehalten aus.
  • Nicht nur die Broncos hatten Erfolg mit ihrem Running Game, auch die Texans knackten die 100 Yards und die 5 Yards pro Carry: Am Ende wurden es 140 Yards bei 5,6 Yards pro Carry - ein höherer Schnitt als bei Denver! Aufgrund des Rückstands in der zweiten Hälfte wurde das Passspiel dann aber dominant, zudem hatte Lamar Miller (11 CAR, 61 YDS) in Halbzeit eins ein Problem an der Schulter davongetragen.
  • Der größte Verlust für Houston könnte allerdings Derek Newton sein: Der Right Tackle verletzte sich in der ersten Halbzeit schwer: Schon während des Spiels wurde bekannt, dass er sich die Patellasehnen in beiden Knien gerissen haben soll. Damit ist die Saison für ihn auf jeden Fall beendet.

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