NFL: Hangover - Week 1

Eier, wir haben Eier!

Dienstag, 13.09.2016 | 14:01 Uhr
Die Fans der Oakland Raiders durften in Week 1 feiern
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Week 1 ist auch schon wieder vorbei, ein kurioses Monday Night Game in San Francisco zog den Schlussstrich unter einen ereignisreichen ersten Spieltag. Höchste Zeit also für die Aufarbeitung! Die Raiders stellen große Eier unter Beweis, während man Antonio Brown einfach mögen muss. Außerdem: Ein Königreich für eine Uhr, das Chargers-Debakel, ein Punt-Festival und natürlich alle wichtigen Notizen!

Eier, wir haben Eier: Wow! So oft kritisieren wir Coaches für ängstliche Entscheidungen, wie etwa ein Punt bei 4th&1 in der gegnerischen Hälfte (stimmt's, Mr. Jay Gruden?). Umso tiefer müssen wir das Haupt neigen und den Hut vor dem Mut von Raiders-Coach Jack Del Rio ziehen.

Sollte es tatsächlich jemand noch nicht gesehen haben, hier kurz die Szenerie: 47 Sekunden vor dem Ende hatte Oakland per Touchdown die packende Partie bei den New Orleans Saints wieder offen gestaltet, 33:34 stand auf der Anzeigetafel. Klare Sache, sollte man meinen - ein PAT und ab geht's in die Verlängerung! Diese Rechnung allerdings hatten alle ohne Del Rio gemacht.

Die Raiders entschieden sich für die, zu diesem Zeitpunkt hochriskante, 2-Point-Conversion und wurden tatsächlich belohnt! "Das ist einfach das Vertrauen des Coaches, der an uns glaubt. Es gibt uns so viel Selbstvertrauen, dass er so etwas für uns macht", strahlte Receiver Michael Crabtree, der den Pass zum Game-Winner fing.

Del Rio ließ sich danach übrigens gebührend feiern - und hatte auch eine kleine Spitze für den Worldwide Leader parat: Von 51 auf 44 Prozent hätte seine Entscheidung die Siegchancen der Raiders verringert, meldete ESPN. Del Rios Antwort ließ nicht lange auf sich warten: "Zum Glück coacht ESPN nicht die Raiders." SPOX nickt ehrfürchtig mit dem Kopf und ist gespannt, ob diese Aktion Nachahmer findet!

Dance! Ach Antonio - wir haben dich vermisst! In der vergangenen Saison erfreute uns Antonio Brown noch, als er nach einem Touchdown aus voller Geschwindigkeit den Goal Post besprang, zum Auftakt zeigte er gegen Washington seinen neuesten Move.

Brown brach spontan in der Endzone in eine Twerking-Performance vom Allerfeinsten aus, die darauf folgende Strafe akzeptierte er mit einem Grinsen im Gesicht. Von einer schlechten Beziehung zu den Refs ist deshalb übrigens keine Spur, ein freundschaftlicher Klaps auf den verlängerten Rücken wurde wenig später mit einem Lächeln quittiert. Never change, Antonio!

Ein Königreich für eine Uhr:Mann, Terrance Williams kann froh sein, dass sein Quarterback nicht Matthew Stafford heißt. Der war bei seinem letzten Drive gegen die Colts so stinkwütend auf Marvin Jones, der ebenfalls nicht die Seitenlinie überquerte, dass es so aussah, als würde er die Fäuste sprechen lassen wollen. Glück im Unglück: Die Lions hatten noch Timeouts, und so war dann Ende gut, alles gut.

Williams und die Boys dagegen konnten die Uhr nicht mehr anhalten, und als Dak Prescott ihn mit noch neun Sekunden völlig frei knapp hinter der Mittellinie bediente, drehte der Wideout, trotz klarer Handzeichen von Dez Bryant, nicht ab und hielt die Uhr bei vielleicht sieben Sekunden an - genug für noch einen Pass und dann ein Field-Goal oder Hail-Mary. Stattdessen zog er in die Mitte und erkämpfte noch ein paar Yards.

Gut für die eigenen Stats, schlecht für die Win-Loss-Column: Die Uhr lief ab, bevor Prescott spiken konnte. "He's gotta get out of bounds!" schrie Kommentator Joe Buck, ähnliches hörte man im Radio - und wahrscheinlich vor Millionen Fernsehern im Land.

Naja. Wer den Schaden hat, der braucht für den Spott ja bekanntlich nicht sorgen. Das besorgten unter anderem die Madden-Franchise, sein Wikipedia-Eintrag ("Terrance Tyrone Williams ist ein Receiver der Cowboys, der nicht weiß, wie man ins Aus rennt, um die Uhr anzuhalten.") und sogar Dez Bryant. Was sagte sein Coach Jason Garrett? "Wir waren schon oft in dieser Situation. Sein Instinkt hat ihn nach innen getrieben." Aha. Da fehlt eigentlich nur noch eine Verschwörungstheorie: Williams ist ein dicker Kumpel von Romo und wollte nicht, dass Prescott einen Sieg einfährt ...

Hitzeschlag der Woche: Kein Wunder, dass Aaron Rodgers heiß wie Frittenfett war und die Jags mit gleich mehreren Traumpässen filetierte, darunter sein Wunder-Touchdown auf Davante Adams über 30 Yards, als er eigentlich schon zu Boden gezogen wurde. Schließlich präsentierte das Thermometer am Spielfeldrand in Jacksonville über 110 Grad Fahrenheit. Macht umgerechnet über 44 Grad Celsius - und wir jammern hier im Büro über 30 Grad plus.

Analyse: Ohne Gronk und Brady! Patriots schlagen enttäuschende Cardinals

Naja, hoffen ist für die Konkurrenz erlaubt - schließlich gehen die Temperaturen in Green Bay in den nächsten Wochen und Monaten ja steil bergab.

(Oder halt, andersrum: Wahrscheinlich war es auf dem Feld in Jacksonville so verflixt heiß, WEIL Aaron Rodgers on fire war! Na gut, wir warten mit unserem Urteil noch das Spiel am kommenden Sonntag in Minnesota ab.)

Punts für alle! Mann. Mann. Mann. Ein Kick-Off um 4.20 Uhr deutscher Zeit ist ja per se schon nicht gerade eine Freude - doch wenn es sich dann auch noch um das Punt-Fest in San Francisco handelt, ist das schon wirklich harte Kost. Was genau gibt denn hier bitte für die völlig desolate Rams-Offense Hoffnung? Antworten sehr gerne in die Kommentare!

Im Ernst: Diese Vorstellung kann nicht der Ernst der Rams, die eine Fan-Base wieder für sich gewinnen wollen, gewesen sein. Die Defensive Line fand zwar in der zweiten Hälfte zusammen, aber diese Offense war auf jeder Position (insbesondere was Coaching und Game Plan angeht) ein komplettes Debakel - und auf Los Angeles werden im Laufe der Saison noch gefährlichere Defenses warten. Dass Case Keenum fast so viele Yards pro Run (3,33) wie pro Pass (3,71) verzeichnete, sei hier nur am Rande erwähnt.

Dieses Spiel war so frustrierend, dass Aaron Donald (!) nach einer Rangelei vom Platz gestellt wurde. Man kann für Jared Goff nur hoffen, dass ihn Jeff Fisher jetzt nicht in drei Wochen in diese dysfunktionale Offensive rein wirft. Jener Fisher, der in der Halbzeitpause übrigens doch tatsächlich sagte: "Sie haben Carlos Hyde. Sie haben Blaine Gabbert. Wir müssen einen der beiden stoppen." Ugh. Aber hey, was weiß ich schon. Sicher präsentiert L.A. Fisher bald die nächste Vertragsverlängerung...

Üüüübrigens: Das Aufbleiben für die Analyse hat sich doch gelohnt: WAS FÜR EIN PLAY-BY-PLAY-CALL, als ein Fan auf das Feld stürmte! Anhören! Pflicht!

Debakel made in San Diego: Warum, Chargers - warum nur? San Diego legte in Kansas City eine absolut beeindruckende erste Hälfte hin, das Running Game aus der I-Formation funktionierte und Melvin Gordon erinnerte jeden daran, warum er im Vorjahr noch gleich ein Erstrunden-Draft-Pick war. Die erste Überraschung in der AFC West war dank deutlicher Halbzeit-Führung greifbar. Bis sich Mike McCoy und Co. dazu entschieden, Kansas City doch wieder eine Chance zu geben.

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Die Chargers gingen weg vom erfolgreichen Running Game aus dem ersten Durchgang, Danny Woodhead wurde - warum auch immer - zum Lead-Back und die Chargers schenkten den Chiefs neues Leben. Der Rest ist bekannt, Kansas City kam zurück und drehte die Partie noch. Als ob das nicht schlimm genug wäre, fällt jetzt auch noch Keenan Allen wohl für die komplette Saison aus. Und schon muss man davon ausgehen, dass San Diego doch wieder das schwächste Team in der Division sein wird.

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