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Allheilmittel und Junge Wilde

Freitag, 09.09.2016 | 15:00 Uhr
Die Green Bay Packers freuen sich auf die Rückkehr von Receiver Jordy Nelson
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Die neue NFL-Saison ist offiziell eröffnet, in einem Herzschlagfinale schlägt Denver Carolina zum Auftakt. Damit geht der Blick auf den Sonntag - wo eine voll gepackte RedZone-Konferenz auf NFL-Fans, zu sehen live auf DAZN, wartet. Das Highlight unter den 19-Uhr-Spielen: Die Green Bay Packers reisen nach Jacksonville, wo ein junges, ambitioniertes Jaguars-Team auf Aaron Rodgers und Co. wartet. Es ist ein Duell voller Ungewissheiten.

Spätestens als der Draft Anfang Mai zu Ende war, hatte der Jaguars-Hype das mediale Ruder vollends an sich gerissen. Jacksonville hatte gerade nach Jalen Ramsey in der zweiten Runde auch Myles Jack, der aufgrund vermeintlicher langfristiger Knieprobleme fiel, abgestaubt. Zwei vom Talent her als Top-5-Spieler dieser Draft-Klasse eingestufte Verteidiger waren plötzlich vereint.

Dazu kommt noch Pass-Rusher und Vorjahres-Top-Pick Dante Fowler Jr., der seine komplette Rookie-Saison infolge eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, sowie die Free-Agency-Starverpflichtung Malik Jackson - die Jaguars-Defense sieht zum Start der neuen Saison zumindest auf dem Papier äußerst interessant aus.

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Und auch in Green Bay ist die Vorfreude auf die neue Saison insbesondere an einen Spieler geknüpft: Ganz Wisconsin hofft, dass die Rückkehr von Jordy Nelson, dessen Kreuzbandriss die Packers-Offense in der Vorsaison phasenweise fast komplett lahmlegte, die Offensivprobleme wieder reparieren kann. So mancher Experte spricht bereits von der Chance, auf die 180-Grad-Drehung hin zu einer Rekord-Offense.

Und so gehen beide Teams mit großen Hoffnungen in ihren Saisonauftakt - allerdings auch mit großen Ungewissheiten.

Droht Green Bay ein Stolperstart?

Ein kurzer Rückblick: 2014 war die Packers-Offense zumindest in der Regular-Season schlicht nicht zu stoppen. Rodgers wurde MVP, während Nelson über 1.500 Receiving-Yards und 13 Touchdowns verzeichnete. Green Bay punktete fast nach Belieben, gerade im heimischen Lambeau Field waren Spiele nicht selten zur Halbzeit bereits entschieden.

In der vergangenen Saison war davon dann nicht mehr viel zu sehen. Ohne den verletzten Nelson kränkelte die gesamte Offense: Slot-Receiver Randall Cobb bekam es in einem Offense-Scheme, das stark auf isolierte Routes setzt und somit Receiver Eins-gegen-Eins-Duelle gewinnen müssen, mit Nummer-1-Cornerbacks zu tun, während das Run Game überhaupt nicht funktionierte.

Zurück zum Duell mit den Jaguars und damit der Frage: Fungiert die Nelson-Rückkehr jetzt als Allheilmittel? Der inzwischen 31-Jährige hat in der Preseason keinen einzigen Snap absolviert, ein gewisses Maß an Anpassung und Rost ist somit nicht auszuschließen. Nelson selbst erklärte jedenfalls auf der Team-Website: "Mir geht es großartig. Wir haben schon darüber gesprochen, wie viel ich spielen werde, und wir werden keine Zahl von vorneherein festlegen. Wir schauen von Snap zu Snap."

Funktioniert das Run Game?

Die Jaguars, die defensiv gerne Press-Coverage spielen, werden in jedem Fall gezwungen sein, Nelson Aufmerksamkeit zu schenken. Das wiederum öffnet Wege im Running Game - ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Denn Green Bay, das defensiv Clay Matthews endlich wieder primär als Pass-Rusher und nicht als Inside Linebacker einsetzen will, überraschte die komplette Football-Welt mit der Entlassung von All-Pro-Guard Josh Sitton, sowohl im Run-Blocking, als auch in Pass-Protection ein wichtiger Bestandteil der Offensive Line. Eddie Lacy, der Lücken braucht, um ins Rollen zu kommen, wird es so nicht gerade einfacher haben.

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"Ich denke, die Identität der Offense wächst von Spiel zu Spiel", brachte es Rodgers auf den Punkt. "Man sieht in dieser Woche erste Anzeichen und bekommt eine Idee dafür, wo der Ball hingeht. Aber da draußen passieren immer unvorhergesehene Dinge. Defenses können das Geschehen manchmal diktieren."

"...dann steigen auch die Erwartungen"

Genau das wird der Plan der Jaguars-Defense sein. "Aaron schafft es immer wieder, dem Pass-Rush auszuweichen. Das ist definitiv ein kritischer Punkt für uns. Wir haben junge Rusher und wir wissen, dass sie athletisch sind. Aber sie müssen in dieser Woche besonders diszipliniert spielen", mahnte Jacksonvilles Defensive Coordinator Todd Wash bereits.

Es wird aus Jaguars-Sicht eine extrem spannende Probe aufs Exempel: Wie weit ist diese Defense wirklich schon? Das gilt insbesondere für Pass-Rush und Secondary, nachdem Jacksonville in der Vorsaison 29 TD-Pässe und 4.291 Passing-Yards bei nur neun Interceptions zuließ. Die Secondary kommt dabei runderneuert daher: Neben Ramsey dürften auch die Neuzugänge Tashaun Gipson und Prince Amukamara in der Startformation stehen.

Gleichzeitig liefert das Spiel einen ersten Fingerzeig, womöglich auch auf die langfristige Zukunft. Head Coach Gus Bradley wurde 2013 als Ex-Defensive-Coordinator der Seahawks geholt, um defensiv aufzuräumen. Die Ergebnisse lassen bislang viele Wünsche offen, jetzt muss er eine hochtalentierte Defense auf dem Platz schnellstmöglich richtig zusammensetzen. "Wir wissen, dass wir eine Aufgabe zu erfüllen haben", betonte Bradley gegenüber der Florida Times-Union. "Wenn das Talent besser wird, dann steigen auch die Erwartungen."

Blake Bortles' simple Lösung

Die Hoffnung in Jacksonville simpel erklärt ist so: Die weitestgehend junge Defense soll, wie die Offense im Vorjahr, den Schritt hin zu einer unter dem Strich zumindest soliden Einheit machen, während sich die Offense ihrerseits weiterentwickeln muss.

"Ich muss damit aufhören, den Ball zum anderen Team zu werfen", weiß Quarterback Blake Bortles um sein eigenes Entwicklungspotential. Bortles warf in der Vorsaison die zweitmeisten Touchdown-Pässe (35) sowie die meisten Interceptions (18). Jetzt wartet das Duell mit einer äußerst talentierten Packers-Secondary.

Das SPOX-Panel zum Saisonstart: "Am Ende jubeln die Seahawks"

Und auch offensiv hat sich bei den Jaguars etwas getan. Mit Kelvin Beachum wurde ein neuer Left Tackle geholt, vor allem aber soll ein stärkerer Fokus auf dem Running Game liegen. Hierfür verpflichtete Jacksonville Ex-Jets-Back Chris Ivory, der sich mit T.J. Yeldon abwechseln und Bortles so endlich auch in der Red Zone entlasten soll. Mit einem stärkeren Running Game könnte Jacksonville außerdem auch die Uhr besser kontrollieren, und so Shootouts gegen Teams genau wie die Packers verhindern.

Doch welche der Pläne auf beiden Seiten gehen in Week 1 auch direkt auf?

Jacksonville hat seit nunmehr 2007 (Aus in der Divisional-Round gegen New England) den Sprung in die Playoffs nicht mehr geschafft und wartet seit jener Spielzeit außerdem auch auf eine positive Bilanz zum Saisonende. In jeder der vergangenen fünf Jahre haben die Jags mindestens elf Spiele verloren. Es ist höchste Zeit, daran etwas zu ändern und ein Sieg gegen die Packers wäre ein großes Ausrufezeichen zum Auftakt. Die Möglichkeiten sind so gut wie noch nie - jetzt gilt es, den Hype der vergangenen Monate auch auf den Rasen zu bringen.

Der NFL-Spielplan im Überblick

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 1:

Florian RegelmannStefan PetriAdrian FrankeMarcus Blumberg

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Rams @49ersRamsRamsRams49ers
Week 1
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