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NFL: Hangover - Preseason Week 1

Come on, man!

Montag, 15.08.2016 | 12:30 Uhr
Cam Newton beeindruckte einmal mehr mit einer imposanten Kopfbedeckung
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Der erste Preseason-Spieltag ist Geschichte, höchste Zeit für die Aufarbeitung: Roberto Aguayo kippt eimerweise Wasser auf die Mühlen der Buccaneers-Kritiker, während die Steelers-Defense das Wörtchen "Pre" in "Preseason" gekonnt ignoriert. Die deutschen Verteidiger erleben einen Bilderbuch-Einstand, Cam Newton sorgt für das (fast) unangefochtene Outfit der Woche. Außerdem: Eine Rekord-Heimkehr mit Pauken und Trompeten und wie gewonnen, so zerronnen.

Come on, man...: In die zweite Runde des Drafts traden, um sich einen Kicker zu holen?! Zumindest kann man den Tampa Bay Buccaneers nicht vorwerfen, dass sie sich bei ihren Picks an Experten- oder gar Medien-Meinungen orientieren. Bucs-Geschäftsführer Jason Licht verlieh anschließend in der Tampa Bay Times seiner Kicker-Begeisterung Ausdruck: "Der beste Kicker den ich jemals im College gesehen habe. Ich wollte es nicht riskieren, ihn nicht zu bekommen und dann wieder ein Kicker-Karussell zu haben. Ich wollte den besten Kicker."

Wir könnten jetzt ausführlich über die Bedeutung von Kickern und deren auf eine Saison gesehen statistisch eher begrenzte Relevanz diskutieren, doch bleiben wir beim Wesentlichen: Der Druck des ungewöhnlich hohen Picks lastet seit dem Draft auf dem neuen Bucs-Kicker Roberto Aguyao.

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Was gibt es da besseres, als sich in der Preseason mit ein paar Field Goals an die NFL zu akklimatisieren? Als Jameis Winston also Mitte des ersten Viertels einen 26-Yard-Touchdown-Pass auflegte, war es endlich so weit: Ein lockerer PAT zum Auftakt, im College hatte er keinen einzigen Extra-Punkt vergeben. Ein kurzer Anlauf, der Kick ist in der Luft, und ... no good?!

Ja, Aguayo semmelte den Kick stramm gegen den Goal Post und verriet anschließend bei JoeBucsFan.com, dass er "Schmetterlinge im Bauch" hatte.

Dafür aber sei "die Preseason doch da. Da raus gehen und den ersten Extra-Punkt vergeben. Das passiert." Äh - was? Come on, man...!

Preseason? Welche Preseason? Oder anders gesagt: Das Motto der Pittsburgh Steeles im Duell gegen die Detroit Lions! Erster Drive der Lions? Drei heftige Hits gegen Matthew Stafford, darunter ein Sack-Fumble erzwungen durch James Harrison. A-Gap-Blitze, Hits im Backfield - die Steelers waren nicht zu Scherzen aufgelegt. Staffords Backup Dan Orlovsky erging es nicht wirklich besser, auch beim Routinier schlug es einige Male heftig ein.

Gut, fairerweise sei an dieser Stelle gesagt: Die Lions sammelten ihrerseits vier Sacks. Aber die Spannung, die Physis und die Intensität, mit der Pittsburgh zum Preseason-Auftakt aus den Startlöchern kam, war doch bemerkenswert. Falls jetzt schon irgendwer um seinen Quarterback fürchtet: Die Steelers treffen in den kommenden drei Wochen noch auf Philadelphia, New Orleans und Carolina.

Von wegen "Backup gesucht...": Anfang August gab es die merkwürdige Situation, dass der Wechsel von Nick Foles (!) zu den Kansas City Chiefs scheinbar weitreichende Auswirkungen hatte. Denn plötzlich kam infolge des Ausfalls von Cowboys-Backup Kellen Moore die Frage auf: Was genau macht Dallas eigentlich, falls sich Tony Romo auch im Jahr 2016 verletzt? Wilde Trade-Szenarien um Browns-Backup Josh McCown wurden bereits gesponnen, Michael Vick wurde als Kandidat ins Gespräch gebracht - alles schien möglich.

Nicht wirklich auf dem Zettel von irgendwem war Rookie Dak Prescott, der gemeinhin seinen Status als Nummer 3 "sicher" hatte. Eine Einschätzung, die sich nach dem Preseason-Auftakt langsam ändern könnte: Prescott lieferte ein absolut beeindruckendes Debüt gegen die Los Angeles Rams ab, agierte ruhig und zielstrebig aus der Pocket heraus, schlug den Blitz und warf einige Pässe, die die Zuschauer ungläubig auf den Bildschirm starren ließen.

Uuuund damit trete ich zunächst mal auf die Bremse und wiederhole mantraartig: "Es ist die Preseason. Es ist die Preseason. Es ist die Preseason."

Sollten die Cowboys einen Routinier wie eben McCown für ein Jahr günstig bekommen, sollten sie das nach wie vor machen. Aber: Dallas könnte in Prescott etwas Besonderes gefunden haben, die ausstehenden Preseason-Spiele werden weitere Teile für dieses Puzzle liefern. Außerdem sei an dieser Stelle nicht unterschlagen: Das Cowboys-QB-Highlight-WTF-Play der Woche gebührte einem anderen Backup!

Das Outfit der Woche: Okay, ich bin ehrlich: Mode war noch nie meine größte Stärke und insbesondere wenn es um aktuellste Trends geht, bin ich meist genauso skeptisch wie überrascht.

Vielleicht bin ich also nicht der Richtige, um diese Situation zu bewerten. Aber was um alles in der Welt hat Cam Newton da auf dem Weg ins Stadion auf dem Kopf getragen? Für mein Auge jedenfalls sieht es aus wie ein Zylinder, der aus einem Samtvorhang zusammengeschustert wurde. Alternativvorschläge sehr gerne in die Kommentare.

Und nein, ich wusste zunächst nicht, dass Newton offenbar seine Auswahl an kuriosen Hier-kann-ich-eine-Thermoskanne-drunter-verstecken-Hüten hier nur ausgebaut hat. Bei Kobe Bryants letztem Spiel hat er uns schon einmal in seine Hut-Welt entführt.

Übrigens, ein Blick hinter die Kulissen: Der Klamotten-Award für diese Woche war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, denn Preston Brown hatte seinerseits eine interessante Outfit-Wahl - die Snacks einfach dekorativ in die Socken stecken? Clever, clever.

Belive the Hype! Eine der schönsten Beschäftigungen während der Preseason ist der Hype-Train für Backups und Backups von Backups, die sich ins Rampenlicht katapultieren. Week 1 war da keine Ausnahme: Da wäre George Atkinson, laut Depth Chart Oaklands fünfter Running Back. Atkinson stellte gegen Arizona nicht nur seine Geschwindigkeit eindrucksvoll unter Beweis, er ließ auch Cardinals-Safety Marqui Christian ganz schön blöd aussehen.

Der Hype-Train war danach in vollem Gange, Atkinsons erfrischende Antwort: "Ich versuche nach wie vor, es in den Kader zu schaffen."

Doch Atkinson war nicht der Einzige, für den die Preseason höchst erfreulich startete. Saints-Fans hoffen, dass Rookie Michael Thomas nach seinem starken Auftritt gegen die Patriots möglichst zügig der physische Receiver wird, der dem Team zuletzt fehlte und in Seattle haben sie - ähnlich wie die Cowboys - in Trevone Boykin womöglich den idealen Backup für Russell Wilson gefunden. Die Improvisationsfähigkeiten jedenfalls passen schon ziemlich gut! Fans im Big Apple dürfte derweil nicht entgangen sein, dass die Giants mit Sterling Shepard einen zweiten Zirkus-Catch-Receiver haben.

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