Suche...

New England Patriots - Kansas City Chiefs 27:20

Patriots schlagen tapfere Chiefs

Sonntag, 17.01.2016 | 01:52 Uhr
Rob Gronkowski (r.) fing zwei Touchdown-Pässe und brachte die Pats so auf die Siegerstraße
Advertisement
NFL
Live
Ravens @ Vikings
NFL
Live
RedZone -
Week 7
NBA
Live
Hawks @ Nets
NFL
Saints @ Packers (DELAYED)
NHL
Canucks @ Red Wings
NFL
Falcons @ Patriots
NBA
Warriors @ Mavericks
NFL
Redskins @ Eagles
NHL
Oilers @ Penguins
NBA
Knicks @ Celtics
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NFL
Dolphins @ Ravens
NHL
Stars @ Oilers
NBA
Thunder @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ Pelicans
NFL
RedZone -
Week 8
NBA
Spurs @ Pacers
NHL
Ducks @ Hurricanes
NFL
Steelers @ Lions
NHL
Bruins @ Blue Jackets
NBA
Spurs @ Celtics
NFL
Broncos @ Chiefs
NBA
Thunder @ Bucks
NBA
Bulls @ Heat
NBA
Warriors @ Spurs
NFL
Bills @ Jets
NBA
Cavaliers @ Wizards

Die New England Patriotsstehen im AFC-Championship-Game! Tom Brady und Co. dominierten die Kansas City Chiefs über ihr Passing Game, das von mehreren Rückkehrern enorm profitierte. Die Chiefs dagegen konnten nur bedingt auf ihre Leistungsträger bauen - und so lastete zu viel auf den Schultern von Quarterback Alex Smith.

Smith (29/50, 246 YDS, TD) musste die Offense über weite Strecken fast alleine tragen, was auch für seinen Gegenüber Tom Brady (28/42, 302 YDS, 2 TDs) galt. Brady aber profitierte enorm vom Comeback von Julian Edelman (10 REC, 100 YDS), die Pats-Offense sah so gut aus wie seit Wochen nicht - auch wenn ihr die Balance fehlte. Defensiv war es vor allem in der zweiten Hälfte eine dominante Vorstellung der Hausherren. Für Kansas City war es die erste Pleite nach elf Siegen in Folge.

Die Stimmen:
Tom Brady (Patriots-Quarterback):
"Wir mussten heute alles geben. Einige Jungs mussten heute auf die Zähne beißen. Offensiv haben wir heute in meinen Augen besser gespielt. Aber da ist noch Luft nach oben, wir haben heute einiges noch liegen gelassen. In der kommenden Woche werden wir das besser machen - und das werden wir auch tun müssen. Julian ist einer der härtesten Arbeiter, die ich kenne."

Julian Edelman (Patriots-Receiver, über sein Comeback): "Ich habe mich gefühlt wie ein Kind, das an Weihnachten oder Hanukkah Geschenke öffnet. Es war ein wenig wie das erste Saisonspiel für mich. Ich konnte das Spiel beenden und fühle mich gut genug, um auch in der kommenden Woche zu spielen. Wenn es geht, dann geht es."

Andy Reid (Head Coach Chiefs): "Ich bin stolz auf die Jungs. Wir hatten einige Dinge, die wir korrigieren müssen. In solchen Spielen darfst du dir keine Turnover leisten. Wir können daraus lernen und wenn wir das nächste Mal diese Chance haben, werden wir besser vorbereitet sein."

Der Spielfilm:
Vor dem Kick-Off:
Grünes Licht, wohin man schaut! Die Chiefs können nicht nur auf ihre angeschlagenen Pass-Rusher Justin Houston und Tamba Hali bauen, auch Receiver Jeremy Maclin ist überraschend fit: Maclin verletzte sich erst beim deutlichen Wildcard-Sieg über die Texans scheinbar schwer am Knöchel, nach einer Woche mit viel Ruhe und viel Behandlung wird er es aber zumindest versuchen. Nicht mit dabei: Center Mitch Morse und Right Guard Laurent Duvernay-Tardif. Die Interior Line könnte also wackeln.

Die neue Offense der Seattle Seahawks: "Come on, Russ - Take Over!"

Bei den Patriots auf der anderen Seite ist alles dabei, was Rang und Namen hat. Julian Edelman (Fußbruch) gibt sein Comeback pünktlich zu den Playoffs, Tackle Sebastian Vollmer ist ebenfalls wieder dabei. Auch Rob Gronkowski, der unter der Woche intensiv am Knie behandelt wurde, steht in der Startformation. Gleiches gilt für Chandler Jones - trotz seines merkwürdigen Krankenhaus-Vorfalls unter der Woche. Die Verfügbarkeit von Linebacker Dont'a Hightower und Receiver Danny Amendola hatte sich im Vorfeld bereits angekündigt.

12.: TOUCHDOWN PATRIOTS! Das geht ja gut los: Die Pats bringen ihren Opening Drive, mit jeder Menge Hilfe von Julian Edelman, problemlos das Feld runter - und das mit elf Pässen und ohne Run. Am Ende steht ein 8-Yard-TD-Pass auf Gronkowski, der Sean Smith keine Chance lässt. Das war viel zu einfach. Kansas City antwortet mit einem beeindruckenden Drive, inklusive mehrerer Third-Down-Conversions. Allerdings verschwendet KC auch zwei Timeouts und am Ende reicht es nur zum Field Goal. 7:3 Patriots.

27.: Nach einem guten Start beider Offenses hat sich das Spiel beruhigt. Kansas City hält dagegen, kommt aber nicht in die Red Zone. Die Patriots-Offense ist ohne Running Game zwischenzeitlich zu eindimensional, dazu kommen kostspielige Drops - vor allem von Edelman, den Brady seit dem ersten Snap extrem oft sucht. Bei Third Down aber ist der Comebacker bislang eine nicht zu stoppende Maschine, gleiches gilt für Bradys altbekannten Quarterback-Sneak von der 1-Yard-Line. 14:3 Patriots.

37.: Auch kurz vor der Pause wiederholt sich das Bild aus Chiefs-Sicht: Die Drives sehen fast alle gut aus, Punkte springen aber zu wenige dabei raus. Kurz vor der Pause kommt Kansas City per Field Goal nochmals ran - vermasselt dann aber seinen Opening Drive zur zweiten Hälfte. Knile Davis lässt sich den Ball von Chandler Jones aus der Hand schlagen! Fumble, Patriots Football! Wieder endet ein vielversprechender Chiefs-Drive ohne Zählbares, und New England schlägt schnell zu: Edelman bringt die Pats in Schlagdistanz, Gronkowski schlägt Eric Berry. Touchdown! 21:6 Patriots!

Die Rams-Rückkehr: "Richtige Entscheidung" oder Milliarden-Risiko?

42.: WAS EIN PLAY! Alex Smith weicht mehreren Pass-Rushern auf unfassbare Art und Weise aus und bringt den Pass auf Jason Avant! Kurz darauf spielt Kansas City dann ein Fourth Down erfolgreich aus und Smith bedient Wilson mit einem perfekten Pass in der Endzone. 21:13 Patriots. Alles noch offen hier!

52.: Die Pats antworten per Field Goal, was die Führung wieder auf elf Punkte ausbaut. Kansas City wackelt jetzt. Unnötige Strafen, ein schneller Punt - und schon steht New England wieder kurz vor der Red Zone. Nächstes Field Goal, 27:13 Patriots. Kansas City jetzt im Verzweiflungsmodus: Smith gibt beim nächsten Fourth-Down-Versuch alles, der Druck der Patriots ist inzwischen aber schlicht zu groß. Turnover on Downs!

59.: Kansas City hat die Chance, dieses Spiel nochmals spannend zu machen. Doch das Zeitmanagement der Gäste ist und bleibt hier eine Katastrophe. Nachdem in der ersten Halbzeit Timeouts verschwendet wurden, geht jetzt viel zu viel Zeit zwischen den Spielzügen verloren. Kein No-Huddle, kein Tempo, hier wird Zeit ohne Ende verschenkt. Ein kurzer Pitch auf West bringt schließlich den Touchdown, doch KC bekommt den Ball nicht mehr zurück - auch weil Brady zum wiederholten Male heute Interception-Glück hat. Das wars!

Der Star des Spiels: Julian Edelman. Langsame Rückkehr nach der Verletzungspause? Keine Chance! Edelman war von Beginn an ein elementarer Bestandteil der Patriots-Offense, er wurde der aus Pats-Sicht erhoffte Schlüsselspieler. Kansas City hatte mit dem schnellen, wendigen Receiver große Probleme, Brady suchte ihn dementsprechend extrem häufig. Edelman kam kaum einmal aus dem Spiel, lieferte gute Routes, gute Cuts und einige spektakuläre Catches. Außerdem positiv auffällig: Seine wichtigen Catches bei Third Down. Negativ: Edelman hatte ungewöhnlich viele Drops. Trotzdem war es ein für Patriots-Fans ermutigender Auftritt, was sich auch über die Partie von Rob Gronkowski (7 REC, 83 YDS, 2 TDs) sagen lässt. Von Knieproblemen war bei Gronk wenig zu sehen.

Der Flop des Spiels: Die O-Line der Chiefs. Im Run-Blocking hatte Kansas City von Beginn an seine Schwierigkeiten, hier war für KC wenig zu holen. Die Pass Protection war anfangs noch einigermaßen stabil - wurde aber immer anfälliger. Gegen Ende des Spiels war das Duell zwischen der O-Line und der Patriots-Front ein klares Mismatch, was Smith und die Offense einschränkte. Lange Pässe kamen fast nur zustande, wenn Smith improvisierte und mehreren Pass-Rushern auswich.

Das fiel auf:

  • Der in so vielen Spielen dominante Pass-Rush der Chiefs war kaum ein Faktor. Brady bewegte sich sehr gut in der Pocket, außerdem zeigte er wieder den schnellen Release, den man vor der Edelman-Verletzung gewohnt war. Das half enorm dabei, den Pass-Rush mitunter komplett aus dem Spiel zu nehmen. Damit waren die Patriots auch bei Third Down extrem effizient. Zusätzlich problematisch für die Chiefs: Top-Pass-Rusher Justin Houston war offenbar deutlich angeschlagen, Houston war häufiger an der Seitenlinie, als auf dem Platz.

  • Offensiv war es auf den ersten Blick gar kein komplett schlechtes Spiel von Kansas City. Die Offense, die sogar eine Triple Option einstreute, legte mehrere gute Drives hin - die aber regelmäßig gestoppt wurden, ehe es Punkte geben konnte. Entweder reichte es in der Red Zone nur zu Field Goals, oder KC musste punten, ehe die Offense in Field-Goal-Reichweite war. New England auf der anderen Seite nutzte seine Chancen brutal effizient.
  • Alex Smith zeigte ein wechselhaftes Spiel. Zum einen bewies er wieder einmal seine Athletik: Gute effektive Runs, ob per Read Option oder improvisiert, halfen den Chiefs. Im Passspiel verteilte er den Ball gut, in der Red Zone aber war er vor allem in der ersten Hälfte viel zu ungenau. Auch die (zu selten verwendeten) langen Pässe kamen unpräzise. Gleichzeitig gelangen ihm aber einige spektakuläre Plays in der zweiten Halbzeit, die KC im Rennen hielten. Seine 50 Passversuche waren ein persönlicher Karriere-Höchstwert und ein Ausdruck der offensiven Unausgeglichenheit.
  • New England setzte, ganz im Gegensatz zum Dolphins-Spiel in Week 17 (und ähnlich zum Jets-Spiel eine Woche zuvor) auf ein intensives Passing Game. Die Pats nutzten mehrfach Empty Sets, die Running Backs agierten häufig als Receiver. Am Ende lautete das Verhältnis: 42 Pässe und 14 Runs. Auch hier hinterließ die Edelman-Rückkehr ihre Spuren.
  • Als Kansas City das Spiel eng hielt, legte New England einige überraschend schlechte Tackling-Versuche an den Tag. Das war spätestens ab dem Schlussviertel aber kein Thema mehr: Die Front Seven der Patriots steigerte sich im Laufe des Spiels. Gegen das Running Game war es eine dominante Vorstellung, der Pass-Rush machte Smith das Leben immer schwerer. Hervorzuheben hier: Rob Ninkovich und Chandler Jones. Ebenfalls stark: Safety Patrick Chung, der Travis Kelce dominierte.
  • Beide Teams hatten im Spiel mit Verletzungsproblemen zu kämpfen: Neben Houston konnte auch der angeschlagene Jeremy Maclin zunehmend selten mitwirken - Jason Avant hatte so seine Momente. Aufseiten der Patriots mussten die Linebacker Jamie Collins (Rücken) und Jerod Mayo (Schulter) verletzt raus.

Die Divisional-Round in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung