Week 4, Roundup

Freeman-Gala - Cards patzen

Von SPOX
Montag, 05.10.2015 | 01:35 Uhr
Todd Gurley hatte maßgeblichen Anteil am Rams-Sieg in Arizona
© getty
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Die Falcons zerlegen Houston, während Arizona gegen St. Louis patzt. Denvers Defense hält erneut, Kansas City verliert wegen altbekannter Probleme auch in Cincinnati, die Bears bezwingen Oakland. Außerdem: Die Redskins zeigen Herz und schlagen die Eagles und Jameis Winston serviert Carolina den Sieg auf dem Silbertablett. Indianapolis wackelt, fällt aber nicht.

Bye Week: Patriots, Titans

Pittsburgh Steelers (2-2) - Baltimore Ravens (1-3) 20:23 OT (3:7, 10:0, 7:7, 0:6, 0:3) BOXSCORE

Analyse + Video: "Ein typisch hässliches Pittsburgh-Spiel"

Miami Dolphins (1-3) - New York Jets (3-1) 14:27 (0:10, 7:10, 0:7, 7:0) BOXSCORE

ANALYSE+VIDEo"Es ist einfach lächerlich"

Arizona Cardinals (3-1) - St. Louis Rams (2-2) 22:24 (3:7, 6:3, 3:7, 10:7) BOXSCORE

Es war ein für Arizonas bislang so starke Saison untypisches Spiel: Die Cardinals, als produktivste Offense der Liga in Week 4 gegangen, leisteten sich zwei Interceptions sowie zwei Fumbles und hielten eine zumindest im ersten Durchgang harmlose Rams-Offense so im Spiel. Vor allem die Fumbles wurden teuer: David Johnson verlor den Ball gleich beim Opening-Kickoff-Return, was St. Louis mit einem TD-Pass zu Tavon Austin bestrafte.

In der zweiten Hälfte bekam Larry Fitzgerald das Ei aus der Hand geschlagen und wieder hatte es die Maximalstrafe zur Folge: Nick Foles (16/24, 171 YDS, 3 TDs) warf einen perfekten 18-TD-Pass zu Stedman Bailey in die rechte Ecke der Endzone. Dazu kamen aus Cardinals-Sicht bislang ungekannte Probleme in der Red Zone gegen eine mehr als bissige Rams-Defense, die genau da weiter machte, wo sie in der Vorwoche schon gegen die explosive Steelers-Offense aufgehört hatte. Vier Sacks gelangen St. Louis gegen eine O-Line, die über die ersten drei Saisonspiele keinen einzigen Sack zugelassen hatte und die Cards mussten sich zu häufig mit einem Field Goal zufrieden geben.

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So war Arizonas erster Halbzeit-Rückstand sowie St. Louis' erste Halbzeit-Führung der Saison ein Vorzeichen auf den weiteren Verlauf. Zwar kamen die Cardinals, bei denen Chris Johnson erneut eine gute Partie ablieferte, offensiv besser ins Spiel, doch Rams-Rookie-RB Todd Gurley (19 CAR, 146 YDS) riss das Spiel im zweiten Durchgang komplett an sich. Arizona kam so durch einen 23-Yard-TD-Pass zu David Johnson zwar noch bis auf zwei Punkte ran, schaffte es anschließend aber nicht mehr in Field-Goal-Distanz. Entsprechend klar fiel die Ansage von Cardinals-Coach Bruce Arians aus: "Wenn man das Turnover-Duell verliert und in der Red Zone Field Goals kickt, wird man nicht viele Spiele gewinnen."

Atlanta Falcons (4-0) - Houston Texans (1-3) 48:21 (7:0, 21:0, 14:0, 6:21) BOXSCORE

Lange war unklar, ob Texans-RB Arian Foster nach wochenlanger Verletzungspause endlich sein Saisondebüt geben würde, kurz vor dem Kick-Off gab es schließlich grünes Licht. Doch Foster war, das wurde schnell offensichtlich, an diesem Tag nicht der beste Running Back im Georgia Dome: Stattdessen stahl ihm sein Falcons-Gegenüber Devonta Freeman (14 CAR, 68 YDS, 3 TDs) die Show.

Freeman eröffnete das Spiel nach einem Pick von Ryan Mallett (12/27, 150 YDS, INT), dessen Startplatz jetzt alles andere als sicher sein sollte, mit einem 16-Yard-TD-Run und legte kurz darauf einen 23-Yard-TD-Run nach. Die Falcons präsentierten sich, wie schon zuletzt, herausragend im Running Game und die O-Line hatte Houstons auf dem Papier so starke Defensive Line über weite Strecken im Griff. Darüber hinaus war Freeman auch im Passing Game (5 REC, 81 YDS) eine enorme Waffe, was Quarterback Matt Ryan (19/27, 256 YDS, TD) gegen die Texans-Blitze entlastete.

Beim Stand von 0:42 schließlich erlöste Houstons Coach Bill O'Brien seinen Quarterback, Brian Hoyer (17/30, 232 YDS, 2 TDs) kam rein - und es ist nicht auszuschließen, dass Hoyer im nächsten Spiel von Anfang an auf dem Platz steht. Zumindest sammelte er mit seinen TD-Pässen zu TE C.J. Fiedorowicz und zu Cecil Shorts sowie einer weiteren 43-Yard-Bombe auf Cecil Shorts noch Garbage-Time-Punkte. "Ich werde mir das Game Tape wahrscheinlich nicht einmal anschauen", erklärte ein mitgenommener Fiedorowicz anschließend: "Wir müssen uns jetzt auf Indianapolis vorbereiten. Natürlich wurden wir heute blamiert."

Indianapolis Colts (2-2) - Jacksonville Jaguars (1-3) 16:13 OT (3:3, 7:10, 0:0, 3:0, 3:0) BOXSCORE

Den Schocker gab es für alle Colts-Fans schon Stunden vor dem Kick-Off: Quarterback Andrew Luck hatte seine Schulterprobleme etwas überraschend nicht in den Griff bekommen und musste passen. So kam Routinier Matt Hasselbeck (30/47, 282 YDS, TD) tatsächlich nochmals zu einem NFL-Einsatz, und er tat letztlich genug, um seine Colts vor dem kompletten Fehlstart sowie der Heim-Blamage zu bewahren.

Dabei musste er sich allerdings auch bei Jags-Kicker Jason Myers bedanken: Jacksonville hatte zunächst Sekunden vor dem Ende die Chance auf den Game Winner, doch sein Kick aus 53 Yards ging deutlich daneben. Das Stadion jubelte bereits - bis plötzlich klar wurde, dass Indianapolis eine Timeout genommen hatte, um den Kicker in seiner Konzentration zu stören. Doch auch der zweite Versuch saß nicht und in Overtime machte Myers schließlich den ungewollten Dreierpack aus 48 Yards perfekt.

Im Gegenzug zeigte ihm dann schließlich Adam Vinatieri aus 27 Yards mit seinem zehnten Game-Winning-FG in Overtime wie es gemacht wird. Zuvor hatten die Fans über viereinhalb Viertel zwei durchwachsene Offenses gesehen. Vor allem vom Colts-Running Game (24 ATT, 60 YDS) kam einmal mehr viel zu wenig. Doch die Jaguars konnten gegen Hasselbeck und die anfällige O-Line im Pass-Rush nicht konstant dominieren und zahlten am Ende für einen zu nachlässigen Auftritt den Preis.

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