SPOX Coin Toss: Week 4

Alles Graham oder was?

Montag, 05.10.2015 | 13:33 Uhr
Graham hatte in der Vorwoche sein bestes Seahawks-Spiel - gegen Detroit muss er wieder liefern
© getty
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Zum Abschluss des vierten Spieltages empfangen die Seattle Seahawks die Detroit Lions und wollen den zweiten Saisonsieg in Folge perfekt machen. Die Lions werden die Legion of Boom testen, Seattle muss ohne Marshawn Lynch auskommen. Gelingt Detroit die Überraschung? Im SPOX-Coin-Toss dürfen die User das Wort ergreifen - Redakteur Adrian Franke hält heute dagegen. SPOX zeigt die Partie im LIVESTREAM FOR FREE.

Seattle Seahawks (1-2) - Detroit Lions (0-3) (Di., 2.30 Uhr im LIVESTREAM)

mySPOX-User JaydoggBO: Seattle wird diese Woche das Heimspiel gegen die Detroit Lions gewinnen. Warum? Nun, da gibt es gleich mehrere Gründe: Zum einen ist es ein Heimspiel und Seattle hat unter Russell Wilson 23 seiner 25 Partien vor eigenem Publikum in der Regular Season gewonnen. Mit der Rückkehr von Kam Chancellor wird auch die Run Defense deutlich besser verteidigen und sie trifft zudem auf die zweitschwächste Run-Blocking O-Line. Aufgrund dieser schlechten Line gibt es kein Team, welches eine schlechtere DVAO (Defense-adjusted Value Over Average, eine Statistik, die Spielzüge nach Effizienz, Situation, Gegner und im Vergleich mit dem Liga-Durchschnitt bewertet) gegen die Run-Defense des Gegners hat, als Detroit.

Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass die Lions die Seahawks mit ihrem Passing Game schlagen müssen. Hier kommt es aber zum nächsten Problem, denn die Seahawks stellen eine der besten Pass Rushing Defensive Lines und sind in der Adjusted Sack Rate ligaweit in der Top-8 - hierbei zählen nicht die nackten Sack-Zahlen, sondern auch Spielsituation und Gegner werden mit einberechnet, also ein aussagekräftiger Wert. Deshalb wird Lions-QB Matthew Stafford auch diese Woche oft unter Druck gesetzt und hat wenig Zeit, um seine Reads durchzugehen. Bei der Pass-Offense der Lions gegen die Seahawks wird es dennoch zu zwei sehr interessanten Duellen kommen.

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Das Erste ist Calvin Johnson gegen Richard Sherman, in der letzten Woche kam Megatron gegen eine ähnlich aggressive Secondary auf 77 Yards bei 13 Targets. Das viel wichtigere Duell wird aber sein wenn der ehemalige Wide Receiver der Seattle Seahawks, Golden Tate, auf Cary Williams trifft. Hier könnte Williams Probleme mit dem Speed bekommen, doch Free Safety Earl Thomas wird ihm dabei helfen und so die Kreise von Tate einschränken. Insgesamt wird es bei beiden Duellen sehr auf die Unterstützung der beiden Safeties ankommen.

Kein Lynch - kein Problem?

Viel interessanter wird es aber auf der anderen Seite des Feldes: Russell Wilson muss es schaffen, die Offense zum Laufen zu bringen und braucht hier die Unterstützung seiner O-Line. Die Seahawks haben zwar nach den Chiefs die schlechteste O-Line der Liga in der Pass Protection, doch auch die Lions sind gemäß der Adjusted Sack Rate im unteren Drittel, was den Pass Rush betrifft.

Knackpunkt in diesem Spiel wird es sein, wie gut Seattle ihren neuen Tight End Jimmy Graham einsetzen kann. In der letzten Woche sah man hier schon Fortschritte und das muss auch gegen die Pass-Defense der Lions gelingen, die in der Vorwoche gegen die Denver Broncos immerhin sechs Pässe zu den Broncos-Tight-Ends (darunter ein Touchdown) zuließ.

In jedem Fall sollte sich die Passing-Offense der Seahawks steigern, denn Marshawn Lynch fällt bekanntermaßen aus und ob sein Backup Thomas Rawls gegen eine wesentlich bessere Run-Defense als in der Vorwoche wieder so glänzen kann, ist durchaus fraglich. Am Ende wird die Defense der Seahawks aber den Sieg sichern und die Heim-Bilanz von Russel Wilson auf 24 Siege bei nur zwei Pleiten ausbauen.

Adrian Franke (SPOX): Da setze ich doch mal direkt an eines deiner Argumente an, denn in diesem Punkt hast du definitiv Recht: Detroit wird das Spiel über sein Passing Game gewinnen müssen. 45 (!) Rushing-Yards pro Spiel sind mit weitem Abstand der schwächste Wert der NFL, genau wie die bemitleidenswerten 2,6 Yards pro Run-Versuch. Kurzum, Detroits Running Game war bislang eine einzige Katastrophe, da gibt es nichts zu beschönigen. Immerhin: Der Ausfall von Hawks-Defensive-Tackle Brandon Mebane dürfte ein wenig helfen.

Trotzdem muss das Passing Game dominieren - und das wird keine leichte Aufgabe. Gerade gegen Seattles Pass-Rush brauchen die Lions einen enorm guten Game Plan, um sich mit schnellen, kurzen Pässen aus der Affäre zu ziehen und Quarterback Matthew Stafford zumindest halbwegs intakt zurück nach Detroit zu bringen. Aber: Die Lions kommen gerade aus ihrem Duell mit den Denver Broncos und dem besten Pass-Rush der Liga, welches Detroits Coaches die ein oder andere Lektion vermittelt haben sollte.

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Deshalb rechne ich mit vielen Pässen auf Tight End Eric Ebron und Running Back Ameer Abdullah, der in Seattle Berichten zufolge (endlich) die Starter-Rolle bekommt. Und nicht nur das, ich glaube, dass Detroit auch Seattles Secondary große Probleme bereiten kann. Richard Sherman ist noch nicht in Topform und bekommt mit Calvin Johnson, der scheinbar zunehmend besser in die Saison findet, einen echten Brocken vor die Brust gesetzt. In Golden Tate hat Detroit zudem mehr als nur einen Nummer-2-WR, zusammen werden die beiden die Hawks-Coverage auf die Probe stellen.

Bauchschmerzen im Zentrum

Etwas weniger optimistisch bin ich zugegebenermaßen was Detroits Defense angeht, gerade mit Blick auf Jimmy Graham. Lions-Linebacker DeAndre Levy fällt erneut aus - ein schwerer Schlag für Detroit, sowohl in der Run-Defense, als auch was Pässe über die Mitte angeht. Zumindest aber spielt der Lynch-Ausfall den Lions hierbei in die Karten, Rawls muss sich hinter Seattles schwacher O-Line erst einmal konstant beweisen.

Detroit muss daraus Kapital schlagen und kann erstmals in dieser Saison eine gegnerische Offensive Line über weite Strecken dominieren, was den Rhythmus der Hawks-Offense empfindlich stören würde. Dann reichen womöglich schon 20 Punkte zum Sieg und Detroits Offense muss schlicht und ergreifend in der Lage sein, die zusammen zu bekommen - andernfalls wäre die Saison nach vier Spielen im Prinzip schon beendet und die Playoffs außer Reichweite.

Wie es aber Lions-Safety James Ihedigbo so treffend sagte: "Die Zeit ist gekommen, jetzt muss unser Team seinen Charakter zeigen und wir werden herausfinden, wer wir wirklich sind." Ich sage: Detroit ist nicht so schlecht wie seine Bilanz vermuten lässt und die Lions vermeiden ihren ersten 0-4-Start seit 2010.

Week 4 im Überblick

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