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Mehr Luft, mehr Action, mehr Frauen

Samstag, 05.09.2015 | 15:24 Uhr
Sarah Thomas schreibt in dieser Saison Geschichte
© getty
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Die neue NFL-Saison steht unmittelbar vor der Tür und hat Neuerungen mitgebracht. Die Liga reagiert auch regeltechnisch auf den DeflateGate-Skandal, während die ewig junge Preseason-Debatte wieder hochkocht. Neue Coaches versuchen ihr Glück, der PAT soll spannender werden - und die NFL wird ein Stückchen weiblicher.

Neue Coaches: Das Karussell hat sich in der Offseason kräftig gedreht - fast ein Viertel aller Teams hat einen neuen Übungsleiter am Ruder. Vier davon haben schon in der Vergangenheit eine Franchise als Head Coach betreut und bringen Playoff-Erfahrung mit: John Fox (von Denver nach Chicago), Rex Ryan (von den Jets nach Buffalo), Jack Del Rio (von Denver nach Oakland) und Gary Kubiak (von Baltimore nach Denver).

Drei neue Head Coaches haben ihre Feuertaufe vor sich: Dan Quinn war bisher Defensive Coordinator der Seattle Seahawks und soll die Atlanta Falcons auf Vordermann bringen - er bringt fast 15 Jahre NFL-Erfahrung mit. Todd Bowles ist ein weiterer Defensive Coordinator (ehemals Arizona), der ein neues Team zurück an die Spitze bringen will - immerhin war er vor seinem Gig bei den Jets schon einem Interims-Head-Coach bei den Miami Dolphins. Jim Tomsula ist bei den San Francisco 49ers vom langjährigen Defensive-Line-Coach zum Head Coach befördert worden. Die gleiche Stelle hatte er übrigens schon 2006 inne - damals aber bei den Düsseldorf Rhein Fire!

Die ewige Preseason-Debatte: Als Aaron Rodgers nur Stunden nach der schweren Knieverletzung von Receiver-Ass Jordy Nelson vor den Journalisten saß, war seine Meinung eindeutig. "Es ist hart, einen solchen Spieler in einem bedeutungslosen Spiel zu verlieren", so der Quarterback der Green Bay Packers. "Das Spiel bedeutet überhaupt nichts", betonte er. "Ich glaube, dass viele Spieler in der Liga die Preseason-Spiele gerne abschaffen würden." Er selbst würde sie zumindest von vier auf zwei reduzieren. Schon im Juli hatte Packers-Team-President Mark Murphy erklärt, die Liga beschäftige sich damit, die Preseason zu verändern. "Im vierten Spiel spielen die meisten Starter überhaupt nicht, die sind ja alle am Donnerstag. Da denken sich schon manche: 'Warum spielen wir da überhaupt?'"

Die Verletzungsseuche hat derweil so richtig zugeschlagen. Nelson, Kelvin Benjamin (WR, Panthers), Ryan Clady (T, Broncos), Orlando Scandrick (CB, Cowboys)... die Liste ist lang, einige Teams hat es richtig gebeutelt. Allein 25 Spieler sollen sich in der Vorbereitung bereits das Kreuzband gerissen haben.

Die Folgen des DeflateGate-Skandals: Um eine weitere DeflateGate-Kontroverse zu vermeiden, hat die NFL den Umgang mit den im Spiel genutzen Bällen angepasst. Statt eines Referees werden nun zwei Offizielle den Luftdruck in den Bällen messen und festhalten. Außerdem wird der Luftdruck aller 24 Bälle von nun an stichprobenartig nach der ersten Halbzeit kontrolliert.

Der neue Extrapunkt: Da die PAT-Quote (Point After Touchdown - der Extrapunkt) sich in den letzten Jahren immer näher an die 100-Prozent-Marke angenähert hat, wird es nun etwas schwerer für die Kicker: Die Line of Scrimmage wandert von der 2-Yard-Linie an die 15-Yard-Linie zurück - der Extrapunkt ist nun vergleichbar mit einem 33-Yard-Field-Goal. Die Two-Point-Conversion bleibt an der 2-Yard-Linie.

Wird das für mehr Spannung und mehr Risikofreudigkeit sorgen? Nicht unbedingt. Immerhin wurden in der vergangenen Saison 39 von möglichen 41 33-Yardern zwischen die Stangen befördert - Erfolgsquote über 95 Prozent. "Wir erwarten, dass unsere Kicker diese Versuche eigentlich immer reinmachen", sagte schon Vikings-Coach Mike Zimmer. Auch John Harbaugh von den Ravens erwartet eigentlich keine Veränderung - auch wenn die modernen Analytics eigentlich einen Zweipunktversuch empfehlen.

Außerdem ist es nun erlaubt, einen Turnover beim PAT- oder Two-Point-Versuch "zurückzubringen". Heißt: War der Spielzug nach einer Interception oder einem Fumble bisher vorbei, können diesmal sogar Punkte für die Defense herausspringen.

Wo endet der Salary Cap? Die Gehaltsobergrenze der NFL, die sich aus einem Verteilungsschlüssel basierend auf den Liga-Einnahmen ergibt, ist zur Saison 2015 noch einmal deutlich gestiegen und beträgt nun 143,28 Millionen Dollar. Das sind noch einmal zehn Millionen mehr als 2014 - und fast 58 Millionen Dollar mehr als noch vor zehn Jahren (85,5 Mio.).

Dabei handelt es sich um eine "harte" Cap - die zusammengerechneten Gehälter eines Teams dürfen diese Summe also auf keinen Fall übersteigen, sonst kann es zu empfindlichen Strafen kommen. Neben der Cap gibt es auch einen "Salary Floor": Einzelne Teams müssen mindestens 89 Prozent der Summe an Gehältern auszahlen, die Liga als Ganzes muss durchschnittlich auf 95 Prozent, also etwa 136 Millionen Dollar kommen.

Die zehn größten Cap Hits der kommenden Saison werden von Quarterbacks dominiert: Drew Brees (QB, 26,4 Mio.), Philip Rivers (QB, 21,167 Mio.), Calvin Johnson (WR, 20,558 Mio.), Charles Johnson (DE, 20,02 Mio.), Eli Manning (QB, 19,75 Mio.), Matt Ryan (QB, 19,5 Mio.), Mario Williams (DE, 19,4 Mio.), Aaron Rodgers (QB, 18,25 Mio.), Matthew Stafford (QB, 17,721 Mio.), Peyton Manning (QB, 17,5 Mio.).

Seite 1: Neue Coaches, DeflateGate und die ewige Preseason-Debatte

Seite 2: Ärztliche Auszeit, Frauen in der NFL und Regeländerungen

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