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Deflate-Gate fordert Refs

Von Michael Berndt
Dienstag, 28.07.2015 | 15:20 Uhr
Zukünftig müssen beide Teams 24 Bälle vor dem Spiel bereitstellen
© getty
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Deflate-Gate wirft seine Schatten auf die neue NFL-Saison voraus. Besonders die Schiedsrichter stehen im Fokus. Derweil wartet die gesamte Football-Gemeinde auf ein Urteil im Fall Brady. Die Arizona Cardinals gehen neue Weg und heuern eine Frau an, Russell pokert mit den Seattle Seahwaks ums Gehalt.

Deflate-Gate bringt Neuregelung: Auch ohne endgültiges Urteil über Star-Quarterback Tom Brady wird Deflate-Gate zur kommenden Saison die gesamte NFL betreffen. Im Fokus stehen vor allem die Schiedsrichter.

Zukünftig müssen beide Teams 24 Bälle vor dem Spiel bereitstellen - zwölf fürs Spiel, zwölf Ersatzbälle. Bislang musste nur das Heimteam 24 Bälle liefern, die Gäste lediglich zwölf. Diese müssen Zweieinviertelstunden vor dem Kickoff beim von der Liga angestellten Kicking Ball Coordinator (KBC) eingehen und werden ab September von zwei statt vorher von einem Referee, auf ihren Luftdruck zwischen 12,5 und 13,5 PSI (Pound-Force per Square-Inch) überprüft und durchnummeriert. Sind sie im regulären Druckbereich, werden sie offiziell zugelassen.

Der KBC übernimmt demnächst die Bewachung aller Wilsons, nicht nur der sechs Kicking Balls. Die Bälle gehen anschließend zehn Minuten vor Spielbeginn an die Seitenlinie zu den jeweiligen Teams. In der Halbzeit werden alle Bälle wieder einkassiert und abermals gemessen, ebenso nach dem Spiel. Alle Messergebnisse werden aufgezeichnet.

Viele Experten halten das Vorgehen der NFL für übertrieben. "Es reicht, die Bälle vor und nach dem Spiel abzunehmen. Anstatt über ihre Leistungen zu diskutieren, müssen sich die Refs nun mit dem Luftdruck des Balles rumschlagen", so Mike Pereira bei Fox Sports.

Keine Einigung zwischen Brady und NFL: Laut ESPN werden die NFL und Tom Brady wohl nicht mehr zusammen kommen, sprechen aber nun über die NFLPA wenigstens miteinander. Das Lager des Patriots-Quarterback plant weiterhin, seinen Mandanten wegen Betrugverdachts zu entlasten. Angeblich bestünde die Möglichkeit eines Teileingeständnisses. Dabei fordere der Spielmacher aber eine Geldstrafe anstatt der bestehenden Vier-Spiel-Sperre.

Die NFL blickt auf mehr als 400 Seiten Aktenmaterial. Comissioner Roger Goodell zögert sein Urteil bislang hinaus. Vor 78 Tagen bestrafte die Liga den vierfachen Super-Bowl-Champion, 35 sind seit seiner Berufung ins Land gegangen. Eine Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.

Cardinals heuern Frau an: Die Arizona Cardinals engagieren Jen Welter als erste Trainerin in der NFL-Geschichte. Die 37-Jährige heuert als Assistenzcoach für das Trainingslager und die Preseason an. Welter wird zukünftig die Inside Linebacker trainieren.

Welter ist es gewohnt, Neuland zu betreten. Im Februar trainierte sie als erste Frau die Linebacker und Specials Teams der Texas Revolution im Champions Indoor Football. Letztes Jahr stand sie noch selbst unter Männern in der Defense auf dem Feld. In der Damenliga holte sie in 14 Jahren vier Titel mit den Dallas Diamonds.

Head Coach Bruce Arians stellte auf der Franchise-Homepage klar, dass es auf die Qualität ankommt, nicht auf das Geschlecht. "Coachen ist wie Unterrichten: Die Spieler wollen besser werden und wenn du das schaffst, hören sie dir zu, da kannst du genauso gut Green Hornet sein."

Wilson macht Seahawks Druck: Russell Wilson geht in die letzte Saison seines Rookievertrages, der ihm 1,54 Millionen Dollar garantiert. Zu wenig für den Spielmacher, denkt man an zwei Super-Bowl-Teilnahmen in Folge inklusive Meisterschaftsring 2014. Laut ESPN reicht es dem Quarterback. Er möchte bis zum Start des Trainingscamps am Freitag Klarheit über seinen Kontrakt haben.

Laut US-Medien fordert der Spielmacher 25 Millionen Dollar jährlich, was ihm zum bestbezahlteten Spieler der NFL aufsteigen ließe. Die Seahawks bieten aber nur knappe 22 Millionen, damit stünde er nach Aaron Rodgers und Ben Roethlisberger auf Platz drei im Gehaltsranking.

Problem für Wilson: Wenn er bis Februar 2016 keinen langjährigen Vertrag unterzeichnet, könnte Seattle den 26-Jährigen mit dem Franchise Tag belegen. Dieser garantierte ihm zwar das Durchschnittsgehalt der fünf bestbezahlten Spieler seiner Position, nähme ihm im Gegenzug aber die Möglichkeit, ohne Probleme zu einem anderen Team zu wechseln. Cap Space ist im Nordwesten rar. Mit Marshawn Lynch und der "Legion of Boom" stehen weitere Topverdiener unter Vertrag.

Johnny Football als Starting-QB?: Johnny Manziel hat trotz seiner Eskapaden immer noch eine Chance in Week 1 gegen die New York Jets in der Starting Offense der Cleveland Browns zu stehen.

"Ich würde sagen, er hat sehr viel mehr Dinge gut gemacht als schlecht", so Head Coach Mike Pettine bei ESPN. Insgesamt mache er sich keine Gedanken um den Zustand des letztjährigen Top-Picks. Nunmehr sechs Wochen sind seit Manziels letzter Social-Media-Aktivität vergangen, die alkoholischen Getränke seien ebenfalls passe.

Trotzdem geht Josh McCown als Nummer eins in die Preseason. Zwölf Jahre NFL-Erfahrung sprechen für ihn, zudem müsse Johnny Football trotz Einsatzfreude ein neues System lernen. Um den Heisman-Sieger von 2012 auf die neue Saison einzustellen, schickte Pettine den 22-jährigen Texaner zu NFL-Analyst und Ex-Coach John Gruden.

Und sonst so? Jonathan Martin beendet seine Karriere im Alter von nur 25 Jahren. Der Offensive Tackle der Carolina Panthers entschied sich dabei gegen eine komplizierte Rücken-OP, die ihn wohl für die ganze Saison lahm gelegt hätte. Die Offseason verbrachte der 25-Jährige meist hinter Michael Oher. 2013 wurde er Opfer einer Mobbing-Attacke. Der Hauptschuldige Richie Incognito wurde daraufhin entlassen, Martin wechselte später nach Carolina.

Lions-Linebacker DeAndre Levy soll ein Verbleib in Detroit offenbar mit erhöhten Bezügen schmackhaft gemacht werden. Gerade der Abgang von Ndamukong Suh Richtung Miami Dolphins erhöhte die Wichtigkeit des 28-jährigen Outside Linebackers. Für Defensive Coordinator Teryl Austin sei er "unverzichtbar". Sein 2016 auslaufender Vertrag steht bei 9,75 Millionen Dollar - Tendenz steigend.

Osi Umenyiora könnte bald noch einmal Mitglied der New York Giants werden. Wie Around the NFL aus Familienkreisen berichtet, bereitet die Franchise aus East Rutherford einen Ein-Tages-Deal für den 33-Jährigen vor. Umenyiora spielte neun Jahre in New Jersey, ehe er einen kurzen Stopp bei den Atlanta Falcons einlegte. Unter seiner Mithilfe legten die Giants Bradys Offense zweimal das Handwerk und holten den Super Bowl 2007 und 2011 in den Big Apple. Dort erwartet ihn eine Ehrenzeremonie.

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