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Jets haben neuen Coach

Von Adrian Franke
Mittwoch, 14.01.2015 | 12:07 Uhr
Todd Bowles ist der neue Coach bei den New York Jets
© getty
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Die New York Jets haben den Nachfolger von Rex Ryan gefunden: Ex-Cardinals-Defensive Coordinator Todd Bowles ist der neue Head Coach von Gang Green. Bei den Dallas Cowboys scheint die Vertragsverlängerung von Jason Garrett nur noch Formsache, bei DeMarco Murray sieht es schwieriger aus. Außerdem: Das Coordinator-Karussell dreht sich - und Aaron Rodgers spricht über Richard Sherman.

Jets schnappen sich Bowles: Die New York Jets haben das Tauziehen um Todd Bowles gewonnen. Der Ex-DC der Arizona Cardinals stand bei mehreren Teams auf dem Zettel und hatte nach seinem zweiten Treffen mit den Jets noch einen zweiten Termin in Atlanta bei den Falcons, doch New York überzeugte den 51-Jährigen. Am Mittwochmorgen soll er seinen Vertrag auch offiziell unterschreiben.

Bowles legte in Arizona eine herausragende Saison hin und stellte über weite Strecken der Saison trotz zahlreicher prominenter Ausfälle eine starke Defense. Die Jets bauen damit erneut auf einen Defensiv-orientierten Coach, Arizonas Linebacker-Coach Mike Caldwell könnte womöglich Bowles' Posten übernehmen.

Aaron Rodgers im Porträt: Die QB-Luxusedition

Auch was den Geschäftsführer angeht, haben die Jets Klarheit: Am Dienstag verkündete man, dass Mike Maccagnan den entlassenen John Idzik beerben wird. "Wir haben mehrere beeindruckende, qualifizierte Kandidaten interviewt. Aber Mike Maccagnan stach eindeutig heraus", betonte Eigentümer Woody Johnson. Maccagnan arbeitete zuvor in verschiedenen Rollen für die Houston Texans und hat seine Wurzeln im Scouting - nach Idziks Versäumnissen nun ein entscheidendes Kriterium.

Garrett-Deal fast fix - was wird aus Murray? Es dürften wohl nur noch kleinere Details zu klären sein, ehe Cowboys-Coach Jason Garrett seinen neuen Vertrag in Dallas unterschreibt. Sein Kontrakt endete nach dem Playoff-Aus der Cowboys, doch zum Wochenbeginn hatte Garrett angekündigt: "Ich will auf jeden Fall hier bleiben. Wir sind stolz auf das Team und den Trainerstab, den wir aufgebaut haben. Ich denke, es geht in die richtige Richtung."

Am Dienstag berichteten dann Medien übereinstimmend, dass sich beide Seiten auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt haben, der Garrett kolportierte 30 Millionen Dollar einbringt. Die Cowboys selbst bestätigen die mündliche Einigung bereits auf ihrer Website, lediglich die Unterschrift fehle demnach noch.

Ungleich schwieriger gestaltet sich dagegen der Fall von DeMarco Murray. Der Vertrag des Running Backs läuft ebenfalls aus, den Franchise Tag wollen sich die Cowboys für Receiver Dez Bryant aufheben. Damit ist Murrays Zukunft das große Fragezeichen in Big D: Offenbar haben die Cowboys Murray einen Vierjahresvertrag über rund 16 Millionen Dollar angeboten, Murray will aber wohl deutlich mehr. Es erscheint durchaus denkbar, dass er in der Free Agency seinen Marktwert testen wird.

Elway hofft auf Manning: Nach Denvers bitterem Playoff-Aus gegen Indianapolis kamen unweigerlich Fragen über Peyton Manning auf. Der Körper des 38-Jährigen schien ihn in der zweiten Saisonhälfte zunehmend im Stich zu lassen, im Zuge des mutmaßlichen kompletten Wechsels des Trainerstabes scheint Mannings Karriereende durchaus denkbar.

Broncos-Geschäftsführer John Elway gewährte auf seiner Pressekonferenz am Dienstag Einblicke in seine Planungen: Demnach habe er mit Manning gesprochen und ihm gesagt, er solle wissen, "dass wir dich zurückwollen. Aber du musst dir Zeit lassen und Abstand gewinnen." Manning wird aber bei der Suche nach einem neuen Head Coach eingebunden werden. In vier bis fünf Wochen wollen sich beide dann wieder zusammensetzen und über die Zukunft des Quarterbacks sprechen.

Rodgers fürchtet Sherman nicht: Beim Saisonauftakt nahmen die Green Bay Packers Seahawks-Cornerback Richard Sherman noch aus dem Spiel, indem sie seine Seite des Feldes schlicht ignorierten. Eine Wiederholung davon soll es im Championship-Spiel am Sonntag nicht geben. "Du musst wissen, wo er ist. Aber du darfst keine Angst haben", stellte Quarterback Aaron Rodgers bei "ESPN Milwaukee" klar.

Bills holen Roman: Der Trainerstab in Buffalo nimmt Formen an: Nur zwei Tage, nachdem Rex Ryan als neuer Head Coach vorgestellt wurde, steht seit Dienstag auch der neue Offensive Coordinator fest: Ex-Niners-OC Greg Roman wird die Offensive der Bills künftig anführen. Dabei dürfte die Quarterback-Frage im Fokus stehen, nachdem EJ Manuel den Großteil der Vorsaison auf der Bank verbrachte.

Butler ersetzt LeBeau: Keine große Überraschung in Pittsburgh: Nachdem Dick LeBeau nach 13 Jahren seinen Abschied von den Steelers verkündet hatte, stellte das Team schon am Dienstag seinen neuen Defensive Coordinator vor: Keith Butler wird LeBeau beerben. Seit 2003 war der 58-Jährige Linebacker-Coach in Pittsburgh und galt längst als ausgemachter Nachfolger, sollte sich LeBeau zurückziehen.

Für den 77-Jährigen bedeutet das gleichzeitig womöglich noch nicht das Karriereende: Berichten zufolge sind die Arizona Cardinals nach dem Abgang von Bowles an dem Defensiv-Guru interessiert, Head Coach Bruce Arians kennt LeBeau noch aus gemeinsamen Tagen in Pittsburgh und soll ihn bereits kontaktiert haben.

Und sonst so? Die San Francisco 49ers suchen noch immer einen neuen Head Coach, womöglich müssen sie sich bald auch nach einem neuen Defensive Coordinator umschauen: Medienberichten zufolge will DC Vic Fangio San Francisco verlassen, sollte er den vakanten HC-Posten nicht erhalten. Informationen von "CSN Bay Area" zufolge gab es in der Richtung noch keine Signale von den 49ers, Broncos-OC Adam Gase soll stattdessen jetzt einen Interview-Termin bekommen.

Defensive Coordinator Rod Marinelli war ohne Zweifel einer der besseren Coordinators der vergangenen Saison und stabilisierte die Cowboys-Defense trotz zahlreicher Ausfälle und Abgänge. Berichten zufolge wird das jetzt belohnt: Demnach erhält Marinelli einen Dreijahresvertrag in Big D. Zuvor soll er auch bei den Tampa Bay Buccaneers im Gespräch gewesen sein.

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