Green Bay Packers - Detroit Lions 30:20

Rodgers' meisterliches Comeback!

Montag, 29.12.2014 | 01:43 Uhr
Schrecksekunde für alle Packers-Fans: Rodgers geht zu Boden und hält sich das lädierte Bein
© getty
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Die Green Bay Packers (12-4) haben das Duell um den NFC-North-Spitzenplatz gegen die Detroit Lions (11-5) mit 30:20 (BOXSCORE) für sich entschieden und sich gleichzeitig ein Freilos für die Wildcard-Runde der Playoffs am kommenden Wochenende gesichert. Überragender Mann auf dem Platz war einmal mehr Quarterback Aaron Rodgers, der von den Lions trotz Verletzung nicht zu stoppen war.

Rodgers, der es auf 226 Yards und zwei Touchdowns brachte, hatte sein Team im zweiten Viertel durch einen Pass auf Randall Cobb mit 14:0 in Führung gebracht, als er aufgrund einer Wadenverletzung in die Kabine musste. Als der Favorit auf den MVP-Award nach der Pause wieder aufs Feld zurückkehrte, stand es 14:14. Der 31-Jährige fand daraufhin ein weiteres Mal Cobb und besorgte den vierten Touchdown per QB-Sneak höchstpersönlich.

Die Lions begannen defensiv gut, ließen dann jedoch einen Punt-Return-Touchdown zu und fanden kein Mittel gegen Rodgers und Running Back Eddie Lacy (100 Yards). Als Matthew Stafford (20/41, 3 TDs) kurz vor dem Ende per Touchdown zum 20:30 verkürzte, aber die Two-Point-Conversion misslang, war das Spiel entschieden.

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Damit erhalten die Packers hinter Seattle den Two-Seed in der NFC. Detroit rutscht auf Platz sechs ab und muss am kommenden Wochenende bei den Dallas Cowboys antreten. Ein Duell dieser beiden Teams gab es in der laufenden Saison noch nicht.

Die Reaktionen:

Aaron Rodgers (Green Bay Packers) über seine Rückkehr: "Ich musste schon kämpfen, um wieder aufs Feld zu gehen. Ich dachte, dass es uns vielleicht einen Schub geht, wenn ich wieder reinkomme."

Matt Stafford (Detroit Lions): "Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Wir sind in den Playoffs. Wir haben elf Spiele gewonnen, um sie überhaupt zu erreichen. Ob sie etwas bedeuten werden, liegt allein an uns."

Mike McCarthy (Head Coach Green Bay Packers): "Das war eindeutig eine MVP-Performance - eine weitere MVP-Performance - von Aaron Rodgers."

Vor dem Kick-Off: Es ist das Duell um die NFC-North-Krone - und damit um Heimvorteil in den Playoffs. Beide Teams sind bereits für die Playoffs qualifiziert und gehen mit einer Bilanz von elf Siegen und vier Niederlagen ins Spiel: Den Verlierer erwartet eine ungleich schwerere Aufgabe in der Postseason. Das Hinspiel gewannen die Lions vor heimischem Publikum souverän.

Diesmal geht es allerdings in der Frozen Tundra von Green Bay zur Sache - und bei Minusgraden hat es der Untergrund in sich. Zudem dürfte das Spiel eine Rolle im Kampf um den MVP-Titel spielen: Aaron Rodgers hat eine fantastische Heimbilanz und ist wohl der Favorit auf den Award, war aber zuletzt nicht fehlerlos. Der QB geht mit einer lädierten Wade in die Partie - wird sie ihn behindern?

8.: Schlechter Start für Detroit - bei Third Down wird Stafford direkt gesackt. Der Ball geht an die Hausherren, die die hochgelobte Run Defense der Lions zu Beginn erst einmal zerschneiden und mit vier Rushes bis an die Sieben-Yard-Linie kommen. Dann aber hält die Defense bombensicher. Aufgrund einer Flagge bekommt Green Bay gleich sechs Versuche, keiner schafft es in die Endzone. Ein Yard fehlt, Coach Mike McCarthy spielt sogar den vierten Versuch aus - nichts geht! Detroits Defense ist beeindruckend!

12.: Touchdown Packers! Wenn es die Offense nicht gebacken kriegt, dann eben die Special Teams! Detroit muss nach der defensiven Meisterleistung aus der eigenen Endzone punten, das Leder fliegt in die Arme von Micah Hyde. Der geht einfach ab durch die Mitte, entwischt allen - und sprintet 55 Yards ins Glück! 7:0 Green Bay!

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17.: Detroit antwortet mit einem langen Drive, in welchem man das Running Game von Joique Bell und das Passspiel gut mixt. Bis zur 37-Yard-Linie in der gegnerischen Hälfte kommt man - aber dann stoppt der Drive und die Punting Unit kommt aufs Feld. Immer noch 7:0.

21: Das war unnötig! Von der eigenen Endzone marschieren die Packers über 70 Yards, weil die schnellen Pässe von Rodgers einfach nicht zu stoppen sind. Was hat der Mann für eine Fackel! Dann geht der Ball an Lacy, der zu viel will - und den Ball verliert! Fumble - Detroit hat den Ball! Enge Kiste, aber der Turnover steht. Weiter 7:0 Packers.

28.: Luft anhalten - das sieht nicht gut aus! Weil Detroit an der 31-Yard-Linie der Packers einen vierten Versuch ausspielt und den Ball abgeben muss, marschiert Rodgers wieder das Feld herunter. Aber rund läuft er auf seiner Wade nicht mehr. Kurz vor der Lions-Endzone passiert es dann: Der QB flüchtet aus der Pocket, wird dann aber langsamer und sinkt zu Boden - gleichzeitig geht der Pass aus dem Handgelenk zu Randall Cobb! Touchdown! Aber Rodgers liegt da und rührt sich nicht. Wie schlimm ist es? 14:0 Packers!

30.: Ist Green Bay geschockt? Kein Zweifel! Das nützen die Lions, die in zwei Minuten über das Feld marschieren. Der 20-Yard-Pass von Stafford auf Calvin Johnson ist quasi der Anschlusstreffer! Nur noch 14:7 Green Bay! Die letzten Sekunden vor der Pause werden von Packers-Backup Matt Flynn gespielt, Rodgers ist in der Kabine verschwunden.

38.: Alles wieder offen! Green Bays erste Serie wird wieder von Flynn absolviert, der keinen Raumgewinn herausholen kann. Das bringt gute Field Position für Detroit - und das wird genutzt! Wieder Stafford auf Megatron, wieder Touchdown! Aber: Rodgers ist wieder aus dem Tunnel herausgekommen und sieht so aus, als könne er weitermachen. 14:14!

42.: Der Kick-Off geht ins Aus. Heißt: Green Bay startet an der 40-Yard-Line. Dumm gelaufen - vor allem deshalb, weil Rodgers immer noch passen kann! Ein Big Play auf Cobb, und dann findet er sein Lieblingsziel schon wieder. 13-Yard-Touchdown, Green Bay legt wieder vor! 21:14 Packers!

44.: Glück für Green Bay! Rodgers legt ab auf Lacy, der den Ball gerade noch fängt und sich über die First-Down-Linie rollt. Ein Verteidiger wirft sich auf ihn, dabei wird der Ball herausgeschlagen und von Detroit gesichert. Ist das ein Fumble? Die Referees sagen nein, Jim Caldwell holt die Challenge-Flagge heraus - und verliert. Weiter 21:14 Green Bay.

47.: Es geht Schlag auf Schlag! Green Bay will den Vorsprung per Field Goal ausbauen - aber Mason Crosbys Versuch wird geblockt. Der Ball geht an Detroit, ist aber schon nach einem Spielzug wieder weg: Bell kann das Handoff nie wirklich kontrollieren, die Pille spritzt zwischen die Gegenspieler. Green Bay recovert! 21:14 Packers.

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52.: 42 Yards müssen die Packers zurücklegen. Kleinigkeit! Immer wieder sechs Yards hier, 15 Yards da, etc. Rodgers ist zwar nicht mehr mobil, aber er hat eben auch den besten Arm der Liga. Von der Ein-Yard-Linie lässt er es sich aber dann doch nicht nehmen: Quarterback-Sneak! Touchdown! "MVP! MVP! MVP!"-Gesänge von den Rängen. 28:14 Packers.

58.: Die Comeback-Träume der Lions sind vorbei - oder? Green Bay puntet zwar, aber in der der eigenen Endzone gerät Stafford mal wieder massiv unter Druck und wirft das Leder weg. Weil er in der Pocket war, gibt es die Safety! Zwei Punkte für Green Bay, wobei sich Detroit beim anschließenden Kick den Ballbesitz sichert. Ein Onside-Punt - das gibt's auch selten! 30:14 Packers!

59.: Geht noch etwas? Stafford findet Theo Riddick zum Touchdown, die Two-Point-Conversion geht an Bell, der es im Fallen über die Linie schafft. Oder? Die Referees schauen sich das Ganze noch einmal an - und nehmen die zwei Punkte wieder vom Bord! Jetzt sind es zehn Punkte, das ist die Entscheidung. 30:20 Green Bay.

Der Star des Spiels: Aaron Rodgers. Hat er sich damit seinen zweiten MVP-Award gesichert? Verloren hat er ihn ganz sicher nicht. Die Stats stimmten an diesem Abend vor fanatischen Fans: Zwei Touchdowns, 17 der 22 Pässe kamen an. Aber auch das Drama stimmte: Lädiert ins Spiel gegangen, Schrecksekunde, dann der Ausgleich, und dann das heroische Comeback und der Sieg. Für Rodgers klappte an diesem Tag fast alles. Und hier noch eine absolut unglaubliche Statistik: Rodgers kam daheim in dieser Saison auf 25 Touchdowns und keine einzige Interception!

Der Flop des Spiels: Ndamukong Suh. Suh ist für seine unsauberen Aktionen ja zur Genüge bekannt - bereits achtmal wurde er für miese Aktionen mit einer Geldstrafe belegt. Ausreden helfen da längst nicht mehr. Als Rodgers im letzten Viertel am Boden lag, trat ihm der Pass Rusher rückwärts auf den Knöchel. Das kann passieren, wenn man nicht hinschaut. Aber Suh nahm seinen Fuß herunter, nur um dann noch einmal auf den Knöchel zu steigen - und sein Gewicht auf diesen zu verlagern! Rodgers war verständlicherweise stinksauer - eine Strafe sollte und wird wohl folgen. Einen Sack schaffte er übrigens auch nicht.

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Das fiel auf:

  • Die Lions bieten in diesem Jahr die beste Run Defense der NFL auf - seit einigen Jahren war kein Team mehr so dominant, wenn es darum ging, gegnerische Running Backs einzubremsen. Damit tat man sich diesmal schwer. Schon im ersten Drive erreichten die Packers über 60 Yards Raumgewinn am Boden. Insgesamt ließ man 152 Running Yards zu, wobei der Schnitt von 4,0 Yards pro Carry in der Schlussphase, als Green Bay nur noch die Uhr herunterspielte, noch gedrückt wurde.
  • Stafford hat einen starken Arm, ist ein absolut solider Quarterback. Und natürlich gewinnt oder verliert man als Team. Aber die Bilanz ist schon erstaunlich: Durch die Niederlage liegt Staffords Record auswärts bei Teams mit positiver Bilanz bei 0-16. Heißt auch: Noch nie hat er sein Team in einer solchen Situation im Alleingang zum Sieg geführt. Drei Touchdowns und kein Pick ist stark - aber nicht einmal 50 Prozent seiner Pässe gingen an den Mann. Teilweise übersah er komplett offene Receiver und überwarf den offenen Megatron.
  • Um in Green Bay zu bestehen, muss man so ziemlich perfekt spielen. Detroit spielte solide, aber eben nicht einmal sehr gut: Der Fumble von Bell tat richtig weh, dazu der Punt-Return-TD, dazu der Kick ins Aus - das kann man sich einfach nicht erlauben.
  • Sowohl die Lions als auch die Packers gehören zu den Top Ten in Sachen Sacks. Wirklich häufig drangen sie zum gegnerischen QB jedoch nicht durch. Stafford wurde beim ersten und allerletzten Drive je einmal gesackt, danach blieb er zumeist senkrecht. Rodgers musste trotz eingeschränkter Mobilität kein einziges Mal per Sack zu Boden.

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