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"Manning als Brett Favre 2.0"

Samstag, 06.09.2014 | 19:47 Uhr
Läuft die Zeit von Peyton Manning (2.v.r.) ab - und steht die von Johnny Football (2.v.l.) noch bevor?
© getty
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Der erste NFL-Sonntag der neuen Saison steht an (So., 19 Uhr im LIVE-TICKER). Die großen Fragen: Können die Seattle Seahawks eine Ära prägen? Was ist mit mit Johnny Manziel und Altmeister Peyton Manning? Und wo landen die San Francisco 49ers? Im Panel bewerten die SPOX-Redakteure Florian Regelmann, Bastian Strobl, Stefan Petri und mySPOX-User SoEinSatansbraten fünf Thesen zur kommenden Spielzeit.

Die Seattle Seahawks haben das Zeug zu einer Dynastie

Florian Regelmann (SPOX): Es ist keine Frage, dass die Seahawks alle Puzzleteile haben, um den Titel erstmals seit den Patriots zu verteidigen. Sie haben vor allem den Quarterback dazu - Russell Wilson ist schon längst kein Game Manager mehr, für mich ist Wilson schon verdammt nahe am "Elite"-Status dran. Aber eine Seahawks-Dominanz sehe ich trotzdem nicht kommen. Denken wir doch an die 2010er Packers, damals ging das Dynastie-Gerede auch los. Aber auch wenn Green Bay in den letzten Jahren immer vorne dabei war, eine weitere Championship gab es in Titletown nicht. Weil es eben verdammt schwierig geworden ist. Es gibt einfach zu viele starke Teams, sodass ein Fehler, eine Interception zum falschen Zeitpunkt schon ausreicht, um die Saison zu beenden. Ich gehe sogar noch weiter: Es ist nicht nur schwierig, Dynastien sind in der heutigen NFL unmöglich.

Bastian Strobl (SPOX): "Die Seahawks haben alles, was es braucht, um eine Ära zu prägen." Wer das sagte? Ausgerechnet Joe Montana im Juni 2014. Das mag sich für jeden Niners-Fan wie ein schlechter Scherz anhören, aber Joe Cool hat verdammt noch mal Recht. Und ich glaube - nicht nur wegen der beeindruckenden Vorstellung im Opener gegen die Packers - auch genau daran. Fast alle wichtigen Bausteine stehen bis mindestens 2016 unter Vertrag, Russell Wilson hat trotz seines Alters bereits enorme Leader-Qualitäten, die Defense samt der Legion of Boom spricht eh für sich und mit Pete Carroll hat man einen echten Visionär als Head Coach. Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Unkenrufe, als er USC verließ und in die NFL ging? Drei Jahre später ist davon aus gutem Grund nichts mehr zu hören. Für mich geht der Super Bowl in den nächsten beiden Saisons - mindestens - nur über Seattle.

Stefan Petri (SPOX): Mal sehen: Laut "Wikipedia" legten die New England Patriots die letzte "Dynasty" der NFL hin, von 2001 bis 2007 (drei Titel in vier Jahren, vier Super-Bowl-Teilnahmen in sechs Jahren). Traue ich Seattle drei Titel in vier Jahren zu? Eher nicht. Das Spiel gegen die Packers war beeindruckend, keine Frage. Aber die Konkurrenz ist groß, in den Playoffs kann alles passieren, und der Salary Cap lässt es selten zu, ein erfolgreiches Team zusammenzuhalten - schließlich wollen Stars wie Russell Wilson irgendwann auch bezahlt werden. Man darf nicht vergessen: Die 49ers waren in der letzten Saison ganz nah dran. Traue ich den Seahawks andererseits die Titelverteidigung zu? Absolut - verlernt haben Russell Wilson und Co. offensichtlich nichts. Fähiger Quarterback, spektakuläre Defense, gutes Running Game, dazu mit Pete Carroll ein Coach, der, nun ja, sagen wir: "Grenzen auslotet". Hm, das erinnert dann doch frappierend an die Patriots des Jahres 2001. Also gut, ich revidiere mein Urteil: Es werden trotzdem keine drei Titel, aber das Rüstzeug ist vorhanden.

Analyse: Seahawks setzten gegen Green Bay ein Ausrufezeichen

mySPOX-User SoEinSatansbraten: Laut STATS stellte der amtierende Champion letzte Saison das fünftjüngste Team der NFL. Thomas (25), Sherman (26) und Chancellor (26), sprich das Herzstück der Legion of Boom, stehen noch jeweils bis mindestens 2018 unter Vertrag. Mit HC Pete Carroll und GM John Schneider hat man Kompetenz auf den leitenden Positionen, die Scoutingabteilung ist ebenfalls top. Warum ich trotzdem nicht an eine Dynastie der Seahawks glaube? In den letzten 25 Jahren konnten lediglich 4 Teams ihren Super Bowl-Gewinn erfolgreich verteidigen. Will sagen: Der Salary Cap macht es den Teams unheimlich schwer, langfristig Erfolg zu haben (Ausnahme der Regel: die Pats). Mit Browner, Thurmond, Bryant, Clemens und Tate mussten die Seahawks bereits dieses Jahr wichtige Rollenspieler ziehen lassen. Die Verträge von u.a. Lynch, Wagner, Maxwell, Mebane, Smith und Wilson laufen spätestens 2016 aus. Vor allem Wilsons Verlängerung wird die Cap-Situation verkomplizieren. Die aktuell teilweise eklatant unterbezahlten Spieler (Super Bowl MVP Smith kriegt dieses Jahr zum Beispiel 656.475 Dollar) werden dann kaum alle zu halten sein. Mögliche Ausfälle - und die NFL hat uns gelehrt, dass sie kommen werden - sind dann kaum zu kompensieren. Die Kontrahenten in der stärksten Division der Liga lauern nur auf solche Schwächeperioden. Die NFL ist heute einfach deutlich enger als früher. Werden die Hawks mittelfristig ein sehr gutes Team stellen? Bestimmt. An eine Dynastie a la Cowboys der 90er glaube ich jedoch nicht.

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