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NFL stimmt Trauma-Studie zu

SID
Sonntag, 14.09.2014 | 16:14 Uhr
Im Mai hielt die NFL ihren jährlichen Sicherheitsgipfel ab, um Gehirnerschütterungen zu vermeiden
© getty
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Der nächste Schritt zwischen der NFL und vielen Ex-Spielern ist getan. Am Sonntag stimmte die Liga einer Studie zu, wonach ein Drittel aller Akteure im Anschluss an ihre Karriere mit Hirnschäden zu kämpfen haben. Damit ist der Weg für weitere Entschädigungszahlungen geebnet.

"Die Hirnschäden treten nicht nur wesentlich öfter, sondern auch in einem wesentlich jüngeren Alter auf als üblich", heißt es in dem Report, den die NFL im Auftrag des United States District Courts erstellen ließ. Zuvor hatten rund 5.000 ehemalige Spieler geklagt, aufgrund ihrer Gehirnerschütterungen während ihrer Karriere Folgeschäden davongetragen zu haben.

Damit steht auch fest: Footbal erhöht über Jahre das Risiko, neurologische Schäden im Hirn davonzutragen. Neben mehreren Fällen von Demenz war unter anderem Ex-Eagles- und Patriots-Runningback Kevin Turner aufgrund seiner ALS-Erkrankung ein weiteres Beispiel für nach der Karriere auftretende Probleme. Ex-Dolphins-Quarterback Dan Marino hatte sich zwischenzeitlich aus dem Klägerpool zurückgezogen.

"Es war ein langer Weg bis hierhin. Die Zahl der Spieler, die in den kommenden Jahren an Demenz erkranken könnten steigt aber immer noch. Außerdem werden all die Spieler nicht mit einberechnet, die an Bewusstseinsstörungen oder psychischen Erkrankungen leiden", erklärte Chris Nowinski vom "Sports Legacy Institute".

675 Millionen stehen im Raum

Um die zahlreichen Spieler zu entschädigen, will die NFL insgesamt eine Summe von 675 Millionen Dollar ausgeben. Beide Seiten sind sich allerdings noch nicht ganz einig, die Forderungen sollen aber nicht mehr weit auseinander liegen. Bisher befürchten die Kläger, dass das Geld der NFL nicht reicht, um alle entstandenen Kosten zu decken.

Zudem erklärte die Studie, dass rund 28 Prozent aller Ex-Spieler, also rund 5900 Akteure, mit Langzeitschäden rechnen dürften. Es wird davon ausgegangen, dass 60 Prozent dieser Spieler die NFL zu Entschädigungszahlen auffordern. Die NFL wollte nach dem Urteil keine offizielle Stellungnahme abgeben.

Im Frühjahr hatten zunächst sieben ehemalige Akteure geklagt, aufgrund ihrer NFL-Karriere mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen zu haben. Daraufhin hatten sich immer mehr Spieler zu Wort gemeldet, woraufhin der Prozess eröffnet wurde.

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