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Charles verlängert bei Chiefs

Von Adrian Bohrdt
Donnerstag, 24.07.2014 | 14:02 Uhr
Jamaal Charles darf sich über einen lukrativen Kontrakt freuen
© getty
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Jamaal Charles hat seinen großen Vertrag schneller erhalten als gedacht. Vernon Davis ist trotz ausstehender Verhandlungen ins Training eingestiegen. Mike Pouncey droht indes noch länger auszufallen als zunächst befürchtet, während Lane Johnson gesperrt wurde. Außerdem: Grünes Licht für Rob Gronkowski, Sidney Rice beendet seine Karriere und Jerry Jones nimmt Druck von Garrett.

Neuer Vertrag für Charles: Noch am Mittwochmorgen schien eine schnelle Einigung zwischen den Kansas City Chiefs und Jamaal Charles kaum denkbar, der Running Back galt als sicherer Fehlkandidat am ersten Tag des Training Camps. Doch wenig später gab es gute Neuigkeiten für alle Chiefs-Fans: Der Running Back unterschrieb am Mittwoch seine Vertragsverlängerung und wird die Saisonvorbereitung voll mitmachen.

Charles' ursprünglicher Vertrag lief noch über zwei Jahre und bringt ihm 7,4 Millionen Dollar plus maximal zwei Millionen an Bonuszahlungen ein. Durch die Vertragsverlängerung ist er jetzt bis einschließlich 2017 an die Chiefs gebunden.

Für die zwei weiteren Jahre kassiert der 27-Jährige 18,1 Millionen Dollar, dazu erhält er über die nächsten beiden Spielzeiten zusätzlich zu seinem ursprünglichen Gehalt 5,1 Millionen Dollar. Insgesamt kassiert Charles somit bis Ende 2017 28 Millionen Dollar.

Davis kommt - Boone nicht: Vernon Davis wird nicht, wie zuvor angekündigt, das Training Camp schwänzen, um einen neuen Vertrag zu erzwingen. Der Tight End der San Franciso 49ers, der die freiwilligen Workouts zuvor nicht besucht hatte, erschien am Mittwoch fristgerecht und Quarterback Colin Kaepernick strahlte: "Wir sind einfach glücklich, dass er hier ist. Er ist nicht der Typ, der sein Team im Stich lässt. Er ist ein guter Kerl."

Damit haben die Niners zumindest vorerst eine Sorge weniger, offen ist aber nach wie vor die Situation um Alex Boone. Der Guard erschien am Mittwoch wie erwartet nicht und pocht weiter auf seinen neuen Kontrakt. Boone hat aktuell noch zwei Jahre Vertrag, würde dabei insgesamt aber nur 3,2 Millionen Dollar verdienen. Sollte der Top-O-Lineman seinen neuen Deal erhalten, bleibt die Reaktion von Davis abzuwarten.

Fällt Pouncey länger aus?Schock für die Miami Dolphins: Wie der "Miami Herald" am Mittwoch berichtete, fällt Mike Pouncey wohl noch länger aus als gedacht. Demnach muss der Center, der sich im Juni einer Hüft-OP unterzogen hatte, insgesamt vier Monate lang zuschauen. Ursprünglich hatten die Dolphins mit rund drei Monaten ohne ihren Pro Bowler gerechnet. Die ersten acht Spieltage wird Pouncey somit wohl verpassen.

Grünes Licht für Gronk: Am Mittwoch dürfte Patriots-Coach Bill Belichick für ein Grinsen im Gesicht vieler Pats-Fans gesorgt haben. Auf einer Pressekonferenz bestätigte er, dass Tight End Rob Gronkowski von den Ärzten grünes Licht erhalten hat und nicht, wie zuvor befürchtet, auf der PUP-Liste landen wird.

"Er hat immer hart gearbeitet. Wenn er hier ist, sehen wir, dass er sehr konstant ist", lobte Belichick. Gronkowski hatte sich zuvor einem Eingriff am Kreuzband unterzogen, doch die Reha verlief besser als zuvor erwartet. Der 25-Jährige ist damit voll auf Kurs, topfit in New Englands Saisonauftakt gegen die Miami Dolphins zu gehen.

Johnson gesperrt:Wie erwartet müssen die Philadelphia Eagles die ersten vier Spiele ohne Lane Johnson auskommen. Der Offensive Tackle wurde wegen der Einnahme verbotener Substanzen gesperrt, in einem Team-Statement hieß es: "Wir sind sehr enttäuscht, das zu hören. Wir haben mit Lane über die Details gesprochen, er weiß was er falsch gemacht hat und übernimmt die volle Verantwortung."

Jetzt müsse der Vorjahres-Draftpick aus seinem Fehler lernen und sich weiter auf die kommende Saison vorbereiten. Johnson darf im Trainingslager normal mitarbeiten und auch in der Preseason auflaufen. Die ersten vier Regular-Season-Spiele gegen Jacksonville, Indianapolis, Washington und San Francisco wird er aber verpassen. Für ihn dürfte Allen Barbre einspringen.

Rice beendet Karriere: Ex-Seakawhs-Receiver Sidney Rice hat seine Karriere beendet. Der 27-Jährige hatte zuletzt vermehrt mit Gehirnerschütterungen zu kämpfen und erklärte: "Nach sorgfältiger Überlegung und sieben wundervollen Jahren in der NFL habe ich mich entschieden, zurückzutreten. Ich habe meine Erfahrungen mit all meinen Trainern, Mitspielern und den leidenschaftlichen Seahawks-Fans genossen."

Neben seinen Gehirnerschütterungen hatte sich Rice im vergangenen Jahr das Kreuzband gerissen und wurde nach der Saison entlassen. Allerdings holte ihn Seattle wenig später für das Basisgehalt von einer Million Dollar wieder zurück. "Die ganze Organisation will Sidney gerne für seine Führungsqualitäten über die vergangenen drei Jahre danken. Er ist ein wahrer Champion", betonte Geschäftsführer John Schneider.

Jones nimmt Druck von Garrett: Cowboys-Eigentümer Jerry Jones hat betont, dass es trotz drei 8-8-Seasons kein Alles-oder-Nichts-Jahr für Head Coach Jason Garrett ist: "Was die Bilanz des Teams angeht, geht es nicht um alles oder nichts für Jason. Als Mitglied des Teams müssen wir auch unseren Job erledigen."

Bereits im Dezember hatte Jones betont: "Wir haben viel in Jason Garrett investiert, und das soll sich jetzt auch auszahlen. Wenn wir ihn jetzt gehen lassen, bekommen wir niemals Wiedergutmachung für all die Fehler, Niederlagen und Kritik am Management. Dann hätten wir keine Chance auf die einzig mögliche Art und Weise zu lernen, nämlich dadurch, Fehler zu machen."

Suggs fordert mehr von Flacco: Terrell Suggs will mehr Leader-Qualitäten von seinem Quarterback: "Joe ist einfach Cool Joe. Er ist nicht gerade der lauteste", erklärte Suggs am Mittwoch: "Aber manchmal brauchen wir das vielleicht. Er muss vielleicht mal jemanden zusammenfalten, vielleicht auch mich. Es ist gut, wenn man manchmal hört, wie sein Quarterback auf jemanden losgeht. Ich denke, das wäre positiv für uns."

So würde Flacco eher unterschwellig seine Kritik äußern, "aber wir brauchen das direkter. Aber am Ende eines Tages lieben wir auch unseren Cool Joe", stellte Suggs klar.

Clabo nach Houston: Die Houston Texans haben ihre O-Line noch mal verstärkt. Offensive Tackle Tyson Clabo einigte sich am Mittwoch mit dem Team und soll Houston mehr Kadertiefe verschaffen. Der Free Agent wird voraussichtlich als Backup für Derek Newton eingeplant, der in der Vorsaison zumeist keinen guten Eindruck hinterließ und eindeutig der Schwachpunkt in Houstons O-Line war.

White verlängert: Die Atlanta Falcons haben sich allem Anschein nach mit Roddy White auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Der Receiver wäre andernfalls in sein letztes Vertragsjahr gegangen und hätte dabei fünf Millionen Dollar kassiert, schon seit längerem hatten sich Spekulationen über einen neuen Kontrakt zum Beginn des Trainingslagers gehalten.

Berichten zufolge handelt es sich um eine zusätzliche Verlängerung um vier Jahre, somit wäre der 32-Jährige bis einschließlich 2018 an die Falcons gebunden. Zu den finanziellen Details wurde noch nichts bekannt.

Und sonst so?

  • Bernard Pierce macht den Ravens-Fans Hoffnung. Der Running Back, der im Falle der wahrscheinlichen Sperre von Ray Rice Baltimores Backfield anführen dürfte, hat seine Schulter-OP im Januar gut überstanden und startet das Training Camp ohne Einschränkungen. Das bestätigte er am Dienstag gegenüber der "Baltimore Sun".
  • Die New York Jets haben indes ihren Pass Rush nochmals verstärkt. Am Mittwoch einigte sich Defensive End Jason Babin mit den Jets auf einen Zweijahresvertrag, zuvor war der 34-Jährige in Jacksonville entlassen worden.
  • Kyle Orton macht außerdem wohl doch weiter. Der Quarterback hatte mit Rücktrittsgedanken kokettiert und war von den Cowboys entlassen worden. Zwar spart Dallas so zwei Millionen Dollar gegen den Cap, erhielt Ortons Bonus von 3,25 Millionen aber nicht zurück. Jetzt hat Eigentümer Jerry Jones erklärt: "Als er durchblicken ließ, dass er zurückkommen will, ohne im Frühjahr an Workouts teilgenommen zu haben, mussten wir uns entscheiden." Orton hätte drei Millionen Dollar verdient, jetzt will er sich offenbar ein neues Team suchen.

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