Mittwoch, 29.01.2014

Super-Bowl-Splitter

Sherman: "Die NFL gewinnt immer"

Richard Sherman zeigt sich angesichts seines Ausraster nach dem Championship Game nur bedingt einsichtig, sieht für die Liga aber Vorteile. Die Carolina Panthers verlängern mit Trainer Ron Rivera, Dallas und Baltimore bauen dagegen um. Miamis Jonathan Martin erklärte seinen emotionalen Zusammenbruch und Jahvid Best verklagt die Liga. Außerdem: Marshawn Lynchs "Skittles"-Obsession macht sich endlich bezahlt.

Sherman hatte San Franciscos Receiver Michael Crabtree öffentlich verspottet
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Sherman hatte San Franciscos Receiver Michael Crabtree öffentlich verspottet

Sherman über die Liga und seine Dreadlocks: Nachdem er San Franciscos Receiver Michael Crabtree nach dem Championship Game öffentlich verspottet hatte, entschuldigte sich Seattles Cornerback Richard Sherman bereits. Bei "Sports Illustrated" erläuterte er in seiner Kolumne nun seinen Standpunkt - und sieht die Liga als Gewinner: "Jedes Mal wenn ein Spiel mit einer strittigen Entscheidung endet oder jemand vor der Kamera austickt, ist das kostenlose Werbung für die NFL. Nicht nur mein Name, sondern auch das NFL-Logo ist in allen Shows."

Daher bereue er seinen Ausraster auch nicht: "Die NFL hat Spielern früher erlaubt, für den Augenblick zu leben und Entertainer zu sein. Vielleicht war meine Gestik falsch, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich wahrscheinlich einiges davon wieder machen. Es war ein großer Moment, und so habe ich mich in diesem Augenblick eben gefühlt."

Ohnehin sieht sich der 25-Jährige aufgrund seines Aussehens besonders hart in der Kritik: "Wäre die Reaktion die gleiche gewesen, wenn ich ordentlicher aussehen würde und keine Dreadlocks hätte? Wenn ich für konservative Kreise annehmbarer aussehen würde, wäre mein Ausbruch vielleicht als Leidenschaft gedeutet worden."

Panthers verlängern mit Ron Rivera: Nach dem furiosen Finish der Carolina Panthers (elf Siege in den letzten zwölf Spielen) hatte es sich bereits angedeutet, jetzt herrscht Gewissheit: Head Coach Ron Rivera wird die Panthers auch weiter trainieren: Der 52-Jährige erhielt eine Vertragsverlängerung bis einschließlich 2017. Riveras bisheriger Vertrag wäre nach der kommenden Saison ausgelaufen.

"Ich habe immer gesagt, wie gut es mir in Charlotte und in diesem Team gefällt", erklärte Rivera anschließend: "Ich freue mich sehr über die Unterstützung und das Vertrauen von Mr. Richardson [Eigentümer der Panthers, d. Red.]. Unser Erfolg ist die gemeinsame Leistung von Spielern, Trainern, Scouts und der ganzen Organisation. Unser Ziel bleibt es, den Super Bowl zu gewinnen."

Martin erklärt seine Entscheidung: Miamis Offensive Tackle Jonathan Martin sorgte während der Saison für Aufsehen, als er wegen Mobbings einen emotionalen Zusammenbruch erlitt. Martin verließ die Dolphins schlagartig, bei "NBC" erklärte er am Dienstag seinen Schritt: "Ich bin ein erwachsener Mann und kenne Footballteams. In der Umkleide herrscht ein rauer Ton, und ein Vorfall allein hätte mich nicht gestört. Es war die Beharrlichkeit."

Kurz nach Martins Abschied wurde eine Mailbox-Nachricht von Mannschaftskollege Richie Incognito entdeckt, in welcher er Martin rassistisch beleidigte und drohte. Incognito gab später an, es sei nur ein Scherz gewesen. "Ich wünschte, ich hätte andere Wege gesehen, um die Situation zu lösen. Ich fühlte mich gefangen, als ob ich nichts richtig machen könnte", so Martin.

Schließlich sei er an einem Punkt angelangt, an dem es das Beste gewesen sei, sich einfach zurückzuziehen. Dolphins-Eigentümer Stephen Ross kündigte indes an, dass der Ermittlungsbericht der NFL nach dem Super Bowl veröffentlicht wird. Darüber hinaus erklärte Ross, dass voraussichtlich weder Incognito noch Martin in der kommenden Saison für Miami spielen werden.

Die unbeliebtesten Spieler der NFL
Die Marktforscher von Nielsen fragten die NFL-Fans, welche Spieler sie am wenigsten mögen. Platz 9: Jeremy Shockey, Tight End der Carolina Panthers. Sein sogenannter "Pct. Dislike": 29 Prozent
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Die Marktforscher von Nielsen fragten die NFL-Fans, welche Spieler sie am wenigsten mögen. Platz 9: Jeremy Shockey, Tight End der Carolina Panthers. Sein sogenannter "Pct. Dislike": 29 Prozent
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Platz 9: Tony Romo, Quarterback der Dallas Cowboys. "Pct. Dislike": 29 Prozent
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Platz 9: Tony Romo, Quarterback der Dallas Cowboys. "Pct. Dislike": 29 Prozent
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Platz 8: Carson Palmer, Quarterback der Arizona Cardinals. "Pct. Dislike": 31 Prozent
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Platz 8: Carson Palmer, Quarterback der Arizona Cardinals. "Pct. Dislike": 31 Prozent
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Platz 7: Vince Young, Quarterback der Philadelphia Eagles. "Pct. Dislike": 32 Prozent
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Platz 7: Vince Young, Quarterback der Philadelphia Eagles. "Pct. Dislike": 32 Prozent
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Platz 6: Chad Ochocinco, Wide Receiver der New England Patriots. "Pct. Dislike": 35 Prozent
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Platz 6: Chad Ochocinco, Wide Receiver der New England Patriots. "Pct. Dislike": 35 Prozent
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Platz 5: Jay Cutler, Quarterback der Chicago Bears. "Pct. Dislike": 38 Prozent
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Platz 5: Jay Cutler, Quarterback der Chicago Bears. "Pct. Dislike": 38 Prozent
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Platz 4: Albert Haynesworth, seit kurzem nicht mehr bei den Pats, sondern als Defensive Tackle bei den Tampa Bay Buccaneers."Pct. Dislike": 46 Prozent
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Platz 4: Albert Haynesworth, seit kurzem nicht mehr bei den Pats, sondern als Defensive Tackle bei den Tampa Bay Buccaneers."Pct. Dislike": 46 Prozent
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Platz 3: Ben Roethlisberger, Quarterback der Pittsburgh Steelers. "Pct. Dislike": 49 Prozent
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Platz 3: Ben Roethlisberger, Quarterback der Pittsburgh Steelers. "Pct. Dislike": 49 Prozent
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Platz 2: Plaxico Burress, Ex-Knacki und Wide Receiver der New York Jets. "Pct. Dislike": 56 Prozent
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Platz 2: Plaxico Burress, Ex-Knacki und Wide Receiver der New York Jets. "Pct. Dislike": 56 Prozent
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Platz 1: Michael Vick, Ex-Knacki und Quarterback der Philadelphia Eagles. "Pct. Dislike": 60 Prozent! Verdiente sich die zweifelhafte Ehre u.a. durch seine Beteiligung bei illegalen Hundekämpfen
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Platz 1: Michael Vick, Ex-Knacki und Quarterback der Philadelphia Eagles. "Pct. Dislike": 60 Prozent! Verdiente sich die zweifelhafte Ehre u.a. durch seine Beteiligung bei illegalen Hundekämpfen
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Cowboys haben neuen Coordinator: Entgegen der Äußerungen von Eigentümer Jerry Jones Anfang Januar haben sich die Dallas Cowboys jetzt doch einen neuen Defensive Coordinator geangelt. Rod Marinelli, in der vergangenen Saison noch Coach der Defensive Line, wird neuer DC und löst damit Monte Kiffin ab. Kiffin, dessen Defense zu den schlechtesten der Vorsaison gehörte, soll allerdings als Assistent weiter im Trainerstab bleiben.

"Jeder kennt Rod Marinellis Fähigkeiten wenn es darum geht, Turnover zu kreieren und dir eine bessere Position zu verschaffen", lobte Head Coach Jason Garrett: "Monte Kiffins Wissen und Verständnis von dieser Defensive werden wir nutzen, um alle Spieler und Trainer darin zu verbessern." Darüber hinaus gaben die Cowboys bekannt, dass Scott Linehan in Zukunft Offensive Coordinator Bill Calahan als Play-Caller und "Passing-Game-Coordinator" unterstützen wird.

Kubiak geht nach Baltimore: Auch in Baltimore gibt es neue Assistenztrainer. Die Ravens verkündeten am Montag, dass der ehemalige Texans-Head-Coach Gary Kubiak als Offensive Coordinator kommt und einen Weggefährten aus Houston mitbringt: Rick Dennison, Offensive Coordinator bei den Texans unter Kubiak, kommt als neuer Quarterback-Coach.

Neben Kubiak war auch Kyle Shanahan, ehemaliger Offensive Coordinator der Redskins, ein heißer Kandidat in Baltimore. Kubiak allerdings passt gut zu den Ravens, die ihr Running Game wiederbeleben und Quarterback Joe Flacco so mehr Bootlegs und Play-Action-Pässe ermöglichen wollen. "Man baut seine Offense um den Quarterback auf", betonte Kubiak: "Alles beginnt mit Joe."

Best verklagt NFL und Helmhersteller: Jahvid Best, ehemaliger Running Back der Detroit Lions, zieht gegen die Liga sowie Helmhersteller Riddell vor Gericht. Der Erstrunden-Draftpick von 2010 musste seine Karriere nach mehreren Gehirnerschütterungen beenden. Jetzt will Best laut seinem Anwalt zumindest finanziell abgesichert sein, sollten spätere Folgen aufgrund der Gehirnerschütterungen auftreten.

Skittles sponsern Lynch offiziell: Lange machte Seattles Marshawn Lynch umsonst Werbung für Skittles. Die Süßigkeiten wurden in den letzten Jahren zum Markenzeichen des Running Backs, Fans werfen die Kaudragees nach seinen Touchdowns mittlerweile auf den Platz. Die Verbindung zu Lynch sowie der Erfolg der Seahawks hatte dafür gesorgt, dass die Marke vor Heimspielen in mehreren Supermärkten rund um Seattle ausverkauft war.

Jetzt hat sich der Konzern dazu durchgerungen, mit Lynch auch offiziell eine Partnerschaft einzugehen. So soll Lynch nicht nur persönlich finanziell entlohnt werden, auch seine Stiftung "Fam-First" erhält einen Zuschuss: Für jeden Touchdown, der Lynch am Sonntag im Super Bowl gelingt, spendet die Firma 10.000 Dollar. Um die Partnerschaft zu feiern, brachte Skittles außerdem den limitierten "Seattle Mix" raus, der nur blaue und grüne Dragees enthält.

Adrian Bohrdt

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