Dienstag, 14.01.2014

Kopfverletzungen in der NFL

Richterin kippt Vergleich

Der Vergleich zwischen der NFL und rund 4500 durch Kopfverletzungen geschädigte Ex-Profis ist von einer Richterin für nichtig erklärt worden. Das berichteten US-Medien am Dienstag übereinstimmend.

Voller Einsatz: Kopfverletzungen gehören in der NFL leider zum Tagesgeschäft
© getty
Voller Einsatz: Kopfverletzungen gehören in der NFL leider zum Tagesgeschäft

Beide Parteien hatten sich im vergangenen August auf eine Zahlung von 765 Millionen Dollar (etwa 570 Millionen Euro) seitens der Liga geeinigt, um die Behandlungskosten der ehemaligen Athleten zu gewährleisten. Dies bedurfte jedoch noch der Zustimmung eines Gerichts.

Sie sei "in erster Linie besorgt", schrieb Richterin Anita Brody in ihrer Begründung, dass nicht alle für die Zahlungen in Frage kommenden Ex-Profis oder deren Angehörige, Geld erhalten würden. Insgesamt bis zu 20.000 Athleten könnten die Zahlungen in Anspruch nehmen. Brody ließ den Anwälten der beiden Parteien allerdings eine Hintertür offen: Falls man sich annähere, könne der Vergleich doch noch genehmigt werden.

Mit dem Geld soll neben Behandlungskosten auch intensiver in die Forschung zu Kopfverletzungen investiert werden. In der monatelangen Auseinandersetzung hatten die Spieler auf eine solche Entschädigungszahlung gehofft, die Liga hatte sich lange gesträubt. Die ehemaligen Profis werfen der NFL zudem vor, die Gesundheitsrisiken für die Footballer auf dem Spielfeld verharmlosen zu wollen.

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