Roundup zu Week 16

Philly dominiert - Heimpleite für Seattle

Von Adrian Bohrdt
Montag, 23.12.2013 | 06:44 Uhr
LeSean McCoy hatte seine Finger beim Eagles-Sieg gegen Chicago mit im Spiel
© getty
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Die Eagles zerstören Chicago und schicken damit einen Gruß nach Dallas. Arizona fügt den Seahawks die erste Heimpleite der Saison zu und die Ravens gehen gegen New England unter. Außerdem: Playoffs in Carolina und ein neuer Rekord für Peyton Manning.

Philadelphia Eagles (9-6) - Chicago Bears (8-7) 54:11 (21:0, 3:3, 9:8, 21:0) BOXSCORE

Beeindruckende Performance der Eagles! Philly verprügelte die Bears nach Strich und Faden und schickte damit einen eindeutigen Gruß nach Dallas. Gegen die Cowboys geht es in der nächsten Woche für die Truppe von Chip Kelly um die Krone in der NFC East.

Das war nach Dallas' Sieg einige Stunden zuvor bereits klar. Kelly ließ trotzdem seine Starter ran, die Chicago fast nach Belieben dominierten. Allen voran Nick Foles und LeSean McCoy.

Der Quarterback, der insgesamt 2 TD-Pässe warf, stellte mit einer Completion Percentage von 84,0 sogar einen neuen Franchise-Rekord auf (21/25, 230 YDS). In seinen 9 Starts hat Foles damit 25 TD-Pässe bei gerade einmal 2 Interceptions verbucht.

Auch McCoy könnte sich bald in die Geschichtsbücher eintragen. Der 25-Jährige, gegen Chicago mit 133 Yards und 2 Touchdowns, könnte der erste Eagle seit Hall of Famer Steve Van Buren 1949 werden, der die NFL am Ende der Saison bei den Rushing Yards anführt. Momentan hat der Running Back 189 Yards Vorsprung auf Chiefs-Pendant Jamaal Charles.

Und die Bears? Die Mannen aus der Windy City verpassten es, sich vorzeitig die NFC North zu sichern. Damit steht auch für Chicago in der nächsten Woche ein Winner-Take-All-Game an. Der Gegner: die Green Bay Packers.

Seattle Seahawks (12-3) - Arizona Cardinals (10-5) 10:17 (0:0, 3:3, 0:3, 7:11) BOXSCORE

In einer Defensivschlacht hat Arizona überraschend in Seattle gewonnen und Seahawks-QB Russell Wilson die erste Heimpleite seiner NFL-Karriere zugefügt. Zwei Minuten vor Schluss gelang den Cardinals der erste eigene Touchdown des Spiels, der allerdings reichte: Carson Palmer (13/25, 178 YDS), der zuvor vier Interceptions geworfen hatte, warf seinen besten Pass des Nachmittags und fand Michael Floyd aus 31 Yards.

Zuvor hatten beide Teams vor allem Punts getauscht. Arizonas Defense lieferte eine überragende Leistung und ließ nur 108 Passing-Yards sowie 103 Rushing-Yards zu. Seattle brachte den Ball kurz vor der Pause auch bei zwei Versuchen von der 1-Yard-Line nicht in die Endzone und der anschließende FG-Versuch knallte an den Pfosten.

Die Cardinals gingen in der zweiten Halbzeit dann mit zwei Field Goals ihrerseits 9:3 in Führung, Seattle antwortete mit einem 12-Yard-TD-Pass zu Zach Miller. Mit Floyds Touchdown und der folgenden 2-Point-Conversion durch Rashard Mendenhall drehte Arizona das Spiel erneut und hielt dieses Mal Stand: Eine Interception von Wilson beendete die Partie.

Arizona könnte dennoch weiterhin die Playoffs verpassen. Sollte San Francisco am Montagabend Atlanta schlagen, wären die Cards raus. Bei einer Pleite der 49ers müsste Arizona den Division-Konkurrenten im direkten Duell bezwingen.

San Diego Chargers (8-7) - Oakland Raiders (4-11) 26:13 (3:0, 7:10, 10:0, 6:3) BOXSCORE

Trotz drei eigener Turnover bleiben die Chargers mit einem letztlich souveränen Heimsieg über Oakland im Wildcard-Rennen der AFC. Vor allem in der zweiten Halbzeit spielte San Diego deutlich konzentrierter, drei Field Goals sowie ein 4-Yard-TD-Pass zu Keenan Allen sorgten für klare Verhältnisse.

Zuvor waren die Raiders noch besser im Spiel, Allen sowie Chargers-QB Philip Rivers (19/29, 201 YDS) fumbelten, außerdem warf Rivers eine Interception. Nach einem 5-Yard-TD-Run von Darren McFadden war Oakland sogar in Führung. Allerdings leistete sich auch Raiders-QB Matt McGloin (20/36, 206 YDS) einen Pick, welchen Ryan Mathews (99 Yards Rushing) mit einem Touchdown bestrafte.

Der einzige Turnover der zweiten Halbzeit kam von den Raiders per Fumble beim Kickoff-Return, San Diego dagegen leistete sich keine Fehler mehr und beendete das Spiel souverän. Durch die Niederlagen von Baltimore und Miami haben die Chargers jetzt wieder gute Wildcard-Chancen.

Green Bay Packers (7-7-1) - Pittsburgh Steelers (7-8) 31:38 (7:7, 7:3, 7:21, 10:7) BOXSCORE

Die Packers schlugen sich in einem packenden Spiel in der Schlussphase selbst: Zunächst fumbelte Quarterback Matt Flynn (21/39, 232 YDS, 1 TD, 1 INT) einige Minuten vor Schluss und gab den Ball so bei Gleichstand an Pittsburgh.

Die Steelers kamen daraufhin in FG-Position, doch beim Kick starteten die Packers zu früh und so erhielt Pittsburgh ein neues First Down. LeVeon Bell lief dann, 26 Sekunden vor dem Ende, zum Game-Winning-TD aus zwei Yards in die Endzone.

Zwar hatte Green Bay nach einem 61-Yard-Kickoff-Return noch die Chance auf den Ausgleich, Sekunden vor Schluss brachte Flynn den Ball aus fünf Yards aber nicht an den Mitspieler.

Es war das passende Ende für ein zuvor schon abwechslungsreiches Spiel. Packers-RB Eddie Lacy (84 Rushing-Yards) lieferte zwei TDs, Pittsburgh-QB Ben Roethlisberger lief kurz nach gelungenem Fake Punt aus 13 Yards in die Endzone. Dazu kam eine kontroverse Schiedsrichter-Entscheidung, als die Packers den Ball nach geblocktem Field Goal wegen eines angeblichen Fouls zurückbekamen, was zu Lacys zweitem Touchdown führte.

Doch Pittsburgh ließ sich davon nicht beirren. Einem 11-Yard-TD-Pass zu Matt Spaeth ließ die Defense einen Pick Six gegen Flynn folgen und nach dem Ausgleich durch Green Bays John Kuhn nutzten die Steelers die späten Fehler des Gegners.

Baltimore Ravens (8-7) - New England Patriots (11-4) 7:41 (0:14, 0:3, 0:3, 7:21) BOXSCORE

Mit einer katastrophalen Leistung gegen die Patriots hat Baltimore seine Chancen auf den Division-Titel verspielt. Die Ravens leisteten sich vier Turnover und brauchten bis ins dritte Viertel, ehe sie überhaupt in der Hälfte der Patriots auftauchten. New England, das noch Chancen auf den Top-Seed in der AFC hat, hörte dagegen trotz deutlicher Führung nie auf und fügte den Ravens somit die höchste Heimpleite ihrer Geschichte zu.

Dabei musste sich Pats-QB Tom Brady (14/26, 172 YDS, 1 TD) keineswegs verausgaben. LeGarrette Blount fand die Endzone gleich zwei Mal, dazu kamen Defensive Touchdowns durch einen Pick-Six von Ravens-Backup-QB Tyrod Taylor kurz vor Schluss sowie einen Fumble-Recovery in Baltimores Endzone. Den einzigen Touchdown der Hausherren lieferte Quarterback Joe Flacco (22/38, 260 YDS, 2 INT) mit einem 1-Yard-Run.

New England muss somit auf eine Pleite der Broncos am letzten Spieltag hoffen und hätte dann bei eigenem Sieg den Top-Seed. Die Division haben die Patriots bereits gewonnen. Baltimore dagegen hat nach wie vor den Wildcard-Platz in der Hand: Gewinnen die Ravens in Cincinnati, geht es für den Titelverteidiger in die Playoffs.

Seite 1: Eagles schicken Gruß nach Dallas

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