Super Bowl XLVII: 49ers vs. Ravens im Head-to-Head

Kaepernick? Vorteil Flacco!

Von Florian Regelmann
Mittwoch, 30.01.2013 | 15:26 Uhr
Die San Francisco 49ers treffen im Super Bowl auf die Baltimore Ravens
© Getty
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San Francisco 49ers vs. Baltimore Ravens. Oder: Colin Kaepernick vs. Joe Flacco. SPOX hat vor Super Bowl XLVII (Mo., 0.15 Uhr im LIVE-TICKER) alle Mannschaftsteile der beiden Teams unter die Lupe genommen. Der große Matchup-Vergleich inklusive Prognose.

Quarterback

Colin Kaepernick vs. Joe Flacco

Es war eine der großen Lachnummern der Offseason: Da stellte sich Joe Flacco doch tatsächlich hin und sagte, dass er sich für den besten Quarterback in der NFL halten würde. JOE FLACCO! Ein Brüller! Inzwischen lacht nur noch Flacco. Den Ravens-QB als besten der NFL zu bezeichnen, ginge viel, viel, viel zu weit, aber er spielt eine der besten Postseasons, die ein QB in der Geschichte jemals gespielt hat. 8 Touchdown-Pässe, 0 Interceptions.

Mehr noch: Der 28-Jährige hat seit 19 Vierteln (162 Pässe) keine Interception mehr geworfen, ein Zeichen dafür, wie sehr er sich in puncto Decision-making verbessert hat. Flacco strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Es gibt überhaupt nur sechs QBs, die jemals in einer einzelnen Postseason mehr TD-Pässe geworfen haben als Flacco. Seine größte Stärke: Flacco wirft den Deep Ball so gut wie vielleicht kein anderer QB in der NFL. Und: Auch wenn nicht viel darüber gesprochen wird, ist er auch als klassischer Pocket Passer ein ziemlich beweglicher Spielmacher.

Dass er in dieser Hinsicht kein Colin Kaepernick ist, versteht sich von selbst. Der 49ers-QB ist elektrisierend ohne Ende und hat die Liga im Sturm erobert. Kaepernick ist mit seinem Usain-Bolt-Speed als Runner und mit seiner wahnsinnigen Power im Arm genauso als Passer gefährlich. Allerdings: Er wird im Super Bowl erst seinen 10. NFL-Start der Karriere machen und muss noch jede Menge lernen. Er muss vor allem brutal aufpassen, sich keinen entscheidenden Fehler zu erlauben. Genau darauf wartet in der Secondary der Ravens nämlich ein gewisser Ed Reed.

Vorteil: Ravens.

Running Back

Frank Gore/LaMichael James vs. Ray Rice/Bernard Pierce

Jede Defense, die sich auf die 49ers vorbereitet, steht vor einem riesigen Problem. Die Green Bay Packers hatten in den Divisional Playoffs nicht ansatzweise einen Plan, wie sie die Read Option von San Francisco verteidigen sollen. Kaepernick rannte durch Green Bays Defense durch, wie er lustig war. Die Atlanta Falcons legten verständlicherweise dann im NFC Championship Game den ganzen Fokus darauf, Kaepernicks Run-Game zu stoppen. Das gelang zwar, aber dafür richteten die 49ers-Running-Backs großen Schaden an. Frank Gore ist ein absoluter Star-Running-Back - und Rookie LaMichael James ist die ideale Ergänzung und eine echte Big-Play-Gefahr. Als sich der etatmäßige Gore-Backup Kendall Hunter verletzte, kam James' Chance auf mehr Spielzeit. Und er nutzte sie. Zudem sind beide 49ers-RBs auch immer als Receiver eine Option.

Die Ravens müssen sich mit ihrem RB-Duo aber auf keinen Fall verstecken. Im Gegenteil. Ray Rice hat für seine geringe Körpergröße eine unglaubliche Power in den Beinen, er ist ein geduldiger RB, der auch mal warten kann, bis sich eine Lücke auftut - und er kann jederzeit nach außen durchbrechen. Sein Catch-and-Run bei einer 4th-down-and-29-Situation in San Diego war eines der Plays der Saison. Je mehr Touches Rice bekommt, desto besser für Baltimore. Luxus-Problem: Mit Rookie Bernard Pierce hat er in dieser Saison einen richtig starken Backup bekommen. Auch Pierce ist jederzeit für ein Big Play gut. Ganz wichtig für das Running-Game der Ravens: Vonta Leach, der beste Blocking-Fullback überhaupt.

Vorteil: ausgeglichen.

Wide Receiver/Tight End

Michael Crabtree/Randy Moss/A.J. Jenkins/Ted Ginn/Vernon Davis vs. Torrey Smith/Anquan Boldin/Jacoby Jones/Dennis Pitta

Der talentierteste Receiver, der in New Orleans auf dem Feld stehen wird, heißt Michael Crabtree. Der 49ers-Wideout ist seit dem QB-Wechsel zu Colin Kaepernick on fire. Er ist die ganz klare Lieblingsanspielstation für den QB. Crabtree hat sehr gute Hände und ist vor allem nach einem Catch als Runner so gut wie kaum ein anderer Receiver in der NFL. Das Problem von San Francisco: Was kommt nach Crabtree? Die Antwort lautet: nicht mehr viel. Der Ausfall von Mario Manningham (Kreuzbandriss in Week 16) konnte zwar bis jetzt irgendwie kompensiert werden, aber im Super Bowl könnte er den 49ers noch richtig wehtun.

Randy Moss ist zwar immer noch eine gute Downfield-Option, aber ist eben lange nicht mehr der Spieler, der er einmal war. Da schaut es bei den Ravens doch anders aus. Anquan Boldin spielt Monster-Playoffs, er ist der Mann für die toughen Catches im Intermediate-Passing-Game. Und dann gibt es ja noch Torrey Smith, den super-explosiven Mann für die weiten Flacco-Bälle. Auch Jacoby Jones ist als dritter Receiver nicht zu verachten.

Einen Vorteil haben die Niners dagegen auf der Tight-End-Position. Vernon Davis' Rolle wurde in der Kaepernick-Ära zwar zu Beginn erst mal kleiner, aber im NFC Championship Game war er dann einer der großen Stars. Davis ist einer der talentiertesten Tight Ends in der NFL. Die 49ers bringen selten zusätzliche Receiver aufs Feld, Davis ist neben Crabtree der mit Abstand wichtigste Spieler im Passing Game. Davis in der Mitte des Feldes nicht stoppen zu können, ist eine der größten Sorgen für Baltimore. Flacco hat mit Dennis Pitta auch einen Tight End (und nebenbei besten Freund), dem er blind vertraut und der immer wieder für wichtige Catches gut ist. Aber er ist kein Vernon Davis.

Vorteil: Ravens.

Offensive Line

Joe Staley/Mike Iupati/Jonathan Goodwin/Alex Boone/Anthony Davis vs. Bryant McKinnie/Kelechi Osemele/Matt Birk/Marshall Yanda/Michael Oher

Die Ravens wurden in Sachen O-Line quasi zu ihrem Glück gezwungen. LG Jah Reid fiel kurz vor Playoff-Start aus, was einige Umstellungen zufolge hatte. RT Kelechi Osemele wechselte rüber auf die Left-Guard-Position, LT Michael Oher wechselte auf die andere Seite zum Right Tackle und Bryant McKinnie (war eigentlich weg vom Fenster) rückte auf die Left-Tackle-Position. Das Ergebnis: Die 5-Man-Unit, die in der Regular Season keinen einzigen Snap zusammen auf dem Feld erlebt hatte, stand in den Playoffs jetzt bei jedem Snap auf dem Feld und erledigte dabei einen großartigen Job. Sie hat bei 99 Dropbacks von Flacco in drei Spielen nur vier Sacks zugelassen. Star der Ravens-O-Line ist Right Guard Marshall Yanda. Einer der besten Guards der NFL.

Die O-Line von Baltimore ist in den Playoffs überragend, aber die O-Line von San Francisco ist das Beste, was es in der NFL zu finden gibt. Sie besteht aus drei ehemaligen First-Round-Picks und ist physisch einfach nur nasty. Monster reiht sich an Monster. Imposanter als diese Gang geht es nicht.

Vorteil: 49ers.

Hier geht's weiter zur Defense und zur Prognose

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