NFL-Vorschau - Sixpack zum 3. Spieltag

Wer ist hier eigentlich der Favorit?

Von SPOX
Samstag, 24.09.2011 | 20:57 Uhr
Feiert New-England-Patriots-Quarterback Tom Brady gegen Buffalo die nächste Galavorstellung?
© Getty
Advertisement
MLB
Marlins @ Phillies
MLB
Dodgers @ Pirates
MLB
Blue Jays @ Rays
MLB
Twins @ White Sox
MLB
Marlins @ Phillies
MLB
Blue Jays @ Rays
MLB
Cubs @ Reds
MLB
Twins @ White Sox
MLB
Marlins @ Phillies
MLB
Blue Jays @ Rays
MLB
Yankees @ Tigers
MLB
Red Sox @ Indians
MLB
Mariners @ Yankees
MLB
Cubs @ Phillies
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Padres @ Marlins
MLB
Orioles @ Red Sox
MLB
Mariners @ Yankees
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Orioles @ Red Sox
MLB
Padres @ Marlins
NFL
Chargers @ Rams
NFL
Bears @ Titans
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Padres @ Marlins
MLB
Orioles @ Red Sox
MLB
Cubs @ Phillies
NFL
Bengals @ Redskins
NFL
49ers @ Vikings
MLB
Indians @ Yankees
MLB
Marlins @ Nationals
MLB
Braves @ Phillies
MLB
Red Sox @ Blue Jays
MLB
Pirates @ Cubs
MLB
Indians @ Yankees
MLB
Marlins @ Nationals
MLB
Red Sox @ Blue Jays
MLB
Pirates @ Cubs
MLB
White Sox @ Twins
MLB
Indians @ Yankees
MLB
Marlins @ Nationals
MLB
Pirates @ Cubs
MLB
White Sox @ Twins
MLB
White Sox @ Twins
MLB
Dodgers @ Diamondbacks
MLB
Blue Jays @ Orioles
MLB
Braves @ Cubs

Vergangene Saison waren die Buffalo Bills noch eine Lachnummer, jetzt mischen sie mit starkem Offensivspiel die Liga auf. Gelingt ihnen gegen den überragenden Tom Brady und seine New England Patriots die nächste Überraschung? Die Green Bay Packers haben es beim alten Rivalen Chicago Bears auf Quarterback Jay Cutler abgesehen, während die Philadelphia Eagles gegen die New York Giants auf den wieder genesenen Michael Vick hoffen. Alle Spiele am Sonntag ab 19 Uhr im LIVESCORE.

Game of the Week: Patriots @ Bills (So., 19 Uhr)

Wer in der vergangenen Saison ein Spiel mit den Bills zum Game of the Week ernannt hätte, wäre wahrscheinlich sofort für verrückt erklärt worden. Aber: "Die Bills sind ein völlig neues Team", sagte Patriots-DT Vince Wilfork vor der Partie am Sonntag. "Ihre Erfolge sind kein Zufall, sie sind tatsächlich so stark."

Bills - Patriots, Saints - Texans, Bears - Packers: live bei ESPN America!

Beweise gefällig? Die Bills, ja, die Bills (!) haben in den ersten beiden Spielen mit 79 die meisten Punkte aller NFL-Teams erzielt. QB Ryan Fitzpatrick hat sieben Touchdown-Pässe geworfen, RB Fred Jackson ist mit 229 Yards der bislang beste Rusher der Liga. Wer ist hier also eigentlich der Favorit?

Die logische Antwort bleibt trotz aller Lorbeeren, die sich die Bills verdient haben, New England. Denn QB Tom Brady ist einfach zu unglaublich, um ernsthaft anzunehmen, dass er von Buffalos Defense zu stoppen wäre. 926 Passing Yards in zwei Spielen, das ist nur einer von jeder Menge NFL-Rekorden, zu denen er die Pats in den letzten zwei Wochen geführt hat.

"Gegen Brady darfst du jeden Spielzug nur einmal zulassen, denn er wird auf jeden Fall Big Plays zeigen", sagte Bills-Verteidiger Kyle Williams. "Sobald du auf den gleichen Trick mehrere Male reinfällst, wird er dich verbrennen."

Brady hat aber auch Probleme. Mit dem Deutschen Sebastian Vollmer fehlt ihm ein wichtiger Offensive Lineman. Mit Aaron Hernandez einer seiner beiden kongenialen Tight Ends. Auf dieser Position wird also Rob Gronkowski seine einzige Anspielstation sein.

Da ist sie, die Hoffnung für Buffalo, die erschütternde Serie von 15 Pleiten in Folge gegen New England endlich zu beenden. "Das wird ein großartiger Test für uns und eine gute Gelegenheit, uns als eines der besten NFL-Teams zu etablieren, wenn wir dieses Spiel gewinnen", gab Jackson die Marschroute der Gastgeber aus.

Question Mark of the Week: Giants @ Eagles (So., 19 Uhr)

Die große Frage beim Heimspiel-Auftakt der Eagles lautet nicht, ob sie die Giants schlagen können, sondern vielmehr, in welcher Verfassung sich Michael Vick befindet. Der Star-Quarterback hatte vergangenen Sonntag im Spiel gegen die Atlanta Falcons eine Gehirnerschütterung erlitten und musste das Feld frühzeitig verlassen. Für ihn brachte Backup Mike Kafka die Partie zu Ende.

"Wenn er sich am Spieltag einigermaßen gut fühlt, wird er auch spielen"; erklärte Coach Andy Reid. Und auch für Vick selbst ist die Sache klar: "Es gibt keinen Grund zu glauben, dass ich am Sonntag nicht spielen würde. Ich hatte zwei gute Trainingstage. Ich werde auflaufen können und freue mich schon drauf."

Dennoch bleibt die Frage, ob wir in Philadelphia einen Michael Vick in Topform erleben werden. Immerhin bereitete der 31-Jährige bislang schon vier Touchdowns seines Teams vor.

Besonders im Fokus stehen wird auch Steve Smith. Der Wide Receiver spielte während der letzten vier Saisons im Trikot der Giants und zählt seit diesem Sommer zu den neuen Anspielstationen von Vick in Philly. 2009 hatte er mit 1220 Receiving Yards noch die teaminterne Statistik am Big Apple angeführt, bevor er 2010 aufgrund einer Knieverletzung nur auf neun Einsätze kam.

Bei den Giants ist Receiver Mario Manningham aufgrund einer Gehirnerschütterung fraglich. Defensive End Osi Umenyiora ist nach einer Knieoperation noch nicht in der Verfassung, um sein Saisondebüt zu geben.

Die Statistik spricht klar für Philadelphia: Die letzten sechs Begegnungen mit den Giants gewannen sie. Es ist ihr zweitlängster Lauf gegen das Team aus New York seit einer Serie von zwölf Siegen zwischen 1975 und 1981.

Rivalry of the Week: Packers @ Bears (So., 22:15 Uhr)

Alles andere als eine kräftige Abreibung für die Heimmannschaft wäre in dieser Partie eine handfeste Überraschung. Wieso? Ganz einfach: Zum einen, weil Bears-Quarterback Jay Cutler einen starken Hang dazu hat, sich sacken zu lassen. Natürlich nicht freiwillig, aber seine O-Line ist einfach viel zu löchrig.

Alleine in der letzten Partie gegen die New Orleans Saints kassierte Cutler sechs Stück, mit insgesamt elf eingesteckten Sacks ist sein Team Ligaspitze - und sicher nicht stolz darauf. Und zum anderen, weil die amtierenden Super-Bowl-Champions aus Wisconsin im Schnitt sieben Sacks pro Partie erzwingen. Armer Cutler.

Zuletzt trafen die alten Rivalen im letztjährigen NFC Championship Game aufeinander - der Ausgang ist bekannt. Einziger Hoffnungsschimmer für Chicago ist, dass die sonst so starke Defense der Packers bereits 800 Passing Yards zugelassen hat - die meisten in der Liga. Da wundert es auch nicht, dass sie 57 Punkte kassierten.

Umso schwerer wiegt der Ausfall des dreifachen All-Pro-Safety Nick Collins, der aufgrund einer Nackenverletzung die komplette restliche Saison verpassen wird. Dafür werden die zuletzt angeschlagenen Clay Matthews, Ryan Pickett, Charles Woodson und Tramon Williams gegen die Bears wieder mit von der Partie sein.

Zudem muss man das Ganze relativ sehen: Green Bay erzielte nämlich schon 72 Punkte - die viertmeisten in der Liga - und gewann die ersten beiden Saisonspiele.

Survival Game of the Week: Redskins @ Cowboys (Di., 2:30 Uhr)

"Ich hoffe auf eine Chance, meinen Helm dahin zu rammen, wo es weh tut: Romos Rippen. Ich werde definitiv um einige Corner Blitzes bitten", kündigte Redskins-Cornerback DeAngelo Hall im Hinblick auf den verletzten Cowboys-Quarterback an.

Und weiter: "Wenn du weißt, dass mit einem Gegenspieler etwas nicht stimmt, musst du versuchen, daraus einen Nutzen zu ziehen. Wir werden definitiv versuchen, soviel Druck aufzubauen wie möglich."

Tony Romo, der im letzten Spiel gegen die San Francisco 49ers eine gebrochene Rippe sowie ein Loch in der Lunge erlitten hatte, wird gegen Washington wieder auf dem Feld stehen. Entsprechend ist klar, dass die Gegenspieler ihn besonders ins Visier nehmen werden. Eher außergewöhnlich ist hingegen, dies schon vorab großspurig anzukündigen.

Auch Miles Austin, Felix Jones und Center Phil Coasta sind auf Seiten der Texaner angeschlagen, ihr Einsatz ist fraglich. Entsprechend könnten die Cowboys gezwungen sein, auf einige Ersatzspieler zu setzen. Oder Hall weitere Angriffsziele zu bieten.

Die Redskins haben erstmals seit 2007 ihre ersten beiden Saisonspiele gewonnen. Vergangenen Sonntag gegen die Arizona Cardinals lagen sie bereits mit acht Punkten zurück, bevor sie in den letzten 2:21 Minuten die Partie noch drehten und einen 22:21-Sieg einfuhren. Vier ihrer letzten fünf Begegnungen mit Dallas verloren sie allerdings.

Statement Game of the Week: Texans @ Saints (So., 19 Uhr)

Wie die Bills haben auch die Texans die Chance, aller Welt zu zeigen, dass sie "for real" sind. Zwei Siege zum Auftakt sind schön und gut, aber das haben die Texans auch im vergangenen Jahr geschafft. Danach haben sie 10 von 14 verloren und die Playoffs meilenweit verpasst.

Sollte ihnen allerdings bei den Saints der dritte Sieg in Folge gelingen, dann würden sie Franchise-Neuland betreten und die Hoffnungen auf die allererste Playoff-Teilnahme nähren.

Noch heißt es aber: Ruhe bewahren. "Hier springt niemand rum und klatscht sich mit Teamkollegen ab", sagte Coach Gary Kubiak. "Wir machen einfach nur unseren Job und schauen, wo wir uns noch verbessern müssen."

In der Defense eher nicht, denn mit durchschnittlich 271 zugelassenen Yards und 10 zugelassenen Punkten führen sie die NFL-Stats an. Problematisch ist am ehesten die Verletzung von Star-RB Arian Foster. Aber auch nur bedingt, solange sein Backup Ben Tate so ausgezeichnet spielt wie bisher.

Für die Saints spricht, dass QB Drew Brees in beiden bisherigen Spielen sehr gute Form bewiesen hat und New Orleans vier der letzten fünf Heimspiele für sich entscheiden konnte. Allerdings fehlt Brees nach wie vor Nummer-1-Anspielstation Marques Colston wegen einer Verletzung.

Turnaround of the Week: Lions @ Vikings (So., 19 Uhr)

Gerade mal zwei Spielzeiten ist es her, da sicherten sich die Vikings nach starkem Saisonstart den NFC North-Titel, während Detroit gerade mal zwei von 16 Partien gewann. Ganz zu schweigen davon, dass die Lions 2008 als erstes NFL-Team überhaupt eine komplette Spielzeit lang sieglos blieben.

Bei zwei Erfolgen stehen sie nun bereits nach dem 2. Spieltag, erzielten 75 Punkte und ließen nur 23 zu. Minnesota ist derweil noch sieglos. Holt Detroit, das seit zwölf Jahren nicht mehr die Playoffs erreicht hat, auch im dritten Spiel den Sieg, wäre es das erste Mal seit 1980. Weiterhin würden sie damit den schwächsten Vikings-Start seit neun Jahren besiegeln.

Zuzutrauen ist es dem Team aus der Motor City allemal, legten sie doch vor gerade mal einer Woche mit ihrem 48:3-Erfolg gegen Kansas den deutlichsten Sieg der Vereinshistorie hin.

"Es ist ein guter Start. So sehen wir das", stapelt Lions-Quarterback Matthew Stafford, der bislang 599 Pass-Yards für 7 Touchdowns sammelte, tief: "Wir müssen allerdings unsere Leistungen halten. Die Saison geht schließlich über 16 Spieltage."

Während es für Stafford rund läuft, sucht sein Gegenüber Donovan McNabb noch nach seiner Form. Das belegt auch sein Passer-Rating von 71,3, mit dem er ligaweit auf dem 30. Rang liegt. "Jetzt muss sich jeder selbst hinterfragen, um herausfinden, was er persönlich falsch macht, und es korrigieren, damit wir diese Fehler im weiteren Saisonverlauf nicht mehr begehen", so McNabb.

Dabei helfen könnte Defensive Lineman Kevin Williams, der nach abgesessener Sperre ins Team zurückkehrt. Allerdings laboriert der sechsfache Pro Bowler weiterhin an einer Verletzung im linken Fuß, die ihn seit längerem behindert.

Der 3. NFL-Spieltag im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung