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"Das war etwas ganz Besonderes"

Von SPOX
Samstag, 17.09.2011 | 18:59 Uhr
Michael Vick (r.) freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Kumpel, Falcons-Receiver Roddy White
© Getty
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Michael Vick freut sich auf die Rückkehr nach Atlanta und erinnert sich gern an 2009, seine Kumpels bei den Falcons wollen ihm und den Philadelphia Eagles aber keinen warmen Empfang bereiten. Die New Orleans Saints stehen gegen die Chicago Bears gehörig unter Druck, die Oakland Raiders und Buffalo Bills bestreiten ein ungewöhnliches Topspiel.

Game of the Week: Bears @ Saints (So., 19 Uhr)

30:12 gegen die Falcons: Wer hätte gedacht, dass Chicago mit solch einem Paukenschlag in die Saison startet? Wohl die wenigsten. Offenbar sind die Bears doch sehr viel besser, als es viele Experten vor Saisonstart prognostizierten.

Saints - Bears, Patriots - Chargers, Falcons - Eagles: live bei ESPN America!

Ist New Orleans auf der anderen Seite sehr viel schlechter als gedacht? Das 34:42 gegen die Green Bay Packers kam einem defensiven Offenbarungseid gleich, wenigstens lief es aber offensiv wie geschmiert.

Und das, obwohl sich Drew Brees gerade in kniffligen Vertragsgesprächen befindet: "Ich versuche, die Spiele und die Gespräche bestmöglich voneinander zu trennen", sagte der Quarterback. "Dafür habe ich schließlich einen Agenten, der sich darum kümmert. Ich muss mich darauf konzentrieren, Spiele zu gewinnen."

Brees steht dem ersten Saisonsieg also nicht im Weg. Dafür vielleicht seine Receiver? Marques Colston fällt ein paar Wochen mit einer Schulterverletzung aus, hinter Lance Moore (zuletzt Leistenprobleme) steht ein Fragezeichen. Immerhin erklärte Coach Sean Payton, dass der im Training einen guten Eindruck hinterlassen habe und ein Comeback möglich sei.

Backup Adrian Arrington ist auf jeden Fall als Alternative eingeplant, zudem wollen die Saints Running Back Darren Sproles auch als Passempfänger nutzen.

Chicago ist nach seinem Auftaktsieg gegen Atlanta voller Selbstvertrauen, trauert aber gleichzeitig mit seinem Anführer Brian Urlacher. Der Linebacker verlor unter der Woche seine Mutter, flog in die Heimat und setzte kurzzeitig mit dem Training aus.

"Wir sind froh, ihn jetzt wieder bei uns zu haben", sagte Coach Lovie Smith. "Ich bin der Meinung, dass man besonders in schweren Zeiten in seinem gewohnten Umfeld und unter Leuten, die einem wichtig sind, am besten aufgehoben ist. Außerhalb seiner Familie sind das natürlich seine Teamkollegen. Wir alle wissen, wie viel ihm Football bedeutet, deshalb bin ich sicher, dass er am Sonntag voll da sein wird."

Homecoming of the Week: Michael Vick @ Falcons (Mo., 2.20 Uhr)

Zum ersten Mal nach seiner Zeit als Falcons-Spielmacher kehrt Michael Vick als Starting-Quarterback nach Atlanta zurück. Nach seiner Gefängnisstrafe war er schon 2009 mit den Philadelphia Eagles zu Besuch, damals jedoch spielte er noch den Backup von Donovan McNabb.

"Ich erinnere mich gut an diesen Tag", erklärte Vick. "An die Fans im Georgia Dome, die meinen Namen gerufen und mir zugejubelt haben. Das war etwas ganz Besonderes für mich. Meine Teamkollegen haben sich alle mit mir gefreut."

Damals gewannen die Eagles locker mit 34:7, in seiner wenigen Spielzeit markierte Vick einen Rushing- und einen Passing-Touchdown. Eine Wiederholung dieses Sieges ist gar nicht so unwahrscheinlich, trotz der eigentlich phänomenalen Bilanz von Matt Ryan zu Hause (20-2).

Denn bei der Niederlage in Chicago machte Atlanta keinen guten Eindruck, diesmal trifft Ryan auf einen der besten Cornerback-Korps der gesamten NFL. Gegen kein Team, gegen das Atlanta seit 2000 wenigstens vier Mal gespielt hat, hat man eine schlechtere Bilanz als gegen Philly (1-6).

Falcons-Wide-Receiver Roddy White, gleichzeitig Ryans Lieblings-Anspielstation und ein guter Freund von Vick, glaubt dennoch an einen Sieg: "Ich wünsche Michael nur das Beste, aber in dieser Woche muss er mit vier Interceptions rechnen", kündigte er lachend an.

Another Game of the Week: Bills @ Raiders (So., 19 Uhr)

Was in den vergangenen Jahren der Definition eines Kellerduells gefährlich nah gekommen wäre, ist in dieser Spielzeit die Partie zwischen zwei hoffnungsvollen Teams. Zwei Teams, die in die Playoffs wollen.

"Meiner Mannschaft würde es unglaublich viel bedeuten", sagt zum Beispiel Hue Jackson, Coach der Raiders. Bills-Quarterback Ryan Fitzpatrick gibt sich noch ein bisschen kämpferischer: "Wir haben genug davon, allen immer auf die Schulter zu klopfen. Wir sind heiß auf das nächste Spiel und wollen besser und besser werden."

Während beide Teams in der Offense viele Punkte machen können, war die Verbesserung in punkto Lauf-Verteidigung wohl entscheidend für die Auftaktsiege: Denver erlief gegen Oakland nur 38 Yards, Kansas City gegen Buffalo - im letzten Jahr die mieseste Run-Defense der NFL - 108 Yards.

Linebacker Shawne Merriman, der in San Diego keine Zukunft hatte, ist begeistert von seiner neuen Heimat: "Bei den Chargers standen wir ständig im Rampenlicht, alle dachten, wir können den Super Bowl gewinnen. Mit dem Druck muss man erst mal umgehen", so der Mann, der einst als "Lights Out" betitelt wurde. "Jetzt ist alles anders. Hier denken die Gegner wohl: 'Das sind die Bills. Wie gut können die schon sein?' Hoffentlich hält sich dieses Vorurteil noch eine Weile."

Cupcake of the Week: Seahawks @ Steelers (So., 19 Uhr)

Eins ist sicher: Die Steelers-Defense wird nach der Klatsche in Baltimore unglaublich heiß sein. So heiß, dass sich jede Offense der NFL in Acht nehmen müsste. Dabei war die Verteidigung natürlich nicht allein schuld am 7:35. Sieben Turnovers der Offense um Ben Roethlisberger trugen ganz entscheidend dazu bei.

Man kann sich ausmalen, dass das gesamte Team auf Wiedergutmachung aus ist. Was könnte da besser sein als ein Heimspiel gegen die Seattle Seahawks? Pete Carroll und sein Team bewegten sich gegen die 49ers zwischen gut und katastrophal, mussten ohne den besten Receiver Sidney Rice (Schulter) auskommen und haben sowieso keinen Quarterback, der die Bezeichnung verdient.

Rice könnte auch in Pittsburgh fehlen, an der Spielmacher-Situation wird sich ohnehin nichts ändern. "Im Team-Meeting habe ich versucht, die Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Hälfte gegen San Francisco aufzuzeigen", so Carroll. "Unsere Jungs müssen selber daran glauben, dass sie was draufhaben und dass wir mithalten können."

Das lässt den Schluss zu, dass genau das derzeit nicht der Fall ist. Und so hat man in Pittsburgh natürlich keinerlei Chancen.

Shootout of the Week: Chargers @ Patriots (So., 22.15 Uhr)

Tom Brady (517 Yards gegen die Dolphins) und Philip Rivers (335 Yards gegen die Vikings) im direkten Duell. Das könnte großartig werden. Die beiden Quarterbacks gehören gemeinhin zu denjenigen, die besonders gerne, besonders oft und besonders weit werfen.

Dass New England fast nach Belieben punkten kann, weiß man. Dass San Diego die beste Offensivmannschaft der letzten Saison war, wohl auch. Zwar warnt Patriots-Offensive-Coordinator Bill O'Brien: "Jeder Spieltag in der NFL ist anders. San Diego hat eine aggressive Defense, eine Leistung wie letzte Woche lässt sich nicht nach Belieben wiederholen."

Allerdings hat New England in der Vergangenheit häufig bewiesen, dass es auch gegen starke Defensivreihen explodieren kann. "Wir sind froh, dass wir einen wie Brady auf unserer Seite haben", jubelt Danny Woodhead über den vielleicht entscheidenden Trumpf im Spiel. Der Golden Boy hat vier der letzten fünf Spiele gegen die Chargers gewonnen.

Auf der anderen Seite will Rivers etwas beweisen - sich und allen Beteiligten.

Seine Bilanz gegen die Patriots (1-4) ist wenig berauschend, sein Passer Rating von 78,4 ausgerechnet gegen New England das schlechteste gegen einen AFC-Konkurrenten.

Rivers zieht besondere Motivation aus dem relativ hart erkämpften Sieg gegen Minnesota: "Natürlich wünscht man sich, dass alles locker und easy ist. Aber aus solchen Spielen lernt man am meisten."

Stat of the Week: 0 Dolphins-Siege gegen die Texans

Die Überschrift sagt eigentlich alles: Noch nie konnten die Miami Dolphins gegen die Houston Texans gewinnen. Das klingt im ersten Moment dramatisch, aber: Erstens gab es erst fünf Duelle, zweitens ist die Punktedifferenz in diesen fünf Duellen 116:102 für Houston. Mit anderen Worten: Für gewöhnlich sind es knappe Spiele zwischen den beiden Teams.

Interessanterweise fuhren die Texaner ihren deutlichsten Erfolg (27:20) Ende 2009 in Florida ein. Und genau dahin kehrt das Team von Gary Kubiak am Sonntag zurück (22.15 Uhr). Auf der anderen Seite ist ein Auswärtsspiel nicht unbedingt das, was bei den Texans große Euphorie auslösen dürfte. Die Vorsaison beendete Houston mit sechs Auswärtspleiten in Folge.

Für ein Team, das von der ersten Playoff-Qualifikation träumte, eine richtig miese Bilanz. Die Defense soll das nun ändern: "Wir hatten gegen Indianapolis einen Plan und haben den gut ausgeführt", erinnert sich Linebacker Brian Cuhsing an den Auftaktsieg über die Colts. Ob in der Offense Running-Back-Star Arian Foster dabei sein kann, wird wohl erst kurzfristig entschieden.

Miami wiederum kann von mieser Defense ein Lied singen. Im ersten Saisonspiel kassierte man gegen die Patriots satte 38 Punkte. "Da haben wir einiges zu verbessern", gab Coach Tony Sparano zu. "Wir können nicht einfach darüber hinwegsehen, dass wir über 600 Yards abgegeben haben."

Der 2. NFL-Spieltag im Überblick

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