Samstag, 20.11.2010

NFL - SPOX-Sixpack zum 11. Spieltag

Verdauung, Suff und Magenschmerzen

New-York-Giants-Coach Tom Coughlin wird krank, wenn er an das Duell mit Michael Vick und den Philadelphia Eagles denkt. Die Pittsburgh Steelers lassen "Mr. Choke" kicken, und die Carolina Panthers haben eine wahnwitzige Idee.

Ungläubig verfolgte Giants-Coach Tom Coughlin, was er am Montagabend von Michael Vick sah
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Ungläubig verfolgte Giants-Coach Tom Coughlin, was er am Montagabend von Michael Vick sah

Quote of the Week: Die nackte Angst vor der Urgewalt Michael Vicks

"Ich habe Verdauungsprobleme und schlimme Magenschmerzen bekommen", sagte Tom Coughlin zur "New York Post". Warum? Er wurde gefragt, wie es ihm ging, als er am 10. Spieltag Michael Vicks Leistung gegen die Washington Redskins verfolgte.

Der New-York-Giants-Coach bekam es ganz offensichtlich mit der Angst zu tun, er musste den Fernseher zur Halbzeit abstellen. Denn Vicks Philadelphia Eagles sind der nächste Gegner der Giants (Montag, 2.20 Uhr). Beide Teams haben die gleiche Bilanz (6-3), die Gäste aus New York jedoch verloren ihr letztes Spiel daheim gegen die Cowboys.

Philly dagegen ist noch ungeschlagen, wenn Vick starten und durchspielen konnte. Was also tun? Vick absichtlich verletzen? "Einfach mit 12 Mann spielen", wie Coughlin scherzte? Eine ernst zu nehmende Lösung für das Problem Michael Vick hat dieser Tage jedenfalls niemand parat.

Game of the Week: Patriots vs. Colts (Sonntag, 22.15 Uhr)

Tom Brady gegen Peyton Manning, Superstar-Quarterback gegen Superstar-Quarterback. Kann man diese Partie wirklich darauf reduzieren? Ja, warum denn nicht? Beide Teams sind in der Defensive allenfalls mittelprächtig bzw. personell arg dezimiert, beide haben kaum ein nennenswertes Laufspiel, und trotzdem haben beide Teams eine starke Bilanz: New England steht bei 7-2, Indianapolis bei 6-3.

Muss wohl an den Spielmachern liegen. Brady und Manning zählen auch in diesem Jahr zu den heißen Kandidaten auf den MVP-Award. Ein Sieg im Spitzenspiel wäre ein weiteres starkes Argument.

Die Super-Bowl-Sieger der letzten 20 Jahre
Super Bowl XXX: Den Super Bowl 1996 gewannen die Dallas Cowboys. Hier feiert Running Back Emmitt Smith
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Super Bowl XXXI: 1997 gewann die Green Bay Packers gegen die New England Patriots das Finale. Mit Desmond Howard wurde der Kick- und Punt-Returner MVP
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Super Bowl XXXII: Die Green Bay Packers wollten ihren Titel verteidigen, aber die Denver Broncos hatten das Gegenmittel: Terrell Davis. Der Running Back war nicht zu stoppen
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Super Bowl XXXIII: Den Denver Broncos gelang 1999, was den Packers im Jahr zuvor verwehrt blieb: Sie verteidigten den Titel. Mittendrin: Quarterback-Legende John Elway
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Super Bowl XXXIV: "The Greatest Show on Turf", die St. Louis Rams um Kurt Warner, war auch von aggressiven Tennessee Titans nicht aufzuhalten.
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Super Bowl XXXV: Die Baltimore Ravens durften 2001 ihren ersten Titel bejubeln. Ray Lewis und Co. demütigten die New York Giants beim 34:7 geradezu
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Super Bowl XXXVI: Nach den Ravens 2001 feierte auch 2002 ein Team seinen ersten Titel. Die von Tom Brady angeführten New England Patriots besiegten die St. Louis Rams
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Super Bowl XXXVII: Die Tampa Bay Buccaneers und die Oakland Raiders boten beim 48:21 ein Spektakel. Trotzdem wurde mit Tampas Dexter Jackson ein Defensivspieler MVP
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Super Bowl XXXVIII: Nach einem Jahr Pause waren 2004 wieder die New England Patriots dran. Der MVP-Award beim Sieg über die Carolina Panthers ging wie 2002 an Tom Brady
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Super Bowl XXXVIII: Nach einem Jahr Pause waren 2004 wieder die New England Patriots dran. Der MVP-Award beim Sieg über die Carolina Panthers ging wie 2002 an Tom Brady
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Super Bowl XXXIX: 2005 fuhren die New England Patriots ihren dritten Finalsieg in vier Jahren ein. Aber nicht Tom Brady, sondern Receiver Deion Branch wurde MVP
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Super Bowl XL: Die Jubiläumsausgabe 2006 war eine klare Kiste. Hines Ward und die Pittsburgh Steelers schlugen die Seattle Seahawks mit 21:10
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Super Bowl XLI: Endlich war es soweit. Nach neun Jahren in der NFL gewann Peyton Manning mit den Indianapolis Colts seinen ersten Titel. Geschlagen: Die Chicago Bears
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Super Bowl XLII: Ein Jahr nach Peyton Manning konnte auch sein Bruder Eli jubeln. Er führte die New York Giants 2008 zum Sensationssieg über die New England Patriots
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Super Bowl XXLIII: Mit diesem Catch machte sich Santonio Holmes unsterblich. In letzter Sekunde gewannen die Pittsburgh Steelers 2009 gegen die Arizona Cardinals
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Super Bowl XLIV: Das lange Warten hatte endlich ein Ende. Nach Jahren der Tristesse gaben die New Orleans Saints um Drew Brees 2010 ihren Fans einen Grund zu jubeln
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Super Bowl XLV: Im Jahr 2011 gewannen die Green Bay Packers den Titel. Quarterback Aaron Rodgers führte sein Team zum Sieg und wurde zum MVP gekürt
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Super Bowl XLVI: 2012 standen sich mal wieder die Giants und Patriots gegenüber. Und wieder siegten die Giants. 21:17 G-Men!
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Super Bowl XLVII: Die Baltimore Ravens sicherten sich gegen die San Francisco 49ers ihre zweite Championship. Überragend dabei: Joe Flacco (l.), der zum MVP gewählt wurde
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Super Bowl XLVIII: Die Seattle Seahawks zerstören Peyton Mannings Denver Broncos im MetLife Stadium zu New Jersey mit sage und schreibe 43:8
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Super Bowl XLIX: Tom Brady siegt mit den New England Patriots dramatisch gegen Russell Wilsons Seattle Seahawks und macht sich mit Titel Nummer vier unsterblich
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Another Game of the Week: Steelers vs. Raiders (Sonntag, 19 Uhr)

Was für ein beruhigendes Gefühl muss es sein, wenn man den Super Bowl gewinnen will und auf einen Kicker setzt, dessen Spitzname "Mr. Choke" ist! So geht es den Steelers, die mit Jeff Reed einen der besten Kicker aller Zeiten kurzerhand rauswarfen, weil der zu exzentrisch war.

Dass er in dieser Saison schon ein paar Kicks versemmelte, könnte das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Ab sofort jedenfalls kommt es auf das goldene Füßchen von Shaun Suisham an. Den werden einige vielleicht noch kennen, weil er - in Diensten der Redskins stehend - New Orleans Ende 2009 ein Wahnsinnscomeback gestattete, als er aus 23 Yards ein Field Goal vergab.

Oder weil er in den letztjährigen Playoffs als Nick-Folk-Ersatz mit zwei miesen Kicks am Aus der Dallas Cowboys gegen die Vikings beteiligt war. Sowohl die Browns als auch die Rams luden ihn im Sommer ins Camp, warfen ihn aber schnell wieder raus. Steelers-Fans sollen sich Suisham schon in volltrunkenem Zustand schön reden, weil der ganz gute Kickoffs drauf hat.

Reicht es trotzdem gegen die Raiders? Klar! Pittsburgh spielt zu Hause und hat eine bärenstarke Rushing Defense, Oakland dagegen ist besonders von Running Back Darren McFadden abhängig.

Rivalry of the Week: Vikings vs. Packers (Sonntag, 19 Uhr)

Muss man gar nicht viel zu sagen. Beide Fanlager hassen sich, Brett Favres Wechsel von den Packers über die Jets zu den Vikings hat den Fans in Wisconsin überhaupt nicht geschmeckt. Hatten wir natürlich inzwischen schon ein paar Mal. Ändert aber nichts daran, dass es wieder ein heißes Duell wird.

Gut für Favre, dass er in Minneapolis spielen darf und nicht im Lambeau Field ran muss. Sportlich ist dies kein Duell auf Augenhöhe. Die Packers gehören in diesem Jahr zur Elite, die Vikings spielen eine brutal enttäuschende Saison und klammern sich in punkto Playoff-Hoffnungen an den letzten Strohhalm. Nur ein Sieg hilft.

Aber manchmal hat man den Eindruck, die Spieler wären absichtlich schlecht, damit endlich Coach Brad Childress rausgeworfen wird. Das ist mal ein Viking, bei dem sich beide Seiten einig sind: Den mag keiner.

NFL: Sexiest Cheerleader
Die heißesten Cheerleader der NFL: Dallas Cowboys
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Die heißesten Cheerleader der NFL: Atlanta Falcons mit Maskottchen Freddie
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Stat of the Week: 0,65 Promille, 19,2 km/h zu schnell

Wem gehören wohl diese Zahlen? Genau, Mike Williams. Der Wide Receiver der Tampa Bay Buccaneers ließ sich nämlich kurz vor der Abreise zum Spiel gegen die San Francisco 49ers (Sonntag, 22.15 Uhr) mehr oder weniger stark angetüdelt im Auto erwischen. Seine Bilanz um 2.30 Uhr morgens: 0,65 Promille im Blut, eine anständige Alkohol-Fahne und auch noch knapp 20 km/h zu schnell. Das wird Folgen haben. Auch wenn er das Alkohol-Limit in Florida, das bei 0,8 Promille liegt, knapp unterschritten hat, wird es zumindest einen Strafzettel geben.

Und eine Standpauke von Coach Raheem Morris. Der war nämlich not amused: "Ich bin sehr enttäuscht über seine Entscheidung, so spät noch auszugehen, und - viel schlimmer - dabei auch noch Alkohol zu trinken", sagte Morris. "Er wird dafür bestraft werden, aber nicht mit Spielzeit."

Heißt im Klartext: Williams kommt mit nach San Francisco und wird aller Voraussicht nach auch in der Startformation der Bucs stehen. Das hat Morris zusammen mit dem Mannschaftsrat offenbar beschlossen. Ehrlich gesagt keine große Überraschung, denn die Bucs, die mit einem Sieg einen weiteren großen Schritt in Richtung Playoffs machen können, wären ja dumm, wenn sie auf 40 Catches für 627 Yards und 5 Touchdowns einfach so verzichten würden.

Salopp könnte man sagen: Williams fängt sogar im besoffenen Kopf noch mehr Pässe als viele andere Receiver.

Comeback of the Week: Brian St. Pierre (Carolina Panthers)

Kann es sein, dass die Panthers in diesem Jahr noch gar nicht in unseren Vorschauen aufgetaucht sind? Naja, warum auch?Carolina ist einfach schlecht - unglaublich schlecht. So schlecht, dass jetzt ein 30-jähriger Arbeitsloser der Heilsbringer sein soll. St. Pierre hat in acht NFL-Saisons sage und schreibe 5 Pässe geworfen. 5!

Möglich machen dies die Ausfälle der Quarterbacks Matt Moore und Rookie Jimmy Clausen. Und die Tatsache, dass Coach John Fox wenig Vertrauen in den zweiten Rookie Tony Pike hat.

"Er hat schon ein paar Spiele gemacht", verteidigt Fox die wahnwitzige Idee, dass St. Pierre etwas gegen die Baltimore Ravens ausrichten kann (Sonntag, 19 Uhr).

Weil auch noch die Running Backs DeAngelo Williams, Jonathan Stewart und Tyrell Sutton ausfallen, liegt die ganze Offensiv-Last gegen eine der besten Verteidigungen im Football auf St. Pierres Schultern. Immerhin: Vor drei Jahren probierten die Panthers so was schon einmal. Und Vinny Testaverde gewann im zarten Alter von 43 Jahren tatsächlich ein Spiel gegen die Arizona Cardinals.

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