NFL-Preseason

Preseason: Broncos schlagen Steelers

Von SPOX
Montag, 30.08.2010 | 09:29 Uhr
Tim Tebow kam nach einer illustren College-Karriere in Florida per Draft nach Denver
© Getty
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Tebow führt die Broncos in seinem ersten Heimspiel zum Sieg über Pittsburgh. Aber Roethlisberger hat ohnehin andere Sorgen. Die Bengals verärgern Ochocinco mit einem Rauswurf.

Denver Broncos - Pittsburgh Steelers 34:17 (7:3, 10:0, 3:0, 14:14)

Erneut war es ein kurzer Auftritt für Ben Roethlisberger. Der Steelers-Quarterback, der die ersten sechs Saisonspiele wegen einer Sperre verpassen wird, hätte nach dem ersten Viertel gerne noch weiter gespielt: "Ich war geschockt", so Roethlisberger, als ihn Mike Tomlin vom Feld nahm.

Der Coach musste sich dringend noch seine beiden Backups anschauen, die Pittsburgh zu Saisonbeginn auf Kurs halten müssen. Besonders Dennis Dixon enttäuschte aber komplett: 9/16 Pässe, 94 Yards, dazu aber zwei Sacks und zwei teure Interceptions, die jeweils zu Broncos-Punkten führten.

Pech hatte auch Gegenüber Kyle Orton (9/14, 80 Yds, 1 INT). Weniger, weil ihm auch nicht viel gelang, sondern vielmehr, weil er einen üblen Hit von James Harrison einstecken musste. Der Super-Bowl-MVP von 2009 hatte nach einem Fumble den Ball aufgenommen und war Richtung Endzone gestürmt, Orton wollte ihn mit einem Tackle stoppen. Aber Linebacker Harrison, eindeutig der kräftigere der beiden Kontrahenten, nahm seinen Kopf runter und überrannte Orton regelrecht. Denvers Spielmacher musste kurzzeitig behandelt werden.

Nachdem Orton seinen Arbeitstag beendet hatte, kam Tim Tebow aufs Feld. Der Rookie kam zu seinem ersten Heimspiel und hinterließ einen durchaus passablen Eindruck: 5/10, 72 Yards, 1 TD, 1 INT - darauf kann man aufbauen.

Gnadengesuch von Roethlisberger

Am Freitag will sich Ben Roethlisberger mit NFL-Commissioner Roger Goodell treffen und seine Sperre diskutieren. Im Sommer war der Quarterback wegen einer angeblichen sexuellen Belästigung angezeigt worden.

Obwohl sich die Vorwürfe als unhaltbar erwiesen, wurde er von Goodell mit einer Sperre von sechs Spielen abgestraft worden, weil er zum wiederholten Male ein schlechtes Licht auf die Liga und die anderen Profis warf. Roethlisberger müsse einfach lernen, dass man sich als NFL-Star nicht wie jeder andere Mensch in der Öffentlichkeit frei bewegen könne.

Inzwischen sieht Goodell aber ein Umdenken beim 28-Jährigen. "Es stimmt mich sehr positiv, was ich in den letzten Wochen von Ben sehe und höre." Nach einem Treffen zwischen den beiden solle sich nun zeigen, ob die Sperre nicht doch auf vier Spiele verkürzt werden kann.

Bengals werfen Bryant raus

Die Bengals-Nation steht unter Schock: Nur wenige Wochen, nachdem Antonio Bryant für vier Jahre und 28 Millionen Dollar (8 Mio. davon garantiert) unter Vertrag genommen hatte, wurde der Wide Receiver schon wieder rausgeworfen. Bryant hatte im Trainingscamp komplett enttäuscht und absolvierte kein einziges Spiel.

Kollege Chad Ochocinco reagierte umgehend via Twitter: "Ich bin völlig angepisst, dass die Bengals meinen Kumpel Antonio rausgeworfen haben. Mit ihm wären wir ein dreiköpfiges Monster gewesen."

Statt dem Mann, der von den Tampa Bay Buccaneers gekommen war, nimmt Cincinnati nun mit Terrell Owens vorlieb. Der hatte im Auswahlprozess ursprünglich den Kürzeren gegenüber Bryant gezogen, lacht nun aber doch am besten.

Verletzungen, Verletzungen, Verletzungen

Mit etwas Glück könnte Michael Bush für den Saisonstart fit sein. Der Running Back der Oakland Raiders wird seinen gebrochenen Daumen operieren lassen, geht aber von einer zügigen Heilung aus.

Weniger gut sieht es für Donovan McNabb aus. Im Preseason-Spiel seiner Washington Redskins gegen die Baltimore Ravens war der Quarterback umgeknickt. Coach Mike Shanahan sagte, dass er nicht die geringste Ahnung habe, ob McNabb für das erste Saisonspiel zur Verfügung steht.

Noch schlimmer steht es um Calvin Pace, Linebacker der New York Jets. Der muss sich nach einem Fußbruch nämlich einer Operation unterziehen. "Das erste Spiel verpasse ich auf jeden Fall", so Pace. "Alles darüber hinaus muss man abwarten."

NFL: Der Spielpan der Saison 2010/2011

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