Montag, 16.08.2010

NFL-Preseason

Tebowmania jetzt auch in der NFL

Tim Tebow feiert sein Debüt für die Denver Broncos und erzielt gleich einen Touchdown. Die Indianapolis Colts ließen gegen die San Francisco 49ers die zweite Garde ran - mit verheerenden Folgen. Die Pittsburgh Steelers machen auch ohne Quarterback Ben Roethlisberger kurzen Prozess mit den Detroit Lions. Die St. Louis Rams verlieren beim Bradford-Debüt deutlich gegen die Minnesota Vikings, und in Green Bay wirft sich Aaron Rodgers schon ein wenig warm.

Von 2006 bis 2010 spielte Tim Tebow für das College-Team der Florida Gators
© Getty
Von 2006 bis 2010 spielte Tim Tebow für das College-Team der Florida Gators

Cincinnati Bengals - Denver Broncos 33:24 (0:14, 17:3, 6:0, 10:7)

Nun ist auch College-Star Tim Tebow in der NFL angekommen. Unter Buhrufen betrat er am Ende des dritten Viertels das Feld in Cincinnati und konnte gleich in seinem ersten Spiel einen Touchdown verbuchen. Mit einem 7-Yard Run setzte der Quarterback den Schlusspunkt auf die Niederlage seiner Broncos.

Denvers Starting-Quarterback Kyle Orton (8/13, 84 Yards, 2 TD) zeigte, dass Tebow zwar mehr Jerseys verkauft und mehr Aufsehen erregt, er aber noch immer die Offensive der Broncos anführt. Der als Orton-Backup eingeplante Brady Quinn (6/16, 68 Yards, INT) enttäuschte dagegen und erlaubte mit seinem  Fehlpass Bengals-Cornerback David Jones einen 24-Yard-Touchdown.

Der Bengals-Sieg geriet bei der Tebow-Show fast schon zur Nebensache. In Cincinnati äußerte sich der überzeugende Quarterback Carson Palmer (12/15, 105 Yards) als Tebow-Fan. "Er ist einer der größten College-Footballer", so Palmer.

Die Bengals-Offense präsentierte sich gegenüber dem Hall-Of-Fame Spiel in Dallas verbessert, wenn auch Terrell Owens (4 Recs, 24 Yards) einen eher durchwachsenen Abend erlebte. So segelte beispielsweise ein Third-Down Pass durch seine Hände und zwang die Bengals zu einem 44-Yard Field Goal Versuch, den Dave Rayner vergab.

Indianapolis Colts - San Francisco 49ers 17:37 (10:0, 0:20, 0:7, 7:10)

Der Vizemeister hat noch viel Arbeit vor sich. Keine Frage, die 49ers präsentieren sich im Vergleich zur Vorsaison stark verbessert, aber dermaßen unter die Räder zu kommen ist einer von Peyton Manning angeführten Truppe unwürdig.

Dabei konnte der Quarterback ja überhaupt nichts dafür, dass sein Team ab dem zweiten Viertel 34 Punkte in Folge kassierte.

Nachdem die Colts, die einige Starter nicht an Bord hatten, gut aus den Startlöchern gekommen waren und früh führten, nahmen Manning und weitere Stammkräfte ihren Hut und ließen die Reservisten ran. Die verursachten vier Turnover, hatten offensiv keinen Plan und waren defensiv überfordert.

Reggie Smiths 91-Yard-Return-Touchdown nach einer Interception war nur ein Beispiel für geballte Unzulänglichkeit made in Indianapolis.

Pittsburgh Steelers - Detroit Lions 23:7 (3:0, 10:7, 3:0, 7:0)

Bei strömendem Regen konnten sich die Pittsburgh Steelers den ersten Sieg der Vorbereitung sichern, obwohl Star-Quarterback Ben Roethlisberger, der zum Saisonstart mindestens die ersten vier Spiele gesperrt sein wird, die ganze Zeit auf der Bank saß und Vertreter Byron Leftwich (6/10, 43 Yards, 0 TD) völlig ineffektiv war.

Überzeugender als Leftwich spielte der dritte Quarterback Dennis Dixon (6/7, 128 Yards, TD). Zum Sieg verhalfen aber vor allen Dingen die drei Field Goals von Jeff Reed, das längste dabei über 37 Yards.

Bei den Lions warf Stamm-Quarterback Matthew Stafford (8/11, 61 Yards, TD, INT) den einzigen Touchdown über zwei Yards zu Calvin Johnson.

Seattle Seahawks - Tennessee Titans 20:18 (0:7, 10:0, 10:0, 0:11)

Die Seattle Seahawks gewannen beim ersten Auftritt von Headcoach Pete Carroll an der Seitenlinie gegen die Tennessee Titans. Backup-Quarterback Charlie Whitehurst (14/22, 214 Yds, 2 TD, INT), der im Frühling aus San Diego kam, spielte dabei im zweiten und dritten Viertel des Spiels - und er spielte stark.

Die Titans erzielten ihre Touchdowns lediglich durch zwei 1-Yard-Runs. Einen davon erlief Chris Johnson (5 Carries, 7 Yards) im ersten Viertel, den zweiten verbuchte LaGarrette Blount (5 Carries, 4 Yards) im letzten Viertel.

Bilder des Tages: 15. August
Adrenalin Pur beim Preseason-NFL-Spiel zwischen den Houston Texans und den Arizona Cardinals. Noch hat Cardinals-Center Lyle Sendlein die Hand am Ball
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Quarterback Ben Roethlisberger von den Pittsburgh Steelers lässt es vor dem Match gegen die Detroit Lions gemächlicher angehen
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Lauf, Chris, Lauf! Das Leben ist auch für Chris Lawrence von den Tigers aus der NRL wie eine Pralinenschachtel
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Den Sieg holte sich am Ende aber die Japanerin Yuka Sato. Hier knabbert sie an ihrer Goldmedaille
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Wer sonst als Roger Federer soll den Rogers Cup in Kanada gewinnen? Novak Djokovic (r.) gratuliert ihm nach dem gewonnen Halbfinale schon mal herzlich
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In anderen Teilen der Welt ist Netball ganz groß: Die Australierin Sharelle McMahon in Aktion im Spiel gegen Jamaika
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Iain Ramsay (r.) von Adelaide ist über die Rote Karte für Teamkollege Adam Hughes gar nicht erfreut. Die Strafe folgt auf dem Fuß, in diesem Fall in der rechten Hand des Schiris
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Wer soll sich bei dieser Kulisse noch aufs Golfen konzentrieren? Vijay Singh (u.l.) bei der PGA Championship in Wisconsin
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San Diego Chargers - Chicago Bears 25:10 (7:3, 7:7, 8:0, 3:0)

Kein schlechtes Debüt für San Diegos Erstrundenpick Ryan Matthews, der den abgewanderten LaDainian Tomlinson ersetzen soll. Der Running Back kam auf 9 Carries und 50 Yards, darunter ein 18-Yard-Run vorbei an LB Lance Briggs. Chargers-Quarterback Philip Rivers (4/6, 62 Yards, TD) steuerte einen 28-Yard-Touchdown-Pass zum Sieg bei.

Die Bears kamen lediglich in der ersten Halbzeit zu Punkten durch ein 38-Yard-Field-Goal von Robbie Gould und einen 7-Yard-Touchdown-Pass von Caleb Haine (10/17, 148 Yards, TD, INT).

Arizona Cardinals - Houston Texans 19:16 (0:10, 0:3, 3:0, 19:0)

Kein guter Start für Warner-Nachfolger Matt Leinart (6/7, 49 Yards, 0 TD). Der designierte Starting-Quarterback der Cardinals brachte zwar fast jeden Pass an den Mann, musste aber auch zwei Sacks von DE Mario Williams hinnehmen. Cardinals-Star Larry Fitzgerald bekam einen harten Schlag von Safety Eugen Wilson ab, als er einen 16-Yard-Pass von Leinart fangen wollte. Der Wide Receiver spielte aber weiter.

Die Texans waren eigentlich das bessere Team und führten zur Halbzeit mit 13:0. Deren Starting-Quarterback Matt Schaub (5/6, 78 Yards, TD) präsentierte sich bereits in exzellenter Verfassung. Am Ende gab die Reserve dann aber das Spiel aus der Hand.

St. Louis Rams - Minnesota Vikings 7:28 (7:0, 0:14, 0:7, 0:7)

Nummer-1-Draftpick Sam Bradford (6/13, 57 Yards) wurde bei seinem Debüt für die St. Louis Rams mit Jubelstürmen empfangen - und dann musste er sehr schnell erkennen, wie hart das Leben als NFL-Quarterback ist.

Bradford warf zwar einige gute Pässe, hatte aber auch so seine Probleme. So brachte er gegen die Vikings-Ersatz-Defense nur zwei seiner letzten acht Pässe an den Mann und wurde viermal gesackt. Die einzigen Punkte für die Rams machte Danny Amendola bei einem 93-Yard-Punt-Return.

Ansonsten hatten die Vikings, bei denen Tarvaris Jackson (2/4, 11 Yards) als Starting-Quarterback auflief, wenig Mühe mit St. Louis. Während Brett Favre noch immer über seine Zukunft nachdenkt, konnte der dritte Quarterback Sage Rosenfels (23/34, 310 Yards, 3 TD) seine üppige Spielzeit zu drei Touchdowns nutzen. Davon ein 65-Yard-Pass auf Garrett Mills und ein 71-Yard-Pass auf Marko Mitchell.

Green Bay Packers - Cleveland Browns 24:27 (7:14, 7:7, 7:0, 3:6)

Für die Green Bay Packers setzte es zuhause gleich einmal eine Auftaktniederlage. Und das gegen die Cleveland Browns. Aber alles unwichtig. Solange die Stamm-Offense um Quarterback Aaron Rodgers (12/13, 159 Yards, TD) auf dem Feld stand, lief alles wie geschmiert.

Eine sehr gute Figur gab Jake Delhomme bei seinem ersten Spiel für die Browns ab. Der Quarterback, der nach einer enttäuschenden letzten Saison von den Carolina Panthers entlassen wurde, kam bei seinem Debüt auf 66 Yards und brachte sechs seiner sieben Pässe an den Mann.

McNabbs Redskins-Debüt ein voller Erfolg

SPOX

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