Dienstag, 17.08.2010

NFL-Preseason

Freud und Leid bei den Giants

Das neue Meadowlands-Stadion wird mit dem lokalen Hass-Duell eingeweiht: Die New York Giants siegen, müssen aber den kurzzeitigen Ausfall ihres Quarterbacks verkraften. Eli Manning verließ das Spielfeld mit einer siebeneinhalb Zentimeter langen Platzwunde auf der Stirn.

Eli Manning spielt seit 2004 für die New York Giants
© Getty
Eli Manning spielt seit 2004 für die New York Giants

New York Giants - New York Jets 31:16 (7:10, 3:3, 7:3, 14:0)

Freud und Leid liegen eng beieinander, zumindest bei Giant-Quarterback Eli Manning (4/8, 77 Yards). Zum einen freute er sich über den mehr als deutlichen Sieg seines Teams im lokalen Hass-Duell gegen die Jets im neuen Meadowlands-Stadion.

Zum anderen aber erlitt er eine über siebeneinhalb Zentimeter lange Platzwunde an der Stirn. Es geschah im zweiten Viertel: 11:03 Minuten vor Schluss versuchte Manning einen Pass zu werfen und prallte mit seinem Teamkollegen Brandon Jacobs zusammen, bevor er von Linebacker Calvin Pace getackled wurde.

Im Vorwärtsfallen verlor er seinen Helm und verletzte sich an Jim Leonhards Gesichtsmaske. Manning verließ blutüberströmt das Feld und wurde behandelt. Er selbst gab nach dem Spiel aber umgehend Entwarnung.

Hier geht's zum Video: Eli Mannings Verletzung

Manning: "Es ist nichts Ernstes"

"Ich fühle mich gut, ich fühle mich normal. Ich bin so schnell wie möglich zurück auf dem Feld. Es ist wirklich keine Verletzung, nichts Ernstes. Ich könnte jetzt sofort wieder spielen", verkündete Manning und nahm die ganze Schuld auf seine Kappe: "Der Spielzug war mein Fehler. Manchmal macht man einen Fehler und bekommt dafür einen Schlag ins Gesicht. Aber es ist die Preseason und ich werde daraus lernen."

Diese Einstellung verblüffte sogar seine Teamkollegen. "Eli war etwas wackelig auf den Beinen. Er ekelt sich ein bisschen vor seinem eigenen Blut. Also Hut ab, dass er nicht in Ohnmacht gefallen ist", sagte Center Shaun O'Hara.

Bis zum Saisonauftakt gegen Carolina am 12. September sollte Manning also wieder fit sein - gut für die Giants, denn die beiden Backups Jim Sorgi (8/15, 146 Yards, 2TD) und Rhett Bomar (6/7, 67 Yards) standen bisher noch nie in der Startaufstellung.

Zwei Touchdowns im Schlussviertel

Durch die Verletzung Mannings geriet das Spiel fast zur Nebensache, dabei war es bis zu Beginn des Schlussviertels eine ausgeglichene Partie. Die Giants gingen im ersten Viertel durch einen Touchdown von Brandon Jacobs in Führung, doch nach einem Vier-Yard-Pass von Quarterback Mark Sanchez (13/17, 119 Yards, TD, INT) auf Brandon Smith gelang den Jets der Ausgleich.

Drei Sekunden vor Schluss des ersten Viertels legten die Jets mit einem Fieldgoal von Nick Folk aus einer Entfernung von 36 Yards vor.

Folk gelangen in den nächsten beiden Vierteln noch zwei weitere Fieldgoals, doch die Giants blieben dran: Mit einem Fieldgoal von Lawrence Tynes und einem Touchdown von Victor Cruz nach einem 64-Yard-Pass von Jim Sorgi eroberten sie sich vor dem Schlussviertel die knappe Führung zurück.

"Stadion ist wunderschön"

Dann aber verließen die Jets die Kräfte - ihnen gelang nichts mehr, den Giants hingegen zwei Touchdowns durch Cruz nach Pässen von Sorgi und Bomar. Sehr zum Missfallen der Jets-Fans, die bei dieser Partie in der Überzahl waren.

Das neue Stadion, das übrigens 1,6 Milliarden Dollar kostete und 82.500 Fans Platz bietet, stieß bei beiden Seiten auf Begeisterung - mit einer kleinen Einschränkung. "Das Stadion ist wunderschön. Es war nur schade, dass alle in grün gekleidet waren", sagte Jacobs.

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SPOX

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