Donnerstag, 04.02.2010

Super-Bowl-Countdown: Das Manning-Dilemma

Wie eine vergammelte Auster

Peyton Manning ist Quarterback der Indianapolis Colts, sein Vater Archie ein Idol der New Orleans Saints. So weit, so schlecht: Am Sonntag stehen sich beide Teams im Super Bowl gegenüber. Ein Dilemma, das die ganze Manning-Familie beschäftigt - und am Ende doch zu Peyton halten lässt.

Quarterback Peyton Manning wurde 2009 zum vierten Mal zum MVP der NFL gewählt
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Quarterback Peyton Manning wurde 2009 zum vierten Mal zum MVP der NFL gewählt

Archie Manning ist ein armer Kerl. Um das aus deutscher Sicht begreifen zu können, stelle man sich mal kurz vor, Archie Manning sei, sagen wir: Wolfgang Overath. Und dann stelle man sich vor, der 1. FC Köln stünde im Champions-League-Finale, es ist das Spiel, auf das jeder FC-Fan inklusive Overath ein ganzes Leben gewartet hat - und dann spielt Köln gegen ein Team, das ausgerechnet von Overaths Sohn aufs Feld geführt wird. Man möchte nicht mit Overath tauschen.

In dem real vorliegenden Fall heißt Overaths Sohn Peyton Manning und spielt am Sonntag für die Indianapolis Colts gegen die New Orleans Saints, Archie Mannings Saints, um den Super Bowl. Und die Mannings hassen es. Archie war von 1971 bis 1982 der Quarterback der Saints, vielmehr das Gesicht der ganzen Franchise, und logischerweise wurden auch seine kleinen Söhne Cooper, Peyton und Eli damals zu glühenden Saints-Fans und sind es heute noch.

"Wer das nicht versteht, hat keine Kinder"

Archie Manning ist immer noch tief mit den Saints verwurzelt. Er hat zwar keine offizielle Funktion, ist aber so was wie ein ernsthaftes Maskottchen des Teams, eine Art Talisman. Und natürlich wünscht sich Archie Manning, dass die Saints einen schönen Tages mal den Super Bowl gewinnen. Nur nicht dieses Mal. "Wenn es zu diesem Spiel kommt, werde ich für meinen Sohn sein", sagte Archie vor wenigen Wochen, als er noch sprechen konnte.

"Sean Payton (Coach der Saints, Anm. d. Red.) weiß das und Drew Brees weiß das. So ist es eben. Wer das nicht versteht, hat wahrscheinlich keine Kinder." Seit feststeht, dass das Finale um den Super Bowl wirklich Colts vs. Saints heißt, hat Archie Manning alle Interviews abgesagt.

Für die Manning-Familie spricht dieser Tage Cooper Manning, der älteste Sohn von Archie. Von Cooper denkt man, dass er es nicht leicht haben muss, er, als Sohn bzw. älterer Bruder von drei NFL-Quarterbacks, der selbst "nur" Geschäftsführer einer Energie-Investment-Firma ist, nachdem seine eigene Football-Karriere wegen einer Wirbelverletzung im College endete. Aber Cooper ist glücklich damit, wie es ist. Nur eben nicht mit diesem Super Bowl.

Freund oder Bruder?

Cooper ist in einer ähnlichen Zwickmühle wie sein Vater, ist er doch eng mit Saints-Quarterback Drew Brees befreundet und von den drei Brüdern wohl der fanatischste Saints-Fan. Er geht mit Brees angeln, die beiden Familien treffen sich häufiger zum Essen oder gehen zusammen ins Kino - die ganz enge Freundschafts-Kiste eben.

"Ich versuche der ganzen Sache soviel Positives abzugewinnen, wie es geht", sagt Cooper, "aber es fühlt sich so an, wie eine vergammelte, rohe Auster zu essen. Ich mag es nicht, wenn Peyton gegen Eli spielt. Und ich mag das hier auch nicht."

Dennoch wird auch er am Sonntag zu den Colts halten. Wegen Peyton. Blut ist eben dicker als Wasser, auch im Hause Manning. "Drew und ich werden auch nach dem Super Bowl weiter Freunde bleiben", sagt Cooper fast beschwichtigend.

"Aber ich weiß, dass es genau so wäre, wenn ich gegen Drews Bruder spielen würde. Dann würde Drew auch zu seinem Bruder halten. Ich wünschte mir nur, Peyton würde gegen jemand anderes spielen."

Manning will den zweiten Ring

Am einfachsten hat es dieser Tage wohl Peyton Manning selbst, wenn man mal davon absieht, dass er noch dieses eine nicht ganz unwichtige Footballspiel vor der Brust hat. Peyton spielt am Sonntag und seine Familie muss zusehen, wie er die Saints-Defense mit seinen chirurgisch genauen Pässen auseinander nehmen wird. Der Rest der Mannings wird es ihm mit einer Träne im Knopfloch gönnen.

Blog: Die Erfolgsgeschichte der Colts

Peyton ist dabei, eine fabelhafte Karriere zum zweiten Mal zu krönen. Er streckt den Finger nach seinem zweiten Super-Bowl-Ring aus und seine Colts sind Favorit - eben wegen Manning, der eine fabelhafte Saison nur noch zu Ende bringen muss. Nach einer Super-Bowl-Teilnahme der Colts sah es vor der Saison nämlich wahrlich nicht aus.

Mit Tony Dungy verabschiedete sich im letzten Jahr der langjährige Headcoach der Franchise und mit Wide Receiver Marvin Harrison Mannings beliebtestes Passziel gleich mit. Als sich dann auch noch Harrisons vermeintlicher Nachfolger Anthony Gonzalez frühzeitig verletzte, schrieben die Kritiker schon einen Abgesang auf Manning und die Colts.

Vier MVP-Titel hat kein anderer

Ein halbes Jahr später hat Peyton sie alle Lügen gestraft. Mit 14-0 starteten die Colts einen wahren Vernichtungsfeldzug über die NFL und die "perfect season", eine Saison ohne Niederlage, wurde nur dadurch verhindert, dass die Colts in den letzten beiden Saisonspielen die Starspieler schonten. Sie hatten Wichtigeres im Sinn. Voller Fokus auf die Playoffs und den Super Bowl, war die Devise.

Super-Bowl-Momente
Das Team der ersten Stunde: Die Green Bay Packers um Quarterback Bart Starr (Nr. 15) gewinnen die ersten beiden Super Bowls 1967 und 1968
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Das Team der ersten Stunde: Die Green Bay Packers um Quarterback Bart Starr (Nr. 15) gewinnen die ersten beiden Super Bowls 1967 und 1968
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Abgelöst werden die Packers von Joe Namath und den New York Jets. In Super Bowl III besiegen sie die Colts, die damals noch aus Baltimore kommen
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Abgelöst werden die Packers von Joe Namath und den New York Jets. In Super Bowl III besiegen sie die Colts, die damals noch aus Baltimore kommen
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Kleiner Zeitsprung zur Saison 1972/73 und den Miami Dolphins. Hier feiert der Super-Bowl-Champ Coach Don Shula und die Perfect Season
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Kleiner Zeitsprung zur Saison 1972/73 und den Miami Dolphins. Hier feiert der Super-Bowl-Champ Coach Don Shula und die Perfect Season
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Weiter ins Jahr 1977: Football-Legende John Madden führt die Raiders zu Super Bowl XI. Gegen die Vikings gewinnt die Madden-Truppe mit 32:14
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Weiter ins Jahr 1977: Football-Legende John Madden führt die Raiders zu Super Bowl XI. Gegen die Vikings gewinnt die Madden-Truppe mit 32:14
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1978: Cowboys-Quarterback Roger Staubach (Bild) besiegt Craig Morton und die Broncos. Beide hatten Jahre zuvor um den Platz bei den Cowboys gekämpft
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1978: Cowboys-Quarterback Roger Staubach (Bild) besiegt Craig Morton und die Broncos. Beide hatten Jahre zuvor um den Platz bei den Cowboys gekämpft
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Super Bowl XIII verlieren die Cowboys gegen Pittsburgh. Steelers-Quarterback Terry Bradshaw (Rechts) wirft vier Touchdowns. Einen fängt Lynn Swann (Links)
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Sprung ins Jahr 1983: Fullback John Riggins erzielt beim Super-Bowl-Sieg seiner Redskins alleine mehr Raumgewinn, als der Gegner aus Miami insgesamt
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Sprung ins Jahr 1983: Fullback John Riggins erzielt beim Super-Bowl-Sieg seiner Redskins alleine mehr Raumgewinn, als der Gegner aus Miami insgesamt
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Nur ein Jahr später gehen die favorisierten Redskins in Super Bowl XVIII allerdings komplett unter. Gegen die Los Angeles Raiders verlieren sie mit 9:38
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Nur ein Jahr später gehen die favorisierten Redskins in Super Bowl XVIII allerdings komplett unter. Gegen die Los Angeles Raiders verlieren sie mit 9:38
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Duell der Legenden: 1985 treffen Dolphins-Quarterback Dan Marino (Links) und Joe Montana aufeinander. Montana und seine 49ers gewinnen mit 38:16
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Duell der Legenden: 1985 treffen Dolphins-Quarterback Dan Marino (Links) und Joe Montana aufeinander. Montana und seine 49ers gewinnen mit 38:16
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Die Defensive der Chicago Bears lässt in Super Bowl XX nur zehn Punkte der Patriots zu. Defensive-Coordinator Buddy Ryan lässt sich nach dem 46:10 feiern
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1987: Super Bowl XXI zwischen den New York Giants um Phil Simms und den Denver Broncos mit John Elway im Rose Bowl Stadium in Pasadena
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Simms überflügelt Elway beim ersten Super-Bowl-Auftritt der Giants und hat mit drei Touchdown-Pässen großen Anteil am 39:20-Sieg seines Teams
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Simms überflügelt Elway beim ersten Super-Bowl-Auftritt der Giants und hat mit drei Touchdown-Pässen großen Anteil am 39:20-Sieg seines Teams
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1988 sorgt Redskins-Quarterback Doug Williams für eine ganze Reihe Premieren. Er startet als erster afro-amerikanischer Quarterback in einem Super Bowl...
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1988 sorgt Redskins-Quarterback Doug Williams für eine ganze Reihe Premieren. Er startet als erster afro-amerikanischer Quarterback in einem Super Bowl...
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... und wird nach dem 42:10-Sieg und vier Touchdown-Pässen im zweiten Viertel zum wichtigsten Spieler gewählt. Hier feiert er mit Clint Didier (Nr. 86)
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... und wird nach dem 42:10-Sieg und vier Touchdown-Pässen im zweiten Viertel zum wichtigsten Spieler gewählt. Hier feiert er mit Clint Didier (Nr. 86)
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1989: Sekunden vor Ende liegen Jerry Rice (Mitte) und die 49ers noch gegen die Bengals zurück. Doch im letzten Drive gehen sie 92 Yards zum Touchdown
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1989: Sekunden vor Ende liegen Jerry Rice (Mitte) und die 49ers noch gegen die Bengals zurück. Doch im letzten Drive gehen sie 92 Yards zum Touchdown
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1990 gewinnt San Francisco erneut den Super Bowl - diesmal mit 55:10 deutlich gegen die Broncos. Joe Montana wirft fünf Touchdowns und wird MVP
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1990 gewinnt San Francisco erneut den Super Bowl - diesmal mit 55:10 deutlich gegen die Broncos. Joe Montana wirft fünf Touchdowns und wird MVP
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"Snap. Spot. In the air. It's got the distance! It is...no good!" Buffalo-Bills-Kicker Scott Norwood vergibt 1991 den entscheidenden Field-Goal-Versuch
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"Snap. Spot. In the air. It's got the distance! It is...no good!" Buffalo-Bills-Kicker Scott Norwood vergibt 1991 den entscheidenden Field-Goal-Versuch
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Es ist der Auftakt von vier Super-Bowl-Niederlagen in Folge. 1992 hat das Team von Quarterback Jim Kelly (Nr. 12) keine Chance gegen die Redskins
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Es ist der Auftakt von vier Super-Bowl-Niederlagen in Folge. 1992 hat das Team von Quarterback Jim Kelly (Nr. 12) keine Chance gegen die Redskins
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In Super Bowl XXVII treffen die Bills auf die Dallas Cowboys - und haben wieder keine Chance. Sie verschulden insgesamt neun Turnover...
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In Super Bowl XXVII treffen die Bills auf die Dallas Cowboys - und haben wieder keine Chance. Sie verschulden insgesamt neun Turnover...
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...und öffnen Quarterback Troy Aikman und den Cowboys Tür und Tor. Beim 52:17-Sieg wirft Aikman vier Touchdown und wird zum MVP gewählt
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...und öffnen Quarterback Troy Aikman und den Cowboys Tür und Tor. Beim 52:17-Sieg wirft Aikman vier Touchdown und wird zum MVP gewählt
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1994: Wieder Bills gegen Cowboys: Mit zwei Touchdowns führt Emmitt Smith (Nr. 22) die Cowboys nach dem zwischenzeitlichen Unentschieden zum Sieg
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1994: Wieder Bills gegen Cowboys: Mit zwei Touchdowns führt Emmitt Smith (Nr. 22) die Cowboys nach dem zwischenzeitlichen Unentschieden zum Sieg
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Das Dream-Team 1995: Steve Young (Links) und Jerry Rice führen die 49ers fast im Alleingang zum Titel. Young wirft sechs Touchdown-Pässe, Rice fängt drei
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Das Dream-Team 1995: Steve Young (Links) und Jerry Rice führen die 49ers fast im Alleingang zum Titel. Young wirft sechs Touchdown-Pässe, Rice fängt drei
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Super Bowl XXX: Larry Brown wird beim Cowboys-Sieg über die Steelers nach zwei Interceptions als erster Cornerback zum MVP gewählt
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1997 stehen die Green Bay Packers das erste Mal seit Super Bowl II wieder im Endspiel. Brett Favre wirft zwei Touchdowns und erläuft einen weiteren selbst
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Mann des Spiels ist allerdings Packers-Kick-Returner Desmond Howard mit seinem 99-Yard-Kickoff-Return-Touchdown zum 35:21-Sieg für Green Bay
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Mann des Spiels ist allerdings Packers-Kick-Returner Desmond Howard mit seinem 99-Yard-Kickoff-Return-Touchdown zum 35:21-Sieg für Green Bay
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Packers gegen Broncos 1998: Trotz Migräne erläuft Terrell Davis (Nr. 30) drei Touchdowns für die Broncos und entscheidet das Spiel 1:45 Minuten vor Schluss
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Broncos-Quarterback John Elway gewinnt nach 15 Jahren NFL seinen ersten Titel. 1999 siegt er im Endspiel erneut und beendet dann seine Karriere
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Die St. Louis Rams holen sich 2000 gegen die Tennessee Titans den Super Bowl. Quarterback Kurz Warner wird MVP
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Die St. Louis Rams holen sich 2000 gegen die Tennessee Titans den Super Bowl. Quarterback Kurz Warner wird MVP
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Entscheidener Mann ist aber Rams-Linebacker Mike Jones. Im letzten Spielzug stoppt er Titans-Receiver Kevin Dyson einen Yard vor der Endzone
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Entscheidener Mann ist aber Rams-Linebacker Mike Jones. Im letzten Spielzug stoppt er Titans-Receiver Kevin Dyson einen Yard vor der Endzone
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2001: Giants-Quarterback Kerry Collins unter Druck. Die Baltimore Ravens lassen keinen Offensiv-Touchdown zu und gewinnen den Super Bowl mit 34:7
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2001: Giants-Quarterback Kerry Collins unter Druck. Die Baltimore Ravens lassen keinen Offensiv-Touchdown zu und gewinnen den Super Bowl mit 34:7
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In Super Bowl XXXVI entscheidet Kicker Adam Vinatieri erst sieben Sekunden vor Schluss mit einem 48-Yard-Field-Goal die Partie zugunsten der Patriots
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In Super Bowl XXXVI entscheidet Kicker Adam Vinatieri erst sieben Sekunden vor Schluss mit einem 48-Yard-Field-Goal die Partie zugunsten der Patriots
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2003: Im "Pirate Bowl" wirft Raiders-Quarterback Rich Gannon fünf Interceptions. Am Ende verliert Oakland mit 21:48 gegen Tampa Bay
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2004: Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren wird Patriots-Quarterback Tom Brady beim 32:29-Sieg über die Carolina Panthers zum Super-Bowl-MVP gewählt
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Für noch mehr Aufsehen sorgt allerdings Justin Timberlake, als er während der Halbzeit-Show angeblich unabsichtlich die Brust von Janet Jackson entblößt
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Super Bowl XXXIX zwischen New England und Philadelphia. Hier bringt Corey Dillon (Nr. 28) seine Patriots auf die Siegerstraße. Am Ende heißt es 24:21
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2006 fängt Hines Ward bei einem Trick-Spielzug den 43-Yard-Touchdown-Pass von Receiver Antwaan Randle El und sichert Pittsburgh den Sieg...
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über Seattle. Nach dem 21:10-Erfolg in seiner Heimatstadt Detroit gibt Steelers- Running-Back Jerome "The Bus" Bettis (r.) sein Karriere-Ende bekannt
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2007: Super Bowl XLI zwischen den Indianapolis Colts und den Chicago Bears in Miami - zum ersten Mal in der Super-Bowl-Geschichte in strömendem Regen
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Guter Auftakt für die Bears: Devin Hester erzielt mit seinem 92-Yard- Kickoff-Return-Touchdown die schnellsten Punkte der Geschichte
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Colts-Quarterback Peyton Manning wirft zwar nur einen Touchdown, doch Indianapolis gewinnt mit 29:17 und holt zum ersten Mal seit 1970 den Super Bowl
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Colts-Quarterback Peyton Manning wirft zwar nur einen Touchdown, doch Indianapolis gewinnt mit 29:17 und holt zum ersten Mal seit 1970 den Super Bowl
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Ein Jahr nach seinem älteren Bruder Peyton gewann Eli Manning mit den New York Giants den Super Bowl gegen die New England Patriots.
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Ein Jahr nach seinem älteren Bruder Peyton gewann Eli Manning mit den New York Giants den Super Bowl gegen die New England Patriots.
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2009 brachte ein Sensations-Catch von Receiver Santonio Holmes Pittsburgh den Sieg gegen Arizona. Es war der sechste Super-Bowl-Triumph für die Steelers, NFL-Rekord!
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Weil Harrison und Gonzalez unpässlich waren, warf Peyton die Bälle einfach jemand anderem zu. Reggie Wayne, Dallas Clark und die bis dato unbekannten Austin Collie und Pierre Garcon wurden mit Manning-Pässen nur so bombardiert. Am Ende der Regulären Saison hatte Manning 13 verschiedene Receiver gewählt und insgesamt 33 Touchdowns geworfen, was die Einstellung seines zweitbesten Karriere-Resultates bedeutete.

Blog von Andreas Renner: Feuer frei für den Super Bowl

Manning wurde anschließend zum MVP gewählt, zum vierten Mal, keiner hat mehr Titel. Seit zwölf Jahren spielt der 33-Jährige in der NFL und hat in jeder einzelnen Saison 25 oder mehr Touchdowns geworfen. Auf Platz zwei dieser Statistik liegen Dan Marino und Brett Favre. Mit fünf Saisons.

Auf dem Weg zum Rekordvertrag

Auch wenn Manning das Charisma und die Unnahbarkeit seines Freundes Tiger Woods fehlt, ist der Quarterback dabei, den Golfer als den am meisten bewunderten Sportler in den USA abzulösen - wenn er das nicht schon nach den jüngsten Entwicklungen um Woods hat.

Blog: Mannings dunkle Seite - Als Peyton blank zog

Sein sportlicher Wert ist unbestritten. Keiner wirft so genau wie Manning, keiner kann die Defense der Gegner so gut lesen, keiner ist so obsessiv und gründlich in der Vorbereitung wie er. 2004 statteten ihn die Colts mit einem Sechs-Jahres-Vertrags über 99,2 Millionen US-Dollar inklusive eines "signing bonus", eines Handgeldes von 34,5 Millionen aus.

Nach der nächsten Saison läuft sein Vertrag aus. Colts-Besitzer Jim Irsay macht jetzt schon keinen Hehl daraus, dass es eine neue Rekordmarke geben wird - im Gespräch sind 20 Millionen Dollar pro Jahr und ein Handgeld von rund 50 Millionen Dollar. "Jeder Spieler ist irgendwie ersetzbar - er ist es nicht", so Irsays einleuchtende Begründung.

Man liebt ihn oder man hasst ihn

Zu Manning hat jeder in den USA eine Meinung - entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Manchen geht es gegen den Strich, dass Manning Republikaner ist, manche hassen einfach seine verdammt dominante Art zu spielen, wieder andere verfluchen insgeheim sein Saubermann-Image. Ihm wird nachgesagt, dass seine eigenen Teamkollegen ihn nicht leiden können - was ein Märchen ist. Manning hasst es einfach nur zu verlieren und ist so vom Erfolg besessen, dass er seinen Teamkollegen oftmals oberlehrerhaft vorkommt.

Eine Familie, ein Polo-Hemden-Style, drei Quarterbacks: Peyton, Archie und Eli Manning (v.l.n.r.)
Eine Familie, ein Polo-Hemden-Style, drei Quarterbacks: Peyton, Archie und Eli Manning (v.l.n.r.)
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Aaron Francisco ist schon lange in der NFL, hat unter anderem mit Kurt Warner als Quarterback zusammen gespielt. Aber Manning sei nicht vergleichbar mit Warner, sagt er. "Keiner trainiert die Jungs so wie Peyton", sagt Francisco. Trainiert? Ja, Manning ist im Training wie ein Coach. "Ich habe so was noch nie gesehen. Er spricht mit den Receivern, den Running Backs, den Linemen, mit jedem. Die Coaches stehen an der Seitenlinie und gucken zu, wie er die ganze Arbeit macht. Es ist verrückt, aber genau deswegen ist er ein großartiger Quarterback."

Respekt, den ihm auch seine größten Gegner zollen. Jared Allen von den Minnesota Vikings zum Beispiel. Er hebt Mannings schnelle Auffassungsgabe hervor. "Er muss eine innere Uhr haben, die ihm genau sagt, wann er den Ball loswerden muss und wohin, noch bevor er den Pass wirft", sagt der Tackle. "Er liest die Defense so schnell. Zuerst muss man den Typen vor einem überwinden, aber dann musst du auch noch Peyton kriegen."

Geschenke nur für die eigenen Spieler

Es gibt aber auch noch einen anderen Manning. Den abseits des Feldes. Der 33-Jährige ist gern gesehener Gast bei "Saturday Night Live" und ist dabei wirklich ziemlich witzig. Außerdem macht er Werbung für eine Kreditkartengesellschaft und nimmt sich dabei selbst aufs Korn.

Manning ist zudem sozial engagiert, spendet einen Teil seines Gehaltes jedes Jahr seiner eigenen Stiftung. Wenn Peyton hilft, dann macht er das ohne großes Tamtam, verweigert seinen Angestellten sogar teilweise, seine neuste Spende den Medien mitzuteilen. Er braucht das nicht.

Seiner O-Line macht er jedes Jahr extravagante Geschenke. Center Jeff Saturday, mit dem er sich 2005 am Spielfeldrand ein berühmtes Streitgespräch lieferte, schenkte er letztes Jahr nicht etwa ein Handtuch oder einen George-Foreman-Grill, sondern einen Golfurlaub in Augusta. "Er ist unglaublich großzügig", sagte Saturday anschließend gerührt.

Allerdings darf nicht jeder auf Geschenke von Peyton hoffen: Seine Gegner zum Beispiel. Das werden am Sonntag auch die Saints erfahren. Und Archie Manning wird trotzdem stolz sein, egal wie es ausgeht.

Super-Bowl-Countdown: Grüße aus dem Knast

Florian Bogner
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