Suche...

NFL, 15. Spieltag

Redskins vermasseln Vorspielen

Von SPOX
Dienstag, 22.12.2009 | 08:14 Uhr
Albert Haynesworth (l.) im Duell mit Giants-Running-Back Brandon Jacobs
© Getty
Advertisement
NHL
Lightning @ Blue Jackets
NBA
Knicks @ Thunder
NFL
Chiefs @ Raiders
NBA
Cavaliers @ Bucks
MLB
Yankees @ Astros (Spiel 6)
NBA
Warriors @ Grizzlies
NFL
RedZone -
Week 7
NBA
Hawks @ Nets
NHL
Canucks @ Red Wings
NFL
Falcons @ Patriots
NBA
Warriors @ Mavericks
NFL
Redskins @ Eagles
NHL
Oilers @ Penguins
NBA
Knicks @ Celtics
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NFL
Dolphins @ Ravens
NHL
Stars @ Oilers
NBA
Thunder @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ Pelicans
NFL
RedZone -
Week 8
NBA
Spurs @ Pacers
NHL
Ducks @ Hurricanes
NFL
Steelers @ Lions
NHL
Bruins @ Blue Jackets
NBA
Spurs @ Celtics
NFL
Broncos @ Chiefs

Der unglaubliche wer? Jerome Harrison! Der Running Back der Cleveland Browns erlief gegen Kansas City unfassbare 286 Yards, erzielte drei Touchdowns und entschied auch noch kurz vor Schluss das Spiel. Die Pittsburgh Steelers kopieren ihren Super-Bowl-Spielzug und halten ihre Playoff-Hoffnungen dank eines Last-Second-Passes des überragenden Ben Roethlisberger am Leben. Im Monday Night Game demonierten die Giants die Redskins. Der 15. Spieltag.

Washington Redskins (4-10) - New York Giants (8-6) 12:45 (0:7, 0:17, 12:14, 0:7)

Ganz schwach, was die Redskins im Monday Night Game zu bieten hatten. War aber auch irgendwie klar, schließlich ging es für Washington ja eigentlich um nichts mehr. Im Gegensatz zu den Giants, die sich mit ihrem Pflichtsieg zumindest die theoretische Chance auf die Playoffs erhalten haben. Hinter den Cowboys und den Packers sind sie trotzdem auf Schützenhilfe angewiesen. Eli Manning (268 Yards, 3 TD, 0 INT) und Running Back Ahmad Bradshaw (61 Yards, 2 TD) hatten großen Anteil am Erfolg der Giants.

Die Redskins ließen sich vor allem in der ersten Halbzeit mehr oder weniger willenlos abschlachten. Trotz der schwachen Bilanz erstaunlich, schließlich ging es auch für die Gastgeber sehr wohl noch um etwas. Sie spielten nämlich vor ihrem neuen General Manager vor. Und was der gesehen hat, war ernüchternd.

"Du hast einen neuen Boss, dem du imponieren willst. Das ist wie ein Vorspielen", sagte Cornerback DeAngelo Hall. "Bruce Allen hat gleich einmal einen Kaltstart hingelegt, wenn es darum geht, unser Talent zu beurteilen. Wenn er sich das Spiel von heute noch einmal ansieht, wirft er die Brocken bestimmt gleich wieder hin."

Falls er stattdessen überlegen sollte, den Trainer vor die Tür zu setzen, den Segen von Defensive Tackle Albert Haynesworth hat er. Der rebellierte nach dem Spiel offen gegen Coach Jim Zorn: "So schlecht ist das Team nicht. Alle sagen, wir hätten keine Ahnung, wie man Football spielt. Aber so ist es nicht. Wir ziehen nur alle nicht an einem Strang und brauchen jemanden, der uns die richtige Richtung vorgibt."

Pittsburgh Steelers (7-7) - Green Bay Packers (9-5) 37:36 (14:7, 7:7, 3:0, 13:22)

Was für ein Spiel, einfach unfassbar! Packers-Quarterback Aaron Rodgers spielte mit 383 Yards und 3 Touchdowns ja nun wirklich nicht schlecht, aber gegen Ben Roethlisberger war er an diesem Tag ein kleines Licht. Für 503 Yards warf Big Ben, das hatte noch nie ein Steelers-Quarterback in der langen Geschichte des Teams geschafft. In der ganzen NFL warf in dieser Saison noch kein Quarterback für so viele Yards. Dazu zeichnete er noch für 3 Touchdowns verantwortlich - bei keiner einzigen Interception.

Trotzdem war der Playoff-Traum der Steelers Sekunden vor Spielende eigentlich schon ausgeträumt. Nach einem TD von James Jones zwei Minuten vor Schluss führten die Packers 36:30. Roethlisberger musste im folgenden Drive einige Verzweiflungs-Pässe werfen, unter anderem einen 32 YD-Pass auf Santonio Holmes beim 4. Down und 7.

Die Steelers retteten sich bis an die 19-YD-Linie der Packers - letzter Spielzug. Roethlisberger wirft weit in die Endzone, Mike Wallace fängt den Ball und bekommt seine Füße gerade noch im Feld auf den Boden - Touchdown Steelers, Sieg Steelers. Die Playoff-Chancen des Meisters sind noch intakt. "Wir sind noch nicht tot", sagte Coach Mike Tomlin.

Kurios: Der entscheidende Spielzug war beinahe eine Kopie des Spielzugs, mit dem Roethlisberger in der vergangenen Saison den Super Bowl in letzter Sekunde entschieden hatte.

San Diego Chargers (11-3) - Cincinnati Bengals (9-5) 27:24 (7:3, 7:10, 10:0, 3:11)

Es war ein trauriges Spiel. Alle Bengals-Spieler trugen die Nummer 15 auf dem Helm, Chad Ochocinco ging nach seinem Touchdown auf die Knie und blickte gen Himmel. Alle dachten an Chris Henry, den Bengals-Receiver, der vor wenigen Tagen bei einem Autounfall ums Leben kam.

Aber bei aller Trauer ging es für beide Teams darum, ein wichtiges Spiel im Rennen um die Playoffs zu gewinnen. Das haben die Chargers dank eines 52-YD-Field-Goals von Nate Kaeding drei Sekunden vor Spielende geschafft. Damit ist San Diego der Titel in der AFC West nicht mehr zu nehmen.

Die Bengals müssen nach der zweiten Pleite in Folge dagegen weiter um den Gewinn der AFC North bangen. Sie liegen nur noch ein Spiel vor den Baltimore Ravens und zwei vor den Steelers.

Denver Broncos (8-6) - Oakland Raiders (5-9) 19:20 (6:0, 0:13, 10:0, 3:7)

Ganz bittere Pille für die Broncos, denn das Letzte, was sie im Rennen um den Einzug in die Playoffs eingeplant hatten, war eine Heimpleite gegen die Raiders. Ein Touchdown-Pass von Raiders-Quarterback JaMarcus Russell auf Chaz Schilens 35 Sekunden vor Schluss traf Denver mitten ins Herz.

Mit einem eingeplanten Sieg gegen Oakland hätte es sehr gut für den ersten Einzug in die Playoffs seit drei Jahren ausgesehen. Jetzt sind wohl Siege in Philadelphia und gegen Kansas City an den letzten beiden Spieltagen Pflicht. "Wir haben keinen Spielraum für Fehler", lamentierte Defensive End Vonnie Holliday danach. "Wir hätten heute die Einstellung haben müssen, dass es um alles geht. Die hatten wir leider nicht."

Carolina Panthers (6-8) - Minnesota Vikings (11-3) 26:7 (0:0, 6:7, 0:0, 20:0)

Eigentlich hätten die Vikings entspannt den Titelgwinn in der NFC North feiern können, denn den hatten sie kampflos durch Green Bays Niederlage gegen die Steelers errungen. Stattdessen gab es heftigen Streit zwischen Quarterback Brett Favre und Coach Brad Childress.

Childress wollte Favre nach zahlreichen Hits zur eigenen Sicherheit vom Feld nehmen, schließlich ging es sportlich ja um nichts mehr. Aber Favre war empört über diese Anweisung und blieb auf dem Feld. "Es stand ja nicht 70:7, es stand 7:6. Da habe ich ihm gesagt, dass ich selbstverständlich auf dem Feld bleibe", beschrieb Favre eine hitzige Diskussion zwischen den beiden.

Favre blieb auf dem Feld, warf aber nur für 224 Yards, 0 Touchdowns und 1 Interception - und er verlor das letzte Viertel mit 0:20. Wäre er doch mal lieber vom Feld gegangen...

Baltimore Ravens (8-6) - Chicago Bears (5-9) 31:7

Die Playoff-Träume der Ravens sind noch am Leben - und zwar dank einer Galavorstellung von Quarterback Joe Flacco. Zum ersten Mal in seiner NFL-Karriere warf er vier Touchdown Pässe. Dazu kamen 234 Yards und 0 Interceptions.

Die Bears leisteten aber auch kaum Gegenwehr. Quarterback Jay Cutler warf seine Interceptions Nummer 23, 24 und 25 in dieser Saison. Das ist erbärmlich. Insgesamt kam er nicht einmal auf 100 Yards. "Das Spiel sah so aus, als ginge es für ein Team noch um etwas und für das andere nicht", fasste Bears-Coach Lovie Smith zusammen. Trotzdem muss man sich nicht so gehen lassen, wie die Bears das getan haben.

Philadelphia Eagles (10-4) - San Francisco 49ers (6-8) 27:13 (7:3, 13:0, 0:10, 7:0)

Auch wenn der Division-Titel in der NFC East noch nicht feststeht, dürfen die Eagles den achten Playoff-Einzug in diesem Jahrzehnt feiern. Dazu reichte eine solide Leistung von Quarterback Donovan McNabb (306 Yards, 2 TD, 2 INT) und eine starke Vorstellung von Receiver DeSean Jackson (140 Yards, 1 TD).

In zwei Wochen geht es im direkten Duell bei den Dallas Cowboys aller Voraussicht nach um den Titelgewinn in der Division.

Seattle Seahawks (5-9) - Tampa Bay Buccaneers (2-12) 7:24 (0:0, 7:3, 0:18, 0:3)

Eigentlich ist jedes Wort, das man über dieses Spiel schreibt, ein Wort zu viel. Deshalb nur so viel: Die Seahawks haben der Blamage beim 7:34 in der vergangenen Woche gegen Houston noch eine schlimmere folgen lassen. Wieder reichte es nicht einmal für 10 Punkte, Quarterback Matt Hasselbeck warf 4 Interceptions und verlor dazu noch einen Ball durch ein Fumble. "Wir dachten, nach letzter Woche könnte es nicht mehr schlimmer werden", sagte Receiver T.J. Houshmandzadeh. "Überraschung!"

Immerhin erwischte Bucs-Rookie-Quarterback Josh Freeman (205 Yards, 2 TD, 1 INT) einen brauchbaren Tag und führte sein Team zum ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Folge.

Kansas City Chiefs (3-11) - Cleveland Browns (3-11) 34:41 (3:10, 21:10, 0:7, 10:14)

Unfassbares Spiel von Jerome Harrison. Der Running Back der Browns erläuft sagenhafte 286 Yards. In einem Spiel. Absoluter Rekord in Cleveland. Ach ja. Ganz nebenbei erzielt er drei Touchdowns. Mit dem dritten entscheidet er 44 Sekunden vor dem Ende das Spiel.

Auch Teamkollege Joshua Cribbs erwischt einen blendenden Tag. Er trägt gleich zwei Kickoff-Returns (für 100 und 103 Yards) zum Touchdown zurück.

Dass es dennoch bis zum Ende spannend bleibt, liegt auch an der couragierten Leistung von Kansas-City-Quarterback Matt Cassell (331 YDS, 2 TD) sowie Running Back Jamaal Charles (154 YDS, 1TD) und Wide Receiver Chris Chambers (114 YDS, 1 TD).

Tennessee Titans (7-7) - Miami Dolphins (7-7) 27:24 n.V. (7:3, 10:3, 7:3, 0:15, 3:0)

Was für eine Partie in Tennessee. Erst liegen die Titans mit 18 Punkten klar in Führung, dann erzwingen die Dolphins mit einer gelungenen Two-Point-Conversion eineinhalb Minuten vor dem Ende doch noch die Verlängerung.

Dort hat Miami dann sogar die Chance, das Spiel zu gewinnen, doch Quarterback Chad Henne (349 YDS, 1 TD, 3 INT) leistet sich eine Interception. Die Entscheidung bringt vier Spielzüge später ein Field Goal von Tennessee-Kicker Rob Bironas.

Detroit Lions (2-12) - Arizona Cardinals (9-5) 24:31 (0:7, 0:10, 17:0, 7:14)

17:0 zur Halbzeit. Klare Sache für die Cardinals, oder? Nach Touchdowns von Wide Receiver Larry Fitzgerald (36 Yards) und Running Back Tim Hightower (4 Rush-YDS, 34 Receiving-YDS) sowie einem Field Goal von Mike Nugent (aus 48 Yards) sieht alles nach dem erwartet eindeutigen Sieg für Arizona aus. Eigentlich. Doch dann kommt Detroit.

Oder besser gesagt: Dann kam Louis Delmas. Der Safety trägt eine Interception 100 Yards zurück in die Endzone - und belebt damit das Spiel. Die Folge: Innerhalb von nur fünf Minuten gleichen Maurice Morris (64-Yard-Run) und Kicker Jason Hanson die Partie aus.

Auch einen Touchdown-Run von Cardinals-Running-Back Beanie Wells kontert Detroit's dritter Quarterback Drew Stanton mit einem 1-YD-Run. Doch am Ende ist Detroit eben auch nur Detroit. Knapp zwei Minuten vor dem Ende entscheidet Cardinals-QB Kurt Warner (233 YDS, 2 TD, 1 INT) mit einem 5-YD-Touchdown-Pass auf Anquan Boldin das Spiel.

Buffalo Bills (5-9) - New England Patriots (9-5) 10:17 (3:0, 0:14, 0:3, 7:0)

Die Patriots können also doch noch auswärts gewinnen. So die wichtigste Erkenntnis für New England an diesem Spieltag. Schön war es allerdings nicht: Quarterback Tom Brady (115 YDS, 1 TD, 1 INT) wirft so wenige Yards wie noch nie in dieser Saison.

Immerhin fängt Randy Moss (70 YDS, 1 TD) seinen zehnten Saison-Touchdown und stellt damit den Rekord von Jerry Rice für neun Spielzeiten mit einer zweistelligen TD-Anzahl ein.

Buffalo kann nur im ersten Viertel - dank Running Back Fred Jackson (80 YDS) - mithalten. Später bringt sich das Team, das zum zehnten Mal hintereinander die Playoffs verpasst, mit elf Strafen für 124 Yards selbst um mehr.

St. Louis Rams (1-13) - Houston Texans (7-7) 13:16 (0:3, 10:3, 3:7, 0:3)

Kleine Gleichung: Die Houston Texans = Matt Schaub (367 YDS, 1 TD) + Andre Johnson (196 YDS). Schaub wirft bereits zum achten Mal in dieser Saison 300 Yards oder mehr, Johnson erzielt alleine in den letzten beiden Spielen 389 Yards und zwei Touchdowns.

Den Sieg gegen die Rams haben die Texans allerdings Kris Brown zu verdanken. Der Kicker trifft drei Field Goals und entscheidet gut viereinhalb Minuten vor dem Ende die Partie.

St. Louis verliert damit das zwölfte Heimspiel in Folge - und hat insgesamt lediglich eins der letzten 24 Spiele gewonnen. Kein Wunder, dass das Stadion alles andere als ausverkauft war. Die 46.256 Zuschauer sind der niedrigste Wert seit dem Umzug nach St. Louis.

New York Jets (7-7) - Atlanta Falcons (7-7) 7:10 (7:3, 0:0, 0:0, 0:7)

Aus. Ende. Das war es dann. Tight End Tony Gonzales (32 YDS, 1 TD) beendet mit einem Sechs-Yard-Touchdown-Catch kurz vor Schluss wohl endgültig die Playoff-Hoffnungen der New Yorker.

Bis dahin hatte Atlanta, das seit Samstag keine Chancen auf die Playoffs mehr hat, trotz der Rückkehr von QB Matt Ryan (152 YDS, 1 TD) kaum etwas zustande gebracht.

Dass es dennoch am Ende für den Sieg reichte, lag vor allem am Unvermögen der Jets. Jay Feely vergab ein Field Goal, ein weiteres wurde geblockt, beim dritten versaute Kellen Clemens den Snap. Quarterback Mark Sanchez (226 YDS, 1 TD, 3 INT) hatte nur einen lichten Moment, als er Braylon Edwards mit einem 65-Yard-Touchdown-Pass bediente.

Nicht mehr ungeschlagen: Saints verlieren gegen Cowboys

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung