NFL, 12. Spieltag

Brees zeigt's dem Golden Boy

Von SPOX
Dienstag, 01.12.2009 | 08:50 Uhr
Saints-Quarterback Drew Brees nahm die Defense der Patriots komplett auseinander
© Getty
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Die New Orleans Saints verpassen den New England Patriots im Monday Night Game eine schöne Abreibung. Außerdem: Fast hätten die Houston Texans die Indianapolis Colts geschlagen. Aber auch nur fast. Denn Peyton Manning und Co. kamen im Schlussviertel bärenstark zurück. Die Buffalo Bills erzielten in etwas mehr als zwei Minuten 17 Punkte und Panthers-Quarterback Jake Delhomme hat wieder die Seuche. Brett Favre spielt weiterhin unfassbar gut, die Steelers hängen in den Seilen - und in Tennessee gibt es ein irres Finish. Die Spiele des 12. Spieltages im Überblick.

New Orleans Saints (11-0) - New England Patriots (7-4) 38:17 (3:7, 21:3, 7:7, 7:0)

Was für eine Show der Saints! Was für eine Show von Drew Brees! Der Saints-Quarterback brachte gegen die Patriots 18 seiner 23 Pässe für 371 Yards an den Mann und warf fünf Touchdown-Pässe. Sein Quarterback-Rating: 158,3. Besser geht es nicht. Perfekt.

Für Tom Brady auf der anderen Seite lief es gar nicht gut. Der Golden Boy (21/36, 237 Yards) blieb ohne Touchdown-Pass und leistete sich zwei Interceptions. Die Super-Receiver Randy Moss und Wes Welker kamen nicht mal zusammen auf 100 Yards.

Die Basis für den Sieg legte New Orleans im zweiten Quarter, als Brees drei Pässe für Pierre Thomas, Devery Henderson und Robert Meachem in die Endzone warf. Henderson bedient er dabei aus 75 Yards Entfernung.

Im ersten Viertel hatte Laurence Maroney noch für eine 7:3-Führung der Gäste gesorgt. Dem Running Back der Patriots gelang im dritten Abschnitt auch der zweite Touchdown der Patriots, dem Darnell Dinkins und Marques Colston jedoch zwei weitere für die Saints folgen ließen.

"Die Saints sind nicht ohne Grund 11-0. Sie haben richtig gut gespielt, da konnten wir nicht mithalten", musste Brady eingestehen.

Houston Texans (5-6) - Indianapolis Colts (11-0) 27:35 (14:0, 6:7, 0:7, 7:21)

Die Texans wollen doch wohl nicht? Oh doch, sie wollten! Und sie taten alles, um die ungeschlagenen Colts zu stürzen. Halbzeitstand: 20:7. Und Houston hätte sogar noch deutlich höher führen können, wenn Wide Receiver Andre Johnson (67 Yards) im zweiten Viertel nicht einen sicheren Touchdown hätte fallen lassen. Tat er aber.

Und dann kam das, was kommen musste. Denn es wären nicht Peyton Manning (244 Yards, 3 TD, 2 INT) und die Colts, wenn sie nicht am Ende doch noch einen Weg gefunden hätten, um zu gewinnen. Heute: Mehrfach gute Field-Position nach Pass-Interference-Strafen, komplett einbrechende Texans und 21 Punkte im Schlussviertel.

Mit dem Erfolg baut Indianapolis seine saisonübergreifende Siegesserie auf 20 Spiele aus - und ist nur noch einen Sieg vom Rekord der New England Patriots (aus den Jahren 2006 - 2008) entfernt. Für die Texans war es bereits die dritte Niederlage in Folge.

New York Jets (5-6) - Carolina Panthers (4-7) 17:6 (7:0, 7:3, 0:0, 3:3)

Nach nur einer Interception in den letzten vier Spielen hatten die Fans der Carolina Panthers eigentlich gedacht, Quarterback Jake Delhomme hätte sein Trauma aus der Playoff-Niederlage gegen die Arizona Cardinals im Januar endgültig überwunden.

Hat er nicht. Gleich vier seiner Pässe landeten beim Gegner - einen davon trug Darrelle Revis 67 Yards zurück in die Endzone. Delhommes Passer-Rating: 12,7. Schlechter geht es kaum. Zum Vergleich: Vikings-Quarterback Brett Favre führt die Statistik mit 112,1 an.

Eine Schrecksekunde gab es für Jets-Quarterback Mark Sanchez (154 YDS, 1 INT). Nach einem Tackle von Richard Marshall musste vom Feld und wurde durch Kellen Clemens ersetzt. Doch nach nur vier Spielzügen kehrte Sanchez unter dem Jubel der Jets-Fans zurück auf Feld und spielte bis zum Ende durch.

Atlanta Falcons (6-5) - Tampa Bay Buccaneers (1-10) 20:17 (0:0, 10:10, 3:7, 7:0)

23 Sekunden vor Schluss entschied Falcons-Quarterback Chris Redman (243 YDS, 2 TD) mit einem Touchdown-Pass auf Roddy White das Spiel. Falcons-Quarterback Chris Redman? Richtig gelesen. Denn Atlanta musste bereits nach fünf Minuten auf Stamm-Quarterback Matt Ryan verzichten, der sich bei einem Sack am Fuß verletzte.

Auch Running Back Michael Turner musste raus, nachdem im dritten Viertel eine Knöchel-Verletzung aufbrach, die ihn bereits in der Vorwoche zum Zuschauen verdammt hatte.

2:30 Minuten vor dem Ende hätte Buccaneers-Kicker Connor Barth das Spiel für sein Team entscheiden können - vergab aber ein Field Goal aus 51 Yards und brachte die Falcons so zurück in die Partie. Rookie-Quarterback Josh Freeman (250 YDS, 2 TD) zeigte sich nach der desolaten Vorstellung gegen die Saints der Vorwoche deutlich verbessert.

Cincinnati Bengals (8-3) - Cleveland Browns (1-10) 16:7 (3:0, 10:0, 3:7, 0:0)

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte haben die Bengals alle sechs Spiele gegen ihre direkten Rivalen aus der AFC North gewonnen. Punkt. Das war das Highlight des Spiels. Denn gegen harmlose Browns tat Cincinnati nicht mehr als dringend nötig.

Immerhin: In seinem zweiten Spiel konnte Neuverpflichtung Larry Johnson überzeugen. Der Running Back erlief als Ersatz für den verletzten Cedric Benson 107 Yards und damit fast doppelt so viele wie Clevelands gesamter Rushing-Angriff. Noch ein Sieg und die Bengals haben erstmals seit 18 Jahren wieder eine positive Bilanz aufzuweisen.

Buffalo Bills (4-7) - Miami Dolphins (5-6) 31:14 (0:0, 7:7, 0:7, 24:0)

Zweites Spiel ohne den entlassen Headcoach Dick Jauron, erster Sieg für die Bills. Zu verdanken hat der Übergangs-Coach Perry Fewell es Kicker Rian Lindell und Wide Receiver Terrell Owens (96 YDS, 1 TD). Lindel brachte die Bills dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit einem 56-Yard-Field-Goal erstmals in Führung, Owens machte nur rund eine Minute später mit einem 51-Yard-Touchdown alles klar.

Insgesamt erzielte Buffalo 17 Punkte in etwas mehr als zwei Minuten.

Der Grund: Dolphins-Quarterback Chad Henne (175 YDS) warf in dieser Zeit gleich drei Interceptions. Bester Spieler für Miami: Ricky Williams. Der Running Back erlief 115 Yards und einen Touchdown - leistete sich aber als Wildcat-Quarterback aber auch eine Interception.

Philadelphia Eagles (7-4) - Washington Redskins (3-8) 27:24 (10:7, 6:7, 0:7, 11:3)

Nanu, Redskins. Erst in der Vorwoche fast die Cowboys schlagen - und jetzt die Eagles schocken. Wer hätte das gedacht? Doch schocken ist eben nicht gut genug. Und so verlor Washington erneut eine viel versprechende Partie im Schlussviertel.

24:16 führte Washington im vierten Abschnitt, bis Eagles-Running-Back Eldra Buckley den ersten Touchdown seiner Karriere erlief und Quarterback Donovan McNabb (260 YDS, 1 TD) anschließend mit einer gelungenen Two-Point-Conversion auf LeSean McCoy ausglich. Den Rest besorgte Kicker David Akers mit einem 32-Yard-Field-Goal.

St. Louis Rams (1-10) - Seattle Seahawks (4-7) 17:27 (0:7, 10:7, 0:3, 7:10)

Matt Hasselbeck (102 YDS) ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Für einen Sieg gegen die Rams reichte es dennoch. Dank einer Karriere-Bestleistung von Runnig Back Justin Forsett (130 YDS, 2 TD) und Josh Wilsons 65-Yard-Interception-Return-Touchdown.

Für die Rams war es bereits die elfte Heimniederlage in Folge - kein Wunder, dass das Stadion nicht einmal halbvoll war. Die 47.475 Zuschauer sind der schlechteste Wert in 15 Jahren. Einziger Lichtblick bei den Rams: Running Back Steven Jackson (89 YDS, 1TD).

Minnesota Vikings (10-1) - Chicago Bears (4-7) 36:10 (0:0, 24:7, 3:3, 9:0)

Was für eine Abreibung für die Bears! Vikings: 537 Yards. Bears: 169 Yards. Brett Favre spielt weiter wie ein junger Gott - 32/48, 392 Yards, 3 Touchdowns. Damit steht Favre für die Saison jetzt bei 24 TD-Pässen und nur 3 Interceptions.

Gegen Chicago fand Favre Chester Taylor, Visanthe Shiancoe und einen überragenden Percy Harvin in der Endzone. Die erbärmlichen Bears, die mit zwölf Spielzügen in der zweiten Halbzeit ganze 2 Yards machten, können ihre Saision endgültig abschreiben.

Tennessee Titans (5-6) - Arizona Cardinals (7-4) 20:17 (3:0, 3:3, 7:7, 7:7)

Irres Finish in Tennessee! Die Cardinals führen zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit 17:13, die Titans bekommen den Ball an der eigenen 1-Yard-Linie. Was dann kommt, ist ein genialer 99-Yard-Drive von Vince Young. Der dramatische Höhepunkt: 4th and Goal an der 10-Yard-Linie, nur noch wenige Sekunden, der letzte Spielzug steht an. Und Young findet Kenny Britt in der Endzone, TD Titans, Spiel aus, Sieg Titans!

Dank des überragenden Young (27/43, 387 Yards) und natürlich auch dank RB Chris Johnson (154 Yards, 85-Yd-TD-Run) sind die Titans die erste Mannschaft der NFL-Geschichte, die nach einem 0-6-Start fünf Spiele in Serie gewonnen hat. Arizona trat ohne den angeschlagenen Kurt Warner an, Backup Matt Leinart (21/31, 220 Yards) spielte solide, zog aber im Duell mit Young den Kürzeren.

Baltimore Ravens (6-5) - Pittsburgh Steelers (6-5) 20:17 OT (7:0, 7:7, 0:3, 3:7, 3:0)

Der Champion hängt nach der dritten Niederlage in Serie in den Seilen. Quarterback Dennis Dixon, der den angeschlagenen Ben Roethlisberger vertreten musste, machte seinen Job über weite Strecken gut. Dixon warf einen 33-Yard-Touchdown-Pass auf Santonio Holmes und im letzten Viertel brachte er die Steelers mit einem 24-Yard-TD-Lauf sogar mit 17:14 in Führung.

Doch Billy Cundiff rettete die Ravens mit einem 24-Yard-Field-Goal in die Overtime und in der Verlängerung leistete sich Dixon den entscheidenden Fehler. Linebacker Paul Kruger fing einen Dixon-Pass ab und trug den Ball weit in die Hälfte der Steelers zurück. Der Rest war Formsache. Cundiff traf aus 29 Yards zum Ravens-Sieg.

Pittsburgh verlor mal wieder ein enges Spiel (ihre fünf Pleiten haben die Steelers insgesamt nur mit 18 Punken Unterschied kassiert) und muss jetzt fast schon alle restlichen Spiele gewinnen, um noch in die Playoffs zu kommen. Was aber durchaus möglich erscheint.

San Diego Chargers (8-3) - Kansas City Chiefs (3-8) 43:14 (7:0, 21:7, 10:7, 5:0)

Die Chargers feierten einen lockeren Pflichtsieg und gewannen das sechste Spiel in Serie. Philip Rivers (21/28, 317 Yards) warf zwei TD-Pässe auf TE Antonio Gates, RB LaDainian Tomlinson erlief zwei Touchdowns und auch die Defense von San Diego scorte (40-Yard-Fumble-Return-TD von Paul Oliver).

San Francisco 49ers (5-6) - Jacksonville Jaguars (6-5) 20:3 (3:0, 14:3, 3:0, 0:0)

Sehr beeindruckende Vorstellung von 49ers-Quarterback Alex Smith. Der Spielmacher warf TD-Pässe auf Frank Gore und Vernon Davis und lieferte eine fehlerlose Partie ab (27/41, 232 Yards). Wie mies es für die Jaguars lief? Kicker Josh Scobee schaffte es tatsächlich, ein Field Goals aus 21 (!) Yards gegen die Stange zu donnern.

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