Dallas Mavericks - Sacramento Kings 107:103

Nowitzki: Heißes Duell mit Gay

Von Philipp Dornhegge
Samstag, 01.02.2014 | 07:52 Uhr
Dirk Nowitzki ließ sich gegen Sacramento auch vom bissigen Quincy Acy nicht aufhalten
© getty
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Die Dallas Mavericks (27-21) haben einen weiteren Sieg eingefahren und die Sacramento Kings (15-31) mit 107:103 (BOXSCORE) geschlagen. Bei der Partie im American Airlines Center von Dallas lieferten sich Dirk Nowitzki und Rudy Gay ein packendes Fernduell.

Der deutsche Superstar der Mavs avancierte mit 34 Punkten zum Star des Spiels, Gay hatte mit 35 Zählern (dazu 12 Rebounds und 6 Assists) sogar noch einen Punkt mehr. Besonders in der ersten Hälfte blieben die beiden Stars fast ohne Fehlwurf.

Mit 20 Punkten von Monta Ellis, 14 Punkten und 7 Assists von Jose Calderon und dem ersten Double-Double der Saison von Brandan Wright (10 Punkte, 10 Rebounds) hatte Nowitzki aber etwas mehr Hilfe als Gay.

Bei den Kings kam lediglich Isaiah Thomas noch auf eine zweistellige Punktzahl (19, dazu 6 Assists). Für die Mavericks war der Sieg der zweite in den letzten drei Spielen, Sacramento verlor ohne Franchise Player DeMarcus Cousins bereits die sechste Partie in Serie.

Die Reaktionen:

Mike Malone (Trainer Kings) über Cousins' Nichtnominierung für das All-Star Game: "Es wäre toll gewesen und eine Ehre für uns alle. DeMarcus hat viel gearbeitet. Ich habe ihn im September herausgefordert, ein Vorbild zu sein, früher beim Training zu erscheinen. Er hat alles getan, um ein besserer Spieler zu werden. Seine Zahlen sprechen für sich, er ist neben Kevin Love und LaMarcus Aldridge der einzige Spieler mit 22 Punkten und 11 Rebounds im Schnitt. Das hätte eine Nominierung gerechtfertigt, und ich bin sicher, dass er einige Stimmen bekommen hat. Leider hat's nicht gereicht. Mit einer erfolgreicheren Saison hätten wir ihm als Team helfen können."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Mavs müssen auf Marion verzichten, der Probleme an der zuletzt verletzten Schulter hat. Für ihn startet Crowder an der Seite von Calderon, Ellis, Nowitzki und Dalembert.

Noch schwerer wiegt ein Ausfall auf Seiten der Kings: Franchise Player Cousins (Knöchel) setzt nun schon zum 5. Mal in Folge aus, seit er im Spiel gegen Houston (22.1.) bereits nach neun Minuten verletzt ausgeschieden war. Gray ist weiterhin sein Ersatz, die übrigen Starter heißen Thomas, Thornton, Gay und Thompson.

2.: Super Ballgewinn durch einen Block von Dalembert. Der Ball fliegt an den Perimeter, Crowder schnappt ihn sich und ist auf und davon. Der Small Forward mit einem krachenden Dunk zum 4:0. Doch Gay kontert seinerseits sehenswert per Slam.

5.: Gay mit einem klasse Midrange-Jumper, bei dem er aufgrund seiner Athletik, seiner langen Arme und seinem hohen Release nur ganz schwer zu blocken ist. Der Small Forward hat alle Kings-Punkte bisher erzielt, es steht 10:8 für die Mavs.

11.: Carter mit dynamischem Zug zum Korb, aber in der Zone wartet schon Landry und will das Offensivfoul aufnehmen. Aufmerksam stoppt Carter abrupt, weicht dem Big Man aus und legt die Kugel butterweich in den Korb. 24:18 Mavs.

17.: Fredette vernascht Harris mit einem Step-Through-Jumper, das scheint den Maverick gehörig genervt zu haben. Im Gegenzug zieht er aggressiv gegen Fredette zum Korb, gleich darauf hängt er seinem Gegenspieler ein Foul an und verbucht ein Dreipunktspiel. Harris erhöht damit auf 40:31.

23.: Hitzige Schlussphase der ersten Halbzeit. Carter zwingt Gay zum ersten Fehlwurf, die Schiris geben aber Foul. Carter kann's kaum glauben. Abseits des Balls geraten Calderon und Thomas aneinander, beide kassieren bei der Diskussion über angebliche Flops ein technisches Foul. Gay verkürzt von der Linie auf 47:52.

26.: Schneller 7:0-Lauf der Kings zum Start des dritten Viertels, Thorntons Dreier bedeutet den 54:54-Ausgleich. Carlisle nimmt eine Auszeit, die Mavs wirken aktuell etwas schläfrig.

31.: Ganz komische Stimmung hier im American Airlines Center, wo die Kings im dritten Viertel in nur sechseinhalb Minuten einen 23:7-Lauf hingelegt haben. Gays Jumper zwingt Carlisle zur nächsten Auszeit. Die Mavs suchen ihr Heil aktuell von außen, haben aber bei elf Würfen noch keinen Dreier getroffen. 72:61 Kings.

34.: Schlampiger Pass von Thomas nach einem Pick'n'Roll. Der Point Guard spielt an die Freiwurflinie, Gay war jedoch zur Dreierlinie zurückgewichen. Ellis ist zur Stelle, geht Coast-to-Coast und stopft sogar! 78:70 Kings, aber die Mavs sind wieder im Spiel und die Fans aufgewacht.

39.: Da stehen die Fans Kopf! Carter findet Nowitzki an der Birne, der Deutsche täuscht einen Dreier an. Doch in einer fließenden Bewegung spielt er einen strammen Alley-Oop-Pass, Wright am Korb nimmt die Kugel auf und stopft! 87:82 Kings.

42.: Nach 14 Punkten Rückstand ist das Comeback gelungen: Ellis gleicht von der Linie aus, zwei weitere Freiwürfe von Nowitzki sorgen für das 89:87 der Mavericks.

47.: Die Mavs doppeln Gay bei jeder Gelegenheit, doch der Flügelspieler findet mit Thompson den freien Mann. Der Power Forward mit gutem Post Up und Spin Move gegen Wright. Die Kings verkürzen auf 98:100.

48.: Die wohl schlechteste Crunchtime-Defense aller Zeiten: 23,5 Sekunden vor Schluss liegt Sacramento zwei Punkt zurück, muss eigentlich foulen. Doch die Kings wollen den Steal - und lassen daher das Passspiel der Mavs zu. Von Calderon geht der Ball zu Nowitzki, dann zu Carter und schließlich unter dem Korb zu Ellis. Der Guard steigt zum Layup hoch und trifft - und ausgerechnet jetzt langt Acy hin! Dreipunktspiel zum 105:100, das war's.

Dallas Mavericks vs. Sacramento Kings: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Dirk Nowitzki. Auf seinem Weg zur 12. All-Star-Nominierung stach Nowitzki unter anderem DeMarcus Cousins aus, der als einer der aussichtsreicheren Kandidaten auf eine Berufung galt. Für den Deutschen war das Spiel gegen Sacramento somit ein Statement Game - auch wenn Cousins selbst fehlte. Zwar betont Nowitzki nur zu gern, dass ihn das All-Star Game kein bisschen interessiert, dennoch wirkte er gegen die Kings besonders motiviert.

In der ersten Halbzeit lieferte er sich ein ansehnliches Fernduell mit Rudy Gay, traf sieben seiner ersten acht Würfe und stand schon zur Pause bei 18 Punkten. In der zweiten brach er mit seinem Dreier den Bann von außen, nachdem die Mavs vorher alle 14 Distanzwürfe versemmelt hatten - und brachte schließlich die Partie gemeinsam mit Monta Ellis von der Freiwurflinie nach Hause.

Der Flop des Spiels: Isaiah Thomas. Zu Beginn des dritten Viertels sah es so aus, als könnte es doch noch die große Thomas-Show werden, der mit Jose Calderon eigentlich ein dankbares Opfer hätte vorfinden sollen.

Doch die meiste Zeit fand der Linkshänder keinen Weg zum Korb, traf auch von außen keinen Blumentopf und hatte zudem selbst große Mühe mit Calderon, der ungewöhnlich oft zum Korb zog, umsichtig das Spiel der Mavs lenkte und einen Dreier einstreute. 19 Punkte und 6 Assists lesen sich nicht schlecht, doch brauchte Thomas 21 Würfe für diese Ausbeute (8 Treffer).

Das fiel auf:

  • Jae Crowder ist in gewisser Weise der perfekte Backup für Shawn Marion. Seine Spielweise ist, wie die seines Kollegen, geprägt von Energie und Hustle Plays, insofern fiel es den Mavs überhaupt nicht schwer, sich vom einen zum anderen umzustellen. In der Anfangsphase gab sich Crowder opportunistisch bei Fastbreaks und nach Offensivrebounds, als er sich jedoch zunehmend auf Dreier beschränkte, litt Crowders Spiel und das der Mavs.
  • In Abwesenheit von Cousins fehlt den Kings die Low-Post-Präsenz, über die normalerweise fast alles läuft. Nicht umsonst hat der Center eine der höchsten Usage Rates der gesamten NBA. Weil den Kaliforniern ein zweiter Spieler mit ähnlich gelagerten Fähigkeiten abgeht (Carl Landry kommt ihm noch am nächsten, ist nach seiner langer Verletzung aber noch nicht der alte), müssen sie ihr Spiel ohne Cousins gehörig umstellen. Doch ohne Cousins fiel den Kings herzlich wenig ein, bis auf die Rudy-Gay-Show und ein paar gelungene Aktion von Quincy Acy wirkte die Offense in der ersten Hälfte zu statisch.
  • Als Raptor hatte Rudy Gay noch 39 Prozent aus dem Feld geworfen, seit er bei den Kings spielt, liegt die Quote bei 53 Prozent. Ein Wahnsinnssprung, der kaum zu erklären ist. Aber Gay scheint sich im System Sacramentos einfach wohler zu fühlen, hat eine klar definierte Rolle und erzwingt - anders als in Toronto - kaum Würfe. In der ersten Halbzeit in Dallas traf der Small Forward alle sechs seiner Würfe aus dem Feld und sechs von sieben Freiwürfen für 18 Punkte - und hielt die Kings damit trotz Nowitzkis starkem Auftritt im Spiel. In der Schlussphase blieb den Mavs nichts anderes übrig, als Gay konsequent zu doppeln.
  • Über eine Fehde zwischen Jose Calderon und Isaiah Thomas ist nichts weiter bekannt, dennoch war das Point-Guard-Duell von Anfang an von Antipathie geprägt. Die beiden schenkten sich nichts, für die Mavs hatte das freilich fast nur Positives. Calderon nutzte die enge Verteidigung von Thomas immer wieder für eigene Penetrationen, selbst spielte der nicht für seine Defense gerühmte Spanier erstaunlich stark gegen Thomas. Calderon verhinderte Drives, kämpfte sich vorbildlich um Blöcke herum und war meist auch an der Dreierlinie eng am Mann. Als Thomas im dritten Viertel aus dem Nichts heiß lief, war Calderon aber genauso machtlos wie anschließend Devin Harris.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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