Washington Wizards - Dallas Mavericks 78:87

Schrecksekunde bei Mavs-Sieg

Von Jan-Hendrik Böhmer
Donnerstag, 02.01.2014 | 03:07 Uhr
Dirk Nowitzki verletzte sich gegen Washington am Knöchel
© getty
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Die Dallas Mavericks (19-13) sind mit einem Sieg in das neue Jahr gestartet. Gegen die Washington Wizards (14-15) bauten die Texaner ihre Erfolgsserie mit einem 87:78-Sieg (BOXSCORE) weiter aus. Zum ersten Mal seit knapp drei Jahren haben die Mavericks damit vier Auswärts-Spiele hintereinander gewonnen.

Dirk Nowitzki erlebte zu Beginn des Spiels eine Schrecksekunde, als er in der ersten Spielminute mit dem linken Fuß umknickte und vorübergehend in die Kabine musste. Zwar stand der Mavericks-Star bereits wenige Minuten später wieder auf dem Parkett, zeigte aber die vermutlich schlechteste Leistung der Saison (9 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists).

Doch Dallas konnte sich auf seine Bank verlassen Vince Carter (13 Punkte, 3 Assists) und Brandan Wright (10 Punkte, 3 Rebounds, 2 Steals) sorgten für einen wichtigen Energieschub. Bester Scorer für die Mavs war Monta Ellis mit 23 Zählern.

Bei den Wizards war erneut John Wall mit 23 Punkten der beste Werfer, allerdings leistete er sich auch 7 Turnover. Trevor Booker erzielte mit 19 Rebounds und 10 Punkten als einziger Spieler ein Double Double. Insgesamt kämpften beide Teams mit schlechten Wurfquoten.

Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Mavericks) über seine Verletzung: "Ich ging einen Schritt zurück und sah Joses Gegenspieler rüberkommen, ich sprang hoch und bin bei der Landung auf Beals Fuß aufgekommen. Ich bin dabei wohl mit meinem linken Knöchel zum 200. Mal in meiner Karriere umgeknickt. Ich habe es rausgelaufen und einen neuen Tape-Verband angelegt. Es war offensichtlich, dass ich mich nach dem Zwischenfall nicht mehr richtig bewegen konnte. Insgesamt war es ein hässliches Spiel. Ich glaube, dass wir die NBA heute um mehrere Jahre zurückgesetzt haben."

Rick Carlisle (Trainer Mavericks): "Es war ein wunderschönes Spiel (lacht). Nein, im Ernst: Es war einfach eines dieser hart umkämpften Spiele, bei dem am Ende der als Sieger hervor geht, der es irgendwie überlebt."

Bradley Beal (Wizards): "Wann immer wir eine solche Chance haben, dann vermasseln wir es uns irgendwie selbst. Wir haben Dirk gut im Griff gehabt, aber am Ende konnten wir es einfach nicht in einen Sieg ummünzen."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Bei den Mavericks setzt Coach Rick Carlisle auf die bewährte Starting Five und schickt Calderon, Ellis, Marion, Nowitzki und Dalembert aufs Parkett.

Auch bei den Wizards hat sich im Vergleich zum letzten Spiel und dem Sieg über die Detroit Pistons nichts verändert. Es starten Beal, Wall, Gortat, Ariza und Booker.

1.: Ganz, ganz bitterer Start für die Mavericks. Nich einmal eine Minute ist gespielt, da verletzt sich Nowitzki. Er knickt beim ersten richtigen Dallas-Angriff um und hält sich den Knöchel. Er humpelt direkt vom Feld und verschwindet wortlos in der Kabine.

5.: Nach dem Ärger beim Spiel gegen Minnesota gibt es jetzt erneut Diskussionen um eine Entscheidung der Schiedsrichter. Dallas mit dem Fastbreak, doch Marion kann den Pass nicht kontrollieren. Von einen Fingerspitzen prallt der Ball ins Aus. Erst sehen die Refs die Sache ganz genau so, doch dann beschwert sich Ellis und es heißt plötzlich: Mavs Ball. Die Wizards scheint es nicht sonderlich zu stören. Sie führen mittlerweile mit 11:6.

9.: Nowitzki ist wieder zurück! Er kommt mit frisch verarztetem Knöchel aus der Kabine und mischt gleich wieder ordentlich auf dem Parkett mit. Insgesamt sind die Mavericks nach einem schwachen Start mittlerweile gut im Spiel. Besonders Ellis und Marion sorgen für die Impulse, Calderon versenkt zwei Dreier und sieht sehr selbstbewusst aus. 17:15-Führung für Dallas.

14.: Nach Nowitzki musste nun auch bei den Wizards der Star vom Parkett: Wall lässt sich wegen einer Wunde über dem rechten Auge behandeln - er wird aber zurückkehren.

19.: Die Mavericks mit 6 Punkten in Führung - und jetzt auch Nowitzki mit seinem ersten Korb. Gegen seinen Signature-Fadeaway aus der Bedrängnis heraus hat die versammelte Wizards-Defense keine Chance. Auch Rookie Larkin mit seinen ersten Punkten. Die Mavericks treffen derzeit mehr als 50 Prozent ihrer Versuche aus dem Feld.

22.: Schon hat sich das Spiel wieder gedreht. Die Mavericks vergeben plötzlich ihre Würfe, leisten sich Missverständnisse und erlauben auf der anderen Seite zu viele einfache Körbe der Wizards. Wall nutzt den Platz, der ihm jetzt zur Verfügung steht, eiskalt aus - er hat jetzt neun Punkte auf dem Konto. Washington wieder mit einem Punkt vorne.

24.: Wow! Wall setzt mit einem ganz starken Spin Move gegen Calderon und dem anschließenden Score den Schlusspunkt der ersten Halbzeit. Washington führt 42:39.

28.: Die Wurf-Probleme der Mavericks gehen weiter. Vor der Halbzeit fiel nur 1 der letzten 13 Versuche aus dem Feld - und auch jetzt will einfach nichts passen. Nowitzki, Calderon und Ellis vergeben. Als Folge liegen die Wizards mit acht Punkten vorne. Und gerade als Dallas wieder etwas herankommen kann, vergibt Nowitzki zwei Dreier in Folge.

34.: Dallas kommt dank einiger Wizards-Turnover wieder ran - und übernimmt dann sogar die Führung. Ellis zieht schön zum Korb durch, Marion stopft seinen eigenen Rebound rein, und dann Ellis erneut mit gutem Einsatz. 56:55 Mavs.

39.: Slapstik-Alarm! Drei Minuten im letzten Viertel gespielt - und erst ein einziger Punkt ist gefallen. Per Freiwurf von Nowitzki. Dann Wright mit dem Steal, doch in der Paint kommt er zu Fall und der Ball prallt von seinem Kopf ins Aus. Immerhin macht er es mit einem feinen Dunk nach Zuspiel von Carter wieder gut. 62:61 für Dallas.

46.: Dallas hat genau zum richtigen Zeitpunkt die nötige Energie, und in Form von Wright und Carter die richtigen Spieler auf der Bank, um das Spiel für sich zu entscheiden. Den Mavs gelang in der entscheidenden Phase ein 11-2 Run - und im Anschluss konnten die Texaner den Sieg mit der entschlosseneren Leistung und größerem Einsatz festhalten.

Washington Wizards vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Monta Ellis. Der Mavericks-Guard sicherte Dallas mit einer starken Leistung den Sieg und war mit 23 Punkten bester Scorer der Partie. Er brachte die oftmals ohne Rhythmus agierende Offensive der Mavs besser in Schwung und behielt bei den entscheidenden Freiwürfen die Ruhe. "Es war sein bestes Spiel für uns", lobte Carlisle. "Er hatte unsere Offensive im Griff und hat seine Anspielstationen gefunden." Ebenfalls stark für die Mavs: Brandan Wright und Vince Carter, die zusammen in der entscheidenden Phase wichtige Punkte von der Bank beisteuerten (zusammen 23). Bei den Wizards setzte John Wall (abgesehen von den zahlreichen Ballverlusten) einmal mehr die Akzente.

Der Flop des Spiels: Trevor Ariza. Der Wizards-Forward steht exemplarisch für die Shooting-Probleme seines Teams. Lediglich 3 von 14 Versuchen aus dem Feld fielen (1/7 Dreier) und sobald er auf dem Parkett stand, schein einfach alles falsch zu laufen. Auch Dirk Nowitzki erwischte einen gebrauchten Tag. Erst die Verletzung, dann fielen die Würfe nicht (nur 3/14 aus dem Feld): Seine 9 Punkte sind die wenigsten in dieser Saison. Besonders seine vergebenen Dreier (0/4) hätten seinem Team den Sieg kosten können. Er war allerdings in seiner Bewegung deutlich eingeschränkt.

Das fiel auf:

  • Schrecksekunde für die Mavericks gleich zu Beginn. Nowitzki knickt nach nur einer Minute mit dem linken Knöchel um und muss in die Kabine. Er kommt wenig später mit frischem Tape zurück und steigt wieder ins Spiel ein. Dennoch merkt man Nowitzki besonders in der Defense noch einige Zeit lang an, dass er in der Bewegung eingeschränkt ist. Das eröffnete den Wizards zu Beginn einige Freiräume, die vor allem Wall mit seiner Schnelligkeit ausnutzen konnte.
  • Beide Teams hatten über weite Strecken Probleme damit, den Ball zu kontrollieren. Auf beiden Seiten kam es zu zahlreichen Missverständnissen - was die Mavericks zu Beginn in Punkte ummünzen konnten (am Ende allerdings "nur" 15 Punkte aus 19 Wizards-Ballverlusten). Dallas (15 TO) lag über dem eigenen Durchschnitt, bei Washington (19 TO) sah es noch schlimmer aus. Wall alleine leistete sich 7 Ballverluste.
  • Shooting-Trouble: Lag die Wurfquote der Mavericks zwischenzeitlich bei mehr als 50 Prozent, kam es kurz vor der Pause zu einem eklatanten Einbruch. In den letzten sechs Minuten der ersten Hälfte traf Dallas nur 1 von 13 Versuchen aus dem Feld (am Ende insgesamt 38,5%). Bei den Wizards lief es nicht viel besser: nur 37,5 Prozent fielen. Noch schlimmer sah es von der Dreierlinie aus. Bei Washington passten nur 5 von 24 Versuchen, bei den Mavs 6 von 24.
  • Was die Wizards lange Zeit im Spiel hielt, war die Rebound-Schwäche der Mavericks unter dem eigenen Korb. Hier konnte Dallas schlichtweg nicht aufräumen, immer wieder kamen die Wizards zu zweiten oder gar dritten Chancen. Zum Glück für die Mavericks konnte Washington hieraus kein Kapital schlagen: Den 15 Offensive Rebounds folgten nur selten Punkte.
  • Kein schöner, aber ein wichtiger Sieg für die Mavericks. Obwohl Dallas oft komplett der Rhythmus in der Offensive fehlte, fanden die Texaner einen Weg, um das Spiel zu gewinnen. Schlüssel zum Sieg - und zur starken Auswärts-Serie generell - war erneut die Defense. Abgesehen vom dritten Viertel in Minnesota hielt man die Gegner regelmäßig in Schach. Resultat: Vier Spiele in Folge hat Dallas nun in fremder Halle gewonnen - zum ersten Mal seit 2011.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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