Dallas Mavericks - Los Angeles Lakers 110:97

Dallas gewinnt, aber verliert Marion

Von Stefan Petri
Mittwoch, 08.01.2014 | 05:45 Uhr
Pau Gasol (l.) zog an diesem Abend gegen Dirk Nowitzki den Kürzeren
© getty
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Gegen die Los Angeles Lakers (14-21) gelingt den Dallas Mavericks (20-15) nach zäher Anfangsphase ein letzlich doch souveräner 110:97-Erfolg (BOXSCORE). Dirk Nowitzki und die Guards glänzen gegen die dezimierten Gäste, für eine Schrecksekunde sorgt jedoch Shawn Marion, der das Spiel im zweiten Viertel mit einer Schulterverletzung verlassen muss.

Nach dem ersten Viertel führten die Mavs quasi durchgehend mit 5 bis 10 Punkten Vorsprung, konnten sich aber erst spät entscheidend absetzen. Bester Mann war Dirk Nowitzki mit 27 Punkten und 7 Rebounds, nach schwacher Anfangsphase glänzte zudem Monta Ellis (16 Punkte, 9 Assists, 5 Steals) mit zehn Punkten in Serie im letzten Spielabschnitt.

Center DeJuan Blair verpasste mit 15 Punkten und 9 Rebounds knapp ein Double-Double, Jose Calderon (12 Punkte, 8 Assists, 5 Steals) und Vince Carter von der Bank (19 Punkte, 5 Rebounds) spielten ebenfalls groß auf.

Marion war nach 15 Minuten auf dem Court auf Double-Double-Kurs (8 Punkte, 7 Rebounds), als er über den Fuß von Nowitzki stolperte und hart auf der rechten Schulter aufschlug. Er konnte danach nicht mehr eingreifen, die erste Diagnose lautete Schulterprellung. Ob und wie lange er ausfallen wird, ist noch unklar.

Mit Kobe Bryant unter den Zuschauern in der Halle war sein Ersatzmann Jodie Meeks bester Mann bei den Lakers (24 Punkte, 6 Rebounds, 4 Steals). Pau Gasol trat gewohnt solide auf (15 Punkte, 13 Rebounds), Kendall Marshall (18 Punkte) und Wesley Johnson (17 Punkte) trafen zusammen 6 ihrer 12 Dreier.

Die Reaktionen:

Rick Carlisle (Coach Dallas Mavericks): "Monta hatte bis zu diesem Punkt offensiv große Probleme, obwohl er ein paar Assists verteilte. Wir brauchen einen Funken. Dieser Zwischenspurt hat uns den Sieg gebracht."

...über Shawn Marion: "Er ist angeschlagen. Er hat schon oft verletzt gespielt, aber diesmal ist er böse gefallen."

Mike D'Antoni (Coach Los Angeles Lakers): "Ein paar unserer Spieler haben momentan Probleme, und manche spielen ganz gut. Und im nächsten Spiel spielen die mit Problemen dann gut und die anderen haben ihrerseits Schwierigkeiten."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Bei den Mavericks spielt erneut DeJuan Blair auf der Center-Position von Beginn an. Neben ihm bietet Coach Rick Carlisle das gewohnte Quartett Calderon, Ellis, Marion und Nowitzki auf. Dabei hat Shawn Marion seine Knöchelverletzung vom Sonntag auskuriert.

Lakers-Coach Mike D'Antoni stehen aufgrund von Verletzungsproblemen lediglich neun Spieler zur Verfügung. Seine Starting Five heißt wie folgt: Marshall, Meeks, Johnson, Sacre, Gasol.

4.: Guter Start von den Lakers: Jodie Meeks verwirft den offenen Dreier aus der Ecke, schnappt sich aber den eigenen Rebound und legt ihn unbedrängt ein. Auf der Gegenseite findet Dallas Blair unter dem Korb - schon seine Punkte 5 und 6. 11:10 Lakers.

8.: Samuel Dalembert ist mittlerweile im Spiel - und blockt gleich mal den Jumper von George Hill. Beim Gegenstoß wird Jae Crowder gefoult. Er macht den zweiten Freiwurf rein, damit steht Dallas bei 1 von 4 von der Linie. 21:18 Dallas.

12.: Was geht mit Jordan Hill? Der Big Man bringt sich mehrmals mit schnellen Spin Moves in Position und punktet gegen die poröse Interior Defense der Mavs. Aber vier Sekunden vor der Sirene nagelt Vince Carter den ersten Dreier der Gastgeber rein. 33:31 Mavericks.

18.: Hin und her geht die Partie, kein Team kann sich so richtig absetzen. Das passt aber auch ganz gut ins Bild, denn kein Team spielt hier so richtig gut. Jetzt trifft VC den Hakenwurf für die Mavs. Das sah wiederum ganz gut aus! 48:45 Mavs.

23.: Autsch! Marion will seinem Gegenspieler in der Defense folgen, stolpert aber völlig unvorbereitet über Nowitzkis Fuß und stürzt hart auf die rechte Schulter. Er bleibt erst einmal benommen liegen. Los Angeles ist das reichlich egal, mit einem Mann mehr punkten sie ohne Probleme. Matrix muss behandelt werden und marschiert nach einer Minute in Richtung Locker Room. Daumen drücken, hoffentlich ist nichts passiert! 58:52 Dallas.

24.: Mit einer 60:53-Führung geht es in die Pause. Von Allzweckwaffe Marion gibt es noch nichts Neues, die lädierte Schulter soll aber wohl vorsichtshalber geröntgt werden. Bisher 8 Punkte und 7 Rebounds für ihn - und in der Defense durfte er sogar schon gegen Pau Gasol ran.

28.: Stark von Nowitzki! Nachdem die Mavs die ersten drei Possessions der zweiten Hälfte mit Midrange-Jumpern abschließen - und nicht punkten -, laufen die nächsten vier über den Deutschen. Zweimal findet er völlig freie Mitspieler unter dem Korb, zweimal macht er selbst den Jumper rein. 70:60 für Dallas!

34.: Das könnte jetzt eine entscheidende Phase sein: Große Probleme bei den Lakers, immer wieder Turnover bei den Männern in Purple and Gold. Dallas nutzt nicht alle sich bietenden Chancen, aber ein 7:1-Run bedeutet das 83:72. Größte Führung bisher.

37.: Die erste Diagnose ist da: Bei Shawn Marion handelt es sich wohl um eine Schulterprellung. Er wird in diesem Spiel nicht mehr eingreifen. Für die Lakers trifft jetzt Jodie Meeks den Dreier. Immer wenn ihnen das Spiel zu entgleiten droht, fällt der Wurf aus der Distanz. 85:80 Dallas.

42.: Da isser ja, der Monta Ellis! Ein kurzer Jumper, ein Fast-Break-Layup, und ein langer Jumper obendrein. Innerhalb von 43 Sekunden! Die Zuschauer toben! Das hat der Shooting Guard gebraucht. Dallas wieder mit 11 in Front: 87:86.

47.: Jap, das war's. Mit noch 92 zu spielenden Sekunden haben die Stars der Mavs Feierabend. 108:95. Das wird die achte Niederlage der Lakers in den letzten neun Partien.

Mavericks vs. Lakers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Dirk Nowitzki. Aus der Distanz lief nicht viel zusammen für den Deutschen (0/3 3FG), aber aus der Mitteldistanz war er wie gewohnt nicht zu stoppen. Zudem zog er mehrfach unnachahmlich zum Korb und bewies ein gutes Auge für die Mitspieler: Bei ihm hat man manchmal den Eindruck, dass er, wenn er zum Jumper hochsteigt, nicht den Korb anvisiert, sondern vor allem nach freien Mitspielern sucht. 27 Punkte in 31 Minuten: Er ist gerüstet für das Duell am Mittwoch gegen die San Antonio Spurs.

Der Flop des Spiels: Nick Young. Von "Swaggy P" erwartet man bei den dezimierten Lakers viel, irgendwo müssen die Punkte schließlich herkommen. An diesem Abend lief für den Sixth Man aber gar nichts zusammen: 1 von 7 aus dem Feld für insgesamt 2 Punkte in 19 Minuten, dazu noch 3 Turnover. Keine Assists, keine Steals. Er war mit Abstand der schlechteste Mann der Gäste und praktisch über die gesamte Spieldauer unsichtbar.

Das fiel auf:

  • Beide Teams gehören nicht gerade zur Defensiv-Elite der NBA, das war auch an diesem Abend sichtbar. Die Help-Defense wurde aber unterschiedlich ausgehebelt: Während Los Angeles durch schnelle Pässe am Perimeter oft offene Dreierschützen fand, schauten die Mavs unter den Korb und entdeckten dort ein ums andere Mal den freien Mann. Schon 20 Assists zur Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache, am Ende waren es 32.
  • Die Pässe der Lakers landeten mit zunehmender Spieldauer dann immer öfter in den flinken Händen von Calderon, Ellis und Co. Teilweise mopsten die den Ball clever unter dem Korb, oftmals aber waren die Zuspiele der Gäste derart schlampig, dass die Turnover eine logische Konsequenz waren. 19 Ballverluste waren es schließlich für die Lakers, davon stahlen die Mavs gleich 17.
  • DeJuan Blair wird mit derartigen Leistungen seinen Platz in der Starting Five so schnell nicht verlieren. In der Defense ist er im Eins-gegen-Eins zwar eine Nummer zu klein geraten, aber das macht er durch vorbildlichen Einsatz wieder wett. In der Offensive stiehlt er sich ein ums andere Mal vorzüglich frei - worauf Dirk und Co. nur warten und ihn mit cleveren Zuspielen füttern, die er nur noch verwerten muss. Das klappte auch heute (7/10 FG, dazu 9 Rebounds).
  • Seine Center-Kollegen hatten ebenfalls gute Momente: Brandan Wright bewies, man möchte fast sagen "wie üblich" einen guten Touch (4/7 FG, dazu je 3 Rebounds und Assists), Dalembert machte in 13 Minuten gleich zweimal mit Monsterblocks von sich reden. Außerdem griff er sich 5 Boards und je einen Steal und einen Assist. Zusammen brachte es die Big-Men-Rotation also auf 23 Punkte, 18 Rebounds, 4 Assists, 2 Steals und 2 Blocks. Das Ganze bei 2 Turnovern. Ganz ordentlich!
  • Nowitzkis Probleme von der Linie gingen nur kurzzeitig weiter. Vor zwei Tagen vergab er gegen die New York Knicks gleich 4 von 9 Versuchen von der Linie. Im ersten Viertel gegen die Lakers rollte ein weiterer Versuch vom Ring - frustriert warf der Deutsche den Ball zurück zum Referee. Die nächsten drei Freiwürfe waren dann immerhin drin.
  • Trotzdem brachten es beide Teams auf nur durchwachsene Quoten diesseits der 70 Prozent. Dalembert etwa durfte nach einem Foul an die Linie: Nachdem der erste Freiwurf daneben ging, touchierte er mit dem zweiten Versuch gerade einmal das Netz, so kurz und ängstlich geriet ihm sein Versuch.
  • Auch Monta Ellis hatte in den letzten Tagen mächtig mit seinem Wurf zu kämpfen. Gegen die Lakers gingen seine ersten sechs Versuche daneben - teilweise weit daneben. Dabei scheint es auch in Sachen Bewegungsablauf nicht zu stimmen, der Ball flog manchmal mit merkwürdigem Sidespin in Richtung Korb. Als er im zweiten Viertel eine Steal-Layup-Kombination erfolgreich abschloss, wurde er kurz aggressiver, so richtig fand er sein Mojo aber erst in seinem überragenden letzten Viertel (5/7 FG, 2 Assists).
  • Was mit Chris Kaman los ist, bleibt ein Rätsel. Obwohl die Lakers nur neun Spieler zur Verfügung hatten, kam der Center keine einzige Minute zum Einsatz - und verletzt gemeldet war er nicht. Wenn Robert Sacre und Jordan Hill zusammen 48 Minuten auf dem Parkett stehen, Kaman aber keine einzige Sekunde, dann scheint etwas im Busch zu sein. Vielleicht machte ihm doch noch sein lädierter Knöchel zu schaffen.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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