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Sacramento Kings - Dallas Mavericks 112:97

Mavs-Debakel bei dezimierten Kings

Von Martin Gödderz
Dienstag, 10.12.2013 | 07:17 Uhr
Dirk Nowitzki (r.) und die Mavs konnten den überragenden DeMarcus Cousins nicht stoppen
© Getty
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Die Dallas Mavericks (13-9) gerieten gegen die Sacramento Kings bereits früh ins Hintertreffen. Als sie sich gerade zurückgekämpft hatten, wurden sie von den Sacramento Kings (6-13), die noch ohne Neuverpflichtung Rudy Gay aufliefen, übel hergespielt und verloren letztlich verdient mit 97:112 (BOXSCORE). Dabei lieferte Derrick Williams eine überragende Vorstellung ab.

Bei der blamablen Niederlage waren die Mavs nahezu das komplette Spiel über von der Rolle. Dirk Nowitzki war mit 18 Punkten, 6 Rebounds, 7 Assists, 2 Steals und 2 Blocks noch der beste Mann bei den Mavericks, auch Monta Ellis machte mit 21 Punkten (9/18 FG) und 5 Assists ein solides Spiel.

Der Rest des Teams versagte allerdings auf ganzer Linie. Jose Calderon sammelte zwar 11 Punkte, verteilte aber nur 2 Assists und war als Spielmacher nahezu unbrauchbar. Vince Carter blieb bei 7 Punkten und 3 von 11 verwandelten Wurfversuchen. Rookie Shane Larkin konnte in der Garbage Time noch einmal mit 10 Punkten, 2 Assists und 3 Steals auf sich aufmerksam machen.

Bei den Kings dagegen zeigten gleich mehrere Spieler eine überragende Leistung. Allen voran Derrick Williams, der erst vor Kurzem verpflichtet wurde und mit 31 Punkten (12/16 FG) einen Karrierebestwert auflegte. Dazu sammelte der Forward 5 Rebounds und 5 Assists.

Frontcourt-Kollege DeMarcus Cousins machte mit 32 Punkten und 19 Rebounds ebenfalls ein bärenstarkes Spiel, leistete sich aber auch 9 Ballverluste. Neben den beiden Big Men glänzte vor allen Dingen Isaiah Thomas mit 24 Punkten sowie 12 Assists. Der Point Guard durfte von Beginn an ran, weil Greivis Vasquez bereits auf dem Weg nach Toronto ist.

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Die Reaktionen

Rudy Gay (Sacramento Kings): "Ich nehme mal an, dass ich an einem guten Tag gekommen bin, weil das Team gewonnen hat. DeMarcus Cousins und Derrick Williams haben sehr gut gespielt. Das ist ein guter Start und ich kann es gar nicht abwarten, gemeinsam mit diesen Jungs aufzulaufen."

Mike Malone (Trainer Sacramento Kings): "Ganz egal, ob nun 10 oder 15 Spieler auflaufen, wir hatten heute genug Talent, dieses Spiel zu gewinnen. Die nächste Herausforderung ist es jetzt, die neuen Spieler einzubauen und zu sehen, wie sie spielen und auf welcher Position sie am besten sind."

Rick Carlisle (Trainer Dallas Mavericks): "Ich glaube nicht, dass wir sie auf die leichte Schulter genommen haben. Sie haben uns heute einfach hergespielt. Es war einer dieser Abende, wo der Gegner einfach bessere Aktionen hat als wir."

Shawn Marion (Dallas Mavericks): "Dieser kleine Isaiah und DeMarcus Cousins, das ist ein verdammt gutes Duo."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Der Gay-Transfer ist offiziell, heute läuft der Small Forward aber noch nicht auf. Allerdings nehmen Vasquez, Patterson, Hayes und Salmons, die allesamt nach Toronto transferiert werden, heute auch schon nicht mehr teil. Die dezimierten Kings starten also mit Thomas, McLemore, Williams, Thompson und Cousins. Bei den Mavs läuft die gegen die Blazers erfolgreiche Starting Five auf bestehend aus Calderon, Ellis, Marion, Nowitzki und Blair.

5.: Kurz nachdem Derrick Williams in der Transition völlig frei den Dreier trifft, haut auch Isaiah Thomas mit Leichtigkeit seinen nächsten Dreier rein und steht schon bei sechs Punkten. Rick Carlisle nimmt angefressen die Auszeit. 17:11 Kings.

10.: Vogelwild, was die Mavs bislang anbieten. Etliche schlechte Pässe und in der Defensive noch gar keinen Zugriff auf Isaiah Thomas. Dalembert leistet sich sein zweites Foul in zwei Minuten und Rick Carlisle bringt Bernard James. 29:17 Kings.

17.: Isaiah Thomas schmeißt den Ball im Spielaufbau ins Aus. Auf der Gegenseite penetriert Ellis zum Korb, verliert den Ball beinahe, spielt dann aber raus aus der Zone zu Nowitzki, der an der Glocke wartet, um den Dreier zu versenken. Dallas hat sich zurückgekämpft. 41:38 Mavs

23.: Nowitzki postet auf und verwertet per Fade Away. Damit beendet er den 13:0-Lauf der Kings in den letzten fünf Minuten. Doch auf der Gegenseite antwortet Jason Thompson umgehend aus der Mitteldistanz. 55:45 Kings.

29.: Der Distanzwurf will einfach nicht fallen. Nowitzki vergibt den freien Dreier, doch die Mavs holen den offensiven Abpraller. Der Ball geht zu Calderon in die Ecke. Doch auch der Spanier trifft den Dreier nicht. Auf der Gegenseite spielt Cousins den weiten Ball auf Thomas. Dreier. Drin. 68:56 Kings.

34.: Jetzt wird es richtig bitter für die Mavs! Nächster Ballverlust im Spielaufbau. Die Kings laufen den Drei-Mann-Fastbreak, während kein einziger Maverick sich nach hinten bemüht. Thomas mit dem Alley-Oop-Anspiel per Brett auf den überragenden Williams. Der bringt mit dem spektakulären Reverse Slam Dunk die Halle zum Kochen! 87:67 Kings.

38.: Isaiah Thomas tanzt durch die Zone und spielt raus auf den völlig freistehenden Travis Outlaw. Der Dreier ist selbstverständlich drin. Carlisle nimmt die nächste Auszeit, die Mavs-Spieler wirken hoffnungslos. 97:73 Kings.

42.: Der ebenfalls überragende Cousins steht in Höhe der Freiwurflinie James Gegenüber. Mit dem Jabstep tanzt er mit James und nimmt den Mitteldistanzwurf. Passt. 103:82 Kings.

48.: Shane Larkin zieht noch eine kleine private Show ab und bringt die Mavs in der Garbage Time sogar noch einmal fast auf Schlagdistanz, aber natürlich brennt hier gar nichts mehr an. 112:97 Kings.

Sacramento Kings vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Derrick Williams. Wer braucht schon Rudy Gay, wenn er Derrick Williams hat? Hoffentlich leidet der Nummer-2-Pick von 2011 nicht darunter, dass ihm nun schon wieder ein Small Forward vor die Nase gesetzt wird. Gegen die Mavs zeigte der bereits als Draft-Bust abgestempelte Forward eindrucksvoll, wozu er im Stande ist, wenn er befreit aufspielen kann.

Mit 31 Punkten stellte er einen Karrierebestwert auf, dazu sammelte er 5 Steals und offenbarte in der Offensive seine Vielseitigkeit. Sein Dreier war tödlich, seine Athletik beeindruckend. Die Mavs wussten nie eine Antwort auf den 22-Jährigen, der 12 seiner 16 Wurfversuche verwandelte. Auch überragend: DeMarcus Cousins, der sich allerdings zu viele Ballverluste leistete.

Der Flop des Spiels: Jose Calderon. Letztendlich könnten an dieser Stelle viele Spieler stehen. Die Center-Rotation der Mavs, die komplett versagte oder Vince Carter, der wieder einmal zu viele unüberlegte Würfe nahm und selbst komplett offene Dreier nicht traf.

Letztendlich fällt die Wahl aber auf den Spanier, weil dieser in seiner Hauptaufgabe als Spielmacher völlig unterging. Nur 2 Assists bei 2 Ballverlusten sind ein brutal schlechter Wert für den Point Guard, der in der Defensive völlig neben sich stand und mit -30 zudem die schlechteste Punktedifferenz aufwies.

Das fiel auf:

  • Rick Carlisle wirkte nach einer gewissen Zeit ratlos. Immer wieder nahm er Auszeiten, um taktische Umstellungen vorzunehmen, doch die Mavs offenbarten einfach zu viele Probleme. Schon früh musste er Bernard James bringen, weil Dalembert und Blair mit Foulproblemen und ihrer eigenen Leistung haderten. Die Umstellung auf die Zonenverteidigung erwies sich als wirkungslos.
  • In der Offensive verlor Dallas deutlich zu viele Bälle durch überhastete Drives zum Korb oder durch wilde Pässe (16 Turnover). In der Abstimmung gab es auffallend viele Probleme. Dass dazu auch die offenen Dreier viel zu selten ihren Weg ins Ziel fanden (5/27 Dreier, 18,5 Prozent), passt ins Bild.
  • Ein Blick auf die Fastbreak-Punkte offenbart das komplette Leid der Mavs an diesem Abend. Die Kings kamen am Ende auf 23 Fastbreak-Punkte, die Mavs blieben im Schnellangriff bei 5 Punkten, welche allerdings allesamt von Shane Larkin im letzten Viertel stammten. Diese eklatanten Unterschiede lagen auch daran, dass die Kings den Fastbreak im Gegensatz zu Dallas gut verteidigte. Sacramento leistete sich sogar mehr Ballverluste (21) als Dallas. Die Mavs schlugen daraus nur kein Kapital.
  • Auch wenn Nowitzki sicherlich unter den Big Men zu den besseren Passern gehört, ist es eine bedenkliche Statistik, wenn der eigene Power Forward fast genauso viele Vorlagen (7) verteilt wie die restliche Starting Five zusammen (8). Die Guards der Mavericks versagten dieses Mal komplett im Spielaufbau, offensiv wie defensiv.
  • Die Arbeit der Mavs unter den Brettern war fürchterlich. DeMarcus Cousins (19 Rebounds) alleine sammelte deutlich mehr Abpraller als alle Starter der Mavs zusammen (16 Rebounds). Die Mavs wirkten verschlafen, der letzte Biss fehlte, während in der Starting Five der Kings viele Spieler ihr Können beweisen wollten. So etwas merkt man vor allen Dingen am Reboundverhalten.
  • Rudy Gay, Aaron Gray und Quincy Acy nahmen zwar noch nicht am Spiel teil, saßen aber bereits artig mit modischen Kings-Caps in der Loge und sprachen mit General Manager Pete D'Alessandro und Chris Mullens. Wirklich glücklich sah gerade Gay trotz des Sieges nicht aus.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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