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Oklahoma City Thunder - Dallas Mavericks 107:93-

KD und Westbrook zerlegen müde Mavs

Von Stefan Petri
Donnerstag, 07.11.2013 | 06:18 Uhr
Russell Westbrook (M.) war von der Defense nicht zu stoppen
© Getty
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Angeführt von den Superstars Kevin Durant und Russell Westbrook haben die Oklahoma City Thunder einen verdienten 107:93-Heimsieg (BOXSCORE) gegen die Dallas Mavericks gefeiert. Dirk Nowitzki erlebte einen frustrierenden Abend, Vince Carter flog nach einem Ellbogenstoß vom Platz.

In 34 Minuten verzeichnete Nowitzki 16 Punkte und 6 Rebounds und konnte der Partie zu keiner Zeit seinen Stempel aufdrücken. Der zuletzt überragende Monta Ellis machte 20 Punkte, leistete sich aber auch 7 Ballverluste.

Auf Seiten der Thunder machte Kevin Durant 23 Punkte und glänzte mit 10 Assists. Russell Westbrook war auch in seinem zweiten Spiel nach seiner Knieverletzung gut aufgelegt und kam auf 22 Punkte.

Jae Crowder kam für die Mavericks von der Bank und bestätigte mit 17 Punkten seine derzeit gut Form. Vince Carter dagegen erlebte einen rabenschwarzen Abend (0 Punkte) und musste nach einem Flagrant Foul im dritten Viertel vorzeitig zum Duschen.

Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Mavericks): Wir liefern uns schon seit Jahren immer gute Schlachten. Die Stimmung war zwischendurch ziemlich gereizt und die Referees hatten es nicht wirklich unter Kontrolle. Sie haben viel durchgehen lassen, dann passiert sowas.

Turnover sind gegen sie besonders teuer, weil sie dich so schnell dafür bezahlen lassen. Es ist ein Dunk, bevor man überhaupt die Chance hat, zurückzukommen.

Rick Carlisle (Trainer Mavericks): Ich glaube nicht, dass es in diesem Spiel einen Aspekt gab, in dem wir nicht hätten besser sein können.

Scott Brooks (Trainer Thunder) über Westbrook: Wir erwarten das von ihm. So ist er als Spieler einfach. Er ist aggressiv, talentiert und verbessert sich jedes Jahr. Wir wussten alle, dass er nach seiner Rückkehr so gut spielen würde.

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Einen Tag nach dem souveränen Sieg gegen die Lakers startet Dallas mit der gewohnten Besetzung: Calderon, Ellis, Marion, Nowitzki, Dalembert. Bei den Thunder macht Russell Westbrook sein zweites Spiel der Saison. Neben ihm laufen Sefolosha, Durant, Ibaka und Perkins auf.

4.: Dallas in der Offensive noch nicht ganz da, die Thunder dagegen schon. Russell Westbrook steigt im Fast Break hoch und trifft den Jumper - es sind bereits seine Punkte fünf und sechs. Rick Carlisle hat genug gesehen: Auszeit. 9:5 OKC.

9.: Beide Teams tauschen in dieser Phase Körbe, wie man so schön sagt. Ibaka trifft den Dreier aus der Ecke, dann findet Blair Shawn Marion unter dem Korb. Schon neun Punkte für "The Matrix", der auch schon einen Dreier versenkt hat. 24:22 für die Gäste.

14.: Ohoho, Blair mit dem Spin Move gegen Ibaka zum lockeren Layup. Aber Terrence Jones im Gegenzug mit dem Backdoor-Cut, bekommt den Ball und steigt hoch - da wackelt der Ring. Immer noch ganz enge Kiste hier. 37:35 Thunder.

20.: Die Zuschauer jubeln, denn das Heimteam dreht hier gerade auf: Ein Calderon-Turnover landet bei Reggie Jackson, der steckt durch auf Westbrook, der lässt es krachen. Sieben Punkte in Serie für OKC, Carlisle nimmt erneut die Auszeit. 46:39.

24.: Hektische Schlussphase für Dallas in dieser Hälfte, kaum noch gute Würfe und zu viele Turnover. Calderon verstolpert den letzten Angriff. Aber trotz nur drei Punkten in den letzten drei Minuten ist der Rückstand noch überschaubar. 57:51 für die Thunder zur Pause.

29.: Zu viele Turnover bei Dallas! OKC zieht zwischendurch auf 12 Punkte weg, agiert dann aber selbst zu schlampig. Ellis vergibt einen Fast-Break-Layup, aber Calderon ist mitgelaufen und macht es besser. 67:59 Thunder.

32.: Die Frustration bei den Mavericks wird sichtbar. Vince Carter rangelt mit Thunder-Rookie Steven Adams um den Ball und bekommt dabei einen (unabsichtlichen?) Ellbogen-Stoß ab. Als der Ball weg ist, stößt er dem Center wütend seinerseits einen Unterarm ins Gesicht. Die Refs schauen sich die Szene auf Video an, dann bekommt Adams ein technisches Foul und Carter darf mit einem Flagrant 2 duschen gehen. Ganz dämliche Szene vom Veteranen. 75:64.

36.: Geht da noch was für Dallas? Monta Ellis zieht gegen Derek Fisher zweimal problemlos zum Korb, dazwischen treffen Crowder und Dirk die Dreier. Aber noch immer sind es zehn Punkte Rückstand, weil vor allem Kevin Durant ganz groß aufspielt und als Playmaker glänzt. 85:75 für OKC.

41.: Der alte Mann und der Korb! Derek Fisher zieht an Calderon vorbei, trifft den Jumper mit Brett und wird gefoult. Sinnbildlich für den heutigen Abend. Westbrook macht den nächsten Fast Break rein, schon sind es wieder 15 Punkte. 95:80.

45.: Dallas kommt noch einmal auf elf Punkte heran, aber dann trifft Senior Fisher den langen Jumper von links. Der ist eigentlich nur auf dem Feld, weil Reggie Jackson mit einer Hüftverletzung runter musste. Und jetzt zieht er das Offensiv-Foul von Ellis. Oldie but Goodie. 104:91.

Thunder vs. Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kevin Durant bestätigte einmal mehr seine gesteigerten Spielmacher-Qualitäten. OKC suchte oft das Pick-and-Roll mit Westbrook und Durant, um in der Defense den Switch zu produzieren und Marion loszuwerden. Wenn KD dann das Missmatch gegen Calderon oder Ellis bekam, wurde er von Dallas meist recht schnell gedoppelt, so ergaben sich für ihn gute Anspielstationen. Das nutzte er aus und sammelte zehn Assists. Dazu kamen 23 Punkte, drei Rebounds und zwei Steals.

Der Flop des Spiels: Vince Carter. Der Veteran soll eigentlich die zweite Garde der Mavericks führen. Gegen die Thunder bekam er aber kein Bein auf den Boden, wurde von Durant in der Defense mehrfach lächerlich gemacht und verwandelte keinen seiner vier Würfe in 14 Minuten auf dem Parkett. Wahrscheinlich hatte er am Ende einfach keine Lust mehr.

Der Ellbogenstoß von Adams hätte von den Refs registriert werden müssen, aber sich dann derart offensichtlich zu revanchieren, ist eines achtfachen All Stars unwürdig.

Das fiel auf:

  • Größtenteils ein Abend zum Vergessen für Dirk Nowitzki. Zunächst beschränkte sich der Deutsche darauf, den Ball zu verteilen und hatte damit auch Erfolg. Als ihn sein Team aber brauchte, um punktemäßig gegenzuhalten, hatte er große Probleme mit der aggressiven Defense von Nick Collison und Serge Ibaka. Nur 5 von 12 aus dem Feld, dazu vier Turnover. Mehrfach beschwerte er sich in Richtung der Referees, aber das hat bekanntlich noch nie etwas gebracht.
  • Wenn Dirk nicht punktet, ist das Team auf Monta Ellis angewiesen. Der ließ sein Talent zwar sporadisch aufblitzen, verlor aber viel zu oft die Kontrolle (7 Turnover). Insgesamt waren es 21 Ballverluste für die Mavs, dazu nur 42 Prozent aus dem Feld (36/85). Back-to-back und dann auch noch auswärts, da waren die Beine wohl einfach müde.
  • Wenn man Russell Westbrook sieht, muss man fragen: Welche Verletzung? Gegen Dallas war er der alte Russell Westbrook: Schnell, hyperathletisch, immer im Angriffsmodus. Krachende Dunks im Tempogegenstoß, dazwischen Jumper gegen die körperlich unterlegenen Guards der Mavs. Da er die Initiierung der Offense größtenteils Durant überließ, konnte er sich ganz auf seine Stärken konzentrieren.
  • Dass Dallas nicht das jüngste oder schnellste Team hat, ist bekannt. Gegen die jungen, athletischen Thunder verlor man nicht umsonst zwölf der letzten 13 Spiele. Nach Rebounds, aber auch nach Punkten der Mavs zog OKC das Tempo oft sofort an, hatte so nach dem ersten Viertel schon neun Fast-Break-Punkte (Dallas: Null), am Ende dann 27.
  • Viele starke Verteidiger im Eins-gegen-Eins haben die Mavericks bekanntlich nicht in ihren Reihen. Umso wichtiger ist eine konzentrierte Arbeit unter den Körben, um wenigstens die Rebounds abzugreifen. Gegen die langen Kerls aus Oklahoma City klappte das heute vor allem am Anfang erstaunlich gut: Samuel Dalembert schnappte sich im ersten Viertel gleich sieben Rebounds, am Ende hatte Dallas mehr Offensiv-Rebounds auf dem Konto als OKC (11:10). Da die Würfe am Ende jedoch nicht mehr fielen, hatten die Thunder am Ende mit 44:36 die Nase vorn.
  • Ein Lichtblick bei den Mavericks war Small Forward Jae Crowder. Der 23-Jährige macht in seinem zweiten Jahr in der NBA einen sehr abgeklärten Eindruck, spielt engagierte Defense - und trifft weiter von Downtown. 3 von 5 Dreiern waren es heute, damit steht seine Quote jetzt bei 71 Prozent. So verdient man sich Einsatzzeit.

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