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Minnesota Timberwolves - Dallas Mavericks 116:108

Die Wachablösung ist vollzogen

Von Philipp Dornhegge
Samstag, 09.11.2013 | 08:27 Uhr
Dirk Nowitzki sah im Duell mit Kevin Love überwiegend alt aus
© getty
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Im dritten Auswärtsspiel der Saison haben die Dallas Mavericks (3-3) die dritte Pleite kassiert. Bei den Minnesota Timberwolves (4-2) verloren Dirk Nowitzki und Co. mit 108:116 (BOXSCORE). Der Deutsche spielte dabei weit unter seinen Möglichkeiten.

Nowitzki erzielte 14 Punkte, verbuchte aber nur 3 Rebounds und verlor das Duell der Star-Power-Forwards deutlich gegen Kevin Love (32 Punkte, 15 Rebounds, 8 Assists).

Der MVP-Kandidat der Timberwolves bekam tatkräftige Unterstützung von Kevin Martin (32), Corey Brewer (17) und Nikola Pekovic (15).

Topscorer der Mavericks war Monta Ellis (23), der allerdings nur 9 seiner 24 Würfe traf. Jose Calderon versenkte 6 Dreier, kam auf 21 Punkte und gewann das Duell der spanischen Spielmacher mit Ricky Rubio klar.

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Gastgeber starten mit ihrer aktuellen Stammformation aus Rubio, Martin, Brewer, Love und Pekovic. Der eigentlich eingeplante Starter Budinger fehlt schon seit der Vorbereitung mit Knieproblemen, Williams hat Rückenprobleme, Turiaf einen Armbruch.

Bei den Mavs muss Carter aussetzen. Nach einem Ellenbogenschwinger im letzten Spiel gegen OKC wurde der Routinier für eine Partie gesperrt. Die erste Fünf beeinflusst das nicht: Calderon, Ellis, Marion, Nowitzki und Dalembert starten wie gewohnt.

2.: Love setzt im Power-Forward-Duell mit Nowitzki die ersten Duftmarken. Zunächst trifft er einen Jumper von rechts, dann einen Dreier von links. 7:2 Wolves.

9.: Mit der Einwechslung von Blair und Crowder für Nowitzki und Dalembert ist Dallas im Spiel. Klasse Pass von Blair auf Marion, dann ein Floater des Big Man, dann vier Ellis-Punkte - und schon haben die Mavs mit einem 10:2-Run auf 21:23 verkürzt.

11.: Marion schlägt Pekovic beim Layup den Ball aus der Hand, ein lautes Klatschen deutet aber an, dass da ein Foul im Spiel war. Die Schiedsrichter-Pfeifen bleiben jedoch stumm. Der gerade ausgewechselte Love regt sich furchtbar auf und kassiert ein technisches Foul.

15.: Die Wolves lassen jede Menge Chancen in Korbnähe liegen. James macht es Barea beim Layup schwer, die Mavs starten den Fastbreak. Und am Ende ist es wieder James, der im Zentrum steht! Der Reserve-Big-Man trifft, wird gefoult und versenkt auch den Bonusfreiwurf. Erste Mavs-Führung, 32:30.

22.: Klasse Defense der Mavs, die Love mit ablaufender Shot Clock zu einem langen Dreier zwingt. Doch dann schläft Nowitzki beim Rebound, Cunningham spielt auf Martin, der den Dreier versenkt. 13 Second Chance Points für die Wolves - viel zu viel. 50:49 Mavs.

24.: Wow. Crowder hat wenige Sekunden vor der Halbzeit einen Dunk, wird aber von Brewer gefoult. Der Forward versemmelt beide Freiwürfe, danach schläft Dallas in der Transition Defense. Love spielt schnell auf Brewer, der spielend an Nowitzki vorbeizieht und stopft. 56:55 Mavericks zur Halbzeit.

28.: Calderon ist bisher klarer Punktsieger im Point-Guard-Duell mit Landsmann Rubio. Mit seinem zweiten Dreier in Folge schraubt er sein persönliches Konto auf 12 Punkte, das Spiel ist ausgeglichen. 62:62.

31.: Minnesota zieht davon. Während Dallas abwechselnd den Ball verliert und schlechte Würfe nimmt, läuft die Kugel bei den Wolves. Rubio taut langsam auf und verteilt Assists, Martin erhöht per Fastbreak-Dreier auf 77:66.

40.: Slam Dunk von Crowder! Der Bankspieler hat 8 der letzten 10 Mavs-Punkte erzielt und hält sein Team derzeit effektiv im Spiel. 93:89 Wolves.

47.: In der zweiten Häflte war Martin bislang "The Man", doch in der Crunchtime übernimmt wieder Love. Stepback-Dreier, Stepback-Jumper: Minnesota zieht auf 110:102 davon. Vorentscheidung.

Timberwolves vs. Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kevin Love. Zur Halbzeit hatte der Power Forward bereits ein Double-Double auf dem Konto, dazu 7 Assists. Und obwohl nach der Pause nur noch eine Vorlage dazu kam und das erste Triple-Double verpasst wurde, war Love Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Wolves.

Mit 32 Punkten und 15 Rebounds erteilte er den Mavs-Big-Men eine Lehrstunde. Mit drei Dreiern stellte er seine Qualitäten aus der Distanz unter Beweis. Am meisten Hilfe bekam er von Kevin Martin (30 Punkte), der in Minnesota seinen zweiten Frühling erlebt.

Der Flop des Spiels: Dirk Nowitzki. Monta Ellis und Jae Crowder spielten gut, Jose Calderon schoss sensationell aus der Distanz und DeJuan Blair zeigte wieder vorbildlichen Einsatz. Es hätte unter Umständen eine ordentliche Leistung von Dirk Nowitzki gereicht, um einen Sieg aus dem Target Center mitzunehmen.

Doch der Deutsche wirkte seltsam desinteressiert, scheute das Duell mit Kevin Love und wurde doch beim Reboundkampf immer wieder vorgeführt. In der Offense vertändelte Nowitzki mehrfach leichtfertig den Ball, überließ selbst in der Crunchtime anderen die Würfe, anstatt Mismatches auszuspielen. 14 Punkte sind okay, 3 Rebounds und 4 Ballverluste indiskutabel.

Das fiel auf:

  • Die Mavs kamen nur sehr behäbig in die Partie. Die Offense entwickelte sich zu langsam, die generierten Würfe waren anfangs mittelprächtiger Qualität. Die vielen Fehlwürfe (2/12 Field Goals zum Start) führten unter anderem zu drei Fastbreaks, bei denen Kevin Love direkt nach dem Rebound einen Full-Court-Pass zu Corey Brewer spielte, der vier leichte Punkte und zwei Freiwürfe verbuchte.
  • Apropos Behäbigkeit: Die verkörperten Nowitzki und Dalembert. Von einigen Offensivrebounds des Centers und ein paar schönen Jumpern des Deutschen abgesehen waren die Big Men überhaupt nicht im Spiel, defensiv zu statisch. Mit Blair und Crowder wurden die Mavs agiler und beweglicher. Insbesondere Crowder machte mit seiner neu gewonnenen Stärke von außen die Zone frei für Drives.
  • Auf Kevin Love hatte niemand auch nur den Ansatz einer Antwort. Es waren noch keine 10 Minuten gespielt, da hatte der vielleicht beste Power Forward der Liga 9 Punkte, 6 Rebounds und 6 Assists gesammelt. Sein zweites Foul zwang Coach Rick Adelman dann, seinen Starspieler auszuwechseln.
  • Minnesota kann Love nicht ersetzen. Ein verletzungsbedingter Ausfall wäre eine Katastrophe, aber schon wenige Minuten zum Verschnaufen waren für die Wolves gegen Dallas zu viel. Dank Love startete der Gastgeber mit 5 erfolgreichen Würfen bei 6 Versuchen in die Partie, baute dann aber zusehends ab, als Love auf die Bank musste.
  • Nach schwierigem Start für Nowitzki versuchte Coach Rick Carlisle, das direkte Duell des Deutschen gegen Kevin Love zu verhindern. Der Deutsche wurde wie immer früh ausgewechselt, kam aber wieder, als wiederum Love seine erste Pause bekam. Und als beide gemeinsam auf dem Court standen, verteidigte Nowitzki Dante Cunningham. Love sammelte allerdings weiter Punkte und Rebounds am Fließband.
  • Jose Calderon kommt immer besser in Fahrt. Nach durchwachsenen Auftritten zu Saisonbeginn traf der Spanier bereits in den letzten zwei Spielen 5 von 8 Dreiern, gegen die Wolves legte er 6 weitere Treffer nach (8 Würfe, 75 Prozent). Die zweite große Stärke, die Assist-Turnover-Ratio, kommt ebenfalls immer stärker zum Tragen (7 Assists, 1 Turnover).

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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