Dallas Mavericks - New Orleans Hornets 96:99 OT

Mavs verlieren auch bei Nowitzkis Start-Debüt

Von Martin Gödderz
Sonntag, 06.01.2013 | 06:56 Uhr
Anthony Davis (l.) konnte Dirk Nowitzki (r.) zwar nicht stoppen, dennoch gewannen die Hornets
© spox
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Täglich grüßt das Murmeltier. Zum zweiten Mal hintereinander verlieren die Dallas Mavericks (13-21) nach Verlängerung. Die 96-99-Heimniederlage gegen die New Orleans Hornets (8-25) ist die zehnte Overtime-Niederlage in Folge. Die Mavs hätten das Spiel schon lange entscheiden können, lassen die Hornets völlig unnötig aber wieder herankommen und haben dann keine Antwort auf Eric Gordon.

Dirk Nowitzki feierte nach langer Verletzung sein Debüt in der Starting Five und war gleich Top-Scorer der Dallas Mavericks. Der Power Forward zeichnete sich für 20 Punkte (7/16 FG, 2/3 Dreier) und 6 Rebounds verantwortlich. Unterstützung erhielt er vor allen Dingen von der Bank in Person von Vince Carter (17 Punkte, 6/11 FG, 2 Steals, 2 Blocks) und Elton Brand (12 Punkte, 6/10 FG, 5 Blocks).

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Point Guard Darren Collison kam auf 12 Punkte (5/7 FG), 5 Rebounds sowie 5 Assists. O.J. Mayo punktete zwar im zweistelligen Bereich, für seine 14 Punkte benötigte er aber 17 Wurfversuche.

Auch Eric Gordon hatte bei seinem Debüt in der ersten Fünf der New Orleans Hornets Probleme mit seinem Wurf. Insgesamt kam er nur auf 14 Punkte (4/13 FG), acht Punkte erzielte der Shooting Guard aber alleine in der Overtime. Bei den Hornets ragte insbesondere Point Guard Greivis Vasquez (25 Punkte, 11/18 FG, 7 Rebounds, 9 Assists) heraus.

Al-Farouq Aminu erzielte ein Double-Double (10 Punkte, 13 Rebounds), Ryan Anderson war gewohnt sicher von der Dreierlinie (16 Punkte, 6/15 FG, 4/7 Dreier). Rookie Anthony Davis stand dagegen nur 12 Minuten auf dem Feld, in denen es zu vier Punkten und einem Rebound reichte.

Reaktionen

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Offensichtlich bin ich noch nicht ganz da. Es ist eben noch laufende Arbeit, besonders 30 Minuten zu spielen und dann gefragt zu werden, auf der Zielgeraden die ganze Zeit den Ball zu nehmen und etwas damit anzustellen. Ich denke nicht, dass ich momentan an diesem Punkt bin. Aber ich arbeite weiter daran, in die richtige Richtung zu gehen und es umzudrehen."

Rick Carlisle (Trainer Dallas Mavericks) auf die Frage, ob sich diese Niederlage wie der Tiefpunkt anfühlt: "Ja, so fühlt es sich an. So fühlt es sich definitiv an. Ich glaube noch immer an das Team und mag die Jungs. Es ist einfach eine harte Zeit und es ist wichtig, dass jeder zusammenhält und wir uns da durchkämpfen."

Eric Gordon (New Orleans Hornets): "Beim letzten Wurf, da habe ich angefangen, es ein wenig zu fühlen. Ich habe einfach weitergespielt und Sprungwürfe genommen. Es ist definitiv ein Antrieb für das Selbstbewusstsein, so gut in der Verlängerung zu spielen, besonders bei so einer schlechten Wurf-Leistung. Es fühlt sich gut an, darüber hinweggekommen zu sein."

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Vor dem Tipoff: Es ist soweit. Nach dem Shootaround am Morgen hat Mavs-Coach Rick Carlisle entschieden, dass Dirk Nowitzki bereit für die Starting Five ist. Er ersetzt Vince Carter. Damit starten: Collison, Mayo, Marion, Nowitzki und Kaman. Zum 15. Mal in dieser Saison startet also eine andere Starting Five. Liga-Rekord.

Auch bei den Hornets feiert der vermeintlich beste Spieler heute sein Debüt in der ersten Fünf. Eric Gordon ist nach langer Verletzungspause wieder zurück in der Startformation. Vasquez, Gordon, Aminu, Davis und Lopez bilden die die Anfangsformation, in der auch Aminu neu ist. Dieser ersetzt Lance Thomas, Gordon startet anstelle von Rivers.

5.: Kaman geht ins Face-Up mit Lopez und wirft aus der Mitteldistanz über ihn hinweg in den Korb. Erst der zweite von neun Wurfversuchen, der bei den Mavs sitzt. Mayo wirft kurz danach einen Air Ball von der Dreierlinie, Anderson macht es besser und verwandelt im Gegenzug den Dreier. Nowitzki sitzt mit zwei Punkten nach fünf Minuten schon wieder auf der Bank. 15:10 Hornets.

12.: Haben wir das diese Saison schon erlebt? Nowitzki mit zwei einfachen Fastbreak-Punkten. Nach einem Carter-Steal steht er quasi schon in der Hälfte der Hornets und kann so den Schnellangriff mit Collison laufen. Der bedient Nowitzki mustergültig, so dass dieser nur noch den Korbleger verwandeln muss. 25:23 Hornets.

19.: Während Nowitzki auf der Bank weilt, läuft Elton Brand extrem heiß. In der Offensive sitzt jeder Jumper aus der Halbdistanz, womit der Big Man sein Punktekonto schon auf 10 ausgebaut hat. In der Defensive blockt er mal eben Eric Gordon beim Korbleger. 40:34 Mavs.

27.: Nowitzki übernimmt die Kontrolle! Er startet gleich mit acht schnellen Punkten. Erst demonstriert er Rookie Anthony Davis, wie schwer es ist, seinen Fade Away zu verteidigen. Dann drückt er zweimal hintereinander von der Dreierlinie ab und die Back-to-Back-Dreier sitzen. 16 Punkte schon für den Deutschen. 55:43 Mavs.

34.: Mit Nowitzki wieder auf der Bank, rennen die Mavs plötzlich wild über das Feld und gehen sehr hohes Tempo. Einzig: Die Effektivität geht ihnen dabei ab. Das wäre nicht schlimm, wenn die Verteidigung stimmen würde. Dass die nicht stimmt sieht man daran, dass Jason Smith zweimal ungestört durch die Zone spazieren darf. 62:57 Mavs.

39.: Die Mavs befinden sich im kollektiven Tiefschlaf. Vasquez spaziert zum Korbleger und bringt die Hornets erstmals seit Beginn des zweiten Viertels wieder in Führung. War sich Dallas da schon zu sicher? 69:67 Hornets.

43.: Das Spiel ist nun auf Messers Schneide. Vasquez hat sich in einen Rausch gespielt und zeichnet sich für letzten 10 Hornets-Punkte verantwortlich. Die Mavs können allerdings mit Drives von Beaubois, Marion und Collison kontern. 81:79 Hornets.

48.: Erst trifft Nowitzki einen Midrange-Jumper über Anderson. Im Gegenzug verwertet Smith völlig frei den Korbleger. Eine halbe Minute vor dem Ende bekommt Nowitzki den Ball wieder in seine Hände und postet gegen Vasquez auf. Gordon foult Nowitzki beim Wurf. Zwei Freiwürfe. Doch nur einer geht rein zum Ausgleich. Die Hornets haben den letzten Wurf, aber Vasquez wird ausnahmsweise einmal gut verteidigt und bringt gegen drei Verteidiger nur den Air Ball. 89:89. Wieder einmal Overtime.

55.: Beide Teams überbieten sich im Vergeben offener Würfe. Mit 4,7 Sekunden auf der Uhr bringt Gordon den Pumpfake. Collison fällt darauf herein und foult Gordon, der gleichzeitig den Wurf mit Brett verwandelt. Auch der Zusatzfreiwurf sitzt. Mit zwei Sekunden auf der Uhr erhält Mayo den Ball, setzt zum Wurf an, Gordon springt dabei hoch und kickt den Ball mit dem Fuß weg. Die Referees entscheiden auf Fußspiel, die Mavs erhalten einen neuen Einwurf. Dann vergibt Carter den Dreier aus der Ecke mit dem Buzzer. Die Mavericks verlieren wieder in der Verlängerung. 99:96 Hornets.

Der Star des Spiels: Greivis Vasquez. Dass die Hornets am Ende überhaupt noch im Spiel waren, verdanken sie vor allen Dingen ihrem Point Guard. Vasquez lief zu Beginn des letzten Viertels heiß und erzielte in kurzer Zeit 10 Punkte, davon zwei immens wichtige Dreier. Das ließ New Orleans noch einmal herankommen. Vasquez, einer der Aufsteiger der Saison, zeigte aber auch ansonsten eine beeindruckende Leistung. Seine Quoten (11/18 FG, 3/6 Dreier) waren phänomenal, wurden allerdings auch von einer zum Teil nicht vorhandenen Verteidigung seitens der Mavs begünstigt. Er konnte schalten und walten, wie er wollte, und nutzte die Freiräume letztendlich perfekt aus, was das mit Abstand beste Plus-Minus-Verhältnis aller Spieler auch zeigt: +11.

Der Flop des Spiels: O.J. Mayo. Der Shooting Guard schafft es derzeit nicht, seine Leistung zu konservieren. Dem überragenden Spiel gegen die Miami Heat, als Mayo 30 Punkte erzielte, folgte eine von der ersten Minute an unglücklicher Auftritt gegen die Hornets. Mayo ging von Beginn an aggressiv zum Korb, doch komischerweise gelangen ihm nicht einmal einfachste Korbleger. Er vernarrte gerade Vasquez ein paar Mal mit seinem starken Crossover, zog frei auf den Korb und auch der folgende Floater fiel nicht. Letztendlich traf Mayo lediglich 4 seiner 17 Würfe aus dem Feld, sogar lediglich einen von sieben Dreiern. Insbesondere die zwei völlig offenen Dreier aus der Ecke, die er in der Overtime vergab, waren extrem bitter. Das schien ihn so sehr zu verwirren, dass er auch Gordon aus den Augen verlor.

Analyse: Die Mavs starteten nicht gut ins Spiel. Vorne wollte der Wurf zunächst überhaupt nicht fallen, hinten ließ man den Hornets zu viel Raum. Doch obwohl nur zwei der ersten Wurfversuche ihren Weg ins Ziel fanden, blieben die Mavericks dran. Der Grund dafür: Freiwürfe. Dallas blieb aggressiv, zog zum Korb, holte sich Fouls ab. Die Hornets erwiesen sich diesbezüglich als dankbarer Gegner.

Beste Beispiel: Davis' Foul an Nowitzki, als der Rookie auf eine simple Wurftäuschung des Deutschen reinfiel und diesen neben einem Foul auch einen relativ leichten Wurf bescherte, den Nowitzki dann aber nicht verwandelte. So hielten die Mavs trotz 35 Prozent Feldwurfquote im ersten Viertel Anschluss, weil sie alle neun Freiwürfe verwandelten. Anschließend fanden sie besser ins Spiel.

Während die Hornets oft den schnellen Dreier suchten, diesen im zweiten Viertel fast gar nicht trafen (1 von 5 Dreier) und so ihren Touch verloren (28 Prozent FG im 2. Viertel), trafen die Mavs in Person von Elton Brand deutlich besser aus dem Feld. Rookie Anthony Davis stand währenddessen nur zwei Minuten des zweiten Viertels auf dem Feld, weil er mit Foulproblemen zu kämpfen hatte. Coach Monty Williams sah relativ schnell, dass Nowitzki nicht das ideale Matchup für Davis ist, so dass der Rookie den Rest des Spiels zu einem Großteil auf der Bank verbrachte.

Die Mavericks bauten ihren Vorsprung bis Mitte des dritten Viertels auf 13 Punkte aus. Statt allerdings den komfortablen Vorsprung zu verwalten, verfielen sie in Hektik. Die Angriffe wurden nicht mehr richtig beendet, schlechte Würfe wurden zu schnell genommen und in der Verteidigung wurde geschlafen. Zwar holte Dallas am Ende deutlich mehr Punkte im Fastbreak (19:11), dennoch verpasste das Team es gerade in dieser wichtigen Phase zu Beginn des letzten Viertels das Spiel zu beruhigen. Auch die Aggressivität beim Drive hatten die Mavs verloren, nach dem ersten Viertel erhielten sie lediglich noch vier Freiwürfe.

Es kam, was kommen musste: Die Hornets kämpften sich wieder heran und hatte gegen Ende des Spiels das Momentum auf ihrer Seite. Die Mavs retteten sich irgendwie in der Overtime, wo sie allerdings wieder zeigten, warum sie dort derzeit so erfolglos sind. Vorne trafen sie so gut wie nichts mehr (3/9 FG), hinten ließen sie einen Spieler ins Spiel kommen, der vorher fast komplett abgemeldet war. Gordon hatte das gesamte Match über Probleme mit seinem Drive. Auf der einen Seite hatte er noch mit der Spritzigkeit nach langer Verletzungspause zu kämpfen, auf der anderen Seite verbaute gerade der sehr starke Brand (5 Blocks) häufig den Weg zum Korb. Der saß allerdings in der Verlängerung komplett auf der Bank.

So mussten die Mavs sich in einem sehr ausgeglichenen Spiel letztendlich knapp geschrieben werden und blicken nun der harten Realität in die Augen. Dass es nicht der Anspruch der Mavericks ist, mit den Hornets auf Augenhöhe zu sein, ist hinlänglich bekannt. Doch gerade dieses Spiel hat bewiesen, dass auch mit einem fitten und guten Nowitzki in der Starting Five ein Sieg gegen die Hornets erkämpft werden muss. Das ist letztendlich nicht gelungen.

Nun warten mit den Auswärtsspielen bei den Utah Jazz und den Los Angeles Clippers noch härtere Brocken. Hoffnung machen sollte dabei, dass Nowitzki ein gutes Debüt in der Startformation zeigte und sich auf dem Weg zur Bestform befindet. Wenig Hoffnung macht aber, dass lediglich zwei der letzten 13 Spiele gewonnen wurden.

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