Dallas Mavericks - Minnesota Timberwolves 113:98

Endlich! Collison führt Mavs zum Sieg

Von Max Marbeiter
Dienstag, 15.01.2013 | 05:48 Uhr
Darren Collison führte beim Sieg der Mavs gegen Minnesota stark Regie
© Getty
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Kommt Dallas (16-23) langsam ins Rollen? Gegen die Minnesota Timberwolves (16-19) gelang den Mavs durch ein deutliches 113:98 bereits der dritte Sieg in Serie - und das ohne einen Dirk Nowitzki in Topform. Der Würzburger braucht noch etwas Zeit, bekam gegen die Wolves aber insbesondere durch Darren Collison jede Menge Unterstützung.

Es läuft immer besser bei den Mavs. Zum dritten Mal in Folge verließ Dallas das Parkett als Sieger. Hauptverantwortlich: Top-Scorer Darren Collison (23 Punkte, 9 Assists, 3 Steals) und O.J. Mayo (8/11, 20 Punkte, 9 Assists, 7 Rebounds).

Dazu lieferte Elton Brand von der Bank kommend eine bärenstarke Vorstellung, traf 10 seiner 13 Würfe, erzielte 20 Punkte und sammelte 6 Rebounds. Dirk Nowitzki erlebte dagegen einen durchwachsenen Abend (5/12, 10 Punkte, 6 Assists).

Auf Seiten der Wolves, die in Dallas ihr viertes Spiel in Folge verloren, überzeugten vor allem Center Nikola Pekovic (8/11, 20 Punkte, 12 Rebounds) sowie J.J. Barea. Als sechster Mann erzielte der Ex-Maverick 21 Punkte und verteilte 5 Assists.

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Die Reaktionen:

Darren Collison (Mavs): "Ich hatte bereits das Gefühl, dass wir attackieren würden."

J.J. Barea (Wolves): "Ich habe viele gute Erinnerungen an Dallas. Ich habe am Anfang einige Würfe getroffen und bin deshalb das gesamte Spiel über aggressiv geblieben. Ich versuche immer, viel Energie von der Bank zu bringen und meinem Team so gut es geht zu helfen."

Ricky Rubio (Wolves): "Es ist hart, wenn du merkst, dass du noch nicht bei 100 Prozent bist, obwohl du es gern wärst. Der Kopf macht mit, aber die Beine eben nicht."

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Vor dem Tipoff: Die Zeiten der Experimente sind offenbar endgültig vorbei. Darren Collison, O.J. Mayo, Shawn Marion, Dirk Nowitzki und Chris Kaman starten wie gewohnt für Dallas.

Die Wolves müssen zum fünften Mal in Folge auf Coach Rick Adelman verzichten, der bei seiner kranken Frau weilt. Aushilfs-Headcoach Terry Porter beginnt mit Luke Ridnour, Alexej Shved, Andrej Kirilenko, Dante Cunningham und Nikola Pekovic.

5.: Das Transition-Spiel der Mavs funktioniert bereits. Collison klaut Ridnour den Ball und bedient im Break Mayo, der locker stopft. Hinten begeht Kaman allerdings bereits sein zweites Foul und muss erst einmal auf die Bank - 12:5 Mavs!

9.: Collisons starke Defense erzwingt den nächsten Ballverlust, doch Mayo vergibt den Dreier über Pekovic. Als sich Collison und Marion beim Rebound dann auch noch gegenseitig im Weg stehen, sieht Shved die Zeit für russische Co-Produktionen gekommen. Lob-Pass auf Kirilenko - 20:11 Mavs!

13.: Barea fühlt sich offenbar immer noch wohl im American Airlines Center. Erst trifft der Ex-Mav den ersten (!) Dreier der Partie überhaupt, dann zieht er das Offensivfoul gegen Beaubois. Der Franzose antwortet jedoch per langem Jumper.

18.: Barea hat inzwischen richtig Spass. Bereits der dritte Dreier des kleinen Guards findet seinen Weg durch die Reuse. Nummer vier verfehlt zwar sein Ziel, doch Cunningham schnappt sich den Offensiv-Rebound und legt damit die Grundlage für Derrick Williams' schön anzuschauenden Up-and-Under - 39:36 Dallas!

23.: Auf seine alten Tage läuft Nowitzki nach Carters Steal den Fast Break mit und hat sogar noch genügend Kraft für den krachenden Dunk. Mit seinem Wurf hat der Würzburger allerdings noch mächtig Probleme. Beim nächsten Angriff vergibt er den offenen Dreier und steht inzwischen bei 2/6 aus dem Feld.

28.: Kirilenko ganz stark! Der Russe klaut den Mavs den Ball, gibt direkt ab, bedient Cunningham aber umgehend per Tip-Pass. Nowitzki antwortet in gewohnter Manier. Fallaway-Jumper - 61:72 Mavs!

32.: Das sollte eigentlich nicht passieren. Kirilenko spielt beim Einwurf den Alley-Oop auf Williams. Kurz darauf versucht Shved per Reggie-Miller-Gedächtnis-Trick das Vierpunktspiel zu schinden. Die Refs fallen jedoch nicht darauf herein und entscheiden ob des ausgestreckten Beins des Russen auf Offensivfoul. Als Mayo auf der anderen Seite von Downtown trifft, hat Terry Porter genug gesehen - Timeout Wolves!

37.: Ganz bitter! Nowitzki versucht sich am Catch-and-Shoot von draußen, produziert jedoch einen Airball. Auf der anderen Seite steckt Rubio schön auf Stiemsma durch. Dennoch: 91:72 Dallas!

41.: Per Floater beendet Carter einen 6:0-Run der Wolves. Dallas marschiert auf den dritten Sieg in Folge zu.

47.: Dallas hält den Vorsprung in den letzten Minuten konstant bei mindestens zehn Punkten. Carters Freiwürfe bringen die Mavs mit 108:95 in Front - da brennt nichts mehr an!

Der Star des Spiels: Darren Collison. Gegen Minnesota war der Point Guard endlich das, was man gemäß Positionsbeschreibung von ihm erwartet: ein Spielmacher. Collison lenkte das Spiel der Mavs unaufgeregt wie selten (9 Assists, 3 Turnover). Kaum einmal überdrehte er, nahm dafür Tempo raus, wenn nötig, und zog am Gashahn, wenn möglich. Dazu hängte er sich in der Defense an den jeweils ballverteilenden Wolf und leitete so immer wieder Fast-Break-Chancen ein (3 Steals).

Der Flop des Spiels: Das Starting-Backcourt-Duo der Wolves. Luke Ridnour (3/9, 7 Punkte, 2 Assists) und Alexej Shved (1/7, 7 Punkte, 3 Assists) fanden zu keiner Zeit zu ihrem gewohnten Spiel. Unter dem immensen Druck der Mavs-Defense verliehen sie Minnesotas Angriffsspiel nie die nötige Struktur und schossen dazu unglaublich schwach aus dem Feld. Als Shved doch einmal von Downtown traf, kassierte er dank Reggie-Miller-Gedächtnis-Kickout auch noch das Offensivfoul.

Die Analyse: Was zwei Siege in Folge nicht alles bewirken können. Auch gegen Minnesota sah das Spiel der Mavs gut aus - richtig gut. Nahezu mit dem Tipoff präsentierte Dallas extrem intensiven Basketball. Speziell die Perimeter Defense funktionierte unglaublich gut. Collison hielt den Druck auf den Aufbau der Wolves extrem hoch und erzwang so einige Turnover, die Dallas wiederum effektiv zum Break zu nutzen wusste.

Generell war Dallas' Transition-Spiel mehr als ansehnlich. Kaum einmal wurde überdreht, dafür regelmäßig die richtige Entscheidung getroffen. Gerade Collison brachte endlich die lange vermissten Spielmacherqualitäten ein. Im Setplay bewegten die Mavs den Ball wiederum gut, bekamen so immer wieder offene Würfe, die sie hochprozentig verwandelten (59,7 Prozent aus dem Feld, 46,2 Prozent Dreier).

Minnesota fand ob der druckvollen Mavs-Defense lange keinen Rhythmus, bekam mit dem Duo Barea/Rubio im Backcourt allerdings etwas mehr Struktur und Ruhe in den Angriff. Dazu offenbarten die Wolves ein ums andere Mal das große Problem der Mavs 2013: Es mangelt an Zonenpräsenz.

So gut die Defense am Perimeter auch funktioniert haben mag, am Brett zog Dallas zum wiederholten Male den Kürzeren (33 zu 46 Rebounds). Dass in der Zone dennoch ordentlich gepunktet wurde, lag zum einen an den guten Quoten von Kaman (5/6, 10 Punkte), vor allem aber Brand (10/13, 20 Punkte), zum anderen an Nikola Pekovics frühen Foul-Problemen, die dem Montenegriner einige Zeit auf der Bank bescherten.

Bliebe noch zu klären, wie sich Dirk Nowitzki eingebracht hat. Mit einem Wort: durchwachsen. Zwar lassen die Quoten anderes vermuten (5/12), doch der Würzburger hadert weiter mit seinem Wurf und benötigt gerade in der Defense noch Zeit. Beim Switch stand er immer wieder schlecht und verlor dazu häufig seinen Gegenspieler aus den Augen.

Etwas Zeit braucht auch noch Ricky Rubio. Während seiner dosierten Minuten ließ der Spanier immer wieder sein Können aufblitzen, wirkte nach seiner schweren Knieverletzung jedoch immer noch etwas gehemmt.

Rubio die Hauptverantwortung für Minnesotas vierte Niederlage in Serie zuzuschreiben, wäre jedoch der falsche Ansatz. Zu sicher traf Dallas aus dem Feld, zu sorgsam gingen die Mavs mit dem Ball um (9 zu 15 Turnover). Gute Voraussetzungen für das am Mittwoch anstehende Texas-Duell in Houston. Die Wolves empfangen am Donnerstag die Clippers.

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