Head-to-Head: Dallas Mavericks vs. San Antonio Spurs

Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Von Florian Regelmann
Samstag, 29.12.2012 | 15:01 Uhr
Dirk Nowitzki hat sich schon zahlreiche Giganten-Duelle mit den Spurs geliefert
© Getty
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Es ist soweit! Dirk Nowitzki ist zum ersten Mal live bei SPOX zu sehen! Der Head-to-Head-Vergleich zwischen den Dallas Mavericks und San Antonio Spurs vor dem Spiel der Woche (1.30 Uhr in der Nacht auf Montag im LIVE-STREAM FOR FREE bei SPOX). Es ist ein ungleiches Matchup der Texas-Erzrivalen.

 

Point Guard: Darren Collison vs. Tony Parker

Collison (12,4 PKT, 4,9 AST): Wer ist er? Franchise-Point-Guard der Zukunft oder doch nur ein passabler NBA-Backup? Wenn Collison den Attackier-Modus eingeschaltet hat und sein Potenzial abruft, kann er wie zuletzt in Oklahoma City einen Russell Westbrook an die Wand spielen. Ihm fehlt es aber komplett an Konstanz. Niemand weiß vor einem Spiel, welchen Collison er zu sehen bekommt. Für ihn spricht sein Ruf als absoluter Musterprofi, der für einen Spielmacher aber eine eventuell etwas zu ruhige Art hat. Spielerische Schwachpunkte: Bis auf wenige Ausnahmen trifft Collison den Dreier nicht (31 Prozent), außerdem hat er große Defizite im klassischen Playmaking und in der Defense.

Parker (19,2 PKT, 7,3 AST): Ohne Frage einer der besten Point Guards der NBA, aktuell wohl der beste überhaupt. Seine Saison-Zahlen sprechen jedenfalls dafür. Kein anderer Spielmacher trifft so gut aus dem Feld wie der Franzose (51 Prozent), dazu hat er in dieser Saison nach all den Jahren sogar den Dreier als Waffe entdeckt (40 Prozent) und schießt so gut wie nie von der Linie (83 Prozent). Parker ist insofern ein gutes Vorbild für Collison, da er sich in seiner Karriere vom sehr aufs Scoren fokussierten Einser zu einem guten Ballverteiler entwickelt hat. Er nutzt seine überragende Drive-Fähigkeit jetzt genauso oft zum Finden eines Spot-Up-Schützen, wie er selbst mit seinem patentierten Floater/Teardrop abschließt.

Fazit: Ein aufregendes Duell in der Hinsicht, dass vielleicht die beiden schnellsten Playmaker der Liga aufeinandertreffen. Speedy-Gonzales-Time! Dass Parker in einer ganz anderen Liga spielt, muss wohl kaum extra betont werden.

 

Shooting Guard: O.J. Mayo vs. Danny Green

Mayo (18,7 PKT, 46,7 3P%): Vor zwei Wochen wäre an dieser Stelle überschwänglicher Jubel angebracht gewesen. Für Mayo, der eine Career Season hinlegt. Und für die Mavs, denen mit Mayo ein echtes Schnäppchen (4 Mio. Dollar im Jahr) gelungen ist. Mayo war ganz klar der beste Maverick. Er lag im Scoring in den Top 10 der NBA, traf überragend von Downtown und erntete für seinen Trainingsfleiß ein Sonderlob von Dirk Nowitzki. Doch jetzt steckt Mayo in der Krise (8,8 PKT in den letzten 5 Spielen), auch wenn gegen Denver eine Verbesserung da war. Von der Dreierlinie (3/21) fällt nichts mehr, dazu leistete er sich in den letzten vier Spielen 23 Turnover.

Green (10,5 PKT, 41,3 3P%): Der 25-Jährige wurde von Cleveland in der 2. Runde gedraftet, konnte sich aber nicht durchsetzen. San Antonio holte ihn, aber auch hier wusste zunächst noch niemand, dass man einen Starting-Shooting-Guard gefunden hatte. Green profitierte in der letzten Saison von einer Verletzung Manu Ginobilis und gewann das Vertrauen von Coach Gregg Popovich. Er hat sich aufgrund seiner Skills als tödlicher Spot-Up-Shooter als wichtiger Rollenspieler der Spurs etabliert. Ist dazu ein guter Rebounder und aktiver Verteidiger. Kann jederzeit heiß laufen, wie die Mavs erst vor einer Woche erkennen mussten. Hat 14 seiner letzten 19 Dreier getroffen!

Fazit: Mayos Zahlen sind trotz seiner aktuellen Probleme immer noch sehr gut, gerade aus der Distanz (71 Dreier, Nr. 4 der NBA). Mayo ist der bessere Spieler, aber die Form spricht klar für Green.

Teil II: Die Forward-Positionen und die Center

Teil III: Die Bank, die Coaches und die Prognose

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