Dienstag, 17.04.2012

NBA: Utah Jazz - Dallas Mavericks 123:121 3OT

Triple-Overtime-Drama - 40 Nowitzki-Punkte!

Die Dallas Mavericks (34-28) kassieren nur einen Tag nach der bitteren Overtime-Niederlage bei den Los Angeles Lakers eine noch bittere Triple-Overtime-Niederlage bei den Utah Jazz (32-30). Dirk Nowitzki macht beim 121:123 40 Punkte. Die Mavs fallen im Westen auf Rang sieben zurück.

Dirk Nowitzki erzielte bei der Triple-Overtime-Pleite in Utah 40 Punkte
© Getty
Dirk Nowitzki erzielte bei der Triple-Overtime-Pleite in Utah 40 Punkte

Was für unglaubliche zwei Tage mit zwei unglaublichen Niederlagen für die Mavs. Dass es in Utah extrem schwer werden würde, war vor dem Spiel schon klar.

Viertes Spiel innerhalb von fünf Tagen zum Abschluss eines harten Roadtrips, dann noch in Utah, wo es immer tough ist, und eben gegen die Jazz, die um ihre letzte kleine Playoff-Chance fighten.

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So sah es in der EnergySolutions Arena dann auch wenig verwunderlich lange nach einer relativ unspektakulären Niederlage für die müden Mavs aus. Utah zog schon recht früh auf 11 Punkte weg (31:20).

Utah lange in Führung

Dallas kam zwar bis zur Pause wieder in die Partie zurück, nach einem Jason-Terry-Dreier kurz vor dem Buzzer hieß es nur noch 42:43, aber kurz vor Ende des dritten Viertels brachte DeMarre Carroll die Jazz von Downtown dann erneut mit 11 Punkten in Führung (71:60).

Fünf Minuten vor Schluss lagen die Jazz nach einem Jumper von Al Jefferson immer noch mit 9 Zählern vorne (81:72), doch dann kam ein Dreier-Feuerwerk der Mavs, das ihnen fast den Sieg gebracht hätte.

Nowitzki traf von draußen, Terry traf zwei weitere Dreier - und in der letzten Minute lief dann auch noch Vince Carter von Downtown heiß.

Millsap rettet Utah in die Overtime

39 Sekunden vor dem Ende brachte Carter nach Zuspiel von Nowitzki Dallas mit seinem ersten Dreier auf 86:87 heran.

Nach einem Airball von Ex-Maverick Devin Harris war es acht Sekunden vor dem Ende wieder Carter, der nach dem nächsten Assist von Nowitzki mit seinem nächsten Dreier Dallas mit 89:87 in Führung schoss.

Im letzten Angriff der Jazz bekam Gordon Hayward den Ball, der Off-Balance-Shot des Shooting Guards von der Baseline fiel nicht, aber Paul Millsap war 2,2 Sekunden vor Ende mit dem Putbank-Dunk zur Stelle und schickte das Spiel in die Overtime.

Dort erwischten die Mavs den besseren Start (96:92), ehe die Jazz das dramatische Spiel wieder drehten und nach zwei Hayward-Freiwürfen 13 Sekunden vor Schluss der OT 105:102 vorne lagen.

Die Mavs hatten aber noch mal den Ball, Nowitzki stieg von der Dreierlinie hoch, drin! 105:105. Es ging in die zweite Overtime.

Nowitzki völlig ausgepumpt

Nachdem beide Teams dort in den letzten Sekunden Turnover produzierten und das Spiel erneut nicht entscheiden konnten, musste sogar noch eine dritte Overtime her. Mit dem besseren Ende für die Jazz.

Terry und Nowitzki hätten sogar noch für eine vierte Overtime sorgen können, ihre Dreier fielen aber in den letzten zehn Sekunden nicht mehr.

Ein absolut ausgepumpter Nowitzki blieb in der dritten Overtime ohne Punkt, lieferte aber nach seinem schwachen Shooting-Abend in L.A. (9/28) insgesamt ein Monster-Spiel ab: 40 Punkte (13/26 FG, 12/12 FT), 9 Rebounds und 6 Assists in 53 Minuten. Schon zur Pause hatte der Deutsche 20 Punkte auf dem Konto.

Eine Minute länger stand Terry auf dem Parkett - Jet erzielte 27 Punkte. Ein starker Carter verbuchte ein Double-Double (18 Punkte, 12 Rebounds), Delonte West steuerte 16 Punkte bei, Jason Kidd füllte das Boxscore mit 10 Punkten, 6 Assists, 5 Rebounds und 4 Steals.

Dallas nur noch Siebter

Shawn Marion beendete die Partie mit nur 4 Punkten und 2 Rebounds - und er spielte im letzten Viertel und den drei Overtimes nicht eine Sekunde.

Ein Schlüssel für die Pleite der Mavs: Dallas verlor erneut das Duell an den Brettern (53:41-Rebounds zugunsten der Jazz) und gab 14 Offensiv-Rebounds ab.

Durch die zweite Niederlage in Folge wurde Dallas von Denver überholt und fiel im Westen auf Rang sieben zurück.

Würde es so bleiben, würde in der ersten Runde entweder San Antonio oder Oklahoma City warten. Die Mavs müssen aber vor allem erst mal ihren Playoff-Einzug sichern.

Beaubois wieder nicht dabei

Als nächstes steht am Mittwoch ein Heimspiel gegen Houston auf dem Programm, das zwingend gewonnen werden sollte.

Danach geht es noch zuhause gegen Golden State, bevor man auswärts in Chicago und Atlanta die Regular Season beendet. Rodrigue Beaubois (Wadenzerrung) stand in Utah im Übrigen erneut nicht zur Verfügung.

"Beide Teams haben Big Plays gemacht und große Würfe getroffen, die Fans waren voll dabei, man hätte sich kein besseres Spiel wünschen können. Wir hatten unsere Chancen. Wenn wir am Ende der regulären Spielzeit den einen Rebound bekommen, ist das Spiel vorbei", sagte Nowitzki.

Mavs-Coach Rick Carlisle ergänzte: "Es war ein phänomenales Spiel. Es ist eine enttäuschende Niederlage für uns. Aber wir haben keine Zeit zum Jammern und müssen uns schon wieder auf das nächste Spiel vorbereiten."

Jefferson: 28 Punkte, 26 Rebounds

Utah darf sich nach dem Sieg auch noch Hoffnungen auf die Postseason machen. Jeder Jazz-Starter stand gegen die Mavs mindestens 45 Minuten auf dem Feld und jeder hatte großen Anteil am Sieg.

Jefferson legte mit 28 Punkten und 26 Rebounds ein fantastisches Double-Double auf, Hayward erzielte 24 Punkte, Harris sammelte 23 Punkte und 7 Assists, Millsap verbuchte 16 Punkte, 9 Rebounds und 6 Assists - und auch Carroll war mit seinen 15 Punkten und 6 Assists ein Faktor. Utah hatte die letzten sieben Spiele gegen Dallas verloren.

"Wir müssen einfach jedes Spiel gewinnen, es gibt keine Entschuldigung. Das ist ein großer Test für uns. Jeder in der Kabine will die Playoffs erreichen. Wir werden bis zum Ende fighten. Mehr können wir nicht machen", meinte Jefferson.

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